Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Onlineshops steht im Fokus meiner Leistungen und entspricht dem, was mir im Tagesgeschäft begegnet. Im Bereich SEO fürs Shops bin ich Zuhause, fühle mich wohl und freue ich mich, stets mit neuen Herausforderungen und neuen Branchen konfrontiert zu werden. Hier gebe ich einen kleinen Ratgeber zum Thema Shop SEO und bin gerne auch als Dienstleister behilflich, wenn Bedarf besteht.

Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops - ein praktischer Ratgeber als erster Leitfaden
Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops – ein praktischer Ratgeber als erster Leitfaden

Der Ratgeber „SEO für Onlineshops“ richtet sich an Betreiber bestehender Shops. Der komplette Bereich der Planung und Erstellung des Shops, fehlt in diesem Ratgeber. Hier geht es darum bestehende Onlineshops zu optimieren. Mehr Besucher, mehr Transaktionen und am Ende mehr EBIT zu erreichen.

Bestehende Rankings optimieren

Bestehende Inhalte sorgen in Google bereits für Rankings. Anstatt unbedingt neue Suchbegriffe zu suchen, gilt es bestehende Rankings für den Shop zu optimieren. Die Keyword-Recherche ist ein fortlaufender Prozess der dank Google Search Console auch kostenfrei als Workflow abgebildet werden kann.

Keyword-Recherche

Für mich sind sogenannte „Schwellenkeywords“ ein guter Weg um mit einfachen Mitteln mehr Traffic im Shop zu generieren. Das sind Begriffe die auf der Schwelle zur ersten Seite stehen und somit auf Position 11 bis 15 in Google ranken. Erweitert betrachtet können es auch alle Begriffe auf Seite 2 sein.

Herauszufinden sind diese Begriffe in der Google Search Console über die Funktion „Leistung“. Hierzu muss in der Übersicht der Punkt „Durchschnittliche Position“ aktiviert werden, damit die Daten dann im Chart sowie auch in der darunterliegenden Tabelle angezeigt werden.

Durchschnittliche Position in der Search Console
Durchschnittliche Position in der Search Console

Die Tabelle unten ist jetzt nach „Position“ sortiert und ich wähle einen Bereich, der mir Begriffe zeigt die auf Seite 2 weit vorne platziert sind. Am besten so nah wie möglich an die Schwelle zur ersten Seite. Als Beispiel habe ich hier u.a. einen Begriff der im Schnitt auf Position 11,1 angezeigt wird, bereits 29 Klicks in den vergangenen 28 Tagen (Standard-Einstellung) generierte und 1.836 Impressionen erzielt.

Schwellenkeywords in der Google Search Console recherchieren
Schwellenkeywords in der Google Search Console recherchieren

Ein Keyword welches auf Seite 2 bereits so viele Impressionen erzielt, hat ein noch höheres Suchvolumen und somit Potential für deutlich mehr Klicks als die 29 im Monat. Um dazu Gewissheit zu bekommen bedarf es nun entweder dem Google Keyword-Planner, oder einem anderen Werkzeug das Informationen zum Suchvolumen gibt. Ich nutze hier bevorzugt ahrefs.com.

Mehr Details zur Suchanfrage bzw. dem gesuchten Keyword
Mehr Details zur Suchanfrage bzw. dem gesuchten Keyword

Wir sehen, der Begriff mit dem ich auf Seite 2 bereits 29 Klicks erziele, hat eigentlich ein Suchvolumen von ca. 5.700 pro Monat. In Deutschland. Außerdem werden im Durchschnitt 1,4 Suchanfragen von einem Nutzer gestellt. Der Großteil (62%) der Anfragen mündet in Klicks auf organische Treffer, alle anderen klicken auf Google Ads. Weiter wird in den Charts unter den KPI noch der saisonale Verlauf gezeigt.

