Tipps für mehr Erfolg als Blogger bei Rankseller & Co.

Ich lese oder höre ich immer wieder Kritiken an den führenden Portalen für „Content-Marketing“. Gemeint sind Portale wie Rankseller.de. Viele Blogger sind enttäuscht von den generierten Einnahmen. Bei manchen Portalen kann ich das verstehen, bei Rankseller ist es für mich nicht ganz nachvollziehbar. Deshalb würde ich gerne aus meiner eigenen Praxis ein paar kurze Tipps mit euch teilen.

Eine Grundsatzdiskussion über „Linkkauf“ möchte ich hier aber bitte vermeiden.

Tipps für Rankseller Blogger

  • Nur aktive Blogs anmelden
  • Nicht jeden Beitrag verkaufen
  • Keine automatischen Bewerbungen
  • Nur bei relevanten Kampagnen bewerben
  • Bewerbung / Information schreiben (!)
  • Ernstzunehmende Preise festlegen

Gerne schreibe ich zu diesen Stichpunkten noch ein paar mehr Worte damit Du weißt was ich meine.

Nur aktive Blogs anmelden

Es spricht nichts dagegen frische Blogs anzumelden. Aus meiner Sicht ist das sogar positiv, da hier mit einer hohen Aktivität zu rechnen ist. Die Motivation bei jungen Blogs ist oft höher. Aber man sollte keine alten, inaktiven Blogs anmelden die man einfach nur noch zu Geld machen will. Wenn man dies tut, scheidet man nämlich beim Advertiser in der Regel durch Punkt 2 aus.

Nicht jeden Beitrag verkaufen

Wer jeden Blogbeitrag verkauft macht sich zur puren Linkfarm. Zwar hortet man nicht 50 Links in einer Liste auf einer Unterseite aber man ist trotzdem nicht viel besser. Gegenüber Webseiten die einfach nur Links / Content verkaufen gibt es seitens Google keinen Grund Vertrauen zu haben. Somit fehlt mir jedes Verständnis dafür, warum ich von solchen Seiten einen Link haben wollen sollte.

Links in Beiträgen zu verkaufen ist vollkommen in Ordnung. Man sollte seine Leser damit nicht belästigen und sie sollten stilistisch gleich sein. Dies kann meistens nur dann funktionieren wenn man sie selbst schreibt. Textbroker- oder Texte aus anderen Börsen haben nichts mit dem eigenen Stil zu tun.

Ich als Advertiser (kenne beide Perspektiven) schaue generell bei den Blogs ins Archiv und vergleiche die Inhalte untereinander. Stelle ich stilistische Unterschiede fest ist das für mich ein Grund misstrauisch zu werden. Zwar scheidet der Blog nicht sofort aus aber er wird zunehmend uninteressanter.

Für mich ist es auch nur eine Schätzung, aber wenn zwischen 10 normalen Beiträgen mal ein verkaufter Inhalt kommt ist das meiner Einschätzung nach ein gutes Maß.

Keine automatischen Bewerbungen

Leute, es gibt für Advertiser aus meiner Sicht nichts Anstrengenderes als automatische Bewerbungen. Ich starte doch nicht eine Kampagne um 5 Sekunden später bereits 50 oder 100 Bewerbungen im Postfach zu haben. Diese muss ich alle manuell prüfen und es stellt sich bei über 90% der Blogs heraus, dass diese meistens nur Verkaufsseiten sind und auch vom Wert eher witzlos erscheinen.

Bloggern kann ich nur empfehlen diese Art der Bewerbungen nicht zu aktivieren. Ihr habt dann nur eingeschränkt Kontrolle über die Bewerbungen. Passt eine Kampagne von der Kategorie her dazu, wird das System sich bewerben. Die Themenrelevanz zum Blog ist damit aber noch lange nicht vorausgesetzt.

Als Advertiser setze ich alle Blogs die innerhalb der ersten Sekunden entstehen direkt auf eine Blacklist. Den Kram will ich bei erneuten Kampagnen gar nicht wieder sehen, auch wenn es da eventuell im Einzelfall mal thematisch passen könnte. Denn wie gesagt, meistens sind es reine Verkaufsseiten.

Bewerbt euch gezielt und manuell! Deshalb komme ich gleich zum nächsten Punkt.

Nur bei relevanten Kampagnen bewerben

Mit der Zeit merkt man sich Blogs die sich bei jeder Kampagne bewerben und setzt sie ebenfalls auf die Blacklist. Ich habe das mit ein paar Blogs natürlich zeitweise auch ausprobiert und nur wenig Erfolg damit gehabt.

