RSS-Feed

Übersicht über neue Themen deiner Lieblings-Seiten

Um Inhalte deines Blogs oder deiner News-Seite zu verbreiten, gibt es viele verschiedene Wege. E-Mail-Marketing, Social Media, aber auch ein RSS-Feed bieten sich an. Doch was bedeutet RSS überhaupt und wie kommst auch du in den Genuss der Technologie? Das und mehr findest du in diesem Artikel.

Die wichtigsten Fakten zum Thema RSS

Damit du dir ein generelles Bild vom Thema RSS machen kannst, findest du nachfolgend die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:

FrageAntwort
Wofür steht RSS?RSS steht für „Really Simple Syndication“.
Wofür wird RSS eingesetzt?RSS wird zum Ausgeben und Ausliefern von gewissen Inhalten (vor allem für neue Blog-Beiträge oder News) und für eine übersichtliche und strukturierte Ansicht eingesetzt.
Womit werden die Inhalte ausgeliefert?Die Auslieferung läuft über einen RSS-Feed.
Wie gelangen Leser an den RSS-Feed?Eine Internetseite stellt die RSS-Inhalte per RSS-Feed über einen speziellen Link zur Verfügung. Dieser Link wird in einen RSS-Reader eingespeist. Somit bleiben Leser über Neuigkeiten auf dem Laufenden – ganz ohne die Webseite selbst besuchen zu müssen.
Bietet jede Webseite einen RSS-Feed?Nicht jede Internetseite ist mit einem RSS-Feed ausgestattet und bei einigen Angeboten würde dies auch gar keinen Sinn machen. Besonders nützlich ist ein RSS-Feed nur bei tagesaktuellen Themen (z.B. News) oder bei Blog-Beiträgen. Gleichzeitig muss in Bezug auf eine Feed-URL aber auch eine Entscheidung seitens des Seiten-Betreibers getroffen werden.

Entwicklung der RSS-Technologie

Wir schreiben das Jahr 1999. Damals ging das älteste RSS-Format an den Start, welches als „RSS 0.90“ bekannt war. Eingesetzt wurde die Technik beim „My Netscape Network“, bei der es sich um eine individualisierbare Netscape-News-Seite handelte. Version „RSS 0.91“, die nicht mehr auf RDF, sondern auf XML basierte, wurde relativ zeitnah veröffentlicht – im Jahr 2000. Die Weiterentwicklung dieser und auch der nachfolgenden 0.9x-Versionen wurde von UserLand Software übernommen.

Parallel dazu ist im Jahr 2000 auch eine Version „RSS 1.0“ entstanden, die allerdings von einer Entwicklergruppe veröffentlicht wurde, die unabhängig arbeitete. In dieser Version kam erneut die RDF-Technologie zum Einsatz, da RSS damals noch für „RDF Site Summary“ stand.

2002 wurde „RSS 2.0“ von UserLand als Weiterentwicklung der „RSS 0.9x“-Versionen veröffentlicht. Obwohl es keine vollumfängliche Abwärtskompatibilität gab (obwohl behauptet), setzte sich dieser Standard (ohne RDF) durch und war seitdem als „Really Simple Syndication“ bekannt.

Konkurrierend dazu gab es eine alternative Technologie, die für den Nutzer gesehen eine ähnliche Funktion bietet, allerdings „Atom“ hieß, auf XML basierte und mit RSS nicht kompatibel ist – es ist jedoch möglich, beide Formate ineinander umzuwandeln. Version 1.0 des Formats Atom wurde allerdings auch erst im Jahr 2005 veröffentlicht – auch hier ging Apple mit der RSS-Unterstützung für den hauseigenen Safari-Browser an den Start, wohingegen der Internet Explorer bereits Unterstützung zeigte. Bekannt wurde zu diesem Zeitpunkt auch in etwa das orange Symbol, welches heute für die RSS-Feeds und auch Atom-Feeds steht.

Vorteile eines RSS-Feeds

Warum solltest du die RSS-Technologie nutzen, obwohl es sich doch offensichtlich um ein recht altes System handelt? Ganz einfach: Es gibt zahlreiche Vorteile, die für RSS sprechen – sowohl für dich als Webseiten-Betreiber, aber vor allem für deine Leser.

