Praxis: Große Online-Marketing-Tools verbunden

Ich schrieb ja im Beitrag „Welches Online-Marketing-Tool passt finanziell zu mir?“ bereits ein paar Gedanken zu den eher kleinen Tools der Branche. Der Beitrag sollte auch deutlich machen wie schnell man mit Tools mehr Geld ausgibt als nötig und wie schnell man sich eine Überdosis Tools anschafft. Heute aber will ich mal ein bisschen praktisch auf SEO-Tools der Oberklasse eingehen. Ich nenne sie „Premium-Tools“, denn mit Standards hat das nix mehr zutun.

Mein Opfer heute sind die SEO Trainee ‘s die ihre Domain freiwillig für den Blogbeitrag zur Verfügung stellten. Anhand deren Domain sowie eventuell anderen Domains – ich weiß es derzeit noch nicht, da ich immer beim Testen etc. direkt schreibe – möchte ich einfach mal ein paar Sachen durchgehen, wie ich für bestimmte Informationen mehrere Tools benötige. Dennoch soll es aber einfach nachzuvollziehen sein.

Szenario 1: Theoretisch auf „SEO Blog“ optimieren.

Meine SEO-Trainee.de soll auf den Begriff „SEO Blog“ optimiert werden, zeitgleich möchte ich meine anderen Rankings und die der Konkurrenten überwachen. Links brauche ich zudem auch noch, denn sonst wird das mit dem Ranking auf „SEO Blog“ nichts.

Grundlegende Infos (SISTRIX Toolbox)

Weil SEO-Trainee.de Werte mir grundsätzlich fremd ist, sollte ich mir einen ersten Überblick über die Situation der Domain machen. Dafür nutzt man am besten die SISTRIX Toolbox. Nachfolgend möchte ich die ersten Screenshots sprechen lassen.

Die folgende Übersicht über die ersten Keywords gibt mir einen Eindruck davon, wie es der Domain gehen könnte. Vor allem durch die Negativ-Liste kann ich schnell erkennen ob etwas im Busch ist, denn diese sollte keine auffälligen Doppelungen von -20, -50 etc. enthalten. Und wenn doch, ist das immer noch kein Grund zur Panik. 🙂

Das sind aber alles noch grundlegende Infos die auf den ersten Blick kommen. Ebenso die Backlinks in reinen Zahlenwerten.

Wenn ich schon mal bei den Backlinks bin, schau ich auch gleich auf die Verteilung der PageRank-Werte um zu sehen ob ich es mit einem notorischen Teliad-Anhänger zutun habe der wie wild die 36 Euro-PR6-Links mietet, oder ob auch hier der saubere Eindruck bestätigt wird.

Der hohe Wert bei PR0 ist heute normal, denn Google – wie viele wissen – hat Ewigkeiten lang kein großes Update mehr publiziert, setzt aber regelmäßig Unterseiten von Nix auf Null. Als Blog bekommt man viele Links von Blogbeiträgen, was hier für eine hohe Anzahl an Nullwerten sorgt.

Kurz noch auf ein paar andere Werte schauen die mich für mein SEO Blog Rankings mehr interessieren.

Soweit zu den ersten Infos die ich zur Domain wissen wollte. Weil ich ja keine allgemeine Analyse will, sondern in den Rankings mit „SEO Blog“ steigen möchte, gibt es nun den fliegenden Wechsel in die Link Research Tools.

Hintergrundinfos zu Backlinks (Link Research Tools / SISTRIX Toolbox)

Um zu schauen ob überhaupt schon mal auf „SEO Blog“ optimiert wurde, hilft es einen Blick in die Anker-Texte zu werfen. Hierfür nutze ich die Werte der Toolbox und der Link Research Tools, wobei die Toolbox dabei nicht tiefgreifend genug ist.

In den Link Reseach Tools und in der SISTRIX Toolbox könnte ich mir jetzt noch die Backlinks anschauen. Die Liste dafür erspare ich euch aber.

Die Domain soll zu „SEO Blog“ ranken und da bringt es mich weiter wenn ich schaue was dort bereits rankt. Das kann jetzt jeder in Google selber machen. 😉 Backlinks von diesen Domains helfen mir dabei selbst dort mit SEO Blog zu ranken. Weil ich diese aber wahrscheinlich nicht bekomme – denn die Leute wollen ja keine Konkurrenz anschleppen – ist ratsam andere Wege einzuschlagen.