Alternativ zu ahrefs.com ist auch der KWFinder ein gutes Instrument um Suchanfragen zu analysieren. Hier wird das potentielle Suchvolumen noch höher angezeigt, aber dafür fehlen Prognosen zu den Klicks, Return-Raten etc.

Suchvolumen mit dem KWFinder analysieren
Suchvolumen mit dem KWFinder analysieren

Die Erkenntnis aus der kurzen Analyse ist auf jeden Fall eindeutig: hier lohnt es sich mit Suchmaschinenoptimierung nachzuhelfen und die Rankings von Seite 2 auf Seite 1 zu verschieben. Dazu muss nun das Dokument selbst betrachtet werden.

Dokument aufwerten

Um ein praktisches Beispiel zu nutzen, wechsle ich den Suchbegriff zu einen, den ich öffentlich nennen kann. Nehmen wir „E-MTB“ als Thema, also elektrisch unterstützte Mountainbikes. Der Trend zu diesen Produkten ist eindeutig positiv. Vom normalen E-Bike / Pedelec mal ganz zu schweigen, bewegen sich auch die MTB zunehmend mit Motorunterstützung. Google Trends zeigt, dass seit 2016 immer mehr Suchanfragen nach „emtb“ entstehen.

Die Zahlen im Chart (0 bis 100) bedeuten nicht das Suchvolumen, sondern geben nur das Minimum und Maximum der Skala an. Das Suchvolumen nach EMTB liegt in Deutschland derzeit bei ca. 3.600 Anfragen monatlich und 4.200 Klicks pro Monat.

Suchvolumen für den Begriff EMTB inkl. Klickdaten
Suchvolumen für den Begriff EMTB inkl. Klickdaten

Es sind deutlich mehr Klicks als Anfragen, da der Begriff ziemlich unspezifisch ist. Wir wissen zwar das der Nutzer Interesse an einem Elektro-Mountainbike hat, aber weder wissen wir zu welchem Hersteller er tendiert, noch ob es 25 km/h, 45 km/h oder eine offene R-Version sein soll. Auch wissen wir nicht welche Art von MTB (Gravity, Trail, Race etc.) es sein soll. Somit steht fest, die Optimierung für diesen Begriff kann nur auf einer Kategorie- oder Ratgeberseite zum Thema allgemein stattfinden.

Um in der Praxis zu bleiben, sehen wir uns ein Dokument auf Seite 2 in Google an. Zum Beispiel vom Hersteller und Onlineshop ROSE Bikes die dazugehörige E-MTB Unterseite (https://www.rosebikes.de/fahrräder/mtb/e-mtb).

Aktueller Stand beim Inhalt von ROSE Bikes zum Thema E-MTB
Aktueller Stand beim Inhalt von ROSE Bikes zum Thema E-MTB

Viel zu lesen gibt es bei ROSE derzeit nicht. 129 Worte geschriebener Inhalt, wenn man von den drei Überschriften (H1, H2, H3) mal absieht. Vorbildlich das an die Überschriften gedacht wird, aber Struktur sieht im Normalfall etwas anders aus. Inhaltlich hat die Seite sehr viel Potential und wenn es zum Begriff „E-MTB / EMTB“ in Google vorwärts gehen soll, bedarf es im Bereich Shop SEO auf jeden Fall redaktioneller Leistung.

Passende Fragen recherchieren

Fragen recherchieren und dann passende Antworten formulieren, ist ein probates Mittel um Dokumente wertvoll für Leser zu machen. Wer Fragen hat, sucht Antworten. Also ist es selbstverständlich sinnvoll, als Onlineshop hier Antworten zu liefern. Wenn die Antworten dann noch so formuliert sind das die eigenen Produkte damit schmackhaft gemacht werden, umso besser und wirtschaftlich interessanter.

Ich recherchiere Fragen mittels Termlabs.io, einem komplexen Werkzeug rund ums Thema redaktionelle Dokumenten-Optimierung. Wenn ich hier das Schlagwort „emtb“ eingebe, kann ich Fragen mit folgenden Attributen finden.

