WordPress Paywall mit Steady einrichten

Steady Paywall für WordPress
Steady Paywall für WordPress

Eine Paywall oder ein Mitgliederbereich ist für viele Blogger eine lukrative Möglichkeit Einnahmen zu generieren, ohne die Leser mit Werbung zu belästigen. Die Plattform Steady ist noch jung und kommt aus Berlin. Sie ist eine echte Alternative zu anderen Diensten und vor allem deutlich einfacher als zum Beispiel DigiMember.

Wer sein Wissen teilt, möchte auf die eine oder andere Art dafür entlohnt werden. Steady ist eine flexible Möglichkeit um finanzielle Mittel zu erhalten und geht weit über den Verkauf von Blogbeiträgen hinaus. Denn es muss nicht zwangsweise eine Paywall vor den Beiträgen geschaltet werden. Dazu aber später mehr, erst in aller Kürze das Preismodell.

Kosten / Preise

Steady kostet dich als Blogger nur 10% vom Brutto-Umsatz sowie die Gebühren der jeweiligen Zahlungsanbieter, die sich ändern können, aber zum Zeitpunkt des Artikels wie folgt gestaffelt sind:

  • Lastschrift: 1% der Überweisungssumme
  • Paypal: 2,49% zzgl. + 35 Cent pro Transaktion
  • Kreditkarte: 1,9% zzgl. 30 Cent pro Transaktion

Im Gegenzug übernimmt Steady alles was den Payment-Prozess, Mitgliederverwaltung, Buchhaltung etc. angeht und versorgt dich einmal im Monat mit einer Auszahlung deiner Verdienste. Um Retouren & Co. musst du dich nicht mehr kümmern. Auch geplatzte Lastschriften und was sonst bei einem eigenen Mitgliederbereich an bürokratischem Aufwand vorkommt, fällt weg.

Einrichtung

Die Registrierung (Name, Vorname, E-Mail etc.) überspringe ich, denn die bekommt jeder selbst hin. Die Einrichtung im Grunde auch, aber hier Schritt für Schritt zur eigenen Paywall.

Schritt 1: Integration konfigurieren

Du gehst in deinem Account auf den Reiter „Integration“ und findest dort einen Code-Schnipsel, den du in deinem Blogger im Header einbinden musst. Keine Sorge, er wird nicht im Front-End sichtbar sein. Wenn du wpSEO nutzt, kannst du das bequem über die Snippet-Funktion machen die du in den Einstellungen unter „Erweitert“ findest. Alternativ kannst du den Code auch direkt in deinem WordPress-Theme im Header einbinden.

Steady Einrichtung Schritt 1
Steady Einrichtung Schritt 1

Gib jetzt noch deine Webseite ein und klicke auf Speichern. Anschließend kannst du die neu freigegebenen Menüpunkt links unter Einrichten verwenden. Beginne zunächst mit dem „Steady Overlay“. Dies wird deinen Nutzern eingeblendet wenn sie einen Inhalt aufrufen möchten, der sich hinter der Paywall befindet.

Gib jetzt noch deine Webseite ein und klicke auf Speichern. Anschließend kannst du die neu freigegebenen Menüpunkt links unter Einrichten verwenden. Beginne zunächst mit dem „Steady Overlay“. Dies ist ein Button den du auf deiner ganzen Webseite einblenden kannst, damit Nutzer dein Projekt finanziell unterstützen können. Du kannst ihn individuell beschriften und farblich gestalten.

Steady Einrichtung vom Overlay Button
Steady Einrichtung vom Overlay Button

Wenn du keinen Button möchtest, lass diesen Punkt einfach aus. Ich nutze ihn auf eisy.eu ebenfalls nicht.

Spannend wird es dann, wenn du eine Paywall einrichten möchtest. Das kommt im nächsten Schritt unter „Steady Paywall“. Zunächst kannst du hier die Grundeinstellungen vornehmen wie etwa die Ansprache und eine kurze Beschreibung.

Die Paywall greift, wenn du sie aktiviert hast, immer ab der Stelle wo du den Steady Shortcode integrierst. Alles was ab dort an Inhalten kommt, verbirgt sich hinter der Paywall und ist nur für Mitglieder ersichtlich. Wenn du dir den Shortcode nicht merken möchtest, kannst du auch das Steady WordPress Plugin installieren. Dann hast du im Editor einen Button der die Paywall in deinem Inhalt integriert.

Steady Paywall aktivieren
Steady Paywall aktivieren

Zunächst solltest du aber die Paywall noch individualisieren damit sie zu deinen Lesern passt und diese entsprechend anspricht. Das machst du über die nachfolgenden Felder.

Die richtige Ansprache der Steady Paywall
Die richtige Ansprache der Steady Paywall

Möchtest du eine harte Paywall oder eine softe Version? Leser können bei der soften Version die Paywall ablehnen und haben dann trotzdem Zugriff auf die Inhalte. Dies Einstellungen nimmst du bei „Durchlässigkeit der Steady Paywall“ vor.

Durchlässigkeit der Steady Paywall einstellen
Durchlässigkeit der Steady Paywall einstellen

Im Grunde kannst du mit diesen wenigen Einstellungen ab jetzt bereits die Steady Paywall nutzen. Nur fehlen natürlich noch die Pakete mit Preisen etc. Und außerdem kannst du Steady auch noch als Adwall nutzen sowie den Checkout und Login direkt in deiner Seite integrieren, damit die Leser gar nicht auf die SteadyHQ.com Webseite wechseln müssen. Das alles kommt in den nächsten Schritten.

Jetzt beginnt jedoch meine Paywall. Wenn du den Rest vom Steady Test lesen möchtest, probiere sie doch einfach real aus. Ich habe extra die Soft-Version genommen damit du sie wegklicken kannst. Alternativ kannst du kostenlos 30 Tage die Testversion nutzen oder einfach das Paket für 2 Euro als Test buchen. Egal was du nutzt, du kannst auf jeden Fall weiterlesen. 🙂

Das erwartet dich in diesem Artikel hinter der Paywall:

  • Integration er Adwall
  • Integration vom Checkout-Prozess
  • Konfiguration der Danke-Seite
  • Integration vom Login
  • Konfiguration der Pakete
  • Weitere Einstellungen

Update: da es technisch ein kleines bisschen Konflikte mit meinem Template gibt, ist die Vorschau derzeit deaktiviert. Aber wie folgt würde es aussehen:

Paywall Vorschau
Paywall Vorschau

Kommen wir zur Adwall. Du kennst das bestimmt, wenn du mit einem AdBlocker auf diversen Verlagsseiten unterwegs bist, wirst du von einem Overlay am Lesen der Inhalte gehindert, weil du einen AdBlocker aktiv nutzt. Wahlweise kannst du diesen deaktivieren und Werbung akzeptieren, oder du nutzt eine Mitgliedschaft. Und genau das geht mit der Steady Adwall ebenfalls.

Google Ads Betreuung zum Festpreis
Google Ads Betreuung zum monatlichen Festpreis von 500,- Euro zzgl. MwSt. Optimierung bestehender Konten und Kampagnen. Persönliche Betreuung, Beratung und Umsetzung durch mich als SEA Freelancer!
www.eisy.eu/leistungen/google-adwords/

Integrierst du diese in deine Webseite, werden Nutzer mit einem aktiven AdBlocker am Lesen gehindert. Du kannst entscheiden ob du eine softe oder harte Adwall einbindest – eben wie bei der Paywall erklärt.

Aktiviere die Adwall und konfiguriere sie nach deinen eigenen Vorstellungen.

