Warum Blogkommentar-Spam Zeitverschwendung ist

Seit einiger Zeit werden wir in regelmäßigen Abständen von „Lesern“ heimgesucht, die nur vorbeikommen, um einen Spamkommentar (mit Link zu ihrer Webseite) unter unseren Artikeln zu hinterlassen. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von den Blogkommentar-Triaden (nicht zu verwechseln mit der Forenlink-Mafia).  Eine besonders aggressive Splittergruppe, die uns massiv zusetzt, ist die so genannte Schlüsseldienst-Mafia.

„Kriminelle Energien“ unter SEOs: Blogspam ist nicht totzukriegen

Jeder, der einen Blog oder ein Magazin betreibt und die Kommentarfunktion nicht direkt deaktiviert hat, kennt das Problem: Sobald deine Seite zu bestimmten Begriffen rankt, ein paar Links aus Blogverzeichnissen oder Branchenbüchern hat, auf einer anderen Seite erwähnt wird, kurz: irgendwie im Netz sichtbar wird, kommen die Spam-Ratten aus ihren Löchern gekrochen und fallen über deine Artikel her. Und spätestens jetzt stellst du die automatische Freischaltung der Kommentare ab und prüfst die Kommentare, bevor du diese freigibst. Schlimmstenfalls führen die permanenten Anschläge der Blogkommentar-Triaden dann dazu, dass du die Kommentarfunktion entnervt vollständig deaktivierst.

Letztendlich handelt es sich dabei um sehr frustrierende Tatsachen. Denn es ist einerseits schade, wenn man auf seine mühevoll erstellten Artikel gar keine Resonanz mehr bekommt (oder nur noch über FB-Kommentare, wenn man, wie wir, Links zu unseren Artikeln auch über Facebook oder Google+ publiziert). Außerdem stellen Diskussionen über Blogkommentare auch ein positives Signal für Google und Co. dar – denn diese zeigen der Suchmaschine, dass hier Aktivität herrscht und die publizierten Themen offenbar von Interesse für die Nutzergemeinde sind. Insofern sei es hier bereits in aller Deutlichkeit gesagt:

Wir mögen Kommentare. Wir freuen uns über eure Kommentare. Wir möchten mit euch über Kommentare kommunizieren!

Beispiele aus der Praxis: So sehen die Verwüstungen der Blogkommentar-Triaden aus

Normalerweise ist ein Kommentar, welches den finsteren Ränken der Spam-Syndikate entsprang, nach einem bestimmten Ratser aufgebaut. Oder, anders formuliert: Es lässt sich ein Grundkonzept erkennen, dem Blogspammer oft folgen. Dieses kann leicht variieren, in dem einer der folgenden Schritte einfach weggelassen oder an andere Stelle gesetzt wird:

  • 1. Anrede
  • 2. Bedanken
  • 3. Minimale Bezugnahme auf den Artikel

Toller Artikel – Vielen Dank!

In der Praxis sieht das dann so aus; wir beginnen mit Beispielen der bereits mehrfach erwähnten Schüsseldienst-Mafia (man beachte auch die Rechtschreibfehler dieser liebevoll erstellten Kommentare) :

Vielen dank für den Beitrag, habe nicht gewusst das es so viele von diesen Pinnwänden gibt. Schwer zu entscheiden welche man jetzt auswhälen soll.
Gruß. –> „Anton Heinrichs“, schlüsseldienst-ingolstadt.de

Sehr interessanter Artikel. Super, dass hier alles zusammengefasst ist, was man sich sonst müselig zusammenstellen muss.
Liebe Grüße –> „Marcel“, schlüsseldienst-aschaffenburg.de

Super Sache Herrn Vogt, ich werde es mal ausprobieren! Da Sie es netterweise kostenlos bereit gestellt haben werde ich mal die Chance nutzten und versuchen meine Arbeitsabläufe besser zu organisieren.
Gruß Hans –> „Hans Baier“, aachener-schluesseldienst.de

Diese Art von Schlüsseldienst-Kommentaren haben wir mittlerweile mindestens einmal zu jedem Artikel, den wir veröffentlichen. Ein kurzer Gegencheck ergibt: In den unteren beiden Fällen steht im Impressum ein gewisser Carlos Santos mit Sitz in Portugal; die dritte Seite leitet zur Hauptseite des „Verband Deutscher Schlüsseldienste e.V.“ (also gewissermaßen zum Paten des Syndikats?) weiter.

Anhand der obigen Beispiele erkennt man deutlich, dass sich der Spammer dahinter schon ein bisschen mit der Thematik Blogkommentare befasst und begriffen hat, dass Kommentare á la: „Super Artikel – Vielen Dank!“ heute mit 90prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr freigeschaltet werden, vor allem nicht mit Verlinkung auf die eigene Webseite. Indes hat er/sie aber auch nicht verstanden, worauf es bei einem Blogkommentar ankommt (darauf komme ich später noch einmal zurück).

Natürlich ist unser Blog bei Weitem nicht der einzige, der mit den Blogspam-Triaden zu kämpfen hat. Auf dem Blog von searchmetrics hat zum Beispiel das Matratzen-Syndikat zugeschlagen (durch meinen Kollegen René entdeckt). Dies ist zugleich ein schönes Beispiel dafür, wie Spam, dem kein Einhalt geboten wird, direkt wieder andere Spammer aus den selben Kreisen anzieht.

Der erste Kommentar ist direkt von einem Matratzen-Capo geschrieben, bezieht sich aber immerhin noch direkt auf den Text:

matratzen-spam kommentar

Und dann, ein paar Kommentare weiter unten und ein halbes Jahr später:

spamkommentar screenshot

Ein Blick in die Impressen der Seiten offenbart unterschiedliche Betreiber. Es ist also aufgrund der zeitlichen Verschiebung davon auszugehen, dass „Vanessa“ sich im Rahmen einer Konkurrenzanalyse die Links von „Kev“ angeschaut hat, so auch auf diesen Kommentarlink gestoßen ist und ihn kurzerhand durch einen eigenen Kommentar nachbaute. Okay: Man muss sowohl „Kev“ als auch „Vanessa“ zugute halten, dass sie sich nicht nur auf das plumpe „Guter Beitrag, probier‘ ich auch mal aus.“ beschränken (Vanessa kam sogar noch einmal wieder, da ihr auf den obigen Kommentar geantwortet wurde). Aber dennoch zeigt das Beispiel anschaulich, wie Blogspam funktionieren kann.
Abgesehen von Konkurrenzanalysen gibt es noch weitere Gründe, die eine Invasion durch Kommentarsyndikate begünstigen. Diese werde ich im nächsten Abschnitt etwas eingehender erläutern.

Weitere Ursachen für gleiche Linkziele in Blogkommentaren

Wir halten fest: Wer einmal einen Spam-Link freigeschaltet hat, läuft Gefahr, dass die Konkurrenz dieses Spammers das ebenfalls mitbekommt und gleichziehen will. Aber das ist nicht die einzige mögliche Ursache.

Eintrag in (Todes-)listen (der Spamkommandos)

Was wie eine Belohnung aussieht, kann einem schon mal zum Verhängnis werden. EIn gutes Beispiel bildet eine befreundete Agentur aus der untenstehenden Liste. Wir bilden dabei ein gutes Beispiel. Zu dem Zeitpunkt, da lediglich die Vorgängerseite besagter Agentur existierte, wurde sie irgendwann einmal in der DoFollow-Liste eingetragen. Und, da sie den für SEOs (mittlerweile nicht mehr so) spannenden PageRank von 5 vorzuweisen hatte, sogar ziemlich weit oben (die Liste geht noch ziemlich lange weiter):

do-follow-liste-screenshot

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Frau Simon, die diese Seite ins Leben gerufen hat, verweist ausdrücklich darauf, dass nicht gespammt werden soll, wenn man einen Kommentar auf einer Seite wie der unseren hinterlassen möchte. Aber die Praxis sieht anders aus. Ein Blick in Analytics verrät, dass unsere befreundete Agentur im Februar 2015  70+ Besucher über derartige Listen (stehen noch in mindestens zwei anderen drin) bekommen hat. Die Anzahl der sinnvollen Kommentare, die daraus entstanden sind, war, nun ja, nennen wir sie mal bescheiden. Mitunter wurden Kommentare trotzdem freigeschaltet, wobei explizit auf die Spammerei hingewiesen wurde:

spam-als-blogkommentar

Mehrere Kunden aus der gleichen Branche

Es kommt vor, dass eine SEO-Agentur mehrere Kunden aus der gleichen Branche betreut. Für den SEO bzw. seine Agentur stellt das nicht unbedingt ein Problem dar, vor allem dann nicht, wenn es primär um lokales Ranking geht und die Kunden örtlich weit voneinander getrennt sind. Im Gegenteil: Die Agentur kann ihre Erfahrungen in dem Themensegment nutzen, um anderen Kunden zu helfen. Allerdings geht dies bisweilen zu Lasten derjenigen Seitenbetreiber, auf denen die Links für diese Kunden entstehen sollen. Anhand des Themas Blogkommentare ist dies schnell veranschaulicht:

SEO findet Blog –> postet (spammigen) Kommentar für Kunden ABC –> kontrolliert kurze Zeit später und stellt fest, dass Freischaltung erfolgt ist –> freut sich und notiert sich den Blog –> kommt kurze Zeit später wieder und postet (spammigen) Kommentar für Kunden XYZ –> usw.

Wer hier wieder die Leidtragenden sind, sollte klar sein: Im Endeffekt alle beteiligten Parteien.

Zusammenfassung: Warum die Blogspam-Triaden sich selbst ins Knie schießen

  • Im ersten Schritt muss sich der Blogbetreiber über vermehrtes Spamaufkommen ärgern. Je nach Kommentar-Aufkommen und damit verbundenem Zeitaufwand zur Moderation wird er vielleicht irgendwann die Lust verlieren und entweder keine Links aus Kommentaren mehr zulassen – oder diese ganz abschalten. Damit ist er die Spamflut zwar los, wird aber weniger Kommentare oder eben gar keine mehr bekommen, was schade ist (denn prinzipiell sind Kommentare eine gute Sache, wie eingangs schon erwähnt).
  • Für den Kunden der SEO-Agentur bedeutet es, für Links bezahlen zu müssen, die nicht entstehen. Zudem sorgt Blog-Spam für eine negative Reputation; je exzessiver gespammt wird, desto mehr sinkt das Ansehen der Seite und des Betreibers. Sowohl in den Augen anderer Nutzer – als auch in den Augen der Suchmaschine, die ja, wie wir alle wissen, nicht dumm ist. Spam-Links werden irgendwann als solche identifiziert und bestenfalls „nur“ entwertet.
  • Und für die SEO-Agentur selbst bedeutet es, selbst aktiv am Versiegen einer Linkquelle beigetragen zu haben. Hinzu kommen schlimmstenfalls unzufriedene Kunden – denn diese bekommen irgendwann für ihre bezahlte Zeit weniger Links – oder aber solche, die bestenfalls nichts wert, schlimmstenfalls aber geschäftsschädigend sind.
  • Auch Privatpersonen schaden sich durch Blogspam; denn gerade für diese ist eine gute Reputation in den Augen der Netzgemeinde und der Suchmaschine von Wichtigkeit. Da diese es wesentlich schwerer haben, ihre Webseite oder ihren Blog zu Bekanntheit zu verhelfen, ist eine weiße Weste von besonderer Bedeutung.

