Trello als Redaktionssystem für Blogger

Ich betreibe mehrere Projekte und schreibe auf vielen Projekten auch regelmäßig neue Inhalte. So wie es auch auf eisy.eu in Zukunft passieren wird bzw. gerade geschieht. Dafür brauchte ich ein kleines Redaktionssystem. Zwar brauche ich es nur für mich allein und nicht im Team, aber ich habe mir bei der Wahl von Trello natürlich diese Option offen gelassen.

Vorher habe ich mit einer Excel-Tabelle oder einer einfachen Liste in Workflowy.com gearbeitet. Nun mit Trello. Für mich das geeignete Redaktionssystem. Es ist flexibel, kostenfrei und einfach in der Nutzung. Drei Eigenschaften die kaum zu übertreffen sind.

Was braucht ein Redaktionssystem?

Es gibt sieben Punkte die für mich wichtig sind, wenn ich ein Projekt regelmäßig mit neuen Inhalten füllen möchte. Kurz als Liste:

  • Projekte
  • Deadlines
  • Aufgabe / Inhalte
  • Details zu Aufgaben
  • Listen innerhalb der Aufgaben
  • Einfache Dokumentenverwaltung
  • Diskussionsebene / Kommentare

Gerne möchte ich nun schildern in wie weit Trello genau diese Bedürfnisse stillt.

Das bietet mir Trello als Redaktionssystem

Projekte bilde ich als „Listen“ ab. Und Listen kann ich in Trello praktisch endlos viele verwalten. Ich könnte auch „Boards“ für Projekte nutzen. Also praktisch immer eine komplette virtuelle Ablage. Allerdings habe ich mich hier bei den Boards für „Projekte“ und „Office“ als Unterscheidung entschieden. Ich verwalte also in einem „Board“ meine Projekte die redaktionell gepflegt werden, als Listen.

Nachfolgendes Bild zeigt euch drei Listen, also faktisch drei Projekte. Da ich die erste Liste nebenbei vorbereite um neuen „Redakteuren“ den Einstieg in Trello zu erleichtern, ist das kein Projekt sondern eher eine FAQ. Ansonsten sieht ihr abgespeckt eisy.eu und gartenmagazin.net.

Listen und Karten in Trello

Die kleinen Karten in den Listen sind Aufgaben. Ich benenne sie immer so eindeutig wie möglich. Innerhalb der Aufgaben kann ich Details anlegen. Natürlich kann jede Aufgabe auch eine Deadline bekommen. Und ich kann sie in ihrer Position mit der Maus verschieben, auch in eine andere Liste.

Karte verschieben in Trello

Der Vorteil von Deadlines / Terminen ist auch die Nutzung vom Kalender. Sobald eine Aufgabe einen Termin hat, erscheint sie im Kalender. Dadurch kann in der Kalenderansicht immer sofort ersichtlich werden, welche Aufgaben anstehen, überfällig sind oder noch Zeit haben.

Details der Trello Karten

Details zu den Karten gibt es mit einem einfachen Klick. Ich zeige euch jetzt einfach mal die Details der Karte, die für das Interview mit Space Wallet Gründer René Seppeur von Bedeutung ist. Das Interview könnt ihr in wenigen Tagen auf eisy.eu lesen. Ihr seht auf der Karte ja das es noch nicht fertig ist.

Details der Trello Karten

Ihr seht, ich habe mit einer Checkliste gearbeitet um mir einen Fortschritt zu ermöglichen. Dadurch kann ich besser überblicken wie weit die Aufgabe ist. Außerdem ist die Fertigstellung für diesen Freitag angesetzt. Sollte der Termin nicht gehalten werden können, habe ich zeitgleich eine Erinnerung um bei René Feedback einzuholen, falls seine Antworten bis dahin nicht eingetroffen sind. Und ganz oben auf der Karte habe ich immer eine kurze Beschreibung die mir auch als Erinnerung dient, wie es zu dieser „Karte“ kam.

