Einfache Tipps für Amazon-Verkäufer

Tipps für Amazon Verkäufer
Tipps für Amazon Verkäufer - mehr Verkäufe und bessere Erträge.

Du verkaufst Produkte auf Amazon und bist immer wieder auf der Suche nach Tipps für Amazon-Verkäufer, um deine Produkte besser zu platzieren und mehr Verkäufe zu genieren? Dann helfen dir meine Amazon Tipps sicher weiter und der eine oder andere ist immer dabei, den man bisher nicht selbst auf dem Schirm hatte.

Tipp 0: Kenne deine Kosten

„Schau mal, das Produkt hier kostet bei Amazon auch nur 10 Euro weniger als bei uns im Shop und wir haben hier eine gute Marge. Lass uns mitmachen.“ Nur hängen beim Verkauf über Amazon noch weitere Kosten mit dran. Bevor jemand bei Amazon seine Produkte verkauft, sollte er sich im Klaren über die wirklich finalen Kosten sein und prüfen, ob die eigene Preisvorstellung zur Amazon-Realität passt. Die Differenz aus EK und VK inkl. Steuerberücksichtigung und Versandkosten ist beim Verkauf über Amazon nicht alles. Amazon bietet hier einen kleinen Gebührenrechner und weitere Informationen. Aber selbst dieser Rechner zeigt dir noch nicht die finalen Kosten.

Tipp 1: Amazon Prime ist die Grundlage

Schnelle Lieferung, bestenfalls ohne Versandkosten. Das wollen viele Kunden die bei Amazon kaufen und das assoziieren sie auch mit dem Marktführer im E-Commerce. Wer optimal aufgestellt sein möchte, muss sich im ersten Schritt dazu bereiterklären am Amazon Prime Programm teilzunehmen. Für jeden FBA-Seller ist das Standard, aber es funktioniert auch ohne seine Produkte vorher bei Amazon einzulagern.

Tipp 2: Sponsored Products für die Sichtbarkeit

Zugegeben, wenn ein Produkt nicht am Markt sowieso bereits bekannt ist, aber Amazon-Suchen derzeit ins Leere liefen, dann startet man mit einem exklusiven Produkt bei Amazon ziemlich einsam, wenn man keine bezahlte Werbung nutzt. Anders sieht es aus bei Produkten die es schon im Marktplatz gibt, und das eigene Produkt nur noch angehangen wird. Dort sind Sponsored Produkte weniger wichtig, weil andere Faktoren mehr Bedeutung haben.

Beim Neustart mit einem exklusiven Produkt das Amazon-Kunden so noch gar nicht kennen, ist es unbedingt ratsam Produktwerbung zu buchen. Dadurch platziert man die Produkte bei relevanten Suchanfragen ganz oben und verschafft ihnen Sichtbarkeit. Es entsteht die Möglichkeit der Verkäufe, was weitere wichtige Signale für die Zukunft bringt.

Tipp 3: Kunden zur Kommunikation außerhalb Amazons bringen

Die Richtlinien von Amazon machen es schwer, den direkten Kontakt mit dem Kunden zu erhalten und diesen auch für Werbezwecke etc. im Nachgang seiner Bestellung zu nutzen. Eine Möglichkeit ist es, dem Kunden eine kostenlose Verlängerung der Gewährleistung um ein Jahr. Statt 2 Jahre bekommt der Kunde 3 Jahre Gewährleistung, muss dafür sein Produkt auf der eigenen Webseite, außerhalb von Amazon, registrieren. Somit gibt er sein Opt-in und ist künftig empfänglich für weitere E-Mails.

Der Hinweis auf die Möglichkeit der verlängerten Gewährleistung sollte nicht direkt im Paket zwischen dem Füllmaterial liegen, sondern wenn möglich in der Produktverpackung. Hierdurch ist es auch für FBA Händler möglich.

Tipp 4: Amazon SEO betreiben

Für die Amazon Suche muss Suchmaschinenoptimierung betrieben werden. Mit Amazon SEO kommen die eigenen Produkte nach vorne und erzielen Verkäufe, Bewertungen, Klicks etc. Nutzersignale die für Amazon wichtig sind um das Produkt nachhaltig gut im Katalog zu platzieren.

Amazon SEO geht weit über die Auswahl der passenden Kategorie und 7 Keywords im Titel hinaus. Dennoch sollten auch diese in Form von Marke, Größe, Farbe, Gewicht etc. im Produktnamen vorhanden sein, damit sie u.a. den Nutzer direkt zum Klicken animieren. Ausführlich und mit großer Sorgfalt, sollte die Produktbeschreibung erstellt werden. Vom hilfreichen Fließtext bis hin zu Bullet Points gehört hier alles – auch eine gesunde Menge an Keywords – rein.

Tipp 5: Nutze ein Bidmanagement für Amazon Ads

Möchtest du sinnvoll Werbung bei Amazon schalten, kommst du um ein Bidmanagement Tool nicht herum. Am Markt gibt es inzwischen wirklich gute Produkte die dir helfen, deine Kampagnen zielführend auszusteuern, zu analysieren und zu optimieren. Ich kann dir in diesem Zusammenhang Sellics empfehlen. Denn spätestens, wenn du deine CPC und andere Faktoren in Abhängigkeit zu Klicks, Verkäufe etc. ausspielen und anpassen möchtest, scheiterst du bereits mit dem kleinsten Sortiment innerhalb der Amazon Werbekonten. Mit einem Bidmanagement Tool pflegst du Kampagnen auch bei hunderten Produkten noch in kontrollierter Form.