So geht’s auch: Warum Blogkommentare eine gute Sache sind

Wie schon mehrfach erwähnt: Wir halten Blogkommentare im Grunde ihres Wesens für eine gute Sache. Nur muss eben gründlich zwischen „echten Kommentaren“ und dem Müll der Blogspam-Triaden (sei es Schlüsseldienst-Mafia, Matratzen-Syndikat oder auch Einzelkämpfer) unterschieden werden. Obwohl vieles davon eigentlich selbstverständlich sein sollte, will ich abschließend noch ein mal ein paar Dinge erklären.

Wozu die Linkmöglichkeit in den Kommentaren?

Schließlich könnte man doch von vornherein darauf verzichten und hätte die Blogspam-Triaden auch niemals zu fürchten brauchen. Richtig, könnte man – aber die Verlinkung stellt eine gute Möglichkeit dar, mehr über den Autor des Kommentars zu erfahren. Wer einen qualifizierten Kommentar verfasst und seinen Namen mit seiner Webseite verlinkt, tut etwas für seine eigene Reputation. Es darf dann ruhig der echte Name sein; schließlich braucht man sich für seine Meinung nicht zu verstecken. Vorausgesetzt natürlich, man hat wirklich eine und ist nicht nur ein Spammer, der auf seine (meist schlechte) Seite verlinken will. Denn dann geht es gar nicht darum, wirklich etwas für seinen guten Ruf zu tun, sondern eben nur um stupides Linkbuilding ohne Substanz.

Der verlinkte Name ist die Visitenkarte oder die Autorenseite des Verfassers; wer den Kommentar gelesen hat und interessant findet, sollte durch den Klick auf den Link erfahren können, wer dahinter steckt.

Reputation durch Blogkommentare sammeln

Letztendlich sollte es eben vor allem darum gehen. Aus Blogkommentaren können sich noch ganz andere Dinge entwickeln, wenn man es nur geschickt anstellt. Neben der Stärkung des eigenen Rufes lassen sich über diesen Weg neue Kontakte knüpfen, Akquise betreiben, Traffic generieren und so weiter. So sollte man den Wert dieser Links nicht unterschätzen. Dazu ist es eben wichtig, mehr als ein sinnentleertes „Schöner Artikel, vielen Dank!“ auf der Pfanne zu haben. Hier einige Anregungen:

  • LIES den Artikel (LESEN≠ÜBERFLIEGEN)!
  • Nimm dir einen Augenblick Zeit, über das Gelesene NACHZUDENKEN.
  • LIES die markante Stellen im Zweifelsfall NOCH EINMAL.
  • ÄUßERE DEINE MEINUNG in differenzierter und detaillierter Form, stelle eine ergänzende Frage zum Artikel … .
  • LOBE UND/ ODER KRITISIERE KONSTRUKTIV – so dass der Autor des Artikels merkt, dass du dich mit dem Artikel beschäftigt hast.

Zum Schluss: Wenn Blogbetreiber geizig sind

Damit es nicht heißt, ich wäre ungerecht und würde vorverurteilend den privaten Linkbuildern und SEOs da draußen mit dem Zeigefinger drohen: Mir ist durchaus bewusst, dass es auch eine andere Seite der Medaille gibt.

Wer genau das getan hat, was ich in der obigen Aufzählung genannt habe, ist zu Recht frustriert, wenn sein Link gelöscht wird. Sollte die Seite, auf die er/sie verlinken wollte, nicht über die Maßen schlecht oder spammy sein, ist so eine Link-Nicht-Freischalterei auch in meinen Augen schlicht unfair! Außerdem geizig und egoistisch – zumal der Kommentar ja meist rückhaltlos übernommen wird. In solchen Fällen kann es sich lohnen, den Webmaster einmal direkt anzuschreiben und ein bisschen sein Gewissen zu prüfen; vielleicht überlegt er es sich ja anders – oder es ergibt sich eine andere Möglichkeit, einen Link von der Webseite des Begehrens zu erhalten, die vielleicht sogar spannender ist als der Kommentar. Ansonsten: Ärger runterschlucken und nicht verzagen! Du wirst sehen, dass diese Methode sich auch kurzfristig eher bezahlt macht, als sich den Blogspam-Triaden anzuschließen. Ich werde es dir beweisen: Hinterlasse einen entsprechenden Kommentar zu diesem Artikel. Und wenn dieser es wert ist, sehe ich keinen Grund, Verlinkungen auf Eierschalensollbruchstellenverursacher, Delfinflossenseife oder Dilatatoren nicht freizuschalten. 😉

29 Kommentare

  1. Hallo Carsten,
    auch wir führen einige Blogs zu unterschiedlichen Themen. Einige davon ranken gut für relevante Keywords. Ich muss sagen, dass sich der Spam in Grenzen hält. Natürlich nutzen wir entsprechende Extensions, setzen aber auch alles auf NOFOLLOW. Ist das Problem in Deinen Augen trotz NOFOLLOW vorhanden? Wir hoffen einfach, dass der Link dann für Spammer zu uninteressant ist. Denn wenn der Kommentar nicht Rockt, Klickt kein Besucher auf den Namen des Kommentators oder dessen Link. Erst wenn der Kommentar wirklich gut ist, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit. Also: 0815 Kommentar = kein Klick = uninteressant. Aber die Spammer machen sich sicher keine Mühe etwas mit Mehrwert zu kommunizieren! Und rein zum Linkbuilding Spammen schütz doch NOFOLLOW. Zu kurz gedacht? Andere Erfahrungen?

