Spekulation: AdSense, Google Analytics & IP-Adressen

Grundsätzlich möchte ich nicht behaupten, eine Gemeinsamkeit bei den drei genannten Optionen (Google AdSense, Google Analytics, IP-Adressen) zu kennen. Was hier zu lesen ist, stellt ausdrücklich eine reine Spekulation dar. Nachgewiesen ist gar nichts. Dies sollte jeder verinnerlichen, bevor er sich dem Thema annimmt.

Zwei Dinge haben definitiv eine Gemeinsamkeit. Analytics + AdSense = Google-Service. Soweit der Fakt an dieser Geschichte. Frei von belegten Fakten gesehen, hat aber auch die IP-Adresse als dritter Faktor eine Gemeinsamkeit mit den anderen beiden Diensten. In der öffentlichen SEO-Szene lenkt man praxisnah gern die Aufmerksamkeit auf die IP-Adressen. Sagen im eigenen Umfeld nicht oft genug die Leute, man solle IP-Adressen aus unterschiedlichen Class-C nutzen, um ein eigenes Netzwerk mit Microsites etc. zu gestalten? Spekulativ gesagt, werden dabei stets zwei weitere Faktoren vergessen. Google Analytics und Google AdSense.

Verlinke nicht untereinander auf einer IP-Adresse, sonst erkennt Google dein Netzwerk. Erkennt Google ein Netzwerk, kann es zu Abstrafungen führen. Man könnte auch weiter darauf spekulieren, dass Google Links auf einer IP gar nicht wertet. Dies würde aber nicht der Realität entsprechen, denn der Normal-User interessiert sich nicht für IP-Adressen und wenn ein echter Empfehlungslink auf einem Webhosting-Server gesetzt wird, ist das einfach nur „natürlich“. Zudem sprechen die Erkenntnisse längst eine andere Sprache, denn auch auf einer IP-Adresse funktionieren Links – Spekulation!

Google entwertet nicht Links auf einer IP-Adresse. Viele machen nur den Fehler und haben im Netzwerk dummerweise AdSense und / oder Google Analytics im Einsatz. Für Google ist es daher viel einfacherer, nicht auf IP-Adressen zu achten, sondern vielmehr die Zusammenhänge in einem Netzwerk durch Google Analytics IDs und AdSense-Codes zu erkennen. Oder will jemand ernsthaft sagen, er empfiehlt doch nur die AdSense-Anzeigen für einen anderen Webmaster, weil der gute Inhalte liefert? Baut man den Analytics-Code anderer Leute bei sich ein, damit die nur sehen wie viele Besucher man hat? Natürlich, ist doch „natürlich“.

Google Analytics Liste

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Für Google ist es ein Heimspiel und ohne Weiteres machbar, die eigenen Dienste zu erkennen, zusammenzuführen und somit ein Netzwerk zu sprengen. Selbst außerhalb von Google kann jeder Webmaster heute solche Netzwerke erkennen, wenn die Leute wirklich Google Analytics oder AdSense im Netzwerk auf verschiedenen Websites einsetzen. Damit ist die Beachtung der IP-Adresse nicht der einzige Faktor im Bereich SEO, durch den Linknetzwerke direkt erkannt werden können.

AdSense Listen

Das jeder Webmaster sein Netzwerk auch durch die Teilnahme an Partnerprogrammen der großen Netzwerke transparent macht, ist dann nur noch der i-Punkt auf das SEO-Desaster.

Netzwerke durch Partnerprogramme erkennen

Die Auflistungen muss ich natürlich zensieren, um nicht Netzwerke öffentlich zu präsentieren. Wenn ich aber mit der SISTRIX Toolbox – genauer gesagt, mit den SEO-Tools – solche Auflistungen schon mit wenigen Klicks bekomme, dann dürfte doch klar sein, wie einfach man Google das Match gewinnt. Es bringt also rein gar nichts, ein Netzwerk aus 200 Microsites auf 200 IP-Adressen aufzubauen, wenn man es im gleichen Analytics-Account trackt, oder mit dem gleichen Google AdSense Account Werbung einbindet. Selbst das bewerben über einen identischen Google AdWords-Account kann zu Problemen führen, wenn die darin beworben Seiten untereinander verlinkt sind.