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Tipp 6: Eigene Bundles anbieten

Die meisten Sortimente erlauben logische Bundle-Produkte. Wer sich von Wettbewerbern abheben möchte und trotz klassischen Produkten die auch andere verkaufen, ein exklusives Produkt auf Amazon anbieten mag, der sollte sie zu Bundle-Produkten kombinieren. Ein Bundle mit einer eigenen EAN bringt diverse Vorteile. Es erhöht den durchschnittlichen Bestellwert (Warenkorb optimieren), bringt dem Kunden einen echten Mehrwert und führt zugleich zu einem neuen Produkt das es beim Wettbewerb in der Form noch nicht gibt.

Beispiele für Bundles

  • Kinderfahrradhelm + Fahrradhandschuhe für Kinder
  • DIN A4 Papier + Klarsichtfolien + Locher
  • Kaffeemaschine + Filtertüten
  • Lampenfassung + Leuchtmittel

Vor allem dann, wenn es sich beim Bundle um die Kombination vom Hauptprodukt (Lampe oder Fassung) mit Zubehör (Leuchtmittel) handelt, nimmt man Käufern oft eine Entscheidung ab und hilft ihnen. Viele Nutzer würden bei einem solch klassischen Fall erst wieder recherchieren welche Leuchtmittel in die Fassung passen. Beim Bundle vertrauen sie auf vollständige Kompatibilität.

Tipp 7: Amazon Buybox dominieren

Ein Produkt mit großer Nachfrage und dir gehört die Buybox? Für viele Amazon-Verkäufer ist das nur ein Traum. Dabei kann er und sollte er in Erfüllung gehen, wenn gute Umsätze bei Amazon das Ziel sind. Details seitens Amazon gibt es nicht, um in die Buybox zu kommen. Dennoch kristallisieren sich um die Zeit verschiedene Faktoren als wichtig heraus.

Kundenzufriedenheit und Rezensionen: Gute Bewertungen sind wichtiges Kapital im Business der Amazon Seller. Kommen deine Produkte und dein Service gut bei Amazon-Kunden an, gibt’s positive Bewertungen. Kannst du dich damit gehen Wettbewerber durchsetzen, bist du einen großen Schritt weiter.

Stornoquote niedrig halten: Beschreib deine Produkte den Tatsachen entsprechend und rede sie nicht unnötig schön. Werde nicht unklar in deinen Worten sondern beschränke dich auf die harten Fakten. So entstehen keine Käufe aus falschen Erwartungen heraus und das reduziert zugleich die Rücksendequote. Wenig Stornos bedeuten für Amazon und dich mehr Ertrag. Somit wirst du für Amazon interessant für die Buybox.

Günstiger Gesamtpreis: Klassisches E-Commerce ist sehr preisgetrieben und wo man sich im eigenen Onlineshop ggf. noch mit Emotionen ausprobieren kann, geht’s bei Amazon tatsächlich eher über den Preis. Wichtig ist aber nicht der Produktpreis allein, sondern der Gesamtpreis den es für den Kunden gilt zu bezahlen. Bestenfalls ist der Produktpreis der niedrigste und die Lieferung erfolgt versandkostenfrei. Mit steigender Popularität des Produktes bei Amazon, ist es jedoch weniger entscheidend das man den besten Preis am Marktplatz bietet. Ganz vom Tisch bekommst du diesen Faktor jedoch nie.

Konstante Verfügbarkeit: Dein Lagerbestand sollte sich konstant entwickeln und nicht permanent zu Engpässen führen. Egal ob du Amazon FBA nutzt oder selbst versendest. Landest du zwar durch andere Faktoren häufig in der Buybox, kriegst hierdurch aber ständig fehlende Bestände, wirkt sich das negativ auf deine Platzierung aus und irgendwann hilft auch der niedrige Preis ist. Schlimmer als ein leeres Lager sind dann nur noch Bestellungen bei Produkten die nicht verfügbar sind. Ab dann kommen negative Rezensionen hinzu und die Rankings schwinden.

Gute Rankings in der Suche: Schaffst du es, durch gutes Amazon SEO den Amazon A9 Suchalgorithmus zu überzeugen, deine Produkte in der normalen Suche weit oben zu platzieren, ist das auch für die Buybox ein gutes Signal. Meist sind die Produkte die bei einer spezifischen Suche nach einem Produkt ganz oben stehen, auch die mit der Amazon Buybox. Es lohnt sich also, viel Zeit und Energie in Amazon SEO zu investieren.

Tipp 8: Vergiss deinen Onlineshop nicht

Die Begeisterung für die Umsätze bei Amazon sollten niemals dazu führen, den eigenen Onlineshop zu vernachlässigen. Stellt sich Amazon als kleine Goldgrube heraus, erinnert der Rausch in den manch Verkäufer verfällt an die gute alte Zeit mit Google. Wer hier Erfolg hatte, reduzierte seinen Fokus auch oft nur noch auf SEO für Onlineshops und verlor den Blick über den Tellerrand. Davor solltest du dich tunlichst zurückhalten und weiterhin deinen Onlineshop optimieren, pflegen etc. Ebenso gilt es auch parallel zu Amazon weitere Kanäle zu erschließen.

Fazit

Du musst den Kanal „Amazon“ als großes Projekt anerkennen. Amazon als Marktplatz erfordert einen großen Aufwand, bietet dir dafür aber im E-Commerce eine unglaubliche Reichweite. Investierst du viel sinnvolle Zeit, hast du ein gutes Ergebnis. Viele Shopbetreiber die bei Amazon starten denken erstmal, es sei ähnlich einfach wie bei Preissuchmaschinen, wo die Optimierung beim Masterfeed beginnt und im Grunde auch oft endet.

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

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  1. Amazon Ads: Produkt-Targeting als Kampagnenausrichtung

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