Seiten für Linktausch hochwertig aufbauen

Viele Leser sind mindestens einmal in der Woche mit dem Tausch von Links beschäftigt. Die Mehrheit unter den Leuten ärgert sich regelmäßig über die massiv nervigen Angebote von schlechten Seiten. Da bekommt man Blogs die nur dem einen Zweck (Linktausch / Verkauf) dienen, oder Websites auf denen in der Navigation alle Unterseiten zwar sinnvoll aussehen, aber am Ende nur Content enthalten der ausgehende Links zu Dritten hat.

Es gibt viele Merkmale für typische Tauschseiten.

  • Sie werden in einer Liste geschickt und sehen aus wie all die anderen
  • Sie haben auf jeder Unterseite Content der für den Partner geschrieben ist
  • Es handelt sich um Blogs die aus jedem Beitrag einen Link zum Partner und eine Trust Site verlinken
  • Die Seiten haben mehr ausgehende Links als eingehende Links

Diese vier Merkmale trifft man am häufigsten an. Nicht gebündelt und 1:1 stimmig, aber hier mal ein Merkmal und dort mal ein Merkmal. Wichtig ist für mich jeder einzelne Punkt denn ich vermeide tatsächlich alle Seiten, bei denen einer der Punkte zutrifft.

Hochwertige Tauschseiten haben

  • Gut aufbereitenden Content
  • Gute Struktur der Website
  • Individuelles Erscheinungsbild
  • Echte eingehende Backlinks von verschiedenen Seitentypen
  • Wenige und nur passende ausgehende Links die gute Empfehlungen sind
  • Inhalten mit eigenem Bildmaterial – nicht nur allgemeine Bilder aus Börsen
  • Wenige Affiliate-Inhalte, nicht übertrieben viel AdSense-Material

Das klingt alles sehr theoretisch, da es aber kein Premium-Beitrag sein soll, muss ich auf die Vorstellung eigener Tauschseiten verzichten um sie nicht offenzulegen. Trotzdem möchte ich noch weiter auf das Thema eingehen und zunächst eine wichtige Frage abklären.

Warum überhaupt Seiten für Linktausch aufbauen?

Generell kann man annehmen der Name „Linktauschseiten“ sagt schon alles. Hier könnte aber das Gegenargument kommen, dass man doch mit seiner wichtigen Projekten Links tauschen könnte und sich den Aufbau solcher Seiten sparen kann. Allerdings liegt es vielen Leuten fern, von ihren Onlineshops und Agenturseiten aus Links herauszugeben.

Tauschseiten bringen finanzielle Unabhängigkeit

Ein Vorteil von Tauschseiten ist es, weniger Links kaufen zu müssen. Lasst uns nicht über den Kauf als solches diskutieren, denn es wird sehr wohl immer wieder getan und ist auch nicht falsch. Der bessere Weg aus wirtschaftlicher Sicht ist es aber, sich durch Tauschprojekte nicht in finanzielle Abhängigkeit zu begeben. Tauschen kostet nur Zeit und wer sich da intern einmal einen Workflow erarbeitet hat, kommt schnell zum Erfolg und muss immer nur anpassen.

Hinzu kommt auch, wenn man eigene Tauschseiten hat, gehören einem die Projekte natürlich auch selbst. Daher sollte man auch in Zusammenarbeit mit Agenturen immer darauf achten, alle erstellten Seiten im eigenen Besitz zu haben. Dazu gehören die Zugangsdaten zum kompletten Webspace- & Serverpaket sowie die Admin-C und Domain-Inhaber-Einträge bei der zuständigen Vergabestelle. Und ganz ehrlich, hier gibt es kein „Ja, aber wenn…“. Entweder alles oder nichts, denn kündigt eine Partei die Zusammenarbeit auf, kann es hässlich werden (muss es natürlich nicht werden).

Pflege von Tauschseiten

Tauschseiten brauchen natürlich Pflege. Es sollte schon einmal im Monat versucht werden neuen Content zu produzieren. Irgendwann kommt es einem zwar so vor als sei eine Website einfach fertig, ist sie aber nicht. Wenn keine neuen Themen für weitere Unterseiten einfallen, kann man auch einfach mal wieder die vorhandenen Themen durchgehen, eine neue Recherche betreiben und ggf. Informationen ergänzen. Bestehende Seiten aufzuwerten signalisiert auch gegenüber Google eine Aktivität an der Website. Was nicht schlecht sein kann. Wir sprechen hier ja nicht von „Links raus, Links rein“, sondern nur von Content-Aufwertung in Text & Bild.