Bei der ganzen Spekulation muss immer die Grundvoraussetzung erfüllt sein: Die Projekte sind miteinander / untereinander verlinkt! Denn nur dann ergibt es ein Link-Netzwerk und darum geht es in der Spekulation. Ich gebe damit den Ball ab, wer setzt dagegen? Gern auch im eigenen Weblog spekulieren und mir hier Bescheid geben, dann ergänze ich die „Spekulanten“ hier im Beitrag mit entsprechenden Verweisen.

Mit-Spekulanten

  • David – Google Dienste, IP-Adressen: Linknetzwerke
  • SEO-Linknetzwerke – Qualität entscheidet!

Na dann, ich bin auf Eure Meinung zum Thema sehr gespannt!

Über Soeren 450 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

22 Kommentare

  1. Eisy, es gibt Dinge, die behält man für sich! Auch wenn man „nur“ die Schippe vor der Mine verkauft oder den Puff und den Saloon für die Digger besitzt… aber du bist auf dem rechten Weg (zumindest gedanklich) 😉

  2. Na Steven, ich bin doch immer auf dem rechten Weg 🙂 … Viele wollen es bei so einem Thema nur meist nicht wahr haben, das man offen darüber diskutiert / spekuliert. Wie du schon sagst, manche Dinge behält man für sich. Aber dieses Thema ist mehr in Richtung „Transparenz für SEO“ gerichtet und dürfte so manch Kunden interessieren. 😉

  3. Ich darf an dieser Stelle zugeben dass ich aus Prinzip für die meisten Projekte ein eigenständiges (Analytics)Konto verwende und dieses in seltenen Fällen mit einem zentralen Konto verknüpfe um dort alles auf einen Blick zu haben. Wobei dann natürlich, zumindest aus Googles Sicht, schon wieder eine Verbindung besteht.

    Wenn ich mich jetzt aber mit der gleichen IP-Adresse (und dem gleichen Browser…) in die verschiedenen Konten einlogge, dürfte Onkel Google den Braten auch schon wieder riechen…

  4. Eine Spekulation? Anhand von IDs und IPs kann Google Accounts zuordnen das steht für mich fest.

    Auch Partnerprogramme kann man so finden bzw. den Affiliate ausfindig machen. Einen kleinen Eindruck davon bekommt man ja schon, wenn man Xovi oder SeoQuake (http://adsspy.com) benutzt. Für mich standt schon immer fest, dass ich nicht alle meine Projekte in Google eintrage.

    Und ja ein Netzwerk bringt nichts, wenn man einen Google Account für diese nutzt. Zumindest nicht dauerhaft 😉

  5. Hi eisy, hab die Diskussion rund um IPs, Class-C-Netzen und Google-Tools in der letzten Zeit auch öfter schon mitbekommen und selber geführt. Worüber die meisten überhaupt nicht sprechen ist doch der Punkt das eine Website bzw. dann das Netzwerk aus den verschiedenen Websites einen Mehrwert für den User bringen sollte. Wenn ich eine super Seite mit spannenden Inhalten habe die dann auf eine andere verweist kann Google das doch nicht abstrafen nur weil sie die gleiche IP hat oder beide über Analytics bzw. Adsense in Verbindung gebracht werden. Wenn man das aus dieser Sicht sieht braucht man sich über Verschleierungstaktiken doch eigentlich keine Gedanken machen oder?

  6. Hi Marcel,

    bei dir kann ich Akismet nicht leiden – nur mal so als Nebeninformation.

    Das mit dem Mehrwert wollte ich nicht direkt in die Diskussion einbringen. Hätte ich vielleicht machen sollen? Wer weiß, aber ich vermute, diesen Faktor sollte jeder, der sich wirklich mit SEO befasst und diese Leistung auch ernsthaft durchführt, bereits im Hinterkopf haben. Wo echter Mehrwert für den Besucher ist, ist die IP, Analytics, AdSense etc. ganz egal. Das ist ein Punkt bei dem ich nicht mal mehr spekulieren müsste. 😉

    Danke das Du diesen Punkt einbringst. 🙂

    Mirco, für Dich steht das fest, für Kunden von SEO-Agenturen und freien SEOs steht das aber noch lange nicht immer fest. Was glaubst Du, wie stark Kunden darüber diskutieren. Da kommt man sich nicht selten vor wie auf einer Politik-Session. Das allein ist Grund genug um solch ein Thema anzuschneiden :-).

