Twitter-Account halb-automatisch aufbauen

Mittwald Webhosting

Wird Zeit mal wieder Social-Media anzusprechen und weil ich seit kurzer Zeit mit einem sehr nützlichen Tool rumprobiere welches mir bisher sehr gut gefällt, möchte ich euch dies vorstellen. Vorweg möchte ich aber anmerken: Es gibt über das Tool auch öffentliche Informationen in anderen Weblogs. Was aber nicht bedeutet, dass ich Interesse daran habe öffentlich auf eisy.eu darüber zu berichten, da es sonst nur wieder jeder zweite Leser sofort nutzt und am Ende alles übertrieben wird. Daher meine Entscheidung dies nur hier in diesem Bereich zu machen. Zumal ich es etwas ausweiten möchte da ich nicht finde, dass man dieses Thema mit wenigen Worten behandeln kann.

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Worum es geht: Twitter-Account per tweetadder aufbauen

Per „tweetadder“ (Version 3) können Twitter-Accounts auf recht einfachem Weg aufgebaut und dauerhaft gepflegt werden. Ich weiß, es funktioniert auch mit anderen Tools. Doch darum soll es hier nicht gehen. Leider lassen einige Tools den Aufbau sehr schnell als SPAM erkennen. Daher muss man aufpassen welche Programme man für den Aufbau eines Twitter-Accounts einsetzt. Eine große Schwächer vieler Tools ist die „via“-Kennung. Denn steht dort „via Tweetbig“ etc. ist der Account ganz schnell enttarnt. Tools dieser Art sind nur mit „via Web“ akzeptabel.

Weiter muss man aufpassen in Sachen „Following“-Aufbau nicht zu hastig zu handelt. Wenn mich nicht alles täuscht gibt Twitter bei mehr als 60 neuen „Followings“ pro Stunde schon mal Alarm. Baut man weiter so schnell auf, fliegt der Account fix wegen Verdacht auf SPAM. Damit andere eigene Account (auch diese, die man wirklich selbst pflegt) nicht gleich ebenfalls unter Verdacht stehen, sollte bei halb-automatisierten Accounts eine Freemail genutzt werden.

Vorstellung: tweetadder

Das Tool muss auf dem eigenen Rechner installiert werden. Angeboten wird es für Windows und Mac. Die Preise für tweetadder belaufen sich auf 55 bis 188 Dollar. Man kann das Tool aber vorher als Demo-Version mit beschränkten Rechten ausprobieren. Dabei ist sind dann nur die Anzahl der Followings etc. begrenzt. Man kann sich definitiv einen guten Eindruck vom Tool verschaffen ohne vorher Zahlungsdaten angeben zu müssen. Insgesamt gibt es 4 Versionen die sich nur von der Anzahl der Twitter-Accounts unterscheiden.

  • 1 Account: 55 Dollar
  • 5 Accounts: 74 Dollar
  • 10 Accounts: 110 Dollar
  • Unlimited: 188 Dollar

Die Preise verstehen sich als einmalig anfallende Kosten. Für mich persönlich reicht die 74 Dollar Version aus. Wenn man einen Account aufgebaut hat und meint man braucht ihn nicht mehr über tweetadder pflegen, kann man schließlich das Profil rauslöschen und einen neuen Account beginnen.

Übrigens, die Software erbittet keine Genehmigung bei Twitter um auf den Account zugreifen zu können. Passwort und Username wird direkt im Desktop-Client eingetragen und die Verbindung steht.

1. Grundeinstellungen

Über die Installation brauche ich nicht wirklich etwas schreiben und verzichte an dieser Stelle. Nach dem Anlegen des ersten Accounts befindet man sich in der Übersicht. Dort sieht man alle Accounts und deren Grundeinstellungen die man vorgenommen hat.

Die Übersicht ist deshalb wichtig, weil man auch direkt erkennt in welchem Account keine automatischen Vorgänge mehr in Planung sind. An dieser Stelle sollte man dann seine Einstellungen überarbeiten damit der Account weiterhin Followings ausführt, Tweets schickt und somit neue Follower generiert.

Von der Übersicht aus steigt man per „Open User“ Button direkt in eines der gewünschten Profile ein und dort ruft man bestenfalls erst die Einstellungen des Accounts auf. An dieser Stelle sollte man nämlich einstellen in welchen Abständen das Tool die Followings- und Followers-Daten aktualisiert. Alle automatischen Handlungen können hier auch auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt werden. Nachts könnte man den Account also durchaus offline legen.

Und wichtig sind auch die Proxys über die man die Verbindung herstellt. Muss jeder selbst entscheiden ob er diese nutzt oder nicht.

In der Black / White List kann ich User eintragen die in Zukunft ignoriert werden sollen, auch wenn sie mal wieder zu meinen Einstellungen passen. Nicht gemeint sind damit doppelte Einträge. Denn diese filtert das Tool sowieso ganz selbständig. In den Followers und Following finde ich die Accounts der einzelnen Leute. Von dort kann sie beispielsweise kopieren und direkt in die Blacklist setzen. Das sind nur die Userprofile denen ich schon folge oder die mir folgen.

2. Followers finden

Nach den Grundeinstellungen kommen die Einstellungen die fürs Finden neuer Followers zuständig sind. Bzw. man findet eigentlich keine Follower, sondern sucht nach Profilen denen man selbst folgen möchte. In der Hoffnung das diese ebenfalls auf Follow klicken und dann zum Follower werden.

2.1 Suchen per Tweets

Suchen per Tweet bedeutet Suchen nach Profilen die in ihren Tweets bestimmte Keywords haben. Wer möchte, kann auch direkt noch eine Eingrenzung nach Location machen und somit beispielsweise nur Profile akzeptieren die „Leipzig“ eingetragen haben. Es schadet auch nicht die Entfernung zu definieren. Ganz wichtig ist aber „Recency“ um nicht uralte Accounts in den Listen zu haben. Wer aber auf alte „auto-Follow“-Accounts spekuliert, sollte „Any“ lassen. Wobei diese Accounts auch keinen Sinn machen.

Man kann die Suche auch sofort über „Search Now“ ausführen. Das macht am Anfang Sinn damit das Tool überhaupt erst mal Accounts in die Liste bekommt. Gleichzeitig sollte man die gleiche Abfrage auch zur automatisierten Suche hinzufügen um immer neue Nachzügler in die Liste zu kriegen. Leere Listen bedeuten eben auch das nichts mehr passieren kann und dann braucht man die Software nicht.

Die eigene „To Follow List“ sollte man also immer im Auge behalten. So schaut sie aus:

2.2 Suchen per Profildaten

Mit der Suche innerhalb der Profildaten finde ich User die in ihrer Bio beispielsweise „Fußball“ als Interesse angeben. Wenn ich da „SEO“ absuchen würde und Followers in diesem Segment aufbauen würde, könnte ich mit meinem Account später interessante Partnerlinks für E-Books, Tools etc. verschicken. Man muss sich ja nicht auf den DE-Markt beschränken. Das aber will ich an dieser Stelle nicht ausbreiten, sondern nur als Anregung erwähnen.

Diese Abfrage jedoch lässt sich nicht automatisch wiederholen sondern muss immer manuell gestartet werden. Wenn man solche Abfragen startet dauert es einen Moment. Dann kommt die Liste mit den Treffern. Dies gilt für alle Suchabfragen wenn man neue Profile recherchiert. Hier mal eine solche Liste.

Jetzt kann man die auswählen die auf die „To Follow List“ gesetzt werden sollen. Dazu einfach Haken rein und „Save Checked“ oder eben „Save All“ klicken. Die Accounts werden dann in Zukunft mit abgearbeitet.

2.3 Followers per Location

Auf die Art wie man Follower per Profildaten suchen kann, lassen sich neue User auch über die Location suchen. Hier gibt es ebenfalls keine automatisierte Abfrage. Man muss manuell die Suche starten. Ich spare mir diesmal den Screenshot da er dem von 2.2 sehr ähnlich.

2.4 Followers / Listen kopieren

Es gibt zwei weitere sehr interessante Funktionen um an gute Profile zu kommen. Die erste Funktion: Einfach alle Profile kopieren denen ein mir bekannter Account folgt. Denn wenn ich weiß das Person X mehrheitlich Leuten folgt die ich interessant finde, muss ich diese nicht per Hand mühsam anklicken, sondern kann den gesamten Following-Stamm nachbilden. Die Funktion ist denkbar einfach gestrickt.

Die Funktion kann auch umgedreht werden. Man kann also auch automatisch jedem User folgen, der dem genannten User auch folgt. Die Funktion sieht identisch aus, daher reicht ein Screenshot.

Will ich Listen von Usern kopieren und die dort eingetragenen User als Following in annehmen, so ist die Funktion die gleiche, aber zusätzlich zum Feld für den Nutzernamen gibt es noch das Feld für den Namen der jeweiligen Liste. Doppelte User werden wie eingangs schon geschrieben aussortiert. Man hat also bei all den Funktionen niemals einen Account doppelt in seiner „To Follow List“ drin.

3. Followings starten

Den Accounts in der eigenen „To Follow List“ kann man automatisch folgen oder manuell. Man kann aber jederzeit die automatische Funktion aktiviert haben und trotzdem auch mal selber aufs Knöpfchen drücken. Die Einstellungen sehen wie folgt aus.

Mit dieser Funktion arbeitet man also seine Liste komplett ab. In der Software ist dies der Punkt „Follow“ in der Navigation.

3.1. Unfollow starten

Man will ja nicht jedem Account auf Ewigkeit folgen und schon gar nicht wenn dieser einem nicht auch folgt. Das macht bei halb-automatischen Accounts keinen Sinn, da die Leute die einen nicht zurückfolgen, in diesem Sinne auch keinen wirklichen Wert für den Account haben. Anders als bei eigenen, manuellen Accounts, will man schließlich die Tweets des anderen nicht unbedingt lesen. Wichtiger ist das Unterbringen der eigenen Messages und Links. Daher ist eine „Unfollow“-Funktion wichtig.

Der Screenshot zeigt oben wieder die manuelle Funktion und unten die automatisierte Variante deren Einstellungen man vornehmen sollte bevor man sie aktiviert. Würde man oben nur auf „Start“ klicken, werden sofort alle Accounts wieder entfolgt, die den Einstellungen der automatischen Funktion entsprechen. In diesem Fall also alle die Accounts die mir nach 10 Tagen noch nicht zurückfolgen. Weil niemand weiß wie Twitter auf zu schnelles Follow und Unfollow reagiert, sollte man in beide Richtungen eine Grenze setzen um den Account nicht zu vernichten.

4. Tweets

Weil jeder gute Account nur dann funktioniert wenn er auch Tweets hat, ist es für die Software natürlich Pflicht auch in dieser Sache ordentlich zu helfen. Mit einem integrierten Tweet-Generator etc. lassen sich Nachrichten ganz einfach auf Twitter verbreiten.

4.1 Tweet-Generator

Der Tweet-Generator macht aus einem Tweet ganz viele unterschiedliche Tweets. Jedoch verlangt er dafür von mir die Eingabe von Synonymen die er später austauschen kann. Zur Demonstration nehme ich ein ganz einfaches Beispiel.

Wie man sieht, wurden aus dem einen Tweet mit Hilfe meiner austauschbaren Worte ganz schnell 99 unterschiedliche Tweets generiert. Würde ich das jetzt mit anderen Informationen machen und mir 100 Tweet-Vorlagen inkl. Affiliate-Links erstellen, die allein je nur 50 Tweets bringen, hätte ich über jeden Tag verteilt immer 5.000 Tweets die ich durch die Timeline schicken könnte. Das wäre natürlich ein bisschen überzogen. Doch möglich ist es.

4.2 Tweets senden

Die im Tweet-Generator erstellten Tweets kann ich nun über eine weitere Funktion jeden Tag in die Timeline schreiben „lassen“. Dabei kann ich einstellen alle wie viel Minuten ein neuer Tweet verschickt werden soll und wie groß das Limit pro Tag sein soll. Außerdem lassen sich Tweets nach dem Versand automatisch löschen.

Neue Tweets müssen nicht unbedingt per Generator eingetragen werden. Es gibt auch in dieser Funktion die Möglichkeit einen Tweet sofort in die Liste aufzunehmen.

4.3 RSS-Feed-Tweets

Wie der Name schon sagt, kann ich auch RSS-Feeds direkt abrufen und die neuen Meldungen sofort per Tweet rausschicken.

Hierbei kann ich jedem RSS-Feed etwas zuvor und dahinter einfügen. Prefix und Suffix für gewöhnlich, aber wer sagt, dass ich nicht einen Affili.net Feed abonniere und dann meinen Partnerlink als Suffix einbinde. Ist nur eine von endlos vielen Optionen die man durchziehen könnte.

4.4 Retweets

Was ich mit Feeds kann, kann ich auch mit Tweets anderer Leute machen. Ich kann einfach einen Usernamen eingeben und immer wenn dieser einen Tweet abschickt, sende ich automatisch direkt einen Retweet hinterher. Außerdem kann ich ein Keyword angeben. Dann werden nur Retweets von dem User gemacht, wenn dieses Keyword in seinem Tweet hat.

5. Messages (DM)

Die bekannteste aller DMs ist bei Twitter wohl die „Thank You Message“ die viele Leute automatisch versenden wenn man ihnen folgt. Genau diese Message kann das Tool auch verschicken. Jedoch kann das Tool auch einfach so DMs an die Follower schicken. Man kann aussuchen ob man zwischendurch einfach mal per Zufall allen Leuten eine DM senden möchte, oder ob man mit den ältesten Followers oder neuesten beginnt. Die Funktion gleicht vom Aufbau den automatisierten Tweets.

