Preview: Monitoring der SISTRIX Toolbox

In Bonn arbeitet man sehr aktiv am alten Stiefkind – dem Monitoring-Modul – der Toolbox. Besucher der SEO CAMPIXX 2012 werden die neue Version eventuell in der Session von Hanns und Johannes am Tool-Day gesehen haben. Wer an dem Tag nicht anwesend war, dem möchte ich mit einer Preview mal zeigen was kommt. Die Version die ihr hier seht, ist die aktuelle Entwicklungsstufe und keine finale Version. Bitte nehmt diese Info im Hinterkopf mit durchs Preview.

Das neue Monitoring Modul wird das alte Modul nicht direkt überschreiben. Wer bereits Kampagnen im alten Modul laufen hat, kann diese entweder weiterhin darin lassen oder ins neue Modul importieren. Steht jedem Nutzer dann frei.

Projekt konfigurieren

Ich möchte euch zunächst zeigen, wie man sein erstes Projekt anlegt und korrekt konfiguriert, damit man anschließend sehr gut damit arbeiten kann.

Neues Projekt anlegen

Zunächst muss man seine eigene, oder die Seite eines Kunden, Mitbewerbers etc. im neuen Modul anlegen. Dies funktioniert mit einem Klick auf dem neuen Monitoring-Dashboard.

Anschließend nur die Bezeichnung, Domain und einige Mitbewerber eintragen. Je nach Größe der Domain und Anzahl der Rankings die zur Domain schon in der Toolbox sind, kann das Tool auch automatisch Mitbewerber vorschlagen. Diese kann man entweder behalten oder durch eigene ersetzen.

Bei der Auswahl der Mitbewerber sollte man „fair“ mit sich selbst sein und nur Seiten eintragen, die realistisch für SEO-Kampagnen sind und auch ggf. einholbar wären. Alles was man hier einträgt, existiert nur für den eigenen Account und ist nicht für anderen Toolbox-Kunden nutzbar.

Keywords eintragen

Standardmäßig ist jedes Projekt leer. Es werden keine Daten aus der öffentlichen Toolbox gezogen. Deshalb muss man zum Start auf „Keywords hinzufügen“ klicken.

Im nächsten Schritt könnte man später ggf. die Option einbauen, automatisch alle Rankings der Toolbox als Keywords zu ziehen. Aber das wäre nur ein Vorschlag. Kommen wir zur Eintragung der Keywords, die ich überwachen möchte.

Keywords die man einträgt, werden anschließend in der Übersichtsliste angezeigt und können mit „Tags“ versehen werden. Diese Tags empfehle ich als Gruppierung in Clustern zu nutzen. Dadurch kann man sich verschiedene Keyword-Cluster kinderleicht erstellen und sie jede Woche im Monitoring abrufen. Bei mir sieht das während der Konfiguration jetzt gerade so aus.

Wie man sieht, sortiere ich meine Begriffe bereits und vergebe durchaus auch mehrfach Tags pro Keyword, wenn ich der Meinung bin das es sein muss. Ein Produkt-Suchbegriff ist oft auch ein Money-Keyword und entsprechend markiert.

Keyword-Übersicht

Das Projekt ist jetzt sauber konfiguriert und man kann anfangen damit zu arbeiten. Schauen wir uns die Keywords jetzt mal fertig eingetragen an. In der Sidebar einfach auf „Keywords“ und dann kommt die Übersicht.

Sieht hier jetzt unspektakulär aus, denn ich konfiguriere mein Monitoring parallel zum Testbericht und so schnell sind die Werte in der aktuellen Version noch nicht eingetragen. Schauen wir mal direkt in die Keywords. Diese sind nach „Clustern“ (Tags) sortiert angezeigt. Hat man mehrere Tags auf einem Keyword vergeben, taucht dieses in mehreren Listen auf.