Die Steady Adwall aktivieren
Die Steady Adwall aktivieren

Die Einstellungen zur Durchlässigkeit der Adwall kennst du von der Paywall bereits. Was hier neu ist, ist die Option der Anzeigenpause und Verzögerung. Damit du deine Leser nicht mit dem Steady Overlay nervst, solltest du für eine angemessene Pause sorgen. Vor allem wenn du viele Stammleser hast kann das sonst zu Verlusten führen. Setze zumindest für 2 oder 3 Tage das Overlay aus, wenn sich bereits ein AdBlocker-Nutzer gegen die Mitgliedschaft entschieden hat.

Adwall Einstellungen zur Zeitverzögerung und Pause
Adwall Einstellungen zur Zeitverzögerung und Pause

Wenn du außerdem möchtest das die Inhalte zeitverzögert versperrt werden, nutze die Anzeigenverzögerung um die Adwall beispielsweise erst nach 10 Sekunden einzublenden.

Ich selbst nutze die Adwall bei mir auf eisy.eu nicht, da ich sehr zögerlich mit Werbung umgehe und sie wenn, passenderweise im Content habe. Sie dort auszublenden wäre für Leser oft von Nachteil.

Checkout in WordPress abbilden

Damit deine Leser immer auf deinem Projekt bleiben, solltest du auch den Checkout für Mitglieder direkt auf der eigenen Seite abbilden. Das bedeutet nicht, dass deine Seite die Daten einsammelt etc. Es ist nur eine externe Einblendung vom Steady Checkout. Und das geht ganz einfach.

Zunächst legst du eine WordPress-Seite an. Ich habe sie jetzt steady-checkout genannt.

Steady Checkout einrichten
Steady Checkout einrichten

Zunächst legst du eine WordPress-Seite an. Ich habe sie jetzt steady-checkout genannt. Du kannst auf der Seite auch eigene Inhalte hinterlegen, solltest den Shortcode aber unbedingt in einem alleinstehenden Absatz platzieren.

Steady Checkout Seite hinterlegen
Steady Checkout Seite hinterlegen

Jetzt musst du noch eine Danke-Seite erstellen und die URL bei Steady hinterlegen. Verzichtest du auf eine individuelle Danke-Seite, wird deinen Nutzern nur eine Standard-Information von Steady angezeigt. Daher ist es ratsam hier selbst eine Seite anzulegen. Du kannst sie direkt nutzen um deinen neuen Mitgliedern wichtige Informationen mitzuteilen, spannende Artikel zu verlinken usw.

Steady Danke-Seite einrichten
Steady Danke-Seite einrichten

Login mit Steady

Deine Leser sind nach der ersten Anmeldung zwar bei Steady eingeloggt, aber irgendwann braucht es ggf. einen neuen Login. Dafür kannst du in deine Sidebar oder an anderer Stelle einen Login-Button integrieren. Der wird nur angezeigt, wenn Nutzer nicht bereits eingeloggt sind. Ich habe ihn für den Test in der Sidebar unterhalb des letzten Widget.

Schritt 2: Pakete einrichten

Deine Steady-Integration in deine Webseite ist abgeschlossen. Was jetzt fehlt sind die passenden Produkte (Mitgliedschaften, Abo-Modelle etc.) damit deine Leser etwas buchen können. Genau darum kümmern wir uns jetzt. Wähle in deinem Steady-Account bitte oben „Bearbeiten“ und dann links im Menü „Pakete“.

Hier sind bereits drei Beispiele integriert, die du Bearbeiten oder Löschen kannst. Ich habe für den Steady Test mal zwei Beispiele erstellt. Zunächst aber habe ich als erstes die 30-Tage Testphase aktiviert, damit Leser nicht sofort bezahlen müssen.

So sehen meine Pakete derzeit aus:

Meine Steady Pakete zur Demonstration
Meine Steady Pakete zur Demonstration

Ich habe bei den Bildern etc. jetzt keine Mühe investiert, da es nur als Demo für den Beitrag dient und die unterschiedlichen Möglichkeiten zeigen soll. Du siehst aber, es funktionieren individuelle Bilder.