Seit ich gezielt als Blogger Bewerbungen für Kampagnen abgebe, die auch echt relevant sind und wo ich ein anständiges Thema mit Mehrwert für meine Leser publizieren kann, laufen auch die angenommenen Bewerbungen nach oben. Ich beobachte mich als Advertiser natürlich immer selbst und ziehe meine Rückschlüsse, wie ich auch als Blogger besser werden kann.

Relevante Bewerbungen sind eine absolute Grundlage für die Annahme einer Bewerbung. Wer das als Blogger nicht versteht kann seine Zeit auch außerhalb dieser Portale investieren. Denn in Rankseller & Co. erzielt man so keine nennenswerten Erfolge.

Bewerbungen & Informationen schreiben

Du kannst bei der Bewerbung auf eine Kampagne direkt eine richtige „Bewerbung“ formulieren und dem Advertiser somit weitere Informationen zukommen lassen. Es gibt kaum Optionen für Blogger, wie man für mehr Aufmerksamkeit beim Advertiser sorgen kann. Mit echten Bewerbungen geht das aber super. Sieh Dir den nächsten Screenshot mal an.

Bewerbungsübersicht

Was fällt Dir auf? Okay, die meisten Preise bei diesem Beispiel sind extrem niedrig. Darum geht aber gerade nicht. Was man sofort wahrnimmt sind die Icons / Sprechblasen vor zwei Bewerbungen. Sie fallen einfach auf und man will mehr wissen. Mit der Maus darüberfahren und man sieht die Bewerbung / Info die einem der Blogger „selbst“ schrieb.

Ich kann Dir aus Sicht eines Bloggers und als Advertiser nur dringend dazu raten echte Bewerbungen zu schreiben. Erfahrungsgemäß kommt es gut an wenn man dem Advertiser einfach einen kurzen Themenvorschlag unterbreitet. So weiß ich als Advertiser gleich, dass Du in der Lage bist die Relevanz herzustellen und Dir zumindest kurz Gedanken gemacht hast. Du sollst Dich hier also nicht vorstellen sondern einen Vorgeschmack geben.

Ernstzunehmende Preise festlegen

Sicher kann ich niemanden sagen welcher Preis super funktioniert. Je nach Portal muss man auch unterscheiden ob der Verkaufspreis gleich der Preis ist, den man als Blogger bekommt oder ob noch Gebühren anfallen. Bei Rankseller ist der Verkaufspreis nicht die Einnahme des Bloggers. Beim Anlegen eines Blogs kann man dies aber kalkulieren.

Meine Blogs in diesen Portalen gehen von 75 Euro bis 680 Euro (immer meine Einnahmen) zzgl. der Provisionen. Advertiser müssen also teilweise auch schon mal 800 Euro in die Hand nehmen um einen Beitrag zu buchen.

Meine Kalkulation mache ich von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen natürlich mein Stundensatz. Ich kann auf manchen Blogs Themen schnell schreiben und muss nicht lange recherchieren. Wenn das außerdem noch Seiten sind die sich kaum durch AdSense oder Affiliate-Marketing wirtschaftlich tragen lassen, setze ich auch die Verkaufspreise niedrig an. Hier kann ich also durchaus für 75 Euro auch mal 30 Minuten Aufwand akzeptieren. Immer unter der Prämisse meinen Lesern damit dennoch Mehrwert bieten zu können.

Aktive Seiten mit starkem Background und wo Einnahmen über ganz andere, herkömmliche Wege fließen, sind für mich als Betreiber in Sachen „Linkverkauf“ weniger spannend. Wenn auf solchen Seiten jemand einen Link möchte muss er schon tief in die Tasche greifen. Hat dann aber auch einen ziemlich exklusiven Link auf richtig guten Seiten. 🙂

Bewirbt sich bei mir ein Blogger mit einer Seite auf der ich für 200, 300 oder mehr Euro einen Link buchen kann, schaue ich mir die Seite zumindest genau an. Sie fällt auch in der Übersicht der Bewerbungen auf. Hingegen klicke ich Seiten die nur 30 Euro wollen schon gar nicht mehr an. Dass kann einfach kein Preis sein für den man wirklich was wertvolles bekommt. Ausnahmen bestätigen die Regeln. Ich sehe beispielsweise dann nach, wenn eine individuelle Bewerbung vorliegt. Weil ich dann wieder weiß, der Blogger hat sich Gedanken gemacht!

Fazit

Du kannst mit Rankseller.de und anderen Portalen Geld verdienen. Musst Dich von der Masse der Blogs abheben und Dich anständig präsentieren. Dies gilt für Deine Bewerbung und für den Blog gleichermaßen! Selbstverständlich kann man umgekehrt auch als Advertiser wirklich gute Links auf diesen Portalen erwerben. Auch hier muss man eben mal etwas mehr Hirnschmalz und Zeit investieren. 🙂

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.