Was ist guter Inhalt? Eine technische Analyse

Eine Antwort auf die Frage, was guter Inhalt ist, ist allgemeingültig relativ. Das gute am Inhalt liegt im Auge des Betrachters. Ein Satz kann in manchen Augen die Lösung für ein lange gehegtes Problem darstellen. Für andere können 7.000 Wörter noch zu oberflächlich sein. Doch gibt es zumindest technische Anforderungen an einen Text?

Ich möchte mich dem guten Inhalt aus technischer Sicht annähern und einen Ausgangspunkt für eine Diskussion liefern. Denn ein Algorithmus liest einen Text anders als du!

Headline oder Hauptüberschrift

Die Überschrift soll den Nutzer fesseln und zum Lesen des Beitrages animieren. Der Suchmaschine wird diese über <h1> deutlich gemacht. Alternativ kann der Tag <title> verwendet werden. Grundsätzlich beschreibt diese Auszeichnung die Überschrift optimal. Dies kann allerdings bei einigen CMS zu Problemen oder Missverständnissen führen, wodurch ich eine Überschrift 1 empfehle.

Teste verschiedene Arten von Überschriften! Je nach Medium funktionieren andere Konstruktionen.

Ich habe eine Frage aufgeworfen und meine „Subheading“ liefert bereits eine erste Antwort.

Unterüberschrift

Das Lemma des Artikels wird innerhalb von wenigen Wörtern genauer beschrieben. Im Bereich der SEO könnte man hierfür die Meta-Beschreibung verwenden, denn innerhalb der Suchmaschine wird die Überschrift durch weitere 160 Zeichen ergänzt. Wenn du deinen Besucher hier fesseln und zum Klicken animierst, scheinst du überzeugend gewesen sein.

Auf der Webseite kann der Subtitle mittels Absatz <p></p> oder über ein <span> Element angezeigt werden.

Einleitung/Teaser

Oft wird die Einleitung dazu genutzt, auf einer Übersichtsseite den Nutzer direkt auf den Artikel zu leiten. Greift der Leser direkt auf den Artikel zu, dann liest er diesen Text als erstes. Kläre an dieser Stelle möglichst viele W-Fragen.

  • Wer
  • Was
  • Wann
  • Wo
  • Wie
  • Warum
  • Woher

Ich würde diesen Absatz ebenfalls als solchen kenntlich machen.

Inhaltsverzeichnis

Biete deiner Suchmaschine eine Abkürzung an. Mit einem Inhaltsverzeichnis samt internen Sprungmarken strukturierst du deinen Text und die Nutzer erhalten einen ersten Überblick. Längere Artikel werden so aufgeteilt und können eigene Text-Cluster bilden.

Ein textlicher Exkurs – beispielsweise ein Abschnitt zur Geschichte eines Produktes – kann dadurch eigenständig bewertet und platziert werden. Ein solcher Anker wird mittels id-Universalelement erzeugt: <h2 id="dein-Ankername">Überschrift 2</h2>.

Führe sinnvolle Sprungmarken ein!

Weitere Überschriften

Die ausgewählten Sprungmarken können automatisch erzeugt werden. Dafür solltest du deine Überschriften als solche mit <h2> bis <h6> formatieren. Die Reihenfolge gilt es zu beachten, nur wenn du ein <h2> verwendest, darfst du eine Unterüberschrift <h3> einführen. Ansonsten ist die Reihe nicht konsistent und die Suchmaschine vermutet einen Fehler.

Prüf den Einsatz deiner Unterüberschriften. Beginnt die Kette bei <h2> und endet mit <h6> ?

Formatierungen

Wichtige Passagen solltest du kenntlich machen. So erhält der Leser einen Anker und die Suchmaschine erkennt, welche Wörter im Text wichtiger sind als andere.

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Besonders gut geeignet für diese Auszeichnungen sind Fettschrift <strong></strong> und kursiver Text <em></em>. Ich habe absichtlich nicht <b> als Fettschrift und <i> zur kursiven Auszeichnung verwendet. Die letztgenannten Attribute erzeugen zwar in optischer Hinsicht das gleiche Ergebnis, werden aber von einer Maschine anders ausgewertet. Mit meiner Fettschrift im letzten Satzabschnitt gebe ich dir eine logische Markierung. Diese soll dir dabei helfen, den Text schneller zu verstehen! Das Attribut <b> kann verwendet werden, wenn ich beispielsweise alle Wörter am Anfang fett auszeichnen möchte, weil mir dies optisch gefällt.

SEOs, die also lediglich die Suchmaschinen manipulieren möchten, sollten ihr Hauptkeyword immer mit <b> markieren, denn dann verändern sie das logische Verständnis nicht.

Weitere logische Auszeichnungen sind beispielsweise:

  • Quellcode: <code>...</code>
  • Beispiele: <samp>...</samp>
  • Quellenangabe: <cite>...</cite>
  • Definition: <dfn>...</dfn>
  • Abkürzung: <abbr>...</abbr>

Die einzelnen Tabellenköpfe habe ich mit <b> ausgezeichnet und diesen Text mit <em>.

Bilder

Ob Grafiken, Fotos oder Diagramme: Bilder sollten in der Horizontalen mindestens 350px breit sein.

Damit eine Maschine weiß, was auf dem Bild dargestellt wird, musst du das „alt-Attribut“ verwenden.

<img src="dein-Bild.jpg" alt="geschlossenes Buch mit Klebezetteln"/>

In einigen Browsern wird das title-Attribut zur Anzeige des Tooltips verwendet. Gib dieses am besten ebenfalls an.

Klebezettel in einem geschlossenem Buch
Klebezettel als Markierung eines Buches

<img src="buch-mit-klebezetteln.jpg" alt="geschlossenes Buch mit vielen Klebezetteln" title="Buch mit Markierungen" />

Mit weitere Attributen wie „longdesc“, „figcaption“ und „data“ kann experimentiert werden.

<a href="buch-mit-klebezetteln-groß.jpg"><img src="buch-mit-klebezetteln.jpg" alt="geschlossenes Buch mit vielen Klebezetteln" title="Buch mit Klebezetteln" /></a>

Zusätzlich ist es sinnvoll, wenn du das angezeigte Bild mit einer Großversion verlinkst.

In meiner nächsten Überarbeitung gehe ich auf weitere Textauszeichnungen genauer ein!

Weitere Informationen

Meine erste Anlaufstelle für Fragen zu HTML: selfhtml.org

So sieht eine Webseite für Google aus: Lynx Viewer

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