Bearbeitest du ein Paket, kannst du unten auf „Erweitert“ gehen. Dort findest du noch Funktionen wie „Paket-Ziele“, wo du die gewünschten Verkaufszahlen einstellen kannst. Oder einen Countdown, falls das Angebot nur für einen bestimmten Zeitraum gilt. Wenn bei Buchung eine Versandadresse nötig ist, etwa weil du ein Produkt verschicken musst, kannst du diese auch aktivieren und abfragen.

Steady Produkteinstellungen
Steady Produkteinstellungen

Auf meiner Checkout-Seite sieht es derzeit also wie folgt aus:

Steady Checkout-Seite
Steady Checkout-Seite

Das ist im Grunde die komplette Integration von Steady in dein WordPress, damit du es als eigene Paywall oder Adwall nutzen kannst. Es gibt bei Steady noch ein paar weitere Features die du direkt auf der Webseite von Steady nutzen kannst. Zum Beispiel das hinterlegen von Audio-Feeds, oder das Posten von Updates für Mitglieder. Dazu gerne in einem zweiten Artikel mehr.

Fazit

Ich finde die Umsetzung aus Berlin wirklich gelungen. Die Integration mit allen Einstellungen dauert, wenn man es gewissenhaft macht, maximal eine Stunde. Dann hat man aber viel Liebe in die Beschreibungen etc. investiert. Wer es 0815-mäßig in WordPress reinklemmt, hat innerhalb von 10 Minuten seine vollständige Paywall fertig.

Hast du Steady bereits getestet oder zumindest auf dem Schirm gehabt? Ich würde mich freuen wenn wir hier ein paar Meinungen und Erfahrungen austauschen und ggf. diskutieren können.

Über Soeren 450 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

6 Kommentare

  1. Macht es Sinn den Dienst auch für Membership-Webseiten in Form von Foren oder Communitys zu nutzen oder gibt es dafür bessere Anbieter welche gut mit WordPress harmonieren?

    • Du kannst Steady im Grunde in jeder Form von Webseite nutzen. Egal ob Forum, Blog, Galerie etc. Überall wo du den Code integrieren kannst, kannst du es einsetzen. Das muss kein WordPress sein. 🙂 Und demzufolge ist es wirklich bequem und hebt sich deutlich von normalen Membership Plugins ab.

  2. Klingt sehr vielversprechend und macht optisch zudem richtig was her. Vielen Dank für die Vorstellung, das werde ich mir auch mal zu Gemüte führen. Eine Alternative zu DigiMember wäre mir sehr recht.

    • Und eine Alternative zu DigiStore und DigiMember ist es meiner Meinung nach wirklich. Deutlich schlanker, kein Stress in WordPress und in der Integration eine Sache von 10 Minuten. 🙂

  3. Hallo Soeren,

    spannende Sache. Sind das dann „Deine“ Kunden oder Kunden von Steady? Ich frage, weil mich die Integration in Follow-up Prozesse wie Newsletter interessiert. Und das geht bei eigenen Kunden mit geringeren Hürden einher als wenn es fremde Kunden wären.

    Gruß, Axel

    • Hey Axel,

      nein, die Kunden sind tatsächlich „Steady“-Kunden. Abrechnung etc. übernimmt alles Steady und ich bekomme nur die Gutschrift am Ende. Die E-Mailadressen der Nutzer sind zwar für mich ersichtlich, aber es gibt für mich keine Opt-in Verfahren was es mir erlauben würde diese zu nutzen. Follow-up funktioniert innerhalb von Steady durch Updates die man seinen Mitgliedern über die Plattform senden kann. Damit kannst du flexibel umgehen. Aber es nicht automatisieren.

      Beste Grüße
      Soeren

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