    LG tom

    • Hallo Tom,
      NOFOLLOW hat sicherlich einen gewissen Effekt, ist aber keinesfalls ein Allheilmittel – jedenfalls nicht bei uns. Ich glaube, die wenigsten Besucher klicken auf den Link vom Schlüsseldienst oder Matratzenlager – es sei denn, es wird ein Mehrwert hergestellt. Und dann ist es auch sinnvoller, den Link im Textfeld des Kommentars selbst unterzubringen, anstatt ihn in den Namen zu packen. Klar, es gibt wiederum Blogs, die das nicht zulassen, aber davon halte ich persönlich nichts. Hier bei uns ist es nun mal so, dass die meisten Kommentare von SEOs, Marketing-Menschen und Bloggern (die sich nicht selten in den beiden just genannten Bereichen bewegen) kommen. Die haben (oder hätten zumindest theoretisch) in vielen Fällen auch am ehesten etwas Konstruktives beizusteuern und dazu auf eigene Artikel zu verweisen. Wer das nun tut, sei mal dahingestellt. Ansonsten bleibt der verlinkte Name eben ein kleiner Gimmick, den derjenige erhält, der ein Diskussion anstößt – so wie du zum Beispiel. 🙂
      Grüße,
      Carsten

    • Ich meine NOFOLLOW zu setzen wird sich bei Google eher negativ auswirken, als die Beiträge entweder zuzulassen (manuell zu selektieren), oder gleich komplett zu unterbinden.
      Mach einfach mal ein paar Tage den Versuch. Du wirst dich wundern wie schnell Google reagiert wenn hunderte oder gar tausende NOFOLLOWs vermerkt sind !

  2. Ich habe bei einem meiner größeren Projekte die Kommentarfunktion deaktiviert. Am Anfang war wirklich noch alles in Ordnung und es sind teils sehr gute Diskussionen angeregt worden. Doch nach und nach kamen leider immer mehr Spam-Kommentare dazu und dann habe ich erst mal angefangen, einzelne verdächtige Links auf nofollow zu setzen. Wirklich viel hat das leider nicht gebracht und dann alle Links auf nofollow in den Kommentaren gesetzt. Komischwerweise hat dies die Spammer nicht abgeschreckt. Trotz entsprechender Plugins sind viele Spam-Kommentare per Hand eingetragen wurden und es wurden trotz nofollow immer mehr. Dies ist einfach nur nervig und hat viel Zeit für die Moderation in Anspruch genommen. So habe ich dann einfach die Kommentare komplett deaktiviert. Positiver Nebeneffekt: Dadurch ist aber die Verweildauer auf der Seite gestiegen, so hat sich die Sperrung anscheinend rum gesprochen und weniger Spammer sind auf meine Seite gekommen und es werden mehr Seiten pro Sitzung generiert. Daher ist die Abschaltung bisher positiv verlaufen.

    • Vielleicht liegt es eher daran, dass man als Leser die Seite auch seriöser empfindet, wenn nicht tausende von Spam-Kommentaren darunter ist? Zumindest geht es mir so. Ich sehe das oft auch in Gästebüchern, das macht die ganze Seite hin, und ich frage mich, warum die Besitzer diese Einträge nicht löschen!?
      @ Carsten: ich lese gern viele Blogs und ich bin tatsächlich öfter auf diese Situation gestoßen, die du zu meiner Freude auch beschreibst: Man liest den Artikel, und macht sich die Mühe, einen ausführlichen und sinnvollen Kommentar zu schreiben. Und dann wird er nicht mal freigeschaltet. Dann bin ich frustriert, und denke vor allem: wenn sie den Link nicht haben wollen, können sie den ja raus nehmen, das würde mich nicht stören. Aber sie können das Kommentar freischalten und damit eine gewisse Wertschätzung dem Leser/ Kommentierer zollen.

      • Hallo Caro,
        Ja, da gibt’s leider einige Spezis. Ich habe es auch schon erlebt, dass Kommentare von mir dergestalt editiert wurden, dass die positiven Dinge drinblieben, die negativen Aspekte rausflogen und der Link ebenfalls entfernt wurde. Auf Nachfrage kam dann grundsätzlich überhaupt keine Antwort. Deswegen schaue ich mir, wenn ich mal irgendwo kommentieren möchte, immer erst die Vorgängerkommentare an. Aber wenn ich haufenweise „Super Artikel, vielen Dank!“-Kommentare sehe, mache ich mir die Mühe auch nicht. Denn dann kommt in der Regel eh keine Diskussion zustande.
        Viele Grüße,
        Carsten

  3. Hallöchen zusammen!

    Jaja, die lieben Schlüsseldienste… Die hatte auch auch längere Zeit immer wieder, aber das hat sich nun erledigt. Nach dem mein Hoster dicht gemacht hat und ich einen entsprechenden Umzug vornehmen mußte ist mein eigentlich gutgehendes Blog nichts mehr wert und derzeit kaum bei einer Suchmaschine zu finden.

    Das haben natürlich auch die Spammer bemerkt und ich habe dadurch zumindest vorübergehend Ruhe vor denen! Mal sehen, wie lange das so bleiben wird. Da ich in letzter Zeit auch eher sehr wenig schreibe ist mein Castle uninteressant geworden, was ich allerdings auch an den Benutzerzahlen bemerke. Von ehemals knapp 1.000 Besuchern sind es derzeit nur noch knapp über 100 pro Tag, der Wechsel des Hoster war wohl etwas kurzfristig!

