SEOmoz: On-Page Keyword Optimization & Kannibalen

Bietet sich ja an. Ich möchte in den kommenden Tagen den SEOmoz Marathon starten. Sprich, eine komplette Vorstellung im gewohnten Umfang meiner Testberichte, nur rund um die SEOmoz Tools. Da diese aber sehr, sehr vielseitig sind, wird es praktisch ein Marathon an SEOmoz Tests. Kürzlich erschien das neue Feature „On-Page Keyword Optimization“, über das sich jeder im SEOmoz PRO Account beliebige „On-Page Report Cards“ erstellen kann. Das Feature ist aus der Sicht klasse, dass es unabhängig von der Sprache der Website ist und das es Faktoren abgleicht, die eine beliebige URL / Domain erfüllen sollte um beim gewünschten Keyword eine besser Onsite Optimierung zu haben. Okay, also noch mal langsam!

On-Page Report Card

Das neue Feature ermöglicht die Überprüfung einiger wichtiger Faktoren der Onsite-Optimierung. Dabei gibt man einfach die gewünschte URL ein – egal ob Domain oder beliebige Unterseite, Subdomain etc. – und dazu noch das zu optimierende Keyword.

Ähnlich wie man es aus anderen Free-Tools (sehr schwammiger Vergleich), aber auch aus der Searchmetrics Suite kennt, gibt der Report nun an, wo gewisse Kriterien erfüllt werden und wo man nachbessern muss. Zudem wird eine Einschätzung getroffen wie schwerwiegend die Nachbesserung ausfällt. Sprich, ob es eine Kleinigkeit und leichte Sache ist, oder ob man etwas mehr Energie in die Behebung des Problems stecken muss.

Zu Beginn gibt es A, B oder C als Note, die vom %-Wert des Ergebnisses abhängig sind. Ein A bekommst du für deine URL bei 90 bis 100 Prozent sauberer Onsite Optimierung. Die C-Note entsprechend bei 70 bis 80 Prozent und B dazwischen. Unter 70 Prozent zu fallen ist zwar fast schon Kunst, aber soll ja alles geben.

Außerdem gibt es gleich den Überblick darüber, wie gut mein Keyword an wichtigen Positionen verteilt ist. Ich möchte ja auf „SEO Tools“ in meinem Beispiel optimieren. Wie folgt verteilt es sich.

Leider habe ich bislang nicht darauf geachtet, wenigstens einmal das Keyword in „strong“ oder ähnliches zu setzen (bereits nachgeholt ;-)). Das wird mir auch im detaillierten Report noch auf die Nase gebunden.

Ich möchte nicht die kompletten Report-Ergebnisse jetzt als Screenshot veröffentlichen – wäre ein bisschen groß das Bild. Daher nur die Bereiche, die Mängel aufweisen. Einen Mangel habe ich im Bereich der moderaten Faktoren, die man verkraften kann, aber ruhig verbessern sollte.

Mir fehlt auf der Unterseite ein Bild mit dem passenden Alt-Attribut „SEO Tools“. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, wieso dieser Punkt bemängelt wird, wenn man vielleicht gar kein Bild einbinden möchte. Ich möchte hier aber den Punkt „Spam + Content-Farm“ ins Spiel bringen. Content-Farmen sind oft dafür bekannt, keine Bilder etc. aber dafür viel Text zu haben. Nicht das Google nun eisy.eu als Content-Farm einstufen würde, nein, aber so ein Tool weiß ja nicht automatisch den Rest der Domaininhalte einzuschätzen und somit muss es auf relativ allgemeine Faktoren ausgerichtet werden. Hier nun ganz im Sinne von Google ein Bild einzubinden und es mit dem Attribut zu versehen, ist bestimmt nicht negativ. 😉

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Weiter geht es mit den leichteren Faktoren. Hier habe ich zwei Kriterien die ich nicht erfüllt habe, aber sehr einfach erfüllen kann.

Besonders hervorgehoben habe ich den Punkt des „Kannibalismus“, den meine Keywords untereinander betreiben. Es sind natürlich nur schwache Faktoren und sicher haben die Jungs rund um SEOmoz deutlich mehr Ahnung als ich, doch ich würde Keyword-Kannibalismus sogar eine Stufe höher werten. In dem Bereich verschenken doch sehr viele Leute wertvolle Rankings, nur weil sie bei der Onsite-Optimierung etwas zu „locker“ strukturieren.

Was sind Keyword-Kannibalen?

Ganz einfach. Optimiere ich eine Unterseite oder auch die Startseite auf den Begriff „SEO Tools“ (fiktiv), sollte ich es vermeiden, dieser Seite einen „Kannibalen“ gegenüber zu stellen. Dies passiert dann, wenn ich mit dem identischen Keyword – egal ob Single oder Kombi + Zusatz – eine weitere Seite von dieser zu optimierenden Seite aus verlinke. Denn damit „frisst“ mir die andere Unterseite wichtige Kraft von der Seite auf, die ich eigentlich optimieren möchte.

Der Screenshot zeigt, dass ich von meiner /seo-tools-vergleichen/ noch auf die /seo-tools/ verlinke, die zugleich den Titel „SEO Tools + Beratung“ hat. Damit ist die „SEO Tools + Beratung“ mein Kannibale und meine Vergleichsseite ist das gefressene Opfer. 😉

Jetzt sollte auch der letzte Leser wissen was „Keyword Kannibalen“ sind und wie entsprechend dagegen vorzugehen ist. Es ist übrigens keine Straftat. 🙂

Der letzte Fehler meinerseits liegt in den optionalen Faktoren wie die Description u.a. auch mit einberechnet wird. Denn ja, sie ist nur ein optionaler Faktor im Ranking, aber ein aktiver, wichtiger Faktor in Sachen Blickfang und somit gut für die Klickraten zu optimieren. 😉 Gut, darum geht es aber nicht. Mein letzter Fehler liegt in den diesen Ergebnissen.

Meta-Keywords sind wirklich nicht meine Stärke, denn ich lasse die nur nebenher über wpSEO laufen und optimiere längst nicht jede Unterseite auf meine Keywords. Warum auch, die Bedeutung dieser, ist längst bemerkenswert gesunken und wird heute – wie man ja sieht – nur noch als optional bewertbar eingestuft. Natürlich kann man diesen Punkt gegenüber Kunden anbringen um einen 100% Report zu erhalten.

Fazit zum On-Page Report Card Feature

Es ist eine sehr gute Ergänzung zu all den anderen Free- und PRO-Features innerhalb von SEOmoz. Für eine fortlaufende Optimierung an Websites ist es ein gutes Report-Feature, welches meiner Meinung nach, besonders gut zu den Domain-Kampagnen (wird im Marathon enthalten sein) passt. Für mich ein echter Mehrwert. Denn es trägt auch im Kampf gegen die „Betriebsblindheit“ bei. 😉

Weiterführende Links

In den kommenden Tagen geht es dann mit dem SEOmoz Marathon los. Wie viele Beiträge das werden – ob 3, 4, 5 oder noch mehr, wird man sehen. Wer sich jetzt schon darüber beklagen mag, bitte, nur zu, einfach wegschauen. 😛

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Über Soeren 443 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

12 Kommentare

  1. Hallo Sören,

    Klasse Artikel! Was mich noch interessieren würde ist deine Einschätzung zu den SEOmoz PRO Tools und dem deutschsprachigen Raum. Ist deren DB wirklich so groß, um auch relevante Ergebnisse für DE,AT,CH liefern zu können oder ist das Tool doch eher auf UK und USA ausgerichtet.

    • Hallo Bernd,

      ich kann von SEOmoz beim Einsatz auf den deutschsprachigen Märkten (DACH) nichts Negatives feststellen. Da ich die SEOmoz Tools wie jedes andere Tool das ich verwende, ebenfalls nur als ergänzendes Angebot in einer Reihe anderer Angebote einsetze, stört es mich auch nicht, wenn vielleicht doch irgendwo ein kleines Tool mit drin ist, mit dem ich bei deutschsprachigen Aktivitäten nichts anfangen kann. Alles wichtige bei SEOmoz ist meiner Meinung nach sehr wohl und gut, für die Märkte hier geeignet. 🙂

  2. Hallo Eisy,
    sehr guter Artikel, aber mit dem Kannibale geht mir nicht aus dem Kopf.
    Wie ist das genau gemeint: Beispiel: Hauptkey: Ball Link auf Blauer Ball / grüner Ball / roter Ball. So ist es doch richtig. Da kommt doch auch ball als gegenkey vor….
    Eisy heute verstehe ich nicht mehr…

  3. @Hansi stell Dir einfach vor Du hast 2 Seiten innerhalb eines Projekts, die sich unvermeidbarer Weise sehr ähneln… statt für google ganz klar zu sagen Seite A soll für Keyword A ranken, stellst Du google vor die schwierige Entscheidung ob Seite A oder Seite B für Keyword A ranken soll! ganz vereinfacht ausgedrückt! Dabei sind aber auch die OffPage-Maßnahmen zu berücksichtigen, also nachdem Du OnPage den „Cannibalism“ entdeckt und entfernt hast, solltest Du noch schaun, ob die beiden (oder mehrere) betroffene Seiten gleiche eingehende Keywordlinks haben und dort falls noch möglich auch nachbessern ! Sei es durch Änderung bestehender Anchortexte (nicht wirklich empfehlenswert und meist auch nicht realisierbar), oder durch gezielten neuen Linkaufbau (deeplinks…) für die betroffenen Seiten, um den Keyword-Anteil zu verändern. Die interne Verlinkung ebenfalls auf Anchortext-Verwendung prüfen!

    Gerade bei alten gut eingeführten und rankenden Webseiten ist Kannibalismus oft ein Problem. Meist rankt die Startseite für viele gute Keys ganz OK, kommt aber nie wirklich aus dem Quark auf Grund dieser (gewachsenen) Problematik. Umstellungen sind immer gefährlich und vor allem die Anchortextproblematik der BL bzw. das alte Linkbild lässt sich nicht so leicht fixen……

    • Danke activetraffic….. eisy hat es gut beschrieben, aber das schnelle lesen und auch alles aufnehmen ist die andere Seite. Aber du es es halt nochmal für mich super beschrieben. manchmal muss man halt die kleinen dummen auf die Sprünge helfen.

  4. @eisy
    Sehr schöner Artikel, hast die richtigen Punkte angesprochen. Ich freue mich auf die weiteren Reports 🙂

    @active
    Danke, mir ging‘ auch erst nicht rein. Jetzt habe auch ich es kapiert. Ich schieb das jetzt einfach mal auf die Grippe und meinen matschigen Kopf 😉

  5. Keyword-Kannibalismus muss doch imo nicht per se „schlecht sein“. Klar sollte man seine Efforts in die „Hauptunterseite“ stecken, aber mit einer zweiten Unterseite (eingerückt) zum gewünschten Key zu ranken ist doch ne schicke Sache. 😉 Aber wie gesagt, richtig ist schon, dass man die stärksten Links auf die eigentliche „Hauptunterseite“ setzt und wenn die zweite noch mitrankt ist es doch ganz nett 🙂

    • So lange es aber keine deutlich stärkere Seite gibt, ist es ein ernstes Problem. Denn dann wechseln die Seiten ggf. immer wieder durch, kommen aber nie zu einer recht klaren Position im Ranking um relevante Keywords. Im Long Tail mag das alles noch recht gut laufen. Short ist es aber eine Problematik, die ähnlich dem Thema „Wie viele Keywords soll ich für die Startseite optimieren“ kaum auf einen erfolgreichen Pfad zu führen ist. Daher ist es ratsam auf diesen Kannibalismus einfach zu verzichten, wo immer man dies kann. 🙂

      Ansonsten hast du vollkommen Recht. Es ist schön, eingerückte Ergebnisse etc. zu haben. 😉

      • Genauso meinte ich es ja auch Sören, klar muss es eine deutlich stärkere Hauptkeyseite geben, in die ich quasi alle Anstrengungen setze und optimiere. Wenn dann aber darüber hinaus noch ne zweite Unterseite mit vllt. ner erweiterten Keyword-Kombi eingerückt rankt, die ich von der Hauptkeyseite angelinkt habe und halt doch abgegrenzt ist, ideal 🙂

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