Majestic SEO Testbericht Teil 1

Langsam aber sicher möchte ich die englischsprachigen SEO Tools ebenfalls anschauen und somit auch prüfen wie weit welche Tools für den deutschen Markt geeignet sind. Heute soll es um Majestic SEO gehen. Eines der besten SEO Tools auf dem US Markt und da Backlinks Ländergrenzen übergreifend keine Unterschiede machen, ist Majestic SEO auch für den deutschen Markt ein hervorragendes Werkzeug. So viel kann ich schon vorher vom Tool verraten, mit dem ich ebenfalls schon eine Zeit lang sehr zufrieden arbeite.

Was bietet Majestic SEO?

Grundsätzlich bekommt man mit Majestic SEO ein Tool in die Hand, das es erlaubt viele Daten über die Backlinks einer oder mehrere Domains herauszufinden. Dabei bekommt man Daten wie die Ref Domains, Länder, Sub-Netze, Linktexte und Top Backlinks sowie den Verlauf bzw. die Entwicklung der Links. Etwas detailreicher jetzt im Majestic Testbericht.

Der Majestic SEO Test

Für diesen Testbericht stellte mir Christian seine Domain www.zweidoteins.de zur Verfügung. Was mir die Domain für Resultate bringt, weiß ich zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht. Ich verfasse Testberichte generell parallel zum tatsächlichen Test mit der gewählten Domain. Dadurch bleiben die Tests auch für mich immer interessant und spannend. 😉

Reports sind das wichtigste in Majestic SEO, denn in ihnen sind alle Backlink-Informationen von Domains zu finden, die der Nutzer unbedingt wissen möchte. Man unterscheidet zwischen Standard- und Advanced-Reports. Die Standard-Reports stellen wenige Daten im Überblick bereit, die am Ende auch im Advanced-Report vorhanden sind. Den Sinn der Standard-Reports sehe ich darin, dass man nicht für jede Domain immer einen ausführlichen Bericht benötigt. Manchmal reichen weniger Daten fürs erste aus. Ich möchte im Testbericht auf den Advanced Report eingehen. Standard bedarf keinem Test, da es sich sonst doppelt.

Erster Überblick

Für Christians Domain zweidoteins.de bekomme ich sofort einen Überblick vom Tool geliefert und habe Zugriff auf erste wichtige Daten. Die Sidebar / Navigation ist eindeutig beschriftet, somit führt jeder Klick zu den dahinter erwarteten Ergebnissen.

Neben den Infos im Text, sehe ich mit den zwei folgenden Charts auch die Entwicklung der Backlinks über die letzten Monate und Jahre hinweg. Bei Christians noch jungen Blog ist dies bisher eine durchweg positive Entwicklung.

In der ersten Übersicht sind die beiden Charts zusammen mit den Top Linktexten und Top Ref-Domains. Diese runden den Überblick dann auch ab und im Anschluss geht es in die tieferen Details zur abgefragten Domain.

Die Navigation zeigte bereits was alles kommt. Nur ein Klick bis zur Anzeige der Herkunft aller Backlinks. „Herkunft“ ist hierbei die der IP-Adresse, auf der die Website liegt, von denen die Backlinks stammen.

Mit einem Klick aufs jeweilige Land lassen sich alle dahinter befindlichen Backlinks anzeigen. Das ist wichtig um schnell zu ermitteln woher beispielsweise Links aus Japan stammen, die für eine Seite mit deutschem Content ja nicht zwangsweise nützlich sein müssen. Der nächste Screenshot zeigt mal die Links mit US-Herkunft

Passend zur Herkunft der Backlinks nach Ländern, gibt es auch eine Übersicht über die TLDs auf denen sich die Backlinks befinden.

Linktexte (Anker / Anchor)

Die Linktexte sind sehr wichtig bei und in der Optimierung von Domains auf bestimmte Keywords. Wenn man nicht alle Backlinks selbst aufbaut oder alles anständig im Monitoring hat, ist es besonders wichtig zu erkennen auf welche Keywords meine Seiten von extern ohne mein Zutun optimiert werden. Blogs sind oft mit dem Namen des Autors verlinkt oder natürlich direkt mit dem Blognamen. So kommt es das zweidoteins.de hier mit beiden Domainlinks in der Liste steht und danach Christian als Name – wahrscheinlich auch weil er viel in anderen Blogs mit seinem Vornamen kommentiert.

