SEOlytics Testbericht Teil 2 – SEM

Die härteste Nuss, und damit das SEO-Controlling, hebe ich mir für später auf. Heute, jetzt und hier, dreht sich alles um das SEM-Tool aus der SEOlytics 7.4 ECO Version. Damit setze ich den Testbericht fort, der gestern mit dem SEOlytics Testbericht Teil 1 begonnen hat. Teil 1 bestand mehrheitlich aus Basic-Funktionen die man von solcher Software erwartet. Heute, im zweiten Teil, kümmere ich mich um die Funktionen im Bereich Suchmaschinenmarketing (SEM) mit AdWords.

Als Referenz für diesen Testbericht, benutze ich die Domain ebay.de inklusive aller Subdomains die im Test so vorkommen werden. Dadurch schade ich keinem kleineren Unternehmen und eBay kann das verkraften. Zudem sind es keinerlei Informationen, die nicht auch jeder andere einsehen könnte. In diesem Sinne, geht’s jetzt mal los, mit dem Testbericht Teil 2 zu den SEOlytics-Funktionen.

Teil 2 – SEOlytics Test

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In diesem Teil dreht sich alles um SEM – Werben mit Google AdWords! Welche Punkte aus SEOlytics Eco heute behandelt werden, seht ihr in der kleinen Grafik linksseitig. Genutzt wird wie gesagt heute, nur ebay.de um nicht die Kampagnen von anderen Firmen aufzudecken. Anfangen werde ich aber heute nicht beim ersten Punkt der Funktionen, sondern beim 2. Punkt. Der Grund ist ganz einfach: Wenn ich mir über die SEM-Aktivitäten einer Firma einen Überblick verschaffen will, dann interessiert mich erst der Gesamtüberblick und danach die Details. Also will ich erst sehen ob neben der Hauptdomain, auch Sub-Domains aktiv sind. Wenn Ja, dann wie viele etc. Legen wir los.

Angezeigte URLs (Display-URLs)

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Der logische Schritt, zunächst die gewünschte Domain angeben zu müssen, gehört dazu. Warum man den Punkt als „angezeigte URLs“ bezeichnet und nicht als „Display URLs“ wie man es überall liest und gewohnt ist, bleibt mir aktuell noch ein Rätsel. Ich habe wie ihr seht, ebay.de als Domain genannt und will jetzt herausfinden, auf welche Domains / Subdomains sich „ebay.de“ als Display-URL verteilt. Das ganze kann auf Wunsch wieder nach Kalenderwochen ausgewertet werden.

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Die Torte zeigt mir auf den ersten Blick, es gibt populäre Subdomains und Unterseiten, die gern mit der Display-URL ebay.de beworben werden. Welche dies sind und wie viele Keywords für diese Ziele gebucht sind, steht direkt daneben. Ein Blick auf die Torte ist aber sehr kurz, denn Details stehen unter dem Bild wie folgt.

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Jetzt kommt raus, welche URLs die meisten gebuchten Keywords haben. Eine stolze Summe, über 200.000 Keywords für die Startseite zu buchen. Da dies aber nur gut 36 Prozent aller Keywords sind, kann man erahnen, wie viele Ziele noch ebay.de als Display URL haben. Der Testbericht zeigt uns nebenbei auch direkt, wie aktiv eBay bereits die neuen Kleinanzeigen – ehemals Kijiji bewirbt.

Beim durchschnittlichen AdWords-Kunden würde diese Tabelle wesentlich kleiner ausfallen. Unter der Tabelle könnte ich jetzt – wenn ich wollte – weitere 4411 Seiten durchblättern. Ich würde aber bereits nach der zweiten, spätestens jedoch nach der dritten Seiten aufgeben. Leider beginnt SEOlytics nämlich mit jedem Seitenwechsel erneut den Ladevorgang. Das kostet im Fall von einer solch großen Seite ziemlich Zeit und ermöglicht kein schnelles durchblättern der Ergebnisse. Aber, luftholen, wir sprechen hier von ebay.de mit weit über 200k Treffern und die Ladezeit liegt bei knapp 5 bis 10 Sekunden pro Seitenwechsel. Bei kleinen Websites und nur 1000 Keywords etc. erfolgt ein sofortiger Seitenwechsel ohne spürbare Ladezeit.

Keywords

Klicken wir bei dem letzten Ergebniss der ersten Seite mal auf die Anzahl der Keywords. Landen tun wir bei einer übersichtlichen Tabelle mit allen Keywords, die für die Unterseite der PC-Spiele bei den eBay-Kleinanzeigen gebucht wurden. Gleichzeitig springen wir auch bei den Funktionen – die in der Navigation von SEOlytics stehen – zum Bereich „Keywords“. Das ist die von mir angesprochene, verdrehte Sortierung der Menüführung. Jetzt sind wir also da, wo wir eigentlich als erstes einsteigen würden.

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Ja, die Lupe ist wieder da! Okay, wir sehen jetzt also alle Keywords die für die Unterseite PC-Spiele gebucht wurden. Dazu kommen die Informationen über die durchschnittliche Anzeigenposition auf der die AdWords-Werbung sich befindet. Außerdem wird gezeigt, ob man in der Sidebar, oder der Top-Bar (On-Top / Side) seine Anzeige findet.

Negativ stechen mir die beiden Spalten CPC und Suchvolumen ins Auge. Die Idee, diese Werte an dieser Stelle einzublenden ist top. Die Umsetzung scheitert aber daran, dass man nie einen CPC und nie das Suchvolumen sehen kann. Der CPC ist immer leer, das Suchvolumen hat immer einen Nullstand. Ich habe auch absichtlich im Test noch Seiten gesucht die bei „SEO“ oder bei „Auto“ Anzeigen schalten. Suchvolumen und CPC? Fehlanzeige.

Bei der Analyse von Keywords muss man also derzeit Abstriche in Kauf nehmen. Ich verbuche solche Fehler immer unter „Betriebsblindheit“ und vermutlich wird dies hier, auf eben dieser Blindheit basieren. Fehler abstellen und die Sache rockt.

Alle Werte lassen sich kinderleicht als CSV oder im Excel-Format exportieren. Jetzt kommt aber mein Lieblings-Icon… die Lupe! Ein Klick auf die Lupe zeigt…

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… die Anzeigen zum gebuchten Keyword. Die eigene Anzeige und auch die Anzeigen der Konkurrenten sind jetzt sichtbar. Dabei wird nicht nur die Anzeige als Vorschau gezeigt wie man sie in Google sieht, sondern auch die tatsächliche Target-URL (die URL hinter der Display-URL (Beispielsweise Affiliate-Links)) ist sichtbar.

Damit ist der Bereich Keywords abgeschlossen. Leider fehlte mir bisher eine Schätzung, wie weit man das Gebot (CPC) erhöhen müsste, um die Anzeigenpositionen zu verbessern. Sowas würde ich persönlich als wünschenswert ansehen, wenn mich eine professionelle SEM-Analyse ansprechen soll. Schauen wir weiter und damit direkt auf die Ziel-URLs.

Ziel-URLs (Target-URLs)

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Die Ziel-URLs geben Auskunft darüber, welche Adressen sich hinter den Display-URLs der Anzeigen tatsächlich befinden. Wir alle kennen es aus dem Affiliate-Marketing. Die Merchants geben die Erlaubnis raus, man darf SEM betreiben, aber den Namen des Merchant nicht als Display-URL oder im Titel der Anzeige benutzen. Andere Merchants erlauben die Display-URL und dann, dann kann man bei AdWords-Anzeigen als Display-URL die URL vom Merchant angeben, im Hintergrund leitet aber alles über die Tracking-URL (Target-URL) den Besucher um.

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Hinter den meisten eBay-Anzeigen befindet sich also laut der Torte und laut der Tabelle, die Target-URL mediaplex.com. Klicke ich auf die Anzahl der Keywords, lande ich auch wieder bei eben diesen.

Als Merchant kann man, wenn man Affiliates hat, mit dieser Funktion also sehr schnell und unkompliziert herausfinden, wie hoch die Aktivitäten der Affiliates im Bereich SEM sind. Natürlich immer nur dann, wenn die Display-URL erlaubt ist und eingesetzt wird. Auf der anderen Seite kann man aber auch herausfinden, ob Affiliates ohne Erlaubnis trotzdem die Display-URL von einen selbst benutzen. Im Bereich Affiliate-Marketing ist das SEM-Tool von SEOlytics also bisher auch eine lohnenswerte Sache. Kommen wir zum letzten Teil.

Wettbewerbsanalyse

Für die Wettbewerbsanalyse musste ich wegen der extrem hohen Berechnungszeit vom Beispiel ebay.de abbrechen. Ich wechselte daher auf suchmaschinenoptimierung.de als neues Beispiel. Da müssen die Jungs von SEOlytics jetzt durch. 🙂

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Man sieht in der Tabelle alle Wettbewerber aufgelistet, bei denen es Übereinstimmungen bei den gebuchten Keywords in den AdWords-Kampagnen gibt. Suchmaschinenoptimierung.de hat natürlich 100% Übereinstimmung zu sich selbst. Man sieht aber auch, dass 92,86 Prozent der gebuchten Keywords mit den Keywords übereinstimmen, die auch Google.de gebucht hat. Die Namen der weiteren Wettbewerber habe ich an dieser Stelle entfernt, da ich niemanden ärgern möchte.

Keywords vergleichen

Ein Klick auf die Lupe bringt mich direkt zu den Keywords wo wir oben schon waren. Aber mit dem Unterschied, dass ich jetzt nicht alle gebuchten Keywords der Domain sehe, sondern nur die, die mit der von mir ausgewählten Vergleichs-Domain übereinstimmen. Man muss dazu nicht erst eine Wettbewerbsanalyse durchführen. Man kann auch direkt auf den Menüpunkt „Keywords“ gehen und dort auf „Domains vergleichen“ klicken. Schon erscheint ein weiteres Eingabefeld für eine zweite Domain.

1.261 Wörter und gut 2 Stunden später, möchte ich mir ein kleines Fazit zum SEM-Bereich von SEOlytics erlauben. Da ich nicht weiß ob größere Versionen als die Eco-Version, noch weitere Funktionen zu SEM beinhalten, kann ich nur über das urteilen was ich heute gesehen habe.

Fazit

SEOlytics Eco macht auf mich im Teil 2 vom Testbericht, einen von der Usability sehr angenehmen Eindruck. Bei den Funktionen mangelte es ein bisschen, aber insgesamt darf man zufrieden sein und am Ende ist dies auch nur meine Meinung. Die Funktionen die bereits funktionieren, sind gut, da will ich nicht meckern. Aber es scheiterte ja heute leider bei der Anzeige vom Suchvolumen und dem CPC. Solche Tabellenspalten sollte man eventuell ausblenden, bis sie funktionieren. Oder ich habe nur einen schlechten Tag erwischt. Sicher werde ich dazu aber noch Feedback bekommen. Immerhin funktionierte ja das Suchvolumen in allen SEO-Bereichen bisher. Daher kann es nur ein kleiner Fehler sein, dass es in den SEM-Bereichen plötzlich nicht geht.

In der Wettbewerbsanalyse hätte ich gern eine weitere Spalte in der Tabelle gehabt, damit ich in mehreren Ergebnissen einen Haken setzen kann, um drei oder auch vier Konkurrenten zu vergleichen. Es fehlt mir leider auch die schnelle Information nach dem Motto: „Hinweis: Wettbewerber XY rankt mit den folgenden Top-Keywords (laut SVR) vor Ihren Anzeigen.“

Am Ende wird abgerechnet, daher ist auch mit Teil 2 noch kein Gesamtfazit erlaubt. Erst wenn das SEO-Controlling in den kommenden Tagen online ist, erlaube ich mir am Freitag, mein Fazit zu komplettieren. Das Controlling werde ich vermutlich in 2 Berichte aufteilen müssen, weil es der komplexe, und eigentlich auch wichtigste Teil, im ganzen SEOlytics ist. Der SEM-Bereich ist für mich wirklich nur eine gute Ergänzung.

Eure Meinungen, eventuelle Erfahrungen etc. sind natürlich in den Kommentaren erlaubt / erwünscht. Wenn Fragen zu diesem Testbericht Teil 2 bestehen, fragt bitte, ich schaue gern auch nachträglich noch mal genauer hin. Wer Teil 1 noch nicht kennt, sollte den Testbericht von gestern lesen.

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

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