Relaunch Report: Das Bildkonzept

Nichts kann die Website so verjüngen, aufregender und hübscher machen, als ein Schwung neue Fotos! Der Weg zum fertig eingebauten Bild auf der Website ist lang, aber auch unglaublich spannend und vielfältig, deswegen habe ich mich riesig gefreut, dass ich diese Aufgabe übernehmen konnte.

Wir shooten selbst! Sicherlich könnten wir uns einfach und günstig passende Bilder für unsere „neue“ Website bei diversen Bilddatenbanken einkaufen – nein, das können wir nicht. Ein großer Faktor ist, dass diese Fotos oftmals nicht in unser besonderes Headerbild-Format passen. Aber außerdem, und das ist viel wichtiger, möchten wir transparent sein. Wir möchten mit eigenen Mitarbeitern shooten und wir möchten gerne alles aus einer Hand haben. In diesem Fall aus der Hand der Fotografin unseres Vertrauens: Jenny Giesbrecht. Es kommt auf die kleinen Details an und die können wir nur beeinflussen, wenn wir das Ganze selbst in die Hand nehmen.

Bildwelten – das steht für Kreativität und nicht für stures Konzeptdenken. Nichtsdestotrotz brauchen wir natürlich ein Konzept, in dem die grobe Richtung vorgegeben ist und mit dem wir uns identifizieren können. Diesen Spagat zwischen Kreativität und Konzept gilt es zu bewältigen. 🙂

Eine grobe Richtung

Wir brauchten als erstes eine ungefähre Struktur um z. B. zu wissen, wie viele Headerbilder es insgesamt werden sollen. Um ein Konzept zu jedem einzelnen Bild zu erstellen, benötigten wir außerdem die Themen bzw. Headlines der Seiten, für die wir die Headerbilder umsetzen wollten.

Wir verwenden für die Unterseiten immer das Bild, welches auf der dazugehörigen Hauptseite zu sehen ist. Der wichtigste Grund dafür ist, dass der Websitebesucher nicht durch ständig wechselnde Headerbilder die Orientierung verlieren soll. Das Hauptthema soll klar erkennbar bleiben. So kann schon mit den Bildern der Website die Usability optimiert werden.

Mittwald Bildkonzept

Nachdem ich meine ersten Gedanken geordnet hatte, habe ich mich auch mit verschiedenen Leuten aus dem Unternehmen dazu unterhalten und mich inspirieren lassen. Eine große Quelle für Ideen sind natürlich auch Bilddatenbanken wie iStock oder Pinning-Dienste wie Pinterest. Aber auch alltägliche Situationen und neue Trends haben uns sicherlich beeinflusst. Ich fand es wichtig, dass wir nicht die ganze Zeit starr am Schreibtisch saßen, sondern auch mal die Location gewechselt haben, mal zwischendurch in der Küche oder draußen in unserer Lounge saßen.

Wichtige Fragen im Vorfeld des Shootings

  • Was ist in der Vergangenheit nicht so gut gelaufen?
  • Wie soll die grobe Struktur aussehen?
  • Wer ist am Shooting beteiligt?
  • Wie briefe ich die Beteiligten?
  • Was will meine Zielgruppe sehen?
  • Was will ich mit den Bildern erreichen?
  • Welche Gefühle sollen transportiert werden?

Die Erstellung des Konzepts

Die ersten Bildvorstellungen haben wir nun als Konzept zusammengefasst und zwar solange, bis wir alle Headerbilder zusammen hatten. Hierbei kam es natürlich zu verschiedenen Meetings und Konstellationen, bis wir letztendlich alle Ideen gesammelt hatten und alle Mitwirkenden zufrieden waren.

Nun ging es an die Detailarbeit. Ich habe mir jeden einzelnen Header vorgenommen und dafür ein Konzept erstellt. Das heißt zu jedem Header hab ich mir Beispielbilder gesucht oder Skizzen angefertigt. Außerdem mussten die Locations bestimmt und natürlich ein Shooting-Plan erstellt werden. Wann wird welches Model wo fotografiert und welche Requisiten und Klamotten brauchen wir dafür? Und welches Format soll das Bild haben? Wenn diese Dinge nicht genauestens im Vorfeld geplant werden, droht man im Chaos zu versinken. Zwischendurch haben wir in einem zweiten Konzept die Bilder für den Content eingefügt. Hier handelte es sich häufig um eher allgemeine Motive, die nicht unbedingt produktspezifisch sind.