Mit einem Klick auf den Anchor sieht man die Linkquellen. Christians kleines Gewinnspiel bei dem er gern mit „Suchmaschinenoptimierung“ verlinkt werden wollte, zeigt hier seine Nachteile. Eine angenehme Übersicht mit Linkquellen bei denen es nur einen Kommentar bedarf und schon hat man ebenfalls die Links, die Christian hat.

Wie folgt sieht die Übersicht von Linkquellen dann aus.

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www.eisy.eu/leistungen/google-adwords/

Der ACRank zeigt ein auf einfache Weise ermittelten Wert über die Stärke der Domain. Er geht von 0 bis 15 und sollte natürlich nicht als „der“ Wert angesehen werden. Dennoch, zur Orientierung ist das schon in Ordnung. Sehr angenehm ist auch das Datum wann die Links ermittelt wurden. Ein Anhaltspunkt dafür, wie lange ich diesen Backlink bereits besitze. Diese verlieren ja nicht unbedingt an Wert, im Gegenteil.

Ref Domains

Unter den Ref Domains versteht sich der Überblick aller Domains von denen eine Website Backlinks besitzt. Das hat noch nichts mit jedem einzelnen Backlink zutun. Man kann erstmal nur sehen welche Domains es überhaupt sind und wie stark die auf den Domains befindlichen Backlinks nach ACRank sind.

Erst mit einem Klick sehe ich alle Backlinks innerhalb der Domain. Majestic SEO üblich, direkt mit Linktexten etc. um schnell alles wichtige zu erkennen.

Majestic SEO gewährt eine gute Übersicht der Linkart via Flags, diese Flags sind auf dem Screenshot oben zu sehen und würden in der Tabelle erscheinen, wenn ein Backlink beispielsweise über ein Bild existiert oder auf Nofollow steht.

Top Backlinks auswerten

Eigentlich ist Majestic SEO als Gesamtpaket das wertvolle Werkzeug, doch natürlich hat es auch eine Art Hauptteil und das ist die Auswertung der Top Backlinks. Majestic SEO sortiert die besten Backlinks einer Website nach ACRank der Quelle und listet diese auf. Noch dazu sind verschiedene Filter verfügbar, die nur dann wählbar sind, wenn es auch Ergebnisse dafür gibt. Spart dem Anwender viel Zeit, da er keine Filter setzen kann womit er keinerlei Ergebnisse bekommen würde.

Beim Text-Filter kann zwischen Anchor und URL gewählt werden. Besonders bei Domains mit ausgedachten Namen wie zweidoteins, lässt sich darüber schnell ermitteln wo wirklich über ihn berichtet wurde und eventuell sogar extra wegen ihm ein Blogbeitrag erstellt wurde. Ich setze einfach „zweidoteins“ als Text ein und stelle den Filter auf URL.

Nun sieht man das t3n, blogszene.com, dennisfarin.de etc. alle über zweidoteins berichtet haben. Das macht auch dann Sinn, wenn man ein spezielles Produkt im Sortiment hat und möchte das öffentlich darüber berichtet wird. Natürlich ist es keine 100 Prozent Abdeckung, aber für einen Überblick parallel zu Google Alerts ist es eine gute Sache. Zudem geht es um Backlinks, nicht um Reputation. 🙂

IPs und SubNets

Als letztes zeigt der Advanced Report auch die IP-Adressen als genaue Werte, sowie die Sub-Netze dieser an, welche Backlinks beinhalten. Mit Klick auf eine IP sieht man die jeweiligen Domains, mit einem erneuten Klick dann die jeweiligen Backlinks.

Downloads und Optionen zur Konfiguration einzelner Sachen bietet Majestic SEO auch. Da diese Seiten aber sehr gut mit Texten beschrieben sind, muss ich das nicht selbst beschreiben, sondern kann es mit Bildern zeigen.

Preise: MajesticSEO gibt es in vier Paketen und so ist auch für den Einsteiger mit wenigen Domains, oder Leuten die geringe Konkurrenzdichte haben, bereits mit MajesticSEO Bronze schon für 9,99 Pfund pro Monat. Das steigert sich dann über knapp 30 und 100 Pfund bis hoch zu 250 Pfund für Majestic Platinum. In der großen Version sind nahezu endlos viele Datensätze enthalten und man kann Reports ohne Ende erstellen. Für den normalen Nutzer reicht Bronze und Silver eigentlich aus. In der Preisübersicht lassen sich die Pakete sehr gut vergleichen.