    Ach: NoFollow? Gibt es bei mir weiterhin nicht! Wenn mir bei einem Kommentar der Link nicht paßt, dann wird dieser entfernt, so lange der Kommentar zum Artikel beiträgt. Die „Toller Artikel!“ Kommentare kommen über den Spam-Status nicht hinaus, die werden direkt von mir gelöscht womit wir schon beim nächsten Thema wären.

    Neue Kommentatoren gebe ich immer erst von Hand frei, nachdem ich mir ihren eventuell vorhandenen Link in einem privaten Tab angesehen habe. Erst nach zwei freigegebenen Kommentare werden auch die weiteren automatisch veröffentlicht, wobei ich auch diese weitestgehend auf Stimmigkeit prüfe. Eine Person hat es dabei tatsächlich geschafft, daß ich sämtliche Kommentare mit der betreffenden Mail-Adresse blockiere.

    Noch etwas zu SEO: Das von mir verwendete Theme hat hierfür ein paar Möglichkeiten integriert, aber ehrlich gesagt hat mich das nie interessiert! Wer mich finden will, der schafft das auch so. Ich muß nicht vorne bei den Suchmaschinen sein, das geht je nach Suchworten auch ohne SEO.

    Viel Spaß nun weiterhin mit dem Bloggen

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  4. Früher hatte ich auch viele solcher Spamkommentare bei mir im Blog. Vor allem bei größeren Blogs kann das wirklich ziemlich nervig sein.

    Seit einiger Zeit setze ich jedoch Disqus als Kommentarsystem ein und muss sagen: Dadurch hat sich das gebessert. Es kommentieren wirklich fast nur noch normale Besucher und andere werden auch direkt als Spam vom System erkannt. Zwar hat man bei Disqus keine Möglichkeit seinen Namen zu verlinken, sondern höchstens einen Link mit in den Kommentar mit hineinzuschreiben, doch das finde ich auch gut. So kommen Links nur mit thematischem Zusammenhang. Ich habe übrigens gemerkt, dass über das Disqus-Kommentarsystem auch ganz gut Traffic kommen kann. Es lohnt sich also auch dort einfach mal zu kommentieren, auch wenn man nicht direkt eine URL angibt.

    Viele Grüße,
    Simon

  5. Hallo Carsten,
    mein Name ist Ben. Ich kenne mich mit SEO nicht sonderlich gut aus. Bin gerade dabei mich einzulesen. So bin ich auch auf diesen Blog gestoßen. Jetzt frage ich mich schon, ob ich kommentieren sollte. ;D Ich mache es, da ich eine Frage habe, die du mir vielleicht beantworten kannst.

    Du sagst ja, dass Google es gut findet, wenn es viele Kommentare unter einem Blog gibt. In der Regel sind es ja nicht nur solche Spamkommentare (btw.: Dachte zunächst das mit dem Schlüsseldienst wäre ein Witz, aber es gibt scheinbar alles). Es gibt ja durchaus auch andere Kommentare, die inhaltlich Bezug nehmen. Jetzt stelle ich mir die Frage: Ist der Effekt, den diese Kommentare auf das Ranking in Google haben sehr wichtig?
    Also zählt die Kommentaranzahl sehr viel?
    Ich würde nämlich ungerne irgendwann jeden Eintrag manuell entfernen, bei dem ich merke: „Hey, der war nur im ersten Moment hilfreich!“. Wenn der SEO-Effekt nämlich sehr groß wäre, die Kommentare inhaltlich nicht unter aller Sau sind, sondern ja, ich sag mal „inhaltsrelevant“ sind, dann wäre es ja sogar vorteilhaft sie stehen zu lassen, oder?

    Gruß,
    Ben

    • Hallo Ben,
      lustigerweise habe ich genau zu deiner Frage einen unfreiwilligen Test gemacht. In einem meiner Projekte bin ich nämlich zeitlich nicht mehr dazu gekommen, eine Unterseite regelmäßig zu pflegen. Also habe ich stattdessen nur die elementarsten Informationen beibehalten (ca 100 Wörter von ehemals 500), und dann auf offizielle Quellen verwiesen.
      Zum Hauptbegriff rankt die Unterseite weiterhin stabil auf Platz 3-4 und bringt gut Traffic. Direkt nach oben genannter offizieller Quelle und einem Wiki-Eintrag. Meine Erklärung dafür ist, dass hier die über 60 Kommentare sehr geholfen haben.

  6. Hallo,
    konstruktive Kommentare sind sozusagen das Salz in der Suppe. Ich kann mir meine Blog nicht ohne die konstruktiven Kommentare vorstellen.
    Sowohl positives Feedback oder konstruktive Kritiken sind für mich sehr wichtig. So weiß ich das ich auf dem richtigen Weg bin und den Nerv meiner Leser treffe. Konstruktive Kritik ist genauso wichtig. Dadurch erfährt man was man besser machen könnte.

    Auf einem Blog hatte ich in einem Monat über 30.000 SPAM-Kommentare! Trotz Anti-Spam-Plugin.
    Ich wollte zu dem Zeitpunkt auch schon die Kommentarfunktion abschalten, da ich immer mehr Zeit aufwänden musste um den SPAM zu löschen. Bis mich ein Leser auf seine Filterliste hingewiesen hat. Die habe ich zum testen in einen Blog (WordPress) eingefügt. Das Ergebnis war erstaunlich. Im Monat lösche ich nun nur noch 5 – 30 Spam-Kommentare.
    Damit kann ich leben.
    Inzwischen verwende ich die Liste auf allen Blogs. SPAM-Kommentare gibt es nur noch wenige 😉

    LG
    Bernd

  7. Ich betreibe ein Handwerker Portal und bekomme dort regelmäßig Kommentare von irgendwelchen russischen Bots. Da es sich um ein Nischenthema handelt, sind kaum Einträge „richtiger“ Linkbuilder dabei.
    Die Kommentarsektion habe ich mittlerweile auf Nofollow gestellt. Hat aber nichts geholfen, da die Seite nach wie vor im Verzeichnis der „Bots“ sitzt. Ist halt nerviger Aufwand, wenn man täglich manuell löschen muss. Mittlerweile gehe ich dazu über, nur noch einmal im Monat Löschungen vorzunehmen. Einfach alle markieren und diejenigen die aus der Reihe tanzen demarkieren, bzw. manuell überprüfen 🙂

  8. Ich habe seit gestern die gesamte Kommentarfunktion in meinem „Blog“ bei WP abgeschaltet. Von 100 Kommentaren sind nur 1-2 wirklich neutrale Antworten dabei. Selbst die Plugins bei WP kommen da an ihre Grenzen. Meine Überlegung ist jetzt die Kommentare wieder freizuschalten und einfach die Möglichkeit eine Webseite einzutragen abzuschalten. Wer wirklich was zum Thema zu sagen hat, der wird wohl auch ohne Link seinen Senf dazu geben.

    Ist das nicht der beste Weg? Oder verstehe ich den tieferen Sinn hinter den Links nicht…? Geht es hier um Content gegen einen Link? Oder eher nur um die Diskussion an sich?

    • Hallo Benjamin,

      Was die Funktion von Links im Namen des Kommentieren ist bzw. meiner Meinung nach sein sollte, habe ich im Abschnitt „Wozu die Linkmöglichkeit in den Kommentaren?“ erklärt. Der Autor kann diesen Link als Visitenkarte für sich selbst nutzen, indem er einen qualifizierten Kommentar hinterlässt, der den Leser auf ihn und seine Webseite neugierig macht.
      Selbstverständlich kann eine Diskussion auch ohne die Möglichkeit, Links zu hinterlassen, stattfinden – und die Qualität der Kommentare wird dadurch wahrscheinlich sogar zunehmen, wohingegen die Quantität abnimmt.
      Was ist deine Motivation, den Link zu deiner Seite beim Kommentieren einzubauen?
      Grüße,
      Carsten

  9. Hehe,
    mir sollte lieber mal jemand helfen, die „Gartenschlauch“ E-Mail Spam Mafia loszuwerden:
    Im Tagestakt bekomme ich bei einem großen Provider hier in DE mittlerweile Spam zu irgendwelchen Gartengeräten/schläuchen/Werkzeug etc. – ich glaube, das Aufkommen liegt geringfügig über dem von eurer Schlüsseldienstmafia 😉

    Wenn Google so gut ist, wie alle glauben (~fürchten), dann sollten Kommentare mittlerweile doch eh keinen Einfluss aufs Ranking mehr haben – alternativ analysiert Google jeden Kommentar einzeln und entscheidet dann, wie ein bestimmer Link zu bewerten ist?
    (Bei den Social Signals wird ja mehr oder weniger nichts anderes gemacht)

    • Warum soll ein Kommentar-Link nicht mehr bewertet werden? Dir ist der Link doch ebenfalls wichtig 😉 also bewertest du den Link doch auch als wichtig 😛

      Grundsätzlich sollte man mit der URL-Funktion in einem Kommentar-Feld seine eigene Reputation erhöhen. Siehe dazu gerne: https://www.eisy.eu/warum-blogkommentar-spam-zeitverschwendung-ist/#Reputation_durch_Blogkommentare_sammeln

      Ob und wie Google diese einzelnen Kommentare bewertet ist schwierig zu beantworten!

    • Hallo Flo,
      Auch wir beobachten seit einiger Zeit, dass die Spam-Mafia expandiert beziehungsweise gerne mal die Branchen wechselt. Derzeit haben offenbar die Betreiber von Fitness-Seiten entdeckt, dass sich mit vielfältigsten Spam-Methoden Traffic generieren lässt. Tja, was man nicht im Kopf hat, hat man eben woanders. 😉
      Ist wohl eher so eine „Kleinvieh-macht-auch-Mist“-Denkart; ich neige ja eher zu der Annahme, dass Google über kurz oder lang auch schaut, welche Blogs sich nicht kümmern und nur noch Spamlink-Schleudern sind, oder wo tatsächlich authentische Diskussionen stattfinden. Dies nützt dann aber dem Blogbetreiber mehr als den Kommentatoren. Und das auch zu recht.
      Grüße,
      Carsten

  10. Interssanter Artikel hat mir gut gefallen, aber vieles was gesagt wurde ist im Augen des betrachters anders in dem Fall als Blogger. Denn ich kenne auch viele Blogs die zwar Kommentare Funktion haben aber diese niemals veröffentlichen. In diesem Fall fühle ich mich ausgenützt und verarscht diese Blogs werden von mir auch nicht mehr besucht denn letztendlich Profitieren beide Seiten von den Kommentaren. Ich habe gerade mich ca. 10 – 15 min in deinen Blog aufgehalten um mir deinen Beitrag zu lesen und anschließend ein Kommentar abzugeben ist da etwa nicht Positiv.

    Daher sollte man sich Stark Differenzieren und nicht aller Besucher in einen Topf werfen, schließlich lebt ein Blog davon.