Quellen für Links ausfindig machen (Link Research Tools)

Von wo werden die Seiten denn selbst verlinkt, wo ich keine Links habe? Mittels der Link Research Tools ist es eine Frage von wenigen Minuten und ein paar Blicken, bis ich das weiß.

Die hinteren Spalten geben mir verschiedene Werte über die Stärken der Domains an. Darin finde ich u.a. auch den Sichtbarkeitsindex der Toolbox, sofern ich diese mit den Link Research Tools verbunden habe. Würde ich jedem empfehlen der sowieso beide Tools verwendet. 😉 Um jetzt genaue Quellen der Links meiner Konkurrenten zu sehen, kann ich die jeweiligen Ergebnisse aufklappen.

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Oft sind es in so einem Fall Backlinks aus Kommentaren und Beiträgen direkt. Ziemlich leicht angreifbare Links, denn die kann nahezu jeder nachbilden. Den Screenshot oberhalb muss ich nicht näher erläutern.

Jetzt sind das aber „nur“ die Quellen, von wo meine Mitbewerber Links beziehen. Wenn ich jetzt noch Quellen ausmachen kann, wo meine Mitbewerber selbst hinlinken, dann kann ich da ja noch mal kräftig Juice für mein Ranking abkassieren. Also, machen wir das doch einfach. Schauen wir mal wo die Top10 der „SEO Blog“ Domains gemeinsam hinlinken. Immerhin finde ich dort die gebündelte Kraft der Führenden. 🙂

Ich möchte bei den Ergebnissen unten nicht zu sehr ins Detail gehen, denn es gibt außerhalb der euch jetzt sichtbaren Linkziele auch ausreichend viele Ziele wo schnell Links abzugreifen sind. Was ich hier deshalb unterlasse um niemanden zu ärgern. Die Ziele können wieder aufgeklappt werden, um genaue URLs zu fischen.

So einfach und schnell bekommt man heute mit den richtigen Tools auch Quellen für Backlinks, die wirklich was taugen. Selbstverständlich sollte man sortieren, denn nicht alles ist die Zeit wert. Man muss auch immer die Quellen noch etwas genauer anschauen, aber ich will hier ja nicht Rahmen sprengen.

Szenario 2: Monitoring meiner Rankings

Fernab vom eben geführten Szenario, möchte ich mal die Rankings meiner Domain tracken. Da ich für dieses Beispiel jetzt aber die Daten von jemanden verwende der euch nix angeht, zensiere ich Keywords. 😉 Sorry, aber sonst müsste ich erst vier Wochen alles ablaufen lassen.

Um die Rankings meiner Domain in ein Monitoring aufnehmen zu können, sollte ich diese erst erfassen. Das mache ich wieder für seo-trainee.de. Da nicht alle Ergebnisse aller Tools identisch sind, muss ich hierfür SEMRush, SEOlytics und die SISTRIX Toolbox benutzen. Damit habe ich Keywords aus drei Quellen. Anfangen werde ich mit SEMRush.

Die Keywords können bei SEMRush ganz einfach exportiert werden. Wer sich die sauber in eine Liste packt und dann bei SEOlytics gleich die nächsten holt, ist schon gut versorgt.

Zuletzt ziehe ich mir die Keywords noch aus der SISTRIX Toolbox, in der ich danach auch das Monitoring einrichten werde. In der Toolbox exportiere ich aber 2 Datensätze. Zum einen die wöchentlichen Rankings und zum anderen die Long Tails die monatlich erstellt werden. Als Bild reicht aber eines aus. 😉

Wenn ich die Keywords alle extrahiert habe, nehme ich sie – das mache ich jetzt nur mit Beispiel-Keywords – und richte mir mein Monitoring dafür ein.

Beim Monitoring sind gute Beschreibungen das A und O für die bleibende Übersicht. Wer von Beginn an ordentliche Berichte einrichtet, wird später auch alles sauber daraus erfassen können.

Jetzt nur schnell alle Keywords einfügen und dann geht es los.

Fertig!

Ab sofort kann ich jede Woche mit wenigen Klicks meine aktuellen Rankingveränderungen von den Keywords ansehen, die ich im Monitoring habe. Wenn ich mit der Toolbox zudem auch Keyword-Sets erstelle, empfiehlt es sich die Sets direkt ins Monitoring zu nehmen.

Wenn ich es noch bequemer möchte, richte ich mir einfach einen Report ein und bekomme das ganze jede Woche per E-Mail als PDF geliefert.

Fazit

Beide Beispiele zeigen nur zwei von fast endlos vielen Workflows wo Premium Tools nicht wegzudenken sind, wenn man Zeit sparen will, Vielfalt genießen will und trotzdem noch in der Lage ist auch mit seinem Kopf was anzustellen. Denn leider vergessen manche ja den eigenen Kopf und verlassen sich nur auf Tools. 😉 Wenn ihr mehr Beispiele wollt, gebt mir doch einfach Situationen oder Anforderungen vor und ich schaue das ich einen Blogbeitrag daraus mache. Ich kann nur nicht einfach SEO-Trainee.de oder eine andere Domain hier ausschlachten. 🙂 Bitte habt Verständnis dafür. Für wen solche Beispiele gar nichts sind, der liest sie einfach nicht. 😛

Weiterführende Links

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

14 Kommentare

  1. Das richt doch mal nach Premium 😉 Danke für den Post, solangsam sollte auchich mal in die kommerzielle Tool Kiste greifen … scheint interessant zu werden am Markt…

    • Hey Steven,

      Es ist schon sehr lange interresant am Markt 😀 .. und grade bei großen Projekten (oft auch viele Subprojekte vorhanden) kann es sich durchaus sehr lohnen, auf solche Tools zurück zu greifen.
      lg

  2. Feine Sache. Gewohnt praxisnah und damit ein prima Linkbait 😉 Aber Eisy, jetzt mal Butter bei die Fische: Was kostet Dich der Spaß monatlich für die aufgezählten Tools zusammen? Dürfte doch auch sehr premium sein…

    • Kommt auf die Monate und meine Stimmung an. Schwankt immer wieder mal bei 600 bis 800 Euro monatlich. Geht aber hier auch direkt um Premium Tools, also von Beginn an als hochpreisig gekennzeichnet. 😉 Bei den Preisen bucht man natürlich nur mit dem Plan im Rücken, wie man es wieder reinwirtschaftet. 😉

  3. Hi,

    Zum Thema in gute Tools investieren oder nicht…

    Ich hab vor vielen Jahren, genaugenommen Anfang Dezember 2003 einen wichtigen Grundsatz gelernt…

    You have to spend money to make money!

    2 Wochen später hatte ich ca. 50 Millionen indizierte Seiten rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft und hab die Invesition fast ver-100-facht.

    🙂

  4. so, hab nach meinem gescheitertem ersten affiliate projekt endlich deine site gefunden, hoffe das bringt mich weiter 😉

    Topic: Premium Tools dürften für einen Neuling noch um einiges zu früh sein oder?

    • Wieso sollten sie das 🙂 ?

      Gut, es kommt auch immer darauf an, was man unter einem „Neuling“ versteht.

      Du kannst dir ja mal ein paar Videos zu den Tools auf Youtube ansehen. Dort gibt es zum Teil Einblicke in verschiedene Tools. Auch hier auf eisy.eu, hat eisy schon das ein oder andere Tool getestet.

      Wenn dir das was du siehst zusagt und du etwas damit anzufangen weißt, ist es sicherlich nicht zu früh! 🙂

  5. Habe das Tool live gesehen (Account vom Freund) und war hellauf begeistert. Mache gerade meinen Chef heiss, damit er die monatlichen Kosten bezahlt… denn da bin ich fast vom Stuhl gefallen, als ich hörte, was es kostet :P… leider nichts für Privatpersonen oder Einsteiger in den Markt…

    • Wie immer ein sehr guter Artikel mit konkreten Handlungsanweisungen zum Nachmachen. Danke und weiter so…
      Für die Linkresearch Tools reicht in der Regel auch ein 72 Stunden „Daypass“ 😉

  6. @SEOnaut: Die 10.000 € muss man aber erstmal haben. Als Neuling würde ich mich nicht so wohl mit dem Gedanken fühlen. so viel Geld auszugeben, wenn ich selbst noch nicht so den richtigen Durchblick habe. Das ist auf jeden Fall nur etwas für Leute, die sich schon einigermaßen auskennen und wissen, was sie tun.

  7. Toller Beitrag! Für den Laien scheitert wohl so eine schöne Analyse an den genannten Tools, wenn man im Monat nicht gerade €600-800 zur Hand hat. Gibt es auch günstigere Werkzeuge, die ähnliches bieten?

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