Fazit

Für die paar Dollar bekommt man ein sehr anständiges und „funktionsfähiges“ Tool in die Hand. Was für den US-Markt auf keinen Fall eine Selbstverständlichkeit ist und in diesem Bereich sowieso nicht. Ich zumindest habe oft Ansprüche an eine Software die scheinbar für US-Produkte zu hoch sind. Mit tweetadder bin ich sehr zufrieden. Ich nutze es an ein paar Test-Accounts und Fortschritte sind bereits erkennbar. Einer der Accounts genießt auch schon über 140 „Followers“ die meine Nachrichten empfangen und selbst keine auto-Accounts sind.

Was man mit so einem Tool anstellen kann – egal ob im Affiliate-Marketing oder im Bereich Paid-Tweets – darauf muss jeder selbst kommen. Hin und wieder steckte eine Anregung im Text drin. Umsetzen muss man aber seine eigenen Ideen. Wer das Tool an einem bestehenden Account einsetzt und eventuell durch Bedienfehler den Account vernichtet, ist selbst schuld. Ebenso muss jeder selbst einschätzen ob er Links von deutschen Netzwerken nutzt oder besser auf Clickbank etc. setzt. Zur Not empfehle ich die Absprache mit dem Netzwerk. Besonders bei PPC-Kampagnen ist Twitter eher kritisch.

Link: tweetadder.com (bitte manuell aufrufen)

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In diesem Sinne, viel Spaß beim Experimentieren. Die Demo kostet euch keinen Cent, ihr könnt damit also nichts falsch machen.

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

13 Kommentare zu Twitter-Account halb-automatisch aufbauen

  1. Was es doch alles für Software gibt. Ich bin noch auf der Suche nach einer schönen Software zur Verwaltung meiner bestehenden Accounts und nun kommst du mit so etwas. Sehr schöner Artikel und das Tool könnte einen Test wert sein 😉

  2. Zur Verwaltung nutzen ja viele einfach Tweetdeck oder kostenpflichtig dann SocialOomph(?) aber ich verwalte meine Accounts einfach per Browser. Wichtig ist mein Haupt-Account, den nutze ich im Chrome. Andere Accounts verwende ich im Flock (intern auch ein Chrome), da dies ein Social-Network-Browser ist.

    Ich kann dir da also leider keinen Client empfehlen. Außer du nutzt ein Apple-Gerät, dann finde ich „Nambu“ sehr gut. Nutze ich auf dem MacBook. Auf dem iPod und dem Milestone läuft die offizielle Twitter App.

  3. Da muss ich Perun zustimmen. DM’s like „Vielen Dank fürs folgen“ sind mittlerweile mehr als obskur. Die Angewohnheit sich zu bedanken ist wohl noch ein Relikt aus alten Tagen und für mich mittlerweile ebenfalls ein Grund mir den Account mal näher anzuschauen und ggf zu blocken. Verallgemeinern möchte ich das jetzt aber nicht 😉

  4. Automatische DMs sind in der Tat sehr umstritten. Allerdings liegt auf dieser Funktion zum Glück auch nicht das Hauptaugenmerk. 🙂 Ich nutze die Funktion derzeit auch nicht. Plane es auch nicht, da es mich selbst auch nervt. Ansonsten überzeugt das Tool mich persönlich aber schon. 🙂

  5. Netter Artikel! Ich habe mir tweetadder 3.0 auch letzte Woche genauer angeschaut und finde die Software auch sehr praktisch. Wahrscheinlich werde ich mir jetzt auch noch TweetAttacks genauer anschauen, wenn die Zeit da ist.

  6. TweetAttacks ist nahezu gleich 🙂 … Da kann dir glaube Andreas (@Wp_Zone_De) genaueres zu sagen. Wenn ich mich nicht irre, verwendet er TweetAttack auch selbst.

  7. Freut mich das es dir gefällt. 🙂 Ist wirklich ein sehr angenehmes Tool und wenn man ein bisschen Kreativität besitzt, wird man schnell erkennen welche feinen Sachen man damit alles anstellen kann. 🙂

  8. Also wir haben das Tool nun auch 3 Wochen in Benutzung und es ist wirklich toll. Vorallem seitdem Update in den letzten beiden Tagen. habe ich auch wesentlich weniger Probleme mit irgendwelchen Ladeschwierigkeiten oder Meldungen wie „User not found“.

    Eine Frage hätte ich diesbezüglich noch. Kann mir jemand nen Tipp geben, wie ich einen schon bestehenden RSS-Feed dem TweetAdder als „neu“ verkaufe? Das würde mir ein wenig Arbeit ersparen.

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