Vorteile für Webseiten-BetreiberVorteile für Leser
Deine Leser bleiben auf übersichtliche Art und Weise auf dem Laufenden. Neuigkeiten können ganz einfach im Blick behalten werden – ohne einen Besuch deiner Seite. So sind außerdem häufigere Besuche garantiert!Bleibe auf dem Laufenden und „abonniere“ interessante Internetseiten – Voraussetzung ist das Angebot eines RSS-Feeds.
Du kannst verschiedene RSS-Feeds anbieten und damit unterschiedliche Interessengruppen ansprechen. Das ist vor allem für News-Seiten interessant – aber auch für unterschiedliche Kategorien (z.B. Podcasts oder Neuigkeiten) kann es sinnvoll sein.Lesen – wann immer du möchtest und wann immer du Zeit und Lust hast. Du kannst die Artikel unbegrenzt lange sammeln. Einige RSS-Reader bieten auch Sonderfunktionen an. Das können beispielsweise die Markierung oder das Setzen von Tags zum besseren Filtern sein.
Private Daten deiner Leser (sei es auch nur eine E-Mail-Adresse) müssen nicht erfragt werden. Damit sinkt die Hemmschwelle zum Abonnieren deines RSS-Feeds – das Angebot ist sehr sicher und einfach.Finde auch ältere Artikel – du musst dich dafür nicht durch die ganze Webseite scrollen. Du siehst neue Beiträge stattdessen übersichtlich in einer Liste mit Datum!
Das Einbinden des RSS-Symbols funktioniert kinderleicht und ermöglicht das Abonnieren deiner Seite in wenigen Schritten.Du musst Webseiten nicht selbst besuchen und damit beispielsweise 30 Seiten händisch aufrufen. Du hast Neuigkeiten der Seite ganz einfach in deinem Feed-Reader übersichtlich dargestellt und kannst dann wahlweise einzelne Artikel besuchen.
Auch für Foren lässt sich ein RSS-Feed integrieren. So können sich die Nutzer auf Wunsch über neue Beiträge informieren lassen – sehr praktisch!Du kannst dich gezielt über einzelne Bereiche informieren (z.B. nur über den Sport-Teil von Nachrichtenseiten). Voraussetzung ist das Angebot der jeweiligen Webseiten. Realisiert wird das in Form von unterschiedlichen RSS-Feeds.
Du musst keine E-Mail-Adresse eingeben (wie beim E-Mail-Marketing). Du erhältst demnach auch keine Mails und keinen Spam und musst auch keine geschützten Daten eingeben.
Das Abonnieren einer neuen Seite per RSS ist ganz einfach. Meistens findet sich ein orangefarbenes RSS-Symbol auf der Seite. Mit Klick auf dieses System öffnet sich im Bestfall dein RSS-Programm oder eine Webseite. Hier kannst du nun den neuen Feed direkt speichern.
Es gibt viele RSS-Reader-Angebote in Form von Widgets und Apps. So musst du nicht immer zwangsweise erst Seiten öffnen oder Programme laden.
Einige Webseiten-Betreiber ermöglichen das Lesen der Artikel sogar vollständig im RSS-Reader. Du musst die Seiten daher nicht immer auch direkt öffnen. Manchmal ist das ablenkungsfreie Lesen der vollständigen Artikel möglich. Meistens sind aber nur Ausschnitte verfügbar.
Sogar in einigen Internet-Foren werden RSS-Feeds angeboten. So kannst du dich über Neuigkeiten aus Foren informieren.

Wie abonniere ich selbst einen RSS-Feed?

Befindest du dich auf einer Internetseite, die du schon häufig besucht oder erst jetzt entdeckt hast, halte Ausschau nach einem kleinen, orangefarbenen Symbol, in dem sich zwei gewölbte weiße Striche und ein weißer Punkt befinden. Dies ist das RSS-Symbol – oft im Footer-Bereich einer Webseite zu finden. Auch in der Sidebar oder in der Navigation wird das Symbol oft untergebracht, allerdings ist dennoch nicht jede Seite mit einem Feed-Symbol ausgestattet.

Solltest du das Symbol nicht finden, kann es hilfreich sein,

• den Webseiten-Betreiber per E-Mail zu informieren und nach einem RSS- oder Atom-Feed zu fragen,
• alternativ selbst auszuprobieren, ob es eine RSS- oder Atom-Feed-URL gibt. Die Möglichkeiten sind allerdings recht groß, sodass du viele Versuche brauchen wirst und es dann dennoch vielleicht nicht findest.

Möglichkeiten wären:

• www.webseite.de/feed
• www.webseite.de/rss-feed
• www.webseite.de/rss
• www.webseite.de/rss2
• www.webseite.de/rdf
• www.webseite.de/atom

Die URLs können allerdings von Seite zu Seite stark variieren, sodass auch eigene Kreationen (z.B. www.webseite.de/newsticker/marke-atom.xml) eingesetzt werden können – es ist daher nur selten möglich, eine RSS-URL auch wirklich zu erraten. In den meisten Fällen wird das RSS-Symbol direkt eingeblendet oder eine eigene Seite zum Thema veröffentlicht, auf der ein oder mehrere RSS- oder Atom-Feeds zu finden sind.