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Vorbesprechung mit der Fotografin

Wir haben uns nun mit unserer Fotografin zusammengesetzt und das Bildkonzept besprochen. Auch hier kamen nochmal einige Ideen dazu, um die wir das Konzept erweitert haben. Ein gut ausgearbeitetes Bildkonzept und ein detailliertes Vorgespräch mit unserer Fotografin erleichterte uns das spätere Shooting enorm. Die Fotografin konnte sich im Vorhinein Lichtkonzepte überlegen und diese vorbereiten. Wir setzten in diesem Gespräch auch einen Shooting-Termin fest und ich plante im Anschluss einzelne, feste Termine mit den „Models“. Aufgrund von Erfahrungen aus anderen Shootings haben wir versucht, die Zeiten bestmöglich so fest zu legen, dass niemand unnötig warten muss. Da uns Transparenz sehr wichtig ist, shooten wir fast ausschließlich mit echten Mittwald Mitarbeitern. Es macht immer besonders Spaß im Team zu shooten – und wir sind auf viele bislang unentdeckte Modelqualitäten gestoßen. 😉

Mittwald Kollegen
Abbildung 1: Für unsere Fotos modeln fast nur Mitarbeiter. Von links: James (Marketing), Sebastian (Anwendungsentwicklung), Nadja (Marketing) und Marianne (Schulungen).

Nun war schon ein großer Teil der Vorarbeit geleistet. Dennoch gab es noch einiges zu tun: Wir mussten noch Kleidung und Requisiten besorgen und eine Visagistin buchen. Vieles hatte unsere Fotografin auch schon vor Ort. Wir haben bereits im Vorfeld besprochen, was noch fehlt und haben dann den Rest besorgt. Aber auch das kostet viel Zeit und muss gut geplant werden, damit das Bild hinterher einen stimmigen Eindruck macht.

Nach all der langen Vorbereitung kam nun der langersehnte Tag des Shootings. Alles lief gut: niemand war krank und wir haben nichts vergessen. Dementsprechend konnten wir den Tag ganz in Ruhe beginnen und jedes Motiv nacheinander umsetzen. Da wir eine gute und ausführliche Vorarbeit geleistet haben, waren viele Dinge (wie z. B. Licht, Arbeitsplätze) schon vorbereitet und wir haben die Motive relativ zügig geshootet. Das Schöne am Shooting war, dass jede Person am Set noch Ideen mit eingebracht hat und kein Bild nachher exakt so aussah wie im Bildkonzept – sondern noch ein bisschen besser!

Mittwald Office

Mittwald - Wir lieben Agenturen
Abbildung 2: An diesem Beispiel wird besonders deutlich, wie mit dem richtigen Bildausschnitt und dem passenden Kontext eine ganz neue Wirkung entstehen kann.

Nach dem Shooting habe ich die Rohfassungen aller gelungenen Aufnahmen bekommen (stark über- oder unterbelichtete Aufnahmen werden direkt vor Ort aussortiert) und einige Aufnahmen zur Bearbeitung ausgewählt. Jenny hat diese dann für uns bearbeitet und wir konnten die fertigen Aufnahmen direkt in unsere Website einbauen.

Für den Website Relaunch haben wir zwei Tage geshootet. An diesen zwei Tagen haben insgesamt ca. 25 Personen ihre Model-Rolle ernst genommen und gut gemeistert. In dieser Zeit haben wir wieder viel für weitere Shootings und Konzepte gelernt. Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis und freuen uns, dass die Bilder auf der Website gut angekommen sind!

Was Ihr braucht

  • Inspirierende Arbeitsplätze, Location-Wechsel
  • Einen tollen Fotografen mit tollen Locations im Gepäck
  • Ein entspanntes Team
  • Verpflegung am Set

Was ihr nicht braucht

  • Angehende Top-Models
  • Viel Make-Up, viel Requisite (weniger ist mehr)
  • Stress

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4 Kommentare

  1. Hi, ich sehe bei meinen Kundenberatungen oft grauenhafte Handyfotos auf den Webseiten. Die Arbeit eines Fotografen wird leider im KMU Bereich nicht so wertgeschätzt. Euer Konzept im Team ist eine tolle Inspiration. Gefällt mir;)

    • Das kenne ich. Handyfotos im Innenbereich und dann noch am besten aus diesen Fotos im Hochformat ein Panorama schneiden müssen. Alles schon gehabt und darauf verzichtet.

      Viele KMU haben vor 10 Jahren mal was mit Frontpage gemacht und dann ist die Zeit einfach stehen geblieben.

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  1. Der Nischenseiten-Qualitätscheck – NSC15 Finale | Seo-Blog : tagSeoBlog

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