WordPress mit einer 404 Seite ausstatten

Heute erhielt ich eine Frage zum Thema „WordPress“ in Bezug auf 404 Seiten die nicht korrekt funktionieren. Die Frage wurde im Rahmen des kostenlosen „SEO-Frage stellen“ Angebotes eingereicht.

Frage von Steffen: Bei meinem SISTRIX Smart Account bekomme ich den Fehler angezeigt, das mein Server einen falschen Statuscode bei der 404 Seite ausgibt. Wo kann man bei WordPress den Status Code für die 404-Seite anpassen, bzw. einsehen und abändern?

Antwort: Vielen Dank für Deine Frage, Steffen. Mit SISTRIX Smart wird bei jeder Domain geprüft ob eine ordentliche 404-Seite ausgegeben wird. Bezogen natürlich nur auf den Status-Code. Viele Seiten, vor allem WordPress-Installationen mit individuellen Themes, die nicht auf den Default-Themes basieren, geben aber bei „nicht vorhandenen“ Seiten einen Statuscode 200 aus. Die Ursache ist häufig eine fehlende 404.php im aktuellen Theme-Ordner.

Die meist einfachste Lösung

Meistens kann man eine 404-Datei sehr einfach in sein bestehendes WordPress integrieren. Allerdings gibt es nicht bei jedem Theme auch ein erfolgreiches Resultat. Will man WordPress nachträglich mit einer 404-Datei ausstatten, kann man aus einem der Standard-Ordner einfach die 404.php rausziehen und im aktivierten Theme hochladen.

Sollte die 404-Seite dann noch nicht zum eigenen Design passen muss man ggf. in dieser noch die Einträge fürs Ansprechen von Header, Footer und Sidebar anpassen. Das kann man sich ja dann aus anderen Dateien wie der Index.php vom aktuellen Theme reinbasteln.

404-Seiten gestalten

Man sollte heute eine Seite mit 404-Statuscode nicht einfach auf die Startseite umleiten. Viel besser ist es, diese als Noindex-Seite zu führen und dem Nutzer darauf wertvolle Informationen zu geben. Zum einen sollte die Mitteilung erfolgen, dass der gewünschte Inhalt nicht zur Verfügung steht. Dann sollte man sie nutzen um Kategorien, aktuelle Inhalte und andere wertvolle Infos zu vermitteln.

Alte Blogbeiträge die nicht mehr existieren aber eingehende Links (intern / extern) haben, sollte man jedoch sinnvoll mit einer 301-Weiterleitung verarbeiten. Dabei ist es nicht Priorität 1 die URL auf die Startseite zu leiten. Viel wichtiger wäre die Umleitung auf einen anderen, relevanten und hilfreichen Beitrag. Alternativ kann man auch unter der alten URL wieder neuen Inhalt publizieren.

404-Seiten mit SISTRIX Smart finden

Wenn man auf „nicht vorhandenen“ Seiten dann endlich 404-Status-Codes ausliefert, kann SISTRIX Smart oder auch der Optimizer auch diese analysieren. Es werden dann alle intern verlinkten, nicht mehr vorhandenen Seiten als Fehler gemeldet. Dies sollte eine der ersten Anlaufstellen sein um seine 404-Seiten zu bearbeiten.

Alternativ kann man sich auch ein Backlink-Tool suchen mit dem sich externe Links analysieren lassen, deren Linkziele einen 404-Fehler ausgeben. Diese Seiten verfügen ja bereits über Backlinks und das mögliche Potenzial sollte anständig verarbeitet werden.

404-Seiten muss man übrigens nicht unbedingt in den Meta-Tags auf „nofollow“ setzen. Denn die Bots können den optimierten hinterlegten Inhalt ja gerne wahrnehmen und die internen Links verfolgen. Wenn man alle seine 404-Status-Code-Seiten immer auf eine extra erstelle 404-Seite umleiten, so dass im Falle einer 404 nur eine einzige Seite in Google landet, könnte man sogar „index, follow“ anwenden und die 404 Seite über die Monate und Jahre immer weiter stärken. 🙂

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.