    • Hallo „Max“ (ich habe bewusst auf die Bereinigung der zahlreichen Fehler in deinem Kommentar verzichtet),
      So wie du dich „ausgenützt“ fühlst, fühle ich mich mich bzw. meine Intelligenz von deinem Kommentar beleidigt, denn du hast den Artikel ganz offensichtlich nicht gelesen. Sonst würdest du keine Aspekte aufzählen, die ich allesamt ausführlich behandelt habe und hinterher noch rhetorische Fragen (ohne Fragezeichen) stellen, die bei mir offensichtlich irgendwelche „Schuldgefühle“ auslösen sollen. Tut mir (nicht) leid, aber dafür kriegst du auch den Link zu deiner (mehr als fragwürdigen) Seite nicht.
      Gruß
      Carsten

  11. Guten Tag.
    „Backlinks“ sind nun mal das „Goldene Kalb“ des Suchmaschinenrankings. Das traurige ist doch die Industrialisierung des Spams. Aus Neugier verfolge ich gern diese Spuren der Spamheuschrecken und sehe die Verwüstungen.
    Sobald eine Heimseite aufgrund ihres zuletzt dokumentierten Pageranks empfohlen wurde, fühlen sich diese Spamheuschrecken eingeladen auf jener Seite anheimzufallen.
    Mir ist bislang keine empfohlene Seite bekannt, die nicht unter diesem Phänomen gelitten hat. Darüber kann man Bücher schreiben. Ich sehe mich da eher in der Rolle, meine Erfahrungen irgendwann lyrisch zu verwursten und hoffe das diese Machenschaften (insbesondere von „seriösen“ 🙂 Schlüsseldiensten) irgendwann einmal der Vergangenheit angehören.
    Ich hoffe, dass es genug Seitenmeister geben wird, die noch freie Links zulassen und die Zeit haben, nur noch die Beiträge freizuschalten, die man auch bedenkenlos veröffentlichen kann.

  12. Heuchlerischer Artikel. Als wenn Du für deine Seite kein Linkbuilding betrieben hättest. Jetzt mit Zeilen wie: „kommen die Spam-Ratten aus ihren Löchern gekrochen und fallen über deine Artikel her“ ist schlichtweg eine madige Aktion. Du versuchst mit deiner Seite genauso viel Aufmerksamkeit zu generieren wie die anderen Seiten auch. Will gar nicht wissen was Du schon für Links getan hast damit du mit „Branchenbücher“ oder „Sistrix Toolbar“ rankst. Tu mal nicht so als wärst Du nie teil dieser Community gewesen welche Du heute als „Ratten“ bezeichnest.
    Keine Sorge, bevor Du blass vor Angst wirst u in eine Art Kälteschockzustand kommst, muss ich dich Entwarnen. Ich habe keinen offensichtlichen Link hinterlassen.
    Kannst weiterhin so tun als seist du der SEO Messias.

    • Hallo Karl,
      Da du ja offenbar ein großer Verfechter von Spam-Kommentaren und sonstigen SEO-Unarten bist (denn andernfalls würdest du diese ja nicht so vehement verteidigen und mich als Heuchler bezeichnen), würde es mich freuen, mal einen schönen Black Hat – Artikel von dir zum Thema „Erfolgreiches Spammen“ zu lesen. Kannst du ja dann gern hier verlinken. Und weiterhin: Aufmerksamkeit zu generieren ist völlig in Ordnung. Und wenn du den Artikel wirklich gelesen hättest, wäre dir auch aufgefallen, dass ich Mittel und Wege aufgezeigt habe, wie man dies in nachhaltiger und „unrattiger“ Form tun kann.
      Grüße
      Carsten

  13. Servus Du Rattenfänger 🙂
    Ich lach mich gerade schlapp über deinen Artikel! Tag versüßt – danke dafür.

    In einer Sache muss ich dir aber ein wenig Widersprechen. Es geht einfach Themenrelevantes Linkbuilding. Wenn ein Kommentar treffend ist und zum Thema passt – per Hand anstelle via Bot und natürlich unique anstatt nur mehrfach gespinned – würdest du es trotzdem entfernen wenn man auf die Startseite der eigenen Firma / Blogs / Nische verlinkt?
    Ich persönlich bin der Meinung man darf wie du gemeint hast nicht zu geizig mit den Links sein.
    1. Sowieso NoFollow und wenn der Inhalt das eine oder andere aussagt wäre es doch auch fast schade drum oder?

    Grüße aus Stuttgart – Nick

  14. Vielen Dank für diesen Beitrag – haben Sie u.U. Interesse an Schlüsseln, frisch und billig? Ganz ehrlich: hätte ich die Kontrolle über diese Universum, dann würde es ein paralleles Internet mit automatisiert per Bots aufgesetzten Blogs geben, die ausschließlich für Backlinks bei Google zuständig wären. Keine reale Person würde sich dorthin verirren.

    Damit gäbe es überhaupt keinen Anreiz in normalen Blogs spammy Kommentare zu hinterlassen. Ein Teil des Problems ist doch, dass es aus rationaler Motivation heraus Sinn macht (Google belohnt Backlinks) Spam-Kommentare auf die Menschheit loszulassen. Und dafür Bots oder Menschen einzusetzen. Und die konkreten Auswirkungen davon wurden im Artikel ja schön skizziert.

    Und ohne den Gedanken zu sehr ins Metaphysische drehen zu wollen: aber die Definiton von Spam in dem Artikel und wahrscheinlich generell ist wachsweich und subjektiv, nämlich 1) nervt 2) ungewollt 3) am Thema vorbei 4) berufsmässig betrieben. Das trifft auf nahezu alles zu, was heue im Internet betrieben wird. Es ist ein Kreuz mit dem Spam… aber hätten Sie nicht doch vielleicht Interesse an frisch gepressten Schüsseln?

