Interview mit Andi und Merlin von Onpage.org

Heute möchte ich euch ein Interview mit zwei wichtigen Personen hinter Onpage.org vorstellen. Die Fragen beantworten Merlin und Andi. Das Interview ist mal kein von mir geschriebener Content sondern ein über PR-Kanäle verteilter Inhalt. Dies macht es aber keineswegs weniger spannend und deshalb wünsche ich euch viel Spaß beim lesen!

Das Interview führte Vesselina Marinova, Leitung Marketing an der BAW.

Was bedeutet eigentlich OnPage.org?
Jan Hendrik Merlin Jacob (Merlin, Geschäftsführender Gesellschafter OnPage.org):
OnPage.org ist eine Software für nachhaltige Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Qualitätsmanagement von Webseiten. Wir analysieren die Webseiten unserer Kunden und erstellen daraus Reports und Handlungsempfehlungen, die den Kunden helfen, ihre Webseite hinsichtlich Technik und SEO zu optimieren.

Das Ziel ist natürlich, von Suchmaschinen besser gefunden zu werden, aber auch eine bessere User Experience für den Kunden und dessen Auftraggebern zu bieten. Das fängt bereits bei unachtsamen Programmierfehlern wie z.B. fehlerhafte Hyperlinks (auf fehlende Dokumente) an. Ein anderer weitverbreiteter Fehler ist das versehentliche Produzieren von unendlich vielen Unterseiten, welche den Google Crawler unnötig verwirren. Heute sind Webseiten extrem dynamisch und damit auch fehleranfällig. Es kann einfach vieles schiefgehen und bei großen Seiten ist eine permanente manuelle Prüfung nahezu unmöglich. Wir helfen unseren Kunden, ihre Website unter Kontrolle zu bekommen und deren Qualität aufrecht zu erhalten.

Wie seid Ihr überhaupt auf dieses Produkt gekommen?
Andi Bruckschlögl (Andi, Geschäftsführender Gesellschafter OnPage.org):
Wir haben bei mehreren Kunden fast mit Entsetzen festgestellt, dass ganz lapidare technische Fehler passieren, auch wenn es um Projekte mit sehr viel Geld geht. Viele Webseitenbetreiber besitzen gar kein Tool, das ihre Seiten prüft und überwacht geschweige denn im Ernstfall Betreiber informiert und warnt. Schnell ist es passiert, dass die Seite bei Google gesperrt und aus dem Index ausgeschlossen wird. Massive Rankingverluste sind die Folgen, die wiederum in erheblichen Umsatzeinbrüchen resultieren. Wir beobachten täglich, dass hier der Markt einen großen Bedarf an einer Dienstleistung hat, die wir mit OnPage.org als Erster für eine nicht-technikaffine Zielgruppe anbieten.

Wie lange gibt es OnPage.org schon und wie viele Kunden sind es heute?
Merlin: Entwicklungsstart war Anfang 2012, die Beta-Phase ist im August letzten Jahres gestartet. Zu Beginn der Beta-Phase haben wir unser Produkt leicht vergünstigt angeboten. Binnen 24 Stunden waren 100 limitierte und kostenpflichtige Beta-Accounts vergriffen. Somit erreichten wir den Break Even Point bereits Ende 2012.

Andi: Bereits Anfang Januar 2013 konnten wir den 500sten Kunden begrüßen. Die Zufriedenheit unserer Kunden steht bei uns an oberster Stelle und so können wir uns seit Beginn über gute Wachstums- und geringe Absprungraten freuen.

Ihr beide habt an der BAW Dialog- / Onlinemarketing studiert. Merlin, Du hast das Produkt sogar parallel zum BAW Studium entwickelt. Welche Hilfe war das BAW Studium bei Eurem Vorhaben?
Merlin: Im eigentlichen Kern unseres Business, beim Programmieren, war die BAW keine direkte Hilfe. In Sachen professionelle Marketingstrategie jedoch hat uns die BAW mit dem richtigen Handwerkszeug ausgestattet: Makro-, Mikro-, Wettbewerbsanalyse bis hin zur Preisfindung.
Wir verfolgen einfache Grundsätze: Der Kunden steht im Zentrum und seine Webseite wird mit unserem Tool in den Fokus gerückt. Die übrigen Marktteilnehmer haben sich seit jeher auf die Wettbewerbsanalyse konzentriert – dieses Dogma haben wir gebrochen, nicht zuletzt durch unseren Dialogmarketinggeprägten Denkansatz. Wir behandeln den Kunden wie einen Partner oder Freund. Das macht uns vor allem im Social Media extrem erfolgreich. Wir versuchen immer etwas anders als die anderen zu sein und legen großen Wert auf klare USPs. Kundennähe zahlt sich aus. All das kann man mühsam da draußen lernen, aber eben auch kompakt und praxisnah an der BAW.

Andi: Wir haben uns beide sehr am MMP, dem BAW Marketing-Management-Prozess orientiert, und wie man sieht mit Erfolg.

Onpage.org

Euer Markenzeichen ist von Anfang an Captain OnPage. Wie seid Ihr auf diese Comicfigur gekommen?
Andi:Das war Marcus Idee. Er legt besonderen Wert auf die Einzigartigkeit eines Produktes. Onpage-Optimierung an sich ist ein sehr dröges Thema, technisch komplex und Statistik getrieben. Das wollten wir unbedingt lebendiger gestalten und aufpeppen. So kam die Idee, einen Comic-Helden zu schaffen, der uns als eine Art Motivator zur Seite steht.

Captain OnPage hat uns insbesondere im Marketing sehr geholfen. Die Figur hat uns sehr schnell einen klaren Wiedererkennungswert verschafft. Die Kunden nehmen uns viel differenzierter wahr und weniger als den „klassischen“ Software-Anbieter.

Merlin: Die Onpage-Thematik gibt es ja schon lange. Onpage-SEO, also die Arbeit an der Webseite selbst, geriet in den letzten Jahre etwas in den Hintergrund, denn alles drehte sich nur noch um Offpage-Optimierung. Uns ist es gelungen, auch dank Captain OnPage, dies wieder mehr in den Fokus zu rücken.

Ihr habt ja zeitlich nacheinander an der BAW studiert, was war der persönliche Benefit für jeden von Euch?
Merlin: In meinem Studiengang waren viele Leute aus dem Online Marketing-Bereich vertreten, so fand ein reger Austausch statt. Besonders in der wichtigen Entwicklungsphase erhielt ich einigen Input und konstruktives Feedback, aber auch Kritik. Meine Mitstudenten und Dozenten waren Leute vom Fach, deren Meinung für mich wertvoll und sehr hilfreich war.

Andi: Merlin war glücklicherweise während der Produktentwicklung an der BAW. Er konnte an das praktische Wissen direkt anknüpfen und davon profitieren. Ich studierte ein Jahr zuvor an der BAW und habe in erster Linie sehr viele Kontakte mitgenommen, die uns später sehr nützlich waren und bis heute sind. Besonders am Anfang eines Startups besteht immer die Gefahr, dass man viel Geld ausgibt, bevor man überhaupt auf den Markt kommt. Diese Gefahr war für uns dank BAW sehr gering. Wir sind ein Teil dieses wahnsinnig großen Netzwerks geworden, das wir leben und weiterhin pflegen.

Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragt jedes Jahr ca. 6.000 Jungunternehmer in Deutschland. Die Umfrage zeigt, dass die deutschen Startups leider nur Mitläufer sind und keine Trendsetter. Wo seht Ihr Euch?
Merlin: Wir sind schon eher Trendsetter, denn wir ziehen in Deutschland den Fokus der Branche doch sehr auf dieses Thema.

Andi: Wir sehen uns keineswegs als Mitläufer, denn was wir aktuell anbieten, gab es vorher einfach nicht. Wir haben etwas komplett Neues geschaffen. Natürlich nicht die Onpage-Optimierung an sich, wohl aber die Art und Weise an die Sache heranzugehen. Unser Produkt ist benutzerfreundlich, verwendet kaum Fachjargon, ist maßgeschneidert, innovativ und kreativ. Ich glaube auch, dass wir neue Standards gesetzt haben. Und wir bleiben nicht stehen: Wir haben noch sehr viele Ideen für neue Features und Tools. Erst kürzlich haben wir ein ganz neues Tool im Rahmen von OnPage.org gelauncht: Author-Rank.org.

Auch jenseits von Deutschland gibt es für uns interessante Märkte. In Österreich und der Schweiz kann man OnPage.org bereits erwerben. An einer multilingualen Lösung arbeiten wir aktuell. Wir haben auch bereits in den USA präsentiert und der US-Markt hat jetzt schon starkes Interesse bekundet.

Hattet Ihr einen ganz besonderen Antrieb oder einen Mentor?
Merlin: Wir hatten Niels Doerje und Marcus Tandler als Mentoren. Beide sind ebenfalls Mitglieder der BAW-Familie. Sie haben uns gezeigt wie es laufen kann. Auch von BAW Dozenten haben wir ganz viel mitgenommen. Viele Vorlesungen haben uns erst die Augen geöffnet und gezeigt, welche Marketing Maßnahmen man einsetzen kann, sei es Facebook, E-Mail- oder Direkt-Marketing. Das BAW Studium ermöglichte uns als SEO-Leute völlig neue Perspektiven auf das Thema.
Der „klassische“ SEO kennt nur Kenngrößen, die bei Google Relevanz finden und Google Traffic. Gerade inspirierende Dozenten wie Herr Bidmon helfen den Horizont zu erweitern und über den eigenen Tellerrand zu denken. Spannend war auch der Einblick in die klassische PR Arbeit, die Conversion Optimierung sowie die Möglichkeiten, die sich durch gekonntes Multichannel Management eröffnen.

Andi: Niels Doerje, der längere Zeit im Europa-Management bei Google tätig war, haben wir viele Management-Learnings mitgenommen, von Marcus, der besser als Mediadonis oder Mr. SEO bekannt ist, bekamen wir die Detail-Verliebtheit und die Leidenschