Mit Dropbox die eigenen Dateien überall synchron

Im Prinzip ist Dropbox nichts Neues. Es existiert schon lange und schon 2008 wurde gut über Dropbox berichtet. Bisher jedoch habe ich auf die Nutzung von Diensten wie Dropbox und ähnlichen Anbietern für Daten-Synchronisation und Backups verzichtet. Meine Daten habe ich per FTP gesichert und wenn ich Dateien an einem anderen Ort brauchte, habe ich diese entweder per E-Mail an mich selbst geschickt und vom anderen PC abgerufen, oder ebenfalls via FTP abgelegt. Was ich schon sehr lange nicht mehr nutze sind USB-Sticks. Die Haltbarkeit dieser kleinen Speicher war mir schon immer zu schlecht.

Dropbox möchte ich euch einfach mal vorstellen. Vielleicht kennt es jemand noch nicht und findet ebenfalls Gefallen daran. Vorab möchte ich mitteilen das die Links zu Dropbox zwar Partnerlinks sind, aber mir kein Geld bringen. Ich bekomme dadurch nur 250 MB mehr Speicherplatz, maximal jedoch 8 GB extra. 2 GB hat jeder User von Beginn an kostenlos zur Verfügung. Ein jeder kann Dropbox also wirklich kostenlos benutzen und vollwertig damit arbeiten so lange der Speicherplatz reicht.

Was kann Dropbox?

Dropbox legt auf der Festplatte einen eigenen Ordner an. Dieser Ordner ist der virtuelle Ort an dem alles abgelegt und synchronisiert wird. Ich kann im Dropbox Ordner auf meiner Festplatte eine eigene Ordnerstruktur anlegen und meine Dateien sorgfältig wie gewohnt einsortieren. Die Struktur und der gesamte Inhalt wird dann virtuell auf den Servern von Dropbox synchronisiert. Greife ich von einem anderen Arbeitsplatz auf mein Dropbox zu und habe lokal den Client, synchronisiert er mir diese Ordner auch auf dem weiteren PC. Egal was ich an welchem Ort also mache, ich habe es immer überall in der identischen Version griffbereit. Noch dazu dient Dropbox mir als Backup-Dienst für meine Dateien. Bzw. Dropbox könnte mir als dieser Dienst dienen. Ich nutze es aber eher nicht für Backups wichtiger Daten, sondern nur für aktuelle Dateien an denen ich arbeite.

Was ich nicht auf Dropbox lade

Kundendaten. Dropbox ist zwar schon lange verfügbar und soll – soweit sicher, sicher ist – sicher sein, doch vertraue ich dem Dienst keine Kundendaten an. Rechnungsanschriften, Angebote, Rechnungen, Aufträge, Statistiken, Reportings etc. bleiben bei mir lokal auf der Festplatte sowie auf einer Backup-Festplatte und in Papierform. Man muss es ja nicht gleich in die Vollen gehen. Mal sehen wie ich in einem halben Jahr darüber denke.

Dropbox – Online-Backup, Synchronisation und File-Sharing

Synchronisation: Wie ich schon schrieb, kann ich meine Dateien und Ordner mit Dropbox auf all meinen Endgeräten synchronisieren. Ob ich dafür mein MacBook, iMac, Windows PC oder ein Smartphone mit passender App benutze, spielt keine Rolle. Ich muss nur den Dropbox Client downloaden und mich mit meinem Online-Account verbinden. Schon ist alles als hätte ich einfach eine neue Festplatte auf jedem Gerät, die immer aktuell und identisch ist.

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File Sharing: Ich kann meinen Freunden, Bekannten und Verwandten jederzeit Zugriff auf bestimmte Dateien und Ordner geben. Statt Google für meine Fotoalben zu benutzen, kann ich diese auch bei Dropbox anlegen und meinen Leuten zur Verfügung stellen.

Ob man das nutzen will steht auf einem anderen Blatt. Ich brauche es nicht. Bilder schenke ich bisher weiterhin Facebook und meinem Server. Ansonsten halte ich mich damit sowieso gut zurück. 🙂

Online-Backup: Wenn die eigene Festplatte wirklich mal crasht hat man meistens ein großes Problem. Mit Dropbox leben die Daten in der eigenen Wolke weiter. Da kann abrauschen und abrauchen, abbrennen und explodieren was und wer will, so lange der Dropbox-Server nicht in die Knie geht, sind keine Daten verloren. Man kann generell die gesamte Festplatte virtuell als Dropbox Online-Backup hinterlegen und bei jeder Änderung die man vornimmt, arbeitet man einfach direkt im Dropbox Ordner. Das merkt man selbst am PC nicht und das hat auch keine Nachteile. Schreibe ich beispielsweise gerade an diesem Artikel und klicke cmd + S für Speichern, synchronisiert es mir meine Datei sofort.

Sollte Dropbox mal nicht funktionieren, werden Dateien etc. online gespeichert sobald es wieder funktioniert. Man verliert also keine Daten nur weil Dropbox vielleicht mal nicht online erreichbar ist.

Fazit

Mein Eindruck von Dropbox ist gut. Die Dateien werden wirklich sofort synchronisiert und es gab keine Verluste bei Fehlern. Ich bin generell schon ein vorsichtiger Nutzer solcher Dienste und habe eingangs ja auch geschrieben das ich nicht alles auf Dropbox lege. Irgendwann traue ich dem Dienst sicher mehr zu oder finde einen besseren Dienst. Mit den 2 GB freien Speicher der mich absolut keinen Cent kostet, bin ich aber bisher sehr zufrieden. Für meine Aktivitäten als Blogger reicht mir das vollkommen aus. Wenn ich meine ganze Festplatte mal als Backup ablegen wollen würde, weiß ich nicht ob ich das heute schon tun würde. 🙂

Probiert es einfach selbst aus, kostet euch ja nichts. Wenn ihr Dropbox schon seit Jahren benutzt, schreibt mir eure Meinung. Wenn ihr generell gegen solche Dienste seid, würde mich dies ebenfalls interessieren. 🙂

Link: www.dropbox.com

Viel Spaß mit Dropbox!

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

11 Kommentare

  1. Ich habe es mir auch mal überlegt, aber habe dann doch die finger davon gelassen. Zu unsicher ist mir ein solcher Dienst, nicht wegen einem Datencrash, sondern wegen meiner Privatsphäre. Die Inhaber von Dropbox könnten meine Daten klauen oder sonst was damit anstellen, ohne das ich es merken würde. Nein danke!

  2. @Christian:
    Für solche Fälle gibts doch TrueCrypt. 😉 Und die Dropbox Dev’s sind so ziemlich die letzten, denen ich Datenklau unterstellen würde. Dafür machen die einfach zu gute Arbeit, ich würde es ihnen schlicht nicht zutrauen.

  3. Ja Christian, also ganz so misstrauisch bin ich da nicht. Da dürfte ich ja kein Facebook, Twitter, Twitpic, Google Apps etc. benutzen. Selbst dein Webhoster kann dir jederzeit die Dateien vom Server klauen. Gesundes Misstrauen ist schon in Ordnung, aber gleich so zu zweifeln, nein. 🙂 Das geht nicht, nicht ohne den Internetanbieter zu kündigen. 😉

  4. Interessant beschrieben, und, lostgelöst von den Fragen der Sicherheit, Wert einmal auzuprobieren…
    Ich hatte mich aber dann dennoch für evernote entschieden, weil eben dort vieles noch ein wenig einfacher und m.E. auch ein wenig mehr durchdachter ist: http://www.evernote.com (auch vollständig in Deutsch und auch auf mac oder win gleichermaßen sinnvoll)

  5. Netter Beitrag @eisy. Ich überlege mir auch schon seit Längerem mir so etwas zuzulegen. Da ich an zwei Standorten parallel arbeite wäre es sehr sinnvoll. Aktuell schicke ich mir wie eisy die Dateien per Mail an mich selbst. 😉

    Besteht denn auch eine Möglichkeit, egal ob dropbos oder evernote, die Dateien zusätzlich lokal an einem Rechner auf einer externen Festplatte zu sichern, denn sollten die dropbox oder evernote server doch einmal abrauchen, was ich zwar nicht glaube, dann wäre es mit Sicherheit kein Fehler die Dateien gesichert zu haben.
    Interessant wäre auch eine Netzwerkfestplatte, die am Router hängt und automatisch synchronisiert, wenn sich Dateien auf dropbox oder evernote geändert haben.

  6. Ich nutze auch schon seit einiger Zeit Dropbox und bin damit zufrieden.
    Ich habe auch schon einige Freunde eingeladen und verfüge derzeit über knapp 6 GB Speicher – kostenlos.

    Ich würde so einem Dienst nie vertrauliche oder zu persönliche Daten anvertrauen, aber für den Austausch mit Freunden oder Verwandten finde ich den Dienst echt praktisch.

    Als Backup-Lösung finde ich es mangels schneller Internetverbindung untauglich und würde ich auch – wie oben beschrieben – nicht nutzen.

  7. Ich nutze Dropbox nun auch schon eine ganze Weile. Toll finde ich auch, dass es auf meinem iPad und iPhone läuft. So kann ich mir ein paar Aufgaben oder interessante Artikel mitnehmen, wenn ich mal wieder zwei Stunden beim Arzt rumsitze. Langeweile Fehlanzeige!

  8. dropbox ist wirklich ne feine sache, besonders wenn man an projekten arbeitet und nicht alle teammitglieder am selben ort sind…das gilt natürlich für kleinere projekte

  9. Was ich nicht verstehe: Sowohl mit einem lokalen Client (den es bei Dropbox ja gibt) sowie auch per Java im Browser ließe sich eine solide End-to-End-Verschlüsselung realisieren. Damit wäre ein solcher Dienst auch zur Speicherung vertraulicher Daten geeignet. Übersehe ich da etwas oder hat das bisher noch keiner der Anbieter erkannt?

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