Zusammengefasst kann man

  • Texte aktualisieren
  • Bilder aktualisieren
  • Neue Unterseiten mit Inhalten erstellen
  • News integrieren (Releases, Updates, Events (Messen, Stammtische etc.), u.v.m.)

Wie integriert man Partnerlinks?

Bei speziellen Seiten die für den Linktausch gebaut werden – aber, wie oben steht, pfleglich betrieben werden – ist die Integration i.d.R. über neuen Content zu erreichen. Das müssen nicht zwangsläufig komplett neue Unterseiten sein, sondern kann auch eine Ergänzung bestehende Seiten darstellen. Meistens fällt mir persönlich aber genug ein um komplette Unterseiten zu basteln die wieder eigene Bilder, Texte (nicht zu knapp) etc. beinhalten. Bei vielen Themen habe ich mit der Orientierung in Bezug auf Struktur und Wertigkeit an Wikipedia sehr gute Erfahrungen gemacht. Nicht abschreiben, sondern nur orientieren. Das ist ein großer Unterschied.

Wichtig für die Integration der Links

  • Keine harten Linktexte (Produktnamen, Brands ohne Domainendung o.ä.)
  • Nur weiche Links wie (hier, Website ansehen, Textpassagen, Domains, URLs, gelesen, Homepage, Klick, mehr erfahren) und ähnlichen Begrifflichkeiten
  • Keine Elemente einbinden die nicht technisch bedingt sind (siehe nächsten Absatz)
  • Keine deutliche Hervorhebung mittels „strong“ oder sogar – ganz furchtbar – „bold“
  • Nur wirklich passende Unterseiten oder die Startseite verlinken
  • Nur aufeinander aufbauende Inhalte verlinken!!!

In der Auflistung ist ein technischer Punkt. Mit diesem möchte ich sagen, dass man die Links so einbinden soll, wie sie in einem CMS jeder normale Anwender ohne weiterführende SEO-Kenntnisse auch einbinden würde. Es macht zum Beispiel kaum ein CMS „target=_self“ in den Code, wenn man auf die Auswahl „im neuen Fenster öffnen“ verzichtet. Hingegen wird _blank natürlich integriert sobald man die Öffnung eines neuen Fensters wünscht. Ganz zu schweigen davon dass auch kein normaler Nutzer einen Link fett markiert, wenn dabei „strong“ innerhalb vom a-Tag liegt. Fast jedes System würde das „strong“ nämlich vor und nach dem Linkcode ansetzen, aber nicht mitten drin um tatsächlich den Linktext zu markieren. 😉 Also immer bei der Einbindung überlegen ob man da gerade etwas umsetzt, was ein normaler Nutzer nicht umsetzen würde.

Fazit

Wie gesagt, es ist alles sehr theoretisch und in der Praxis läuft es ganz bestimmt nicht 1:1 genau so ab. Natürlich verläuft sich irgendwo auch mal ein Link in eine Sidebar oder in einen Footer und steht dann als sitewide Link offen. Das ist auch gar kein Problem, so lange man dieses Vorgehen nicht zur Tagesordnung hinzufügt. Mit dem Beitrag möchte ich nur ein paar Anregungen geben, wie ich persönlich gute Tauschseiten im Web sehe. Linktausch nimmt einiges an Zeit in Anspruch und wenn dann nur Mist bei rauskommt, ist das sehr schade und man ärgert sich. Zumal man immer wieder überrascht ist, von welchen Leuten man eigentlich die seltsamsten Seiten bekommt. 😉 Wenn sich alle Beteiligten mit ihren Seiten ordentlich Mühe geben, sind die Resultate sogar beim kleinsten Tausch die besten!

Freue mich auf euer Feedback und würde den Artikel natürlich gerne entsprechend ergänzen, wo er zu ergänzen wäre.

Link Wheels

Um seine eigenen Projekte und Tauschseiten noch besser zu stärken, kann man sie auch in einem großen Linknetzwerk (Link Wheel) verbauen. Dazu gibt es bereits einen sehr umfangreichen Premium-Artikel inkl. Bildern in Übergröße etc. Vielleicht auch für den einen oder anderen Leser spannend, da es weit über normale kleine Social-Wheels hinaus geht.

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.