Newsletter-Liste durch Blog-Kommentare aufbauen

5 Euro ins Phrasenschwein: „In der Liste steckt das Geld“. So, jetzt zum Thema.

Du, ich, aber auch viele andere Blogger, sind daran interessiert, die eigene Newsletter-Liste weiter auszubauen. Dafür gehen einige Blogger auch gerne an die Grenzen ihrer Leser. Nämlich dadurch, dass beim Scrollvorgang einfach ein Popup eingeblendet wird, in dem man aufgefordert wird seinen Namen und E-Mailadresse zu hinterlassen.

Im Gegensatz zum Exit-Popup, stört ein Popup was durchs Scrollen aktiviert wird, wirklich. In dem Moment wo ich einen Artikel lese, möchte ich nicht durch eine Einblendung gestört werden. Vor allem nicht auf mobilen Endgeräten wo das Popup so breit erscheint, dass ich quer scrollen muss um es zu schließen. Und noch etwas spricht gegen ein Popup in solch einem Moment. Wenn ich den Inhalt noch nicht fertig gelesen habe, kann ich noch gar nicht entscheiden, ob ich Interesse an Informationen via E-Mail habe. Wieso also sollte ich mich „vorm Kennenlernen schon Verloben“?

Mein Vorschlag: Kommentare nutzen

Ich verwende seit vielen Jahren auf diversen Projekten die Kommentarfunktion, um meine Newsletter an wirklich interessierte Empfänger zu bringen. Ohne dabei aufdringlich zu sein.

Newsletteranmeldung über Kommentare

Unter dem „Senden“-Button beim Kommentar ist bei mir, bei relevanten Projekten, ein Feld für den Newsletter. Wer das „selbst“ aktiviert und anschließend noch die E-Mail bestätigt, fügt sich zum Newsletter hinzu. Ich habe es absichtlich nicht vorausgewählt. Zum einen empfinde ich das als irritierend, wenn ich irgendwo einen Kommentar schreibe und dann kommt eine E-Mail-Bestätigungsaufforderung. Zum anderen sind vorselektierte E-Mailabos auch rechtlich bedenklich.

Bequeme Umsetzung

Je nach Kenntnissen gibt es unendlich Optionen so eine Strategie umzusetzen. Ich bevorzuge den ganz einfachen Weg. Ich habe einen Account bei GetResponse.de.

Für den Anbieter gibt es ein vernünftiges WordPress Plugin. Dadurch kann ich die Bestätigungen bei den Kommentaren einfach aktivieren. Außerdem bietet es mir ein Widget für die Anmeldung in der Sidebar (nutze ich nicht) und ich kann via Shortcode auch mein Formular direkt in einen Beitrag bzw. in eine Seite integrieren. Etwa wie es beim Webmaster Newsletter der Fall ist.

Der Qualität der „Liste“ tut dieses Vorgehen auf jeden Fall sehr gut. Es funktioniert aber nur in Blogs wo Menschen kommentieren. Und je nach Traffic baut man sich auch keine Listen mit mehreren hunderttausend Empfängern auf, sondern eben kleine, spezifische Newslettergruppen.

Update: Aufgrund von Empfehlungen in den Kommentaren, habe ich mir das Plugin „MailPoet“ näher angesehen. Es vereint alle Funktionen die ich sonst bei externen Tools benutze. Ich brauche keine anderen Tools mehr und kann meine Newsletter komplett in WordPress pflegen. Inklusive dem Listenaufbau durch Kommentare, Formulare usw. Ein Testbericht dazu wird es noch geben. Ich bin wirklich angetan von dieser Lösung und habe sie auf eisy.eu bereits integriert und die GetResponse Lösung entfernt.

Titelbild © Coloures-pic – Fotolia.com

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.