SPAM gegen Spiegel Online / Christoph Titz Recherche

Etablierte Medien sollten auf eine Basis an professionellen Journalisten Zugriff haben, die sämtliche Emotionen abschalten und anschalten, wenn der passende Zeitpunkt dafür kommt. Niemand sollte vorschnell verurteilt werden und die erlernten Fähigkeiten die für eine ordentliche Recherche bei Artikeln notwendig sind, sollte der Schreiber stets beherrschen. Dazu gehört es auch, eine Satire von der ernstgemeinten Wahrheit zu unterscheiden. Wer verkauft schon in der Tat Tipps für Arschbomben beim Turmspringen zum Blocktarif von 129,- Euro pro Anruf über eine 0900er Service-Nummer. Ist es aber gar keine Satire sondern doch die Wahrheit, so steht Spiegel Online, in Person Christoph Titz, natürlich im Recht.

Nicht schön sind Hetz-Kampagnen gegen Medien oder Personen betroffener Medien. Christoph Titz darf seit Stunden mit einer Hetz-Kampagne leben, die als SPAM durch Weblogs und Foren getrieben wird. Mit einem Tool wie es jede billige Viagra-Seite nutzt, werden vorgefertigte Kommentare und Blogbeiträge direkt verschickt. Nutzt man Google und sucht beispielsweise nach „Der Spiegel kann kein ordentliches Nachrichtenmagazin mehr sein auf das Verlass ist“, bekommt man die Welle vom SPAM zu sehen.

Eigentlich lösche ich den SPAM im WordPress immer ohne zu schauen, aber als keine schlechte Sexgeschichte, sondern ein lesbarer Text gesichtet wurde, musste ich einfach mal lesen. Ich möchte Euch den Text nicht vorenthalten – sicher haben ihn einige von Euch ebenfalls bekommen – und deshalb hier ein Bild.

Auf Los gehts los

Jetzt nehmt erst einen Schluck Kaffee, dann direkt zur scheinbaren Unwahrheit bei der man für Tipps zum Turmspringen 129,- Euro am Telefon liegen lassen kann.

Fertig ist, wenn ich fertig sage

Der Beschützer kann natürlich nicht die Worte im Hals hängen lassen und muss dem Zitat die Satire aufsetzen.

Hörst du nicht, oder bist du taub

Wie, Platz 1 und er freut sich nicht? Mal ehrlich, mit dem eigenen Namen sollte man aber wirklich auch allein auf Platz 1 kommen. Wer das nicht schafft und durch Medien einen Schaden an seiner Reputation beklagen muss, dem empfehle ich den Gang zu Malte Landwehr um seine Dienste des Reputationsmanagements in Anspruch zu nehmen. Nicht schön ist zudem die Schleichwerbung für eine Website zum Thema Kunstspringen. Aber weiter geht’s!

Du haben fertig, ich sagen fertig, jetzt

Christoph Titz, der böse Spiegel Online Journalist. Was er sich wohl dabei gedacht hat. Ich frage mich aber vielmehr was sich der Spammer dabei dachte, als er den ätzenden Artikel in tausenden Blogs und Foren verteilte. Spiegel Online wurde übrigens mit dem Namen Christoph Titz in den Kommentaren verlinkt. Nette Möglichkeit um neue Backlinks zu generieren, auch wenn Spiegel Online diese wohl nicht braucht.

Trotz all diesem Durcheinander würde mich jetzt die Meinung von Christoph Titz interessieren. Eventuell ist ja doch alles der Wahrheit entsprechend und Christop Titz vom Spiegel Online ist vielleicht doch ein ungeschickter, nicht zur Recherche fähiger Journalist? Abwarten!