Oft habe ich noch weitere Checklisten drin. Darin geht es um die Veröffentlichung von Inhalten in sozialen Netzwerken, Mailings etc. In diesem Fall habe ich darauf auf der Karte verzichtet weil die Aufgabe an sich für mich sehr übersichtlich ist. Bei Testberichten die umfangreich in der Recherche, dem Aufbau und dem Nachgang sind, ist es anders. Dazu schreibe ich im Artikel „Wie entsteht ein Testbericht“ aber in wenigen Wochen mehr. 😉

Innerhalb der Karten kann ich Dokumente hochladen. Wenn das Interview von René bei mir eintrifft, lade ich es in die Karte hoch. Somit habe ich es zum einen an jedem Ort – auch auf dem Smartphone – und zum anderen ist meine Karte dadurch vollständig.

Würde ich nun mit Redakteuren an diesem Projekt arbeiten, kann ich über die Kommentare auch Diskussionen führen. So nutze ich die Kommentare aber im Moment für mich selbst um weitere Stichpunkte und Ideen in die Aufgaben zu integrieren.

Probiert Trello selbst aus!

Weitere Links

Fazit

Kostenlos, flexibel und einfach. Wie ich es schon beschrieben habe. Trello erfüllt für mich den gewünschten Zweck. Es ist klein genug um mir beim Bloggen zu helfen ohne als „weiteres Tool“ zur Last zu werden. Verursacht keine Kosten und hat eine extrem niedrige Schwelle für die Einarbeitung. Damit kann ich es wirklich jedem Blogger empfehlen sich anzusehen.

Mit welchen Mitteln behaltet ihr den Überblick über zu schreibende Blogbeiträge? Was nutzt ihr als Redaktionssystem? Vielleicht reicht ja Zettel und Bleistift auch weiterhin aus. Ich würde mich über Erfahrungen freuen.

Posted by Soeren

Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

  1. Interessant. Ich überlege schon seit Jahren, ob ich so ein System nutzen sollte. Aber eigentlich bin ich mit meinem System zufrieden: seit Jahren nutze ich DinA5 Blöcke, die ich vollkritzel. Entspricht irgendwie meinem Naturell 🙂

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    1. Hallo Martin,

      ja, Papier ist schon sehr spannend. Viele Ideen – oft auch zu bestehenden Planungen – kommen mir jedoch unterwegs. Meistens „leider“ beim Sport. Und da Trello auch mit der App wunderbar nutzbar ist, brauche ich die auf dem Rennrad nur kurz aus dem Trikot ziehen und es eintragen. Natürlich meistens während einer kurzen Pause. 😉 Einen Zettel und Stift habe ich nicht immer dabei. Und merken ist bei mir eher weniger. 😉

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  2. Moin,

    also ich konnte mich irgendwie nicht an Trello gewöhnen. Bin dann doch bei Kanbanflow geblieben. Aber gute Inspiration wie allgemein solche Tools sinnvoller eingesetzt werden können.

    VG

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  3. ich fürchte, dass ich manchmal einfach zu faul bin, um mir ein neues System anzueignen. Das kostet Zeit und Nerven. Aber trotzdem ist gut zu wissen, dass es fähige Menschen gibt, die so viele unterschiedliche Programme gut beherrschen.

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  4. Ich bezüglich der Projekt- & Contentplanung eher so gepolt wie Martin. Sehr umweltfreundlich ist das zugegebenermaßen nicht, daher finde ich deinen Vorschlag schon recht interessant.

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  5. Wie hast Du denn den Hintergrund auf dieses Muster gestellt? Finde nur blau, grau bzw. Grundfarben in Trello….

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    1. Da muss man Trello Gold haben, bekommt man durch Einladen von anderen.

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    2. Wie Agnes schon schrieb, durch die Gold-Version kannst Hintergründe beliebig ändern. Auch eigene Motive hochladen. Ich habe Trello Gold für ein Jahr, weil ich 12 Personen geworben habe. Eigentlich fast 50 Leute, aber es ist leider limitiert. 😉

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  6. Ich habe auch vieles ausprobiert und fallen gelassen. Da ich großteils alleine und an eigenen Projekten arbeite, ist so ein System meist auch unnötig.
    Momentan nutze ich Evernote dafür. Für die Projekte hab ich mir ein eigenes Notizbuch angelegt. Jedes Projekt ist dann eine Notiz darin. Für jedes Projekt hab ich dann drei große Überschriften: Todo, Ideen und Recherche. Da lege ich ab, was ich nicht sofort erledigen kann.

    workflowy gefällt mir aber auch sehr gut. Nutzt du das nun gar nicht mehr?