  15. Hallo Sören,

    ich bin gerade durch den Artikel „Gute Frage Linkaufbau“ (http://www.dreimarkfuffzig.de/anleitungen-und-tipps/gutefrage-linkaufbau/), mit der Einleitung „Spam ist kacke.“, auf deinen Artikel gekommen. Mit der Erwartung, dass du meine Arbeit der letzten Abende zu nichte machst hab ich angefangen den Artikel ausgiebig zu lesen (Und damit Punkt 1 deiner Liste abgehackt).

    Dann habe ich drüber nachgedacht (Punkt 2). Denn im Prinzip verstehe ich deinen Artikel so, dass Kommentare, wenn sie „ordentlich“ gemacht sind durch aus gut sind. Beim Lesen des Titels (nochmaliges, entspricht Punkt 3) hatte ich aber einen Beigeschmack. Und nun Frage ich mich (Punkt 4), wie definierst du Spam? Wenn ich für eine Seite in 10-20 Blogs Kommentare setze und diese ordentlich sind oder wenn sie einfach nicht ordentlich geschrieben sind, man sich keine Mühe gemacht hat und sie einfach „hingerotzt“ sind?

    Nun hab ich eine Frage..
    Im Kommentar von John steht, dass er zur konkurrenz verlinkt. Natürlich wird es den Kommentarersteller ärgern, wenn er das sieht – aber: Wieviele der Kommentarschreiber überprüfen auch wirklich im nachhinein, ob der Kommentar veröffentlicht wurde? (Punkt 4)

    Zum Schluß natürlich noch das Lob, auch wenn ich im Deutschunterricht gelernt habe, dass das positive zu erst genannt werden soll. Der Artikel hat mir sehr gut gefallen. Vor allem der Tipp den Webmaster anzuschreiben. Auf die Idee bin ich noch nie gekommen. Habe aber in den letzten Tagen paar Kommentare gesetzt und werde mal überprüfen was freigeschaltet wurde und was nicht. Falls da wirklich etwas ohne Adresse freigeschaltet wurde werde ich definitiv mal nachfragen.

    Vielen Dank und viele Grüße

  16. Hallo Carsten,

    nun war ich 10 Minuten von dem Artikel weg und bin gleich noch einmal zurück. Habe auch gesehen, dass gar nicht Sören den Artikel geschrieben hat. Hat mich etwas irritiert, da die Verlinkung auf seinem Namen war.

    Es ist im nachhinein noch eine Frage entstanden. Und zwar habe ich in dem Artikel zum Thema „Gute Frage Link setzen“ gelernt, dass man in 60 Minuten einen Link auf dem Portal setzen kann. Nun wüsste ich gerne, wieviel Zeit nimmst du dir für einen guten Kommentar? Ganz abgesehen von der Lesezeit. Und dazu die unangebrachte Frage: Machst du das wie Lukas auch auf Klo, also nebenbei, oder nimmst du dir da wirklich mal nen Abend für Zeit?

    Viele Grüße

    • Hallo Carina,
      Danke für deine Kommentare und das Lob. Dann werde ich jetzt mal versuchen, deine Frage zu beantworten.
      1.) Hinsichtlich der bzw. meiner Definition von Spam findest du bereits einige Beispiele im Artikel (siehe Punkt 2 „Beispiele aus der Praxis“). Es gibt natürlich auch noch die „unterste Kategorie“ von Spam, die einfach nur eine riesige sinnlose „Wall of Text“ mit zahlreichen Links posten, aber diese werden (bei WordPress) bereits im Vorfeld als solche erkannt und automatisch aussortiert. Wenn du schon so fragst: „wenn ich für eine Seite 10-20 Blogs Kommentare setze“, bist du nach meiner Meinung schon gefährlich nahe am Spam dran, denn das bedeutet ja, dass du nicht kommentierst, weil du dich ernsthaft mit den Artikeln oder Themen auseinandergesetzt und nun ernsthafte Fragen/Anmerkungen hast, sondern eigentlich nur Links zu deiner Seite loswerden möchtest. ABER wenn du dir eben auch für diese Kommentare Zeit nimmst und sie so schreibst, dass sie die Diskussion bereichern und anregen, kann das schon mal durchgehen (siehe ja auch dein Kommentar in diesem Artikel).

      2.) Menschen, die Kommentare in Blogs zum Zweck des Linkaufbaus setzen, kontrollieren in den meisten Fällen auch, ob Ihre Kommentare freigeschaltet werden, insbesondere dann, wenn es sich um SEO-Spammer handelt. Die kommen dann nämlich wieder und spammen für ihre diversen anderen Seiten fröhlich weiter. Aber auch diejenigen, die an einer ernsthaften Diskussion interessiert sind, abonnieren die Kommentare häufig oder lassen sich per Mail über Antworten auf ihren Kommentar benachrichtigen, um nichts zu verpassen.

      3.) Die Frage, wieviel Zeit ich mir für einen Kommentar nehme, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es kommt darauf an, ob ich Fragen habe, nur loben oder konstruktiv kritisieren möchte. Ob der Kommentar dann „gut“ ist oder nicht (siehe in diesem Zusammenhang meinen Artikel über „gut“ und „hochwertig“), muss dann der Blogbetreiber entscheiden. Unabhängig davon, ob ich dabei einen Link loswerden möchte oder nicht, kann ein Kommentar schon mal eine halbe Stunde in Anspruch nehmen.

      Grüße,
      Carsten

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