Marktplätze für mehr Reichweite und Umsatz nutzen

Marktplätze im E-Commerce

Das große Potential im E-Commerce nutzt, wer über den eigenen Onlineshop hinausdenkt. Marktplätze, Preisvergleiche, E-Mail-Marketing und weitere Kanäle sind gefordert, wenn Umsatz und Reichweite optimiert werden soll. Marktplätze eignen sich außerdem für den Test auf internationaler Bühne.

Beim E-Commerce Wachstum ist kein Ende in Sicht und sich nur auf den eigenen Onlineshop, oder gar mit dem Shop nur auf Google zu verlassen, bedeutet auf Wachstum und Umsatz zu verzichten. Das Volumen geht über den eigenen Shop hinaus. Die größte Chance auf mehr Reichweite liegt in Marktplätzen. Multi-Channel-Markting ist hier das richtige Stichwort.

Der Einstieg in die Marktplätze ist weniger kompliziert als oft vermutet. Die Systeme die man bereits nutzt, erlauben oft schon eine direkte oder indirekte Anbindung an Marktplätze wie Amazon, eBay, real.de und viele andere.

Blicken wir in Kurzform auf ein paar Vor- und Nachteile von Marktplätzen.

Vorteile

  • Kalkulierbare Kosten – vor allem bei CPO Deals
  • Niedriger Aufwand bei der Implementierung
  • Einfache Möglichkeit Preisstrategien zu testen
  • Mehr Reichweite außerhalb vom eigenen Shop
  • Neue Kundengruppe (vor allem Preis sensitive Nutzer)
  • Einfache Internationalisierung

Nachteile

  • Geringe Wertschöpfung der Kundendaten
  • Abhängig vom Service-Gedanken des Marktplatzes
  • Kundenerwartungen meist anders als im Shop
  • Reputationsmanagement nicht in der eigenen Hand
  • Hoher Preisdruck bei hohem Wettbewerb auf Produktebene

Viele Onlineshop-Betreiber lassen sich von den nur wenigen Daten abschrecken, die sie bei einer Kooperation mit einem Marktplatz, über ihre Kunden erfahren. Verständlich, denn wenn der Kunde eigentlich nur Kunde vom Marktplatz ist aber nicht vom eigenen Unternehmen zu dem der Shop gehört, lässt sich daraus auch kaum bis gar kein Stammkunde aufbauen. Marktplätze sollten deshalb sensibel geprüft werden ob sie zur Strategie passen. Mehr Reichweite bei gleichzeitig positivem Deckungsbeitrag – dahin muss die Marktplatz-Strategie ausgerichtet werden. Funktioniert das nicht, sollte man als Shopbetreiber möglichst viele Kundendaten gewinnen.

Anbindung über Schnittstellen

Produkte über Marktplätze zu verkaufen bedeutet im ersten Schritt, die Produktdaten sauber über eine Schnittstelle an den jeweiligen Marktplatz zu übermitteln. Das funktioniert mit Datenfeeds. Manuell muss kein Marktplatz mehr bedient werden. Schnittstellen erlauben den Austausch von Informationen nahezu in Echtzeit. Wichtig sind dabei vor allem Informationen wie:

  • Produktdaten
  • Adress- und Zahlungsinformationen
  • Statusinformationen

Produktdaten sind vor allem: Produktbezeichnung, EAN, Preise, Produktbilder und Beschreibung. Die Daten sind zwingend erforderlich damit Produkte auf einem Marktplatz gelistet werden können. Bestellt ein Kunde, werden Zahlungs- und Adressdaten über die Schnittstelle zurück zur Warenwirtschaft transportiert. Außerdem wird ein Status in beide Richtungen übermittelt. Vom Shop bzw. PIM etc. gibt es den Status über die Verfügbarkeit. Der Marktplatz gibt den Status über den Zahlungseingang. Zuletzt wird nur noch der Versandstatus ausgetauscht.

Marktplätze in Deutschland

Für den deutschen Markt gibt es viele spannende Marktplätze. Einige von ihnen haben internationale Ableger und bieten dadurch auch die Chance, außerhalb von Deutschland erste Erfahrungen zu sammeln.

  • Amazon
  • eBay
  • Real
  • Alibaba
  • Rakuten
  • Yatego
  • Otto
  • Home24
  • AboutYou
  • Zalando
  • Etsy
  • Allyouneed
  • Hood
Marktplätze Europa
Quelle: bvoh.de

Fazit

Shopbetreiber sollten Marktplätze unbedingt im Auge haben und ausprobieren. Kunden die über Marktplätze, oder auch Preisvergleiche gehen, sind häufig welche die im eigenen Onlineshop nicht landen werden. Treue Amazon-Kunden die all ihre Daten dort bereits hinterlegt haben und den Service der Plattform schätzen, steigen mit ihren E-Commerce Suchanfragen i.d.R. bereits direkt in Amazon ein. Diese jemals in einen eigenen Onlineshop zu transferieren ist fast ausgeschlossen.

Bildrechte
Titelbild: ID 102496318 / Rawpixel / depositphotos.com

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Über Soeren 579 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

1 Kommentar

  1. Hallo Sören,

    du hast ja schon kurz erwähnt, dass einige Marktplätze auch internationale Ableger haben. Ich denke, darin liegt speziell bei hochpreisigen Produkten in einem Nischenmarkt ein sehr großer Mehrwert. In unserem Fall (Schmuck) wird ein Großteil der Produkte international verkauft, da der Versand bei den Summen weniger ins Gewicht fällt. Wer nur in seinem eigenen Land tätig ist, verschenkt da sehr viel Potenzial.

    Was bei den Shops nicht vergessen werden sollte, ist die Optimierung für deren Algorithmen. Jeder Shop hat ein Rankingsystem. Da lohnt es sich, etwas nachzuforschen/nachzufragen und für das System zu optimieren. Ist eben auch SEO, nur halt nicht für Google sondern speziell auf den Marktplatz bezogen.

    Liebe Grüße,
    Raffael

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