Fazit

Die Advanced Reports von Majestic SEO sind sehr gut. Die Erstellung eines solchen Reports klappt innerhalb weniger Minuten bei größeren Domains und innerhalb von Sekunden bei kleinen Domains. Man kann diese Reports für ganze Domains, aber auch für einzelne URLs oder Subdomains erstellen. Dadurch muss man nicht die ganze Domain analysieren, wenn eigentlich nur die Blog-Subdomain interessant ist. Der Preis von nur knapp 13 Euro pro Monat ist für ein Link-Tool dieser Größenordnung sehr günstig. Wer regelmäßig seine Backlinks kontrolliert und bisher kein gutes Tool dafür hat oder ein anderes Tool ergänzen möchte, sollte ruhig bei Majestic SEO mal reinschauen.

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

8 Kommentare

  1. Das große Problem bei dem Tool ist, dass es aus den USA kommt. In Deutschland ist die Qualität leider nicht sehr gut.

    Wir haben einmal eine Analyse gemacht wo wir Webmastertools, Yahoo, OpenSiteExplorer und MajescticSEO Daten zusammen geschmissen haben. Insgesamt ca. 90.000 versch. Backlinks.
    Laut Yahoo hat die Domain nur 20.000 gehabt.
    Wir kamen am Ende auf ca. 22.000 gute Backlinks, also ohne nofollow etc.

    Sprich von den 90.000 die MajesticSEO angezeigt hat waren ca. 70.000 nicht mehr vorhanden.

    • Deshalb nimmt auch nicht nur ein Tool bei Analysen! Leider hast du nicht genannt wann das gewesen ist. Denn auch im Januar 2011 soll es schon wieder ein Update geben. Die Daten die ich ermitteln konnte, entsprechen nicht dem von dir genannten Problem.

      Wenn du mir zum von dir geschilderten Problem die Domain nennst, anhand derer ich das nachvollziehen kann, wäre ich dir sehr dankbar. Es wäre auch schön wenn du ausschließen kannst das es eher eine Seltenheit ist. Sonst steht hier ein Tool schlechter da als es wirklich wäre. 😉 Was gleichzeitig wieder abfärben könnte, da du nicht gerade unbefangen bist. 😉

      • Die URL kann ich natürlich nicht nennen.
        Ich habe aber den aktuellen Stand angeschaut. Laut Yahoo sind es ca. 24.000 Links und MajesticSEO zeigt über 130.000 Links an.

        Aber du hast recht, es handelt sich hier um eine einzige Domain und ist damit natürlich statistisch nicht nutzbar.

  2. Toller Beitrag Soeren. Der Bericht hat mir sehr gefallen und mich dazu bewegt über eine Anschaffung des Tools nachzudenken. Danke auch, das du meine URL zum Testen genutzt hast, kannst sie gerne immer wieder nutzen falls mal wieder ein Test ansteht.

  3. @Soeren und Julian,

    die Problematik mit den toten Links besteht bei Majestic mindestens schon seit Anfang 2009.
    Offenbar werden tote Links nicht aussortiert bzw. teilweise Injections mit in die Backlinksammlung aufgenommen, die der Majestics-Crawler abfragt.
    Genau habe ich mir das auch nie so wirklich angeschaut – Malte hat das aber mal intensiver gemacht, vielleicht kann er sich noch erinnern und schreibt was dazu!?

  4. Danke für die nette Vorstellung des Tools.

    An alle, die sich über veraltete Backlinkdaten ärgern kann ich immer nur appellieren sich ebenfalls diesem Cloudprojekt anzuschließen und den Crawler mitlaufen zu lassen. http://www.majestic12.co.uk/projects/dsearch/download.php <– da runter laden, automatisch starten lassen und nicht nur profitieren, sondern auch helfen das Ding immer aktueller zu bekommen.
    Auf meinem zweit-PC läuft es immer mit und nur so kann man dafür sorgen, dass es auch in Zukunft Suchmaschinen unabhängige Daten gibt. Ein klares Hurra!

  5. @Jan wieso sollten die Daten von Majestic „Suchmaschinen unabhängig“ sein? Majestic ist (ursprünglich) auch eine Suchmaschine. Außerdem sehe ich es nicht ein auf meine Kosten die Crawlingarbeit für einen Dienst zu übernehmen und dann für die Nutzung der Daten zahlen zu müssen.

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