Um euch kurz anzuzeigen wie es aussieht, habe ich die Rankingwerte mal aus der Toolbox direkt reinkopiert und somit sind es Fake-Daten. Dauert einen Moment bis die Daten sonst aktuell drin sind. Dann sind sie aber dafür jede Woche aktuell. Und nochmal, ihr könnt Keywords eintragen wie ihr wollt (max. 1000 Stk. derzeit) und die müssen nicht von der Toolbox öffentlich erfasst sein. Jedes eingetragene Keyword steht nur euch in eurem Account zur Verfügung. Man erweitert also nicht indirekt die Daten anderer Kunden.

Beim Keyword-Set „Gattungen“ habe ich die Sidebar-Box „Mitbewerber“ markiert. Ich kann mich also mit jedem Konkurrenten „innerhalb jedes“ Keyword-Sets direkt vergleichen. Schon deshalb macht es also Sinn hier gut zu selektieren. Später wird man mit den Mitbewerbern noch mehr Vergleiche machen können. Allerdings in der Preview-Version noch nicht.

Projekt-Dashboard

Jedes Projekt hat ein eigenes Dashboard. Auf diesem werden wichtige Infos zu den Rankings, Fehlern, Erreichbarkeiten etc. angezeigt. Und da kommen wir auch schon zur nächsten Funktion die neu und spannend ist.

Erreichbarkeit

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Mit der Toolbox werden alle eingetragenen Projekte im 5-Minutentakt auf Erreichbarkeit gecheckt. Dabei wird zum einen die Ladezeit geprüft, zum anderen aber auch die Größe der Website. Alle Daten werden in einem Chart angezeigt und können auch rückwirkend im Kalender abgefragt und exportiert werden.

Ein cooles Feature was mir immer zeigt wenn meine Seite mal nicht erreichbar war. Damit spart man sich ggf. schon wieder ein anderes, externes Tool wie Pingdom.

Crawling – Fehler, Hinweise & Tipps

Die Toolbox gibt mit dem neuen Monitoring auch Informationen aus dem Crawling raus. Die Crawler prüfen die Seite auf Fehler und Auffälligkeiten, die dann als „Fehler, Hinweise und Tipps“ dem Nutzer angezeigt werden. Solch ein Feature kennt man vielleicht schon aus den Kampagnen von SEOmoz oder dem Audit Score der Searchmetrics Suite. Nur falls sich jemand fragt wo man das sonst bekommt.

Um möglichst viele Werte zu sehen habe ich mal auf eine andere Domain gewechselt.

Wenn man in der Navigation auf „Crawler“ klickt, wird einem alles angezeigt was auf insgesamt 10.000 Dokumenten gefunden werden konnte. Denn so viele werden geprüft. Der Vorgang wird einmal pro Woche gemacht, kann aber jederzeit auch manuell gestartet werden.

Unterhalb dieser allgemeinen Infos werden die Fehlerkategorien gezeigt.

Ich habe die Werte mal zusammengeschnitten um die Liste nicht zu lang werden zu lassen. Wie man sieht, unterteilt sich das Ergebnis in Fehler, Hinweise und Tipps. Sicher kann man sich darüber streiten ob ein Tipp nicht manchmal auch ein Fehler ist oder ein Hinweis eher ein Tipp. Das liegt manchmal im Auge des Betrachters. Aber ihr versteht das Prinzip? 🙂

Schauen wir mal in einen Fehler rein und nehmen am besten den Klassiker: 404 Seite nicht gefunden.

In der Toolbox konnte schon immer auch der ungeübte Einsteiger gut arbeiten. Das soll im Monitoring nicht anders werden. Daher steht zu jedem Ausgabewert auch eine Beschreibung bei.

Unter der Beschreibung gibt es die Liste mit den Fehlern. Bei den 404 Fehlern wird immer die URL gezeigt die den 404 ausgibt (logisch) und anschließend die URLs, von denen auf die 404 Seite verlinkt wird.

Man könnte nun entweder die 404 Seite wiederherstellen, oder man nimmt die Links von den anderen URLs raus. Auf jeden Fall sollte man nicht rumsitzen und einfach auf Besserung warten.