Fragen recherchieren mit Termlabs
Fragen recherchieren mit Termlabs

Der Vorteil an Termlabs in diesem Bereich gegenüber anderen Werkzeugen ist, hier gleich die dazugehörigen URLs zu finden auf denen die Fragen vorkommen. Dazu wird eine Auflistung ausgespielt, die nochmal mit div. Filtern zu verfeinern ist. Hier stehen alle Fragen und dazu die passende Webseite wo die Frage und ggf. auch Antworten zu finden sind. Die Antworten dienen nur zur Inspiration um dann das eigene Dokument mit eigenem Content aufzuwerten.

Fragen und Antworten rund ums Thema E-MTB
Fragen und Antworten rund ums Thema E-MTB

Für ROSE Bikes wäre es nun ein einfacher Schritt in der Suchmaschinenoptimierung, wenn sie auf der bestehenden Unterseite eine kleine FAQ rund ums E-MTB aufbauen. Dort Fragen wie „Wie finde ich die richtige Rahmengröße für mein E-MTB?“ auflisten und direkt unter der Frage die Antwort formulieren. Wenn bei solchen Fragen ggf. ein Rechner als Antwort zusätzlichen Mehrwert bringt, sollte auch dieser eingebunden werden.

Alternativ zu Termlabs.io, kann auch hier entweder der KWFinder für Recherchen genutzt werden, oder kostenlos die Plattform „answerthepublic.com“. Hier kann, genau wie bei Termlabs, auch einfach ein Keyword eingetragen werden und anschließend kommen Fragestellungen.

Fragen bei answerthepublic.com herausfinden
Fragen bei answerthepublic.com herausfinden

Selbstverständlich soll für eine gute Suchmaschinenoptimierung im Onlineshop jetzt nicht nur stumpf Text eingebaut werden. Zunächst sollte der redaktionelle Bereich auch im Layout der Seite optisch hervorgehoben werden, damit Nutzer ihn wahrnehmen und beachten. Gibt es Content, aber dieser weckt kein Nutzer-Interesse, wird dadurch auch nicht der optimale Zweck der Shop SEO ausgeschöpft, da positive Nutzersignale eine große Rolle spielen und diese dann fehlen.

E-MTB Rankings von ROSE Bikes sind immer nah an den TOP 10 in Google
E-MTB Rankings von ROSE Bikes sind immer nah an den TOP 10 in Google

Das Dokument rankt zum Suchbegriff „emtb“ auf jeden Fall schon seit vielen Monaten immer an der Schwelle zu den TOP 10. Wenn hier Content nachgelegt wird, dürfte der Schritt in die TOP 10 sehr wahrscheinlich sein. Entstehen dort positive Nutzersignale, wird sich ROSE mit dem Onlineshop mit Sicherheit vorne festsetzen können.

Interne Verlinkung für die Zielseite

Interne Verlinkung ist in der OnPage-Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops einer der größten Hebel. Viele Onlineshops verlinken ihre Seiten bis heute nur aus der Navigation in der Kopfzeile, Sidebar und dem Footer. Interne Links direkt im Fließtext sind in Shops eine Seltenheit. Gerade diese Links sind es aber, die zum einen die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen und zum anderen die Bedeutung eines Ziel-Dokuments aufwerten.

Sehen wir uns an, welche Dokumente beispielsweise interne Links zur Zielseite der E-MTBs haben sollten. Machen wir dazu eine klassische Site-Abfrage in Google und ergänzen sie um den gewünschten Begriff, den wir optimieren.

Site-Abfrage in Google inklusive der Suchphrase die optimiert wird
Site-Abfrage in Google inklusive der Suchphrase die optimiert wird

Durch diese Anfrage erhalten wir die Treffer in einer nach Relevanz sortierten Reihenfolge von Google. Die relevantesten Dokumente zum Thema sollten unbedingt auf die Zielseite verlinken. Und ganz oben sollte bei einer solchen Suchanfrage immer die Zielseite selbst stehen. Macht sie das nicht, hält Google ggf. ein anderes Dokument für passender und es sollte überdacht und analysiert werden, welche Prioritäten welches Dokument im Sales-Funnel und den Rankings hat.