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    1. Doch, Workflowy nutze ich zum Beispiel gerne im Brainstorming oder manchmal auch parallel bei Telefonaten um Notizen zu machen. Wobei da eher Zettel und Stift ihren Einsatz haben. 🙂

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  7. Ich nutze trello als Redaktionssystem für die Vorbereitung der Podcast Episoden von neuwaerts.fm und bin ganz happy damit – vor allem, seit ich die Funktion zum Kopieren ganzer Listen von Board zu Board entdeckt habe ;).

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  8. So ein System ist wirklich sehr sinnvoll. Ich habe lange Zeit Wunderlist genutzt, dann Zettel & Stift (Servus Martin), dann Excel-Dateien und aktuell bin ich bei Evernote.

    Allerdings fehlt mir überall eine Kleinigkeit, das Handling passt nicht oder das Design ist nicht 100% mein Ding.

    Vielleicht wirds ja Trello. Ich werds defintiv ausprobieren!

    gruß

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  9. Danke dir noch einmal für deine Vorstellung. Habe Trello jetzt knapp ein halbes Jahr im Einsatz und bin einfach nur begeistert davon. Du scheinbar auch und viele andere ebenso 🙂 – Vor allem die Version fürs iPad finde ich klasse. Probier hier mal aus am iPad die Karten zu verschieben und schau gleichzeitig wie schnell es sich im Browser am Desktop aktualisiert.

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  10. Ah schöne Anleitung! Trello habe ich mir auch neulich angeschaut und möchte gerne wechseln. Bei mir ist aber der Fall, dass ich viel mit Redakteuren arbeite, die das nebenberuflich machen. Und die kann man am besten per Facebook informieren, da sie dort eh mehrmals täglich drauf sind. Dort in den Gruppen kann man dann auch die wichtigsten Sachen diskutieren und verteilen. Besonders übersichtlich ist das aber natürlich nicht…

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  11. Wir nutzen auch trello & sind sehr zufrieden. Man übrigens auch eine Kalenderansicht freischalten, mit der es noch leichter ist Sachen zu planen.

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  12. Verwende ich sehr ähnliche Lösung – Kanban-Tool. Ich kann mir nicht vorstellen, auf meinem Blog ohne diese Applikation

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  13. Echt gutes System habe ausprobiert

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  14. Interessante Lösung, nur ohne Tablet leider noch nicht möglich. So eine rechte Planung habe ich leider noch nicht, Chaos herrscht vor. Zukünftig soll sich das auf jeden Fall ändern. Für Ideen nutze ich den altbewährten Zettel mit Stift. Leider haben die immer die Angewohnheit zu verschwinden, wenn ich sie mir nicht an den Monitor klebe.

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    1. Wieso ohne Tablet noch nicht möglich? Für das Tablet gibt es die passende App dafür und funktioniert via Drag&Drop optimal 🙂

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  15. […] habe auf eisy.eu bereits über Trello als Redaktionssystem für Blogger geschrieben. Darin steht einiges, was Trello kann und warum ich es sehr wertvoll und hilfreich […]

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  16. Wir wurden mit Trello. Ich denke, dass ist groß. Jetzt sind wir mit Kanban Tool (http://kanbantool.com), die besser für große Unternehmen ist.

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  17. Gibt es irgendwo Informationen zum Thema Datenschutz, Sicherheit usw?
    Bei intensiver Nutzung werden ja durchaus viele vertrauliche Informationen hinterlegt. Gibt es Export-Funktionen der Daten, z.B. wenn Trello seinen Dienst einstellt?

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    1. Hallo Stefan,

      natürlich gibt es dazu offizielle Informationen. Zum Beispiel hier https://trello.com/privacy … und hier https://trello.com/legal … Du wirst dort alle Informationen finden die wichtig sind.

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