Aufgabe erstellen

Oben auf dem Screenshot mit der Fehlerbeschreibung habt ihr den Button „Aufgabe erstellen“ gesehen. Da mit dem Monitoring-Modul auch Teamarbeit möglich ist, oder man sich einfach selbst Aufgaben zuteilt, kommt jetzt das nächste Feature.

Jede Aufgabe hat automatisch eine vorgefertigte Beschreibung aber man kann alles editieren. Man wählt außerdem die Deadline für die Aufgabe aus und die zuständige Person.

Aufgaben sind immer projektbezogen und man wählt sie somit auch immer über das Projekt direkt aus. Einfach in der Sidebar auf Aufgaben. Dann kommt nachfolgende Seite.

Man sieht wie viele Aufgaben anstehen. Kann wählen ob man alle, oder nur offene / erledigte Aufgaben sehen will. Die Aufgaben stehen dann direkt unterhalb der zwei Info- und Filterboxen. Dabei stehen erledigte Aufgaben immer unterhalb der offenen Aufgaben. Ja, im Moment sieht man noch den Fehler mit der verbleibenden Zeit. Sind wohl Millisekunden mit drin. 😀

Die Zuständigkeit sieht man sofort rechtsseitig und die Aufgabe selbst ist sofort mit Beschreibung zu sehen. Man muss keine Klicks mehr machen. Wenn man eine Aufgabe erledigt hat, markiert man sie. Man kann auch Antworten schreiben. Diese werden auf der Antwortseite dann wie Blogkommentare angezeigt.

Fazit

Es soll ja nur ein Preview sein und kein Testbericht. Aus diesem Grund ist an dieser Stelle auch Schluss. Ein Hinweis sei noch wichtig. Wenn ihr einen Fehler, Hinweis oder Tipp für eines eurer Projekte als „hinfällig“ anseht, könnt ihr diesen dauerhaft für das Projekt ausblenden. Ihr müsst euch also nicht immer mit einem Fehler konfrontieren lassen, wenn dieser ggf. für euer Projekt keiner ist. In den Einstellungen kann man dies jederzeit rückgängig machen.

Generell kann man hier nur gratulieren. Ich persönlich finde die Veränderungen super und freue mich auf die finale Version. Die eigenen Keyword-Sets durch Tags, sowie der Crawler sind spitze. Man kann Fehler gezielt abarbeiten und sein Projekt dadurch sehr gut optimieren. Dafür muss man nicht unbedingt große Kenntnisse mitbringen. Einzig eine „Projekt löschen“ Funktion fand ich bisher nicht. 😉

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

20 Kommentare

  1. @eisy
    Danke für das Preview, sehr interessant was man mit dem Monitoring Tool machen kann.

    @Markus
    eisy hat das etwas verklausuliert gesagt:
    „Dauert einen Moment bis die Daten sonst aktuell drin sind. Dann sind sie aber dafür jede Woche aktuell“
    Also die Daten werden einmal wöchentlich aktualisiert 😉
    Täglich werden die Positionen glaub ich beim keywordmonitor überprüft.
    VG
    Benedikt

  2. Hallo eisy,

    danke für die ausführliche Vorstellung der neuen Funktionen. Das hört sich wirklich schon sehr gut an. Gibt es denn schon einen Termin, wann die neue Version für Toolboxkunden zugänglich ist?

    Micha

    • Ich denke die Anbieter in der Branche haben in der Vergangenheit viel gelernt. U.a. auch, mit Terminen lieber zu geizen. Daher gibt es keine offiziellen Informationen für den Start. Mir ist da auch keine Tendenz wie „Quartal X, Sommer, Herbst etc.“ bekannt, sorry.

    • Was bedeutet „mit besseren DE-Daten“? Das Tool fragt nicht selbstständig Werte ab, sondern reagiert auf die Dinge die der Nutzer möchte. Eine Onsite-Bewertung ist nicht vom Land abhängig und manuell eingetragene Keywords werden auch direkt abgefragt und nicht im Pool der normalen Toolbox-Daten. Somit hat man hier natürlich immer die Abfragen, die man vorgibt. Besser oder schlechter geht da eigentlich nicht. Weil 1 = 1 und 0 = 0. 🙂

      Oder aber ich verstehe Deine Frage nicht.

      • Stimmt, meine Aussage war ein wenig ungenau. Zum einen hat liefert SEOmoz leicht andere Werte als keywordmonitor beim Keyword Ranking, mal mehr mal weniger.

        Zum anderen sind die Sistrix Link Daten besser als die SEOmoz Daten, zumindest was Deutschland und Europa angeht.

        Ich habe da zwei Dinge gemischt, die eigentlich nicht zusammengehören: Linkdaten + nachgerechnete Linkmetriken und reines Keyword messen. Ich könnte mir aber vorstellen, das sowas *irgendwann* mal auch bei Sistrix kommen könnte. 😉

    • Teile der Basis haben bestimmt Ähnlichkeiten mit Seomoz, aber auch mit dem ScreamingFrog-Spider oder Xenu. Die Stärke liegt aber glaube ich darin, dass wir einen Schritt weiter gehen und weitere Daten verknüpfen, die andere so nicht haben. Ein Beispiel: wir schauen uns an, mit welchen Keywords die Domain auf der zweiten SERP-Seite rankt und checken dann, ob das Keywords überhaupt im Title/H1 vorkommt. Wenn das nicht so ist, geben wir den Tipp, das doch zu machen.

  3. Da ist er also… der Grund warum der Openlinkgraph alte und teilweise nutzlose Datenbestände auswirft. Man versucht sich also in Bonn zu der SEO-Datenkrake in Deutschland empor zu arbeiten …

    Natürlich auch eine Möglichkeit die eigenen Crawler besser abzustimmen und neue (aus Sicht der Nutzer interessante) Daten zu aggregieren ….

    well done meine Herren, well done : )

  4. Der Bereich mit den Hinweisen, Tipps und Fehlern errinert mich sehr an seoMoz. Finde ich sinnvoll. Somit kann man sich das Tool evtl. später spare, sofern es so gut funktionieren wird.

    Bisher war das Monitoring-Tool jedenfalls keine 100 Euro wert.
    Schön wäre auch, wenn das Linkmodul so schnell arbeiten würde wie bei SME, dann hätte Sistrix die Nase meiner Meinung nach weit vorne.

  5. Das wird sicherlich eine interessante Geschichte. Vor allen Dingen fallen für mich so wieder Tools weg die man zusätzlich noch benutzt…

    Zum letzten Satz: Eine Projekt löschen Funktion gibts auch generell nicht. Man darf schön alle Keys, Werte und danach die Ordner löschen, damit das Löschen des gesamten Projekts möglich ist. Aber wir wollen ja nicht kleinlich sein 😉

  6. Das ganze sieht sehr, sehr interessant aus und ich werde es mit Sicherheit zumindest einmal testen. Momentan nutze ich das Monitoring Modul gar nicht. Danke für den informativen Post 🙂

  7. Du hast geschrieben: „Jedes eingetragene Keyword steht nur euch in eurem Account zur Verfügung. Man erweitert also nicht indirekt die Daten anderer Kunden.“

    Würde es nicht Sinn machen die historischen Daten zumindest dann anzuzeigen wenn ein anderer Kunde das Keyword in sein eigenes Monitoring aufnimmt?

    So hätte er es zwar vorher nicht auf dem Schirm, kann jedoch besser analysieren aufgrund der historischen Daten.

  8. @Ulf: Ich glaube das sähe sehr unübersichtlich aus, wenn dann jedes Keyword eine unterschiedlich lange Historie hätte. Außerdem möchten wir die Kundendaten wirklich streng von den öffentlichen Daten trennen.

  9. Die Preview macht ein sehr guten Eindruck auf mich, auch deine Vorstellung „eisy“, macht Lust auf mehr. Bin wirklich gespannt wie das Tool als Finish-Produkt aussieht – bin mir sicher, das noch die einen oder anderen Features in der Beta-Phase folgen werden!

  10. gute Toolbox allerdings mag ich es nicht wenn ich mir zich zusatz sachen installieren muss um einen gewisses Maß an funktionen abdecken zu können

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