Diese hier markierten Dokumente haben nach der Zielseite die derzeit größte Relevanz zum E-MTB. Auf diesen Seiten sollte Fließtext stehen, in dem dann der Begriff E-MTB verlinkt wird. Ganz einfach und klassisch, aber eben auch sehr wirksam. Zudem sind es Seiten die der Zielseite untergeordnet sind, was eine Verlinkung von der Tiefe der Seite in eine höhere Ebene gewährleistet. Das passiert zwar bereits durch die Breadcrumb, ist aber damit noch nicht in vollem Wert ausgeschöpft.

Relevante Dokumente zum Thema E-MTB bei ROSE Bikes

Ein weiteres interessantes Dokument ist dieses:

E-Bike Kategorie bei ROSE Bikes als Linkquelle verwenden
E-Bike Kategorie bei ROSE Bikes als Linkquelle verwenden

Hierbei handelt es sich um die Hauptkategorie für E-Bikes. Von der nicht vorhandenen Optimierung der Seite mal ganz abgesehen, sollte hier unbedingt aus dem bestehenden Text der auf der Seite, ein Link zur E-MTB-Unterseite gesetzt werden.

Zwischenfazit zur Aufwertung von Dokumenten

Mehr Inhalte schaffen, die Nutzerbedürfnisse befriedigen. Eine Option dazu ist die Beantwortung von Fragen und das gleichzeitige Heranführen an die eigenen Produkte und den Kaufprozess. Inhalte sollten aus Text-, Bild- und Videomaterial bestehen und technisch durch Überschriften, Aufzählungen etc. strukturiert sein. Interne Links sind der zusätzliche, wichtige Hebel um Dokumenten einen Aufschwung zu verpassen.

SEO in verschiedenen Shop-Bereichen

Produktseiten optimieren

Transaktionale Suchanfragen führen aus Google heraus i.d.R. direkt auf eine Produktseite. Damit das passiert, muss die Produktseite optimiert sein und überhaupt gute Rankings erzielen. Mit ein paar kleinen Handgriffen und Tipps ist die Optimierung der Produktebene kein großes Ding.

Im Grunde wiederholt sich auch auf Produktseiten das gleiche Schema wie auf anderen Seiten auch. Dein Onlineshop braucht exklusive, eigene Produktbilder in einer hohen Auflösung. Die Bilder präsentieren das Produkt in allen relevanten Varianten. Erklärungsbedürftige Produkte können mit einem Video noch ansprechender angepriesen werden.

Die Produktbeschreibung sollte unbedingt einzigartig sein. Durch Unique-Content hebst du deine Produktseite vom Wettbewerb ab und kommst in Google zu besseren Positionen. Die Beschreibung muss aber nicht der einzige Text auf der Produktseite sein. Du kannst hier auch Reviews als „user generated content“ integrieren. Käufer teilen ihre Erfahrungen mit dem Produkt mit und überzeugen dabei andere Besucher bei der Kaufentscheidung.

Noch exklusiver und besser wird es, wenn du die Produktseite mit einem Testbericht ausrüstest. ROSE Bikes, die hier als Praxisbeispiel herangezogen werden, könnten zum Beispiel bei den Fahrrädern immer eigenen ausführlichen Testbericht bringen. Sie würden damit Content produzieren mit den andere Onlineshops so schnell nicht mithalten können und heben sich deutlich ab. Der Käufer bekommt vom Produkt einen noch besseren Eindruck. Ein Testbericht sollte jedoch nicht im sofort sichtbaren Bereich erscheinen, da dieser Bereich den Conversion-Elementen vorbehalten sein sollte. Also Bilder, Kurzbeschreibung, Video, Preis, Versandzeit und Checkout / Warenkorb-Button.

Informationen wie Lieferzeit, Versandarten und Verfügbarkeit sind entscheidend für eine gute Conversion Rate und damit für die Nutzerzufriedenheit auf der Produktseite. Gute User Signals, ich sagte es schon ein paar Mal, sind positive Hebel in der Suchmaschinenoptimierung. Und zugleich helfen gute Nutzersignale und hohe Konversionsraten natürlich auch im Bereich Google Ads.

Zubehör und andere Upsell-Produkte auf Produktseiten anzupreisen ist gut. Sie sollten jedoch auch direkt von dieser Seite aus in den Warenkorb zu legen sein und nicht erst noch einen zusätzlichen Klick auf deren Seite erzwingen. Wenn Produkte im Warenkorb landen, muss dies für den Nutzer eindeutig ersichtlich sein. Das gibt Sicherheit beim Kaufprozess.

Zusammengefasst braucht es für eine gute Optimierung von Shop-Produktseiten im Grunde:

  • Eigenes Bildmaterial und ggf. Videos
  • Eigene Produktbeschreibungen
  • Klare Informationen zu Preis, Versand, Lieferzeit, Verfügbarkeit
  • Reviews von anderen Kunden
  • Upsell / Cross-Selling Features
  • Testbericht als deutliches Alleinstellungsmerkmal

Technische Suchmaschinenoptimierung bei Shops

Der technische Part der Suchmaschinenoptimierung ist extrem komplex. Ich beschränke mich hier auf SEO-Grundlagen, da dies für die Optimierung vieler Shops bereits ausreicht. Detail-Optimierung die dann teilweise bis zur Serverumgebung geht, würde den Rahmen eines solchen Artikels sprengen. Zunächst bleibe ich bei ROSE Bikes als Praxisbeispiel.

Canonical Tag korrekt verwenden

Der Canonical Tag ist im Grunde die Angabe einer kanonischen URL innerhalb einer Webseite und findet im Quellcode statt. Mit diesem Tag kann zu einem Thema die Original-Ressource bestimmt werden. Findet Google zu einem Thema mehrere Dokumente auf einer Domain, kann dies in den Rankings zur Kannibalisierung führen. Dadurch wechseln die URLs zur Suchanfrage permanent durch und es festigen sich selten gute Positionen.

Bei ROSE Bikes gibt es auch praktische Beispiele wie der Canonical Tag korrekt eingesetzt werden müsste, derzeit aber falsch / suboptimal ist. Deshalb behalte ich diesen Onlineshop als Beispiel bei.

Die E-MTB Unterseite / Kategorie existiert im Shop 2x, da sie einmal unter MTB eingegliedert werden und einmal unter den E-Bikes.

  • https://www.rosebikes.de/fahrräder/e-bike/mtb
  • https://www.rosebikes.de/fahrräder/mtb/e-mtb

Die zweite URL ist die, bei der Google derzeit die Relevanz zuspricht und sie aktiv nutzt. Die andere ist sozusagen ein Duplikat.

Schauen wir bei der ersten URL in den Quellcode, sehen wir als Canonical-Tag die identische URL wie das Dokument selbst hat. Es verweist also mit einer kanonischen URL auf sich selbst und sagt, es sei die Ressource zum Thema.

Canonical Tag bei der Seite die eigentlich die Kopie ist
Canonical Tag bei der Seite die eigentlich die Kopie ist

Sinnvoller wäre es, wenn in diesem Beispiel die URL genutzt würde, bei der das E-MTB dem MTB untergeordnet ist. Also die genau andere URL als die derzeit eingesetzte. Damit wäre es auch für Google eindeutig geklärt und es wird vermieden, dass Google irgendwann beginnt die URLs zu wechseln. Zudem ist es dann kein Problem mehr, wenn auf beiden URLs der gleiche Content eingesetzt wird.

SSL-Zertifikat / HTTPS nutzen

Grundsätzlich sollte jede Webseite heute einfach per HTTPS aufrufbar sein und über ein gültiges SSL-Zertifikat verfügen. Bei normalen Webseiten reicht hier i.d.R. ein kostenloses SSL-Zertifikat aus. Kostenpflichtige Zertifikate sollten Unternehmen nutzen, die permanent auf die Übertragung von Kundendaten und Zahlungsdaten angewiesen sind. Bei einem Onlineshop finde ich das es sinnvoll ist die paar Euro im Jahr zu investieren. ROSE nutzt ein gültiges Zertifikat und hat generell alle URLs sauber auf HTTPS umgestellt.

Website Performance / Ladezeiten optimieren

Ich bin der Meinung eine Webseite, vor allem ein Onlineshop, muss sich für den Nutzer schnell anfühlen. Wird ein Klick ausgeführt, muss die Webseite sofort reagieren und neuen Inhalt zeigen. Wenn dann noch weiterer Content nachgeladen wird, ist das in meinen Augen kein Problem. Schlimm finde ich nur Wartezeiten durch fehlende Reaktionen auf einen Klick.

Google Pagespeed beim Shop von ROSE Bikes
Google Pagespeed beim Shop von ROSE Bikes

Um die Performance einer Seite zu messen, kann Google Pagespeed Insights verwendet werden und Pingdom Tools. Beide geben einen guten Eindruck von Ladezeit und Performance und auch Hinweise für weitere Optimierungen.

Pingdom Pagespeed inklusive Details zur Performance Optimierung
Pingdom Pagespeed inklusive Details zur Performance Optimierung

Im Praxisbeispiel mit dem ROSE Onlineshop ist die Performance absolut in Ordnung. Ich rate dazu, sich hier nicht zu sehr im Detail zu verlieren sondern erstmal auch alle anderen Parts der Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops durchzuarbeiten. Wenn die Grundlagen der einzelnen Bereiche stehen, kann das Feintuning beginnen.

Duplicate Content vermeiden

Inhalte sind ein großes Gut von Webseiten und vor allem Onlineshops leiden oft unter doppelten Inhalten. Hierbei wird unterschieden zwischen internen Duplikaten und externen Duplikaten.

Externe Duplikate kommen dann, wenn Shops pauschal die Produktbeschreibungen und Produktbilder von Herstellern importieren. Dann haben nicht selten mehrere Shops die gleichen Inhalte auf Produktebene. Im Wettbewerb innerhalb von Google ist das ein großer Nachteil. Unique Content für Produkte ist sehr wichtig, aber natürlich auch sehr aufwändig.

Interne Duplikate sind solche, wie sie beispielsweise bei ROSE Bikes vorkommen, wenn eine Unterkategorie in mehrere Kategorien einsortiert wird, aber unter verschiedenen URLs abrufbar ist. Das passiert bei Shops auch gerne auf Produktebene. Wenn ein Fahrrad in verschiedenen Kategorien liegt, kann es über mehrere URLs verfügen. Jede URL hat den gleichen Inhalt und ist ein Duplikat. Intern hilft dann das Canonical Tag, wie wenige Abschnitte vorher erklärt.

Eigene Bilder sind im Onlineshop wie eigene Texte und Videos, ein echter Pluspunkt für die Suchmaschinenoptimierung.

Fazit zur Shop SEO

Shop SEO ist generell kein großes Problem. Viel geht hierbei über die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung. Diese stehen im Internet in vielen Ratgebern und Checklisten zusammengefasst und können meist von einer Person im Team erledigt werden. Es handelt sich zum Großteil vom Fleißarbeit und Todos, die wunderbar auszulagern sind wie zum Beispiel die redaktionellen Aufgaben. Alternativ kann SEO fürs Shop auch von Agenturen übernommen werden. Ich bin hier auch gerne der passende Ansprechpartner, hoffe aber zeitgleich auch, mit diesem Ratgeber bereits einen guten Überblick zu präsentieren.

Titelbild: ID 45005177, realinemedia – depositphotos.com

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