  7. @eisy Ja ich bin auch mal richtig gespannt, was die anderen dazu sagen werden. Grundsätzlich gilt aber, man kann seine Netzwerke nicht vor Google verstecken. Ich versuche deshalb so wenige wir möglich mit Google zu machen aber manchmal braucht man es eben doch.

    Außerdem Google stellt ja nicht umsonst seine Dienste bereit oder 😉

  8. Das Google auf diese Weise schnell Linknetzwerke – schon ziemlich Blackhat 😉 – erkennt, ist, denke ich, Fakt. Um ein Linknetzwerk vollkommen vor Google geheim zu halten ist schon etwas Arbeit Dabei sollte man darauf achten, ob es sich überhaupt lohnt 😉 – dies hängt stark von den Zielen ab. Und wenn man, wie hier bereits erwähnt – qualitativ hochwertigen Content anbieten und ein recht sauberes Linkbuilding betreibt muss man auch keine Angst vorm großen G haben.

    Wohin soll diese Diskussion hier eigentlich führen? Woran Google ein Linknetzwerk erkennen kann?

  9. Naja David, Spekulationen haben doch ihren Ursprung in Gerüchten und ihre Ziele in der Findung und Aufklärung von Tatsachen, oder? 😉 Damit wäre das Ziel der Diskussion gesteckt.

    1. Wie schütze ich meine Netzwerke wirklich effektiv vor Google, ohne dabei vollständig auf Google verzichten zu müssen?

    2. Wie erkennt Google Link-Netzwerke auch auf weiteren Wegen sehr schnell?

    Zwei Fragen, die der Diskussion sicher ihren Teil Wertigkeit beifügen.

  10. Das sollte keineswegs kritisch wirken, eher nachfragend 😉

    Die Sache ist nur: Diese Frage bzw. Diskussion ist schon ziemlich Blackhat, behaupte ich einfach mal. Ich glaube kaum, dass jemand hier seine kompletten Tipps & Tricks veröffentlichen wird bzw. „alle“ Punkte nennen wird, worauf man achten sollte. Wobei: Du könntest damit ja mal anfangen 🙂

    OT: Derartige Diskussionen wären in einem internen Forum besser aufgehoben 😉

  11. Das hat für mich nichts mit Blackhat zu tun sondern damit sich davor zu schützen, dass Google deine Netzwerke nicht zu schnelle erkennt. Klar Blackhats nutzen diese Technik häufig damit ihre Projekte nicht zu schnell auffliegen.

    Klar ist, man kann zwar alle Seiten und Blogs unter verschieden IPs laufen lassen. Hängt dahinter aber nur ein Google Account kann das Netzwerk sofort erkannt werden.

    Lösung: Verschiedene Accounts für Projekte.

    Nun könnte man sich natürlich fragen warum man überhaupt seine Link-Netzwerke versteckt 🙂 Für mich hat das weniger damit zu tun das ich etwas zu verbergen habe sondern eher das zu viele herum schnüffeln.

    ps. Ich bin sowie der Meinung, das es mehr bringt mehre starke gute Projekte aufzusetzten, statt eine ganze Armee von mittelmäßigen Projekten. Und ich glaube Google weiß so oder so wie deine Netzwerk aussieht.

  12. Hi, Eisy. Das Google AdSense und Google Analytics Problem war mir schon bekannt und ich habe „grob“ drauf geachtet! Was ich allerdings noch garnicht bedacht habe ist Adwords! Ich bin mir sicher das Google die Daten auch nutzt um Netzwerke zu sprengen.

  13. Ich schließe mich Micro in seinem Fazit an. Es ist sicherlich interessanter und veritabel wenn man offen starke Projekte betreibt, von denen die Datenkrake Google durchaus (weil eine Platzierung ist ja gewünscht) wissen darf.

    Denn wie schreibst du schon“Erkennt Google ein Netzwerk, kann es zu Abstrafungen führen“ ich denke es ist entscheidend, dass jeder seine Netzwerke mit Tools ausserhalb der Datenkrake untersucht, damit der Nutzen den Google bietet nicht zu einem Schaden wird.

    Eine Kosten-Nutzen Betrachtung ist bei dieser Diskussion unumgänglich.

  14. Danke für diesen sehr ausführlichen Artikel. Er zeigt einmal mehr wie gut Google wirklich im Bezug auf unnatürliche Links vorbereitet ist. Auch wenn man teilweise Seiten noch vorne sieht die wild verlinken, so dürften die Suchmaschinen immer härter gegen solche Seiten vorgehen. Es wird also immer wichtiger für natürliche Links zu sorgen.

  15. Also Ich spekuliere da mit dir Eisy, Ich hab mehre Seiten auf verschiedenen Ips und trotzdem werden sie nicht so gut gewertet. Ich glaub das Liegt wirklich an Analytics

  16. Toller Artikel, Eisy! Ich kann das nu bestätigen.
    Aber: denkt ihr nicht auch, das wenn SEOs ein Linknetzwerk aufdecken können, es noch viel leichter für Google ist?
    Die genannten Möglichkeiten wurden hier ja schon genannt. (Das finde ich gut, Eisy! Du solltest auch erwähnen, das Google auch Registrar ist, was ihnen sowieso erlaubt zu sehen, wem welche Domain gehört)
    Ich glaube das Google sicherlich noch bessere Möglichkeiten „Intern“ bietet um auf Netzwerke zu stoßen. Wenn Google dies nicht könnte, dann würden sie wohl die schlechtesten aller Suchmaschinenanbieter sein. Dafür braucht man nicht spekulieren, das liegt auf der Hand.
    Um es mal auf den Punkt zu bringen, Die Systrix Toolbox ist sicherlich das beste – aber nur außerhalb. Intern wird der duchschnittliche Google Mitarbeiter tools benutzen, von denen wir nur träumen können, denn davon lebt ihre Werbemaschinerie.
    Persönlich denke ich, das die Gründe für „Abstrafung einiger Seiten-Netwerke“ überhaupt nichts mit der Verlinkung untereinander zu tun hat. Solange Themenrelevant, kann Google nichts dagegen haben (Google Guidelines- not Google Law!).
    Das wird schlicht andere Gründe haben, die man leichter übersieht, weil wir alle fest glauben die Links (untereinander) sind dafür verantwortlich. Zwei Suchanfragen weiter kommt die Frage auf, wieso eingentlich das andere noch viel größere Netwerk nicht abgestraft wurde. Solche Patzigkeiten kommen bei Google sonst nicht so oft vor, oder? Hat jemand schon mal andere Möglichkeiten untersucht?
    ( Wieso kann man sowas eigentlich nicht bei Google selbst nachfragen? Ich würde auch ungern in ein Land ziehen, dessen Gesetze man mir nicht verraten will… )

  17. … geschweige denn meinen Unterhalt „gerne“ an nicht vorhandene luschige „Richtlinien“ knüpfen… auch wenn ich real von Google lebe…

  18. Danke für den aufschlussreichen Artikel.
    Ich hatte bisher noch keine Probleme mit Links von der gleichen IP, aber vielleicht liegts auch daran, dass ich Google Analytics nicht nehme, sonder mich für piwik entschieden habe.
    Da hab ich vielleicht Glück gehabt 🙂
    Viele Grüße

  19. Also wir haben bewusst auf Analytics verzichtet, da es und nicht viel bringt und man bei allen anderen nicht gerade gut bewertet wird wenn man es nutzt. So wurde es mir zumindestens erklärt.

  20. ich bin eher der vorsichtige SEO.

    Niemals würde ich alle meine Seiten /Sateliten mit Adsense codes vollstopfen. Dafür bin ich zu paranoid. Ich gehe davon aus, dass deine Spekulation stimmt oder mindestens später stimmen wird.

    Interessant sind auch die Systemspammer, welche MFA Seiten in den Index Prügeln. Warum kommen die mit dem Adsens Code überhaupt rein. Dies wiederspricht der These wiederum. Denn Google will keine Schrottseiten im Index haben. Spammer schaffen jedoch mit Systemen teilweise hunderte von Seiten in den Index und verbrennen diese nach einer sehr kurzen Zeit durch black hat Techniken. Dies würde doch dann dadurch ausgeschlossen werden?!

    Oder nicht?

    Gruß Felix

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