Je nachdem, wie die URL eingebunden wurde, öffnet sich dein RSS-Reader-Programm automatisch, wenn du auf die URL klickst – nun wird die Seite abonniert und gespeichert. In der Regel kannst du selbst einen Ordner oder eine Kategorie bestimmen, sodass sich viele verschiedene Seiten entsprechend sortieren lassen. Einige Feed-Reader sind nur über den Browser zu erreichen, hier öffnest du wiederum die Seite und kopierst den Link (der sich in der Zwischenablage befindet) in den Reader. Halte Ausschau nach einem „Link hinzufügen“-Button oder einer ähnlichen Schaltfläche.

Beispiel: Beim Feed-Reader „Feedly“ ist beispielsweise oben links ein „+“-Symbol zu finden, anschließend gibst du die URL ein und gehst auf „Follow“, um diese Seite zu abonnieren. Nach Klick auf „Follow“ ließe sich eine selbst angelegte Kategorie wählen oder eine neue Kategorie erstellen, um die Seite zuzuordnen.

Was sind RSS-Verzeichnisse?

Um nicht nur einzelne Seiten zu speichern, sondern ganze Themenfelder zu bearbeiten, bieten sich sogenannte RSS-Verzeichnisse an. Hierbei handelt es sich um Sammlungen von mehreren Seiten, die wiederrum in Kategorien unterteilt sind. So können Nutzer Verzeichnisse aufrufen und nach Themen stöbern, um neue Seiten zu entdecken, über die sie auf dem Laufenden bleiben wollen. Nachfolgend ein paar Beispiele bekannter RSS-Verzeichnisse zum Stöbern:

Verzeichnis-URL
www.rss-verzeichnis.deSchon seit 2003 bietet diese Webseite unzählige Feeds. Sie werden über eine praktische Suchfunktion gefunden. So stöbern Nutzer nicht in Kategorien und verwenden stattdessen die Suche (wie die Google-Suche) und wählen passende Ergebnisse aus.
www.rss-verzeichnis.netÜber 12.000 Ergebnisse sind in diesem RSS-Verzeichnis zu finden. Die Themenfelder sind in Ober- und auch Unterkategorien sortiert. So finden Nutzer schnell das passende Thema und können die interessantesten Feeds eines Themas abonnieren.
www.rssverzeichnis.orgMehr als 70 verschiedene Kategorien weist dieses RSS-Verzeichnis auf. Praktisch ist außerdem die Tag-Cloud und Suche. Hiermit kannst du nicht nur nach Kategorien suchen – auch nach einzelnen Begriffen!
www.blog-feed.de/rss-verzeichnisseDiese Webseite ist ein RSS-Verzeichnis für RSS-Verzeichnisse – es geht also noch eine Stufe höher. Es werden Verzeichnisse von Verzeichnissen gesammelt. Hier sind wiederum Feeds unterschiedlicher Themen untergebracht.
www.rss-scout.deAuf dieser Seite finden sich nicht nur Themen – sondern direkt spezielle Artikel. Du kannst die Themen direkt anlesen und danach auf Wunsch den RSS-Feed speichern. So lassen sich neue Feeds ganz nach Interessen und Schreibstil ausfindig machen.

Braucht man überhaupt einen Feed?

Die Antwort ist „Jein“. Für einige Internet-Nutzer ist RSS gar nicht mehr wegzudenken – sei es auf Seiten des Webseiten-Betreibers, der die zusätzlichen Leser zu schätzen weiß, aber auch auf Seiten des Lesers, der sich über alle möglichen Themen und Seiten auf dem Laufenden hält.

Auf der anderen Seite erschließt sich für viele Webseiten-Betreiber der Sinn nicht, weswegen sie entweder gar kein Symbol einbauen oder sehr versteckt. Doch im Vergleich zum E-Mail-Marketing handelt es sich bei der RSS-Einbindung bzw. dem generellen Angebot um eine wahrlich einfache Methode, eine News-Option zur Verfügung zu stellen – ohne Hemmschwelle für den Nutzer, da keine E-Mail-Adresse eingetragen werden muss. Das E-Mail-Marketing kann parallel laufen, da über den RSS-Feed auch teilweise konkrete Werbebeiträge verbreitet werden können, die wiederum zur Eintragung ins E-Mail-Programm führen könnten.

In Summe gesehen ist ein RSS- oder Atom-Feed also auf beiden Seiten eine praktische Technologie, die einen Webseiten-Betreiber lediglich zwei Minuten Arbeit kosten und für einen Leser eine große Erleichterung darstellen könnten. Gerade in der heutigen Zeit, in der uns Facebook, Google+, Twitter und Co. mit immer neuen Nachrichten überfüllen, ist eine übersichtliche Anordnung von neuen Beiträgen, die jederzeit aufgerufen und gelesen werden kann, eine immense Erleichterung. Du hast nichts zu verlieren!