Laterpay: Test der Paywall für WordPress Blogs

Bereits seit 2014 gibt es das Angebot „Laterpay“. Es handelt sich um eine Paywall für redaktionelle Inhalte. Mit Laterpay können Blogger – sowie andere Webseiten – ihre Inhalte kostenpflichtig zur Verfügung stellen. Die Einstellungen sind dabei so flexibel, wie es der Blogger möchte. Wenige aber dafür bekannte Webseiten sind bereits dabei.

Mit diesem Laterpay Test möchte ich zeigen, wie Blogger mit bezahlten Inhalten, basierend auf WordPress, ziemlich einfach Geld verdienen können. Vorausgesetzt – und das ist mir als Anmerkung sehr wichtig – die Inhalte sind es wert, dafür zu bezahlen. Ohne Reichweite und ohne Inhalte mit Mehrwert, kann auch die einfachste Methode einer Paywall kein Geld einbringen.

Erst Artikel lesen, dann bezahlen

Laterpay hält sich daran, was der Name bereits verspricht. Es wird gekaufter Inhalt erst später bezahlt. Natürlich können Blogger dies auch vermeiden und zur sofortigen Bezahlung auffordern. Generell funktioniert das Prinzip aber wie folgt:

Leser öffnen einen Artikel. Dieser kostet 0,29 Euro und kann mit einem Klick freigegeben werden. Nach dem Klick liest der Nutzer den Artikel in vollständiger Länge. Er kann weitere Artikel ebenfalls per Klick freischalten und füllt dadurch seinen virtuellen Warenkorb. Dies funktioniert auch webseitenübergreifend. Erst wenn der Leser den Mindestbetrag von 5,00 Euro erreicht hat, bittet das System zur kostenfreien Registrierung und anschließenden Bezahlung der Rechnung. Dann erhält auch der Blogger seine Vergütung i.H.v. 85 Prozent. Die übrigen 15% sind Provisionen für das Laterpay-System.

Individuelle Pässe für Leser anbieten

Mit einzelnen Zugangspässen können Blogger ihren Lesern auch anbieten, einfach monatlich einen Betrag zu bezahlen und dafür Zugriff auf alle Inhalte zu erhalten. Es funktioniert auch auf Basis von Stunden, Tagen, Wochen und Jahren, also nicht nur Monatspässe.

Laterpay Pässe

Jeder Artikel kann einen individuellen Preis kosten. Es können aber auch Standard-Preise für Kategorien angelegt werden. Dann kosten beispielsweise alle Testberichte auf eisy.eu automatisch 0,49 Euro pro Artikel.

Preis für Artikel festlegen

Dieser Artikel hier könnte nun 0,05 Euro kosten. Dann würde, anstatt dieser Inhalt hier, nur ein Teaser erscheinen und der Hinweis, diesen Artikel kaufen zu können. Wie folgt sieht das aus.

Die Laterpay Paywall mit Preis

Die individuelle Preisangabe im Artikel, überschreibt automatisch die globalen Angaben. Sprich, kostet ein Artikel in einer Kategorie sonst 49 Cent, aber beim Artikel selbst werden 5 Cent angegeben, dann wird der im Artikel festgelegte Preis genutzt. Die Einstellung nimmt man direkt neben dem Texteditor vor.

Laterpay Artikelpreis individuell festlegen

Dynamische Preise finde ich, sind eine weitere tolle Funktion von Laterpay. Dabei kann eingestellt werden, dass der Preis zeitlich definiert sinkt oder steigt. Richtig gelesen, Artikelpreise können variieren, je nach Alter eines Artikels. Diese Einstellungen nimmt man ebenfalls direkt beim Artikel vor.

Von 0,05 Euro bis 149,00 Euro kann der Preis pro Artikel bewegt werden.

Laterpay WordPress Plugin

Mithilfe des Laterpay WordPress Plugin wird die Installation für Blogger zum Kinderspiel. Das Plugin wird kostenlos heruntergeladen. Anschließend einfach aktivieren. Nun können in der Oberfläche des Plugins die wichtigsten Einstellungen vorgenommen werden. Unter anderem werden die Zahlungspässe definiert und Standardpreise festgesetzt.

Laterpay Darstellung

Das Plugin bietet auch ein eigenes Dashboard. Auf diesem können die Verkaufsstatistiken angezeigt werden. Die Statistiken können aber auch im Merchant-Bereich auf Laterpay.net direkt eingesehen werden.

Im Testmodus kann das System vollständig ausprobiert werden, ohne dabei die Leser beim normalen Benutzen der Webseite zu stören. Inhalte sind dann nur für den Administrator hinter der Paywall und auch Widgets etc. sehen nur Admins. Funktioniert alles, wird das System in den Live-Modus gesetzt.

RSS Feed kürzen

Wichtig für Laterpay Blogger: der RSS-Feed sollte in WordPress nur in gekürzter Form ausgegeben werden. Ansonsten erhalten die RSS-Leser den Artikel derzeit wohl in vollständiger Länger.

Dokumente etc. als Paid Content

Nicht nur Textinhalte von Form von Blogbeiträgen und Seiten können hinter die Bezahlschranke. Es können auch PDF Downloads kostenpflichtig angeboten werden. So könnte etwa der Beitrag komplett kostenlos sein, aber angehängte Statistiken kosten dann Geld. Dadurch bietet man allen Lesern wertvollen Inhalt, aber nur wirklich Interessierten die Fakten im Detail.

Fazit

Laterpay scheint mir eine gute Alternative zu einem Premium-Bereich zu sein. Da Nutzer nur bei Bedarf in Artikel investieren müssen und auch längst nicht jeder Inhalt Geld kosten muss, dürfte die Akzeptanz bei Bloglesern gut sein. Ich werde es in Zukunft ausprobieren und die Details dazu öffentlich teilen. Mit Laterpay braucht es kein monatliches Abo für Mitglieder. Im Gegenteil, man muss noch nicht einmal Mitglieder werben.

Die Einrichtung einer Paywall funktioniert sehr einfach. Wie der Betrieb läuft, werde ich im nächsten Teil des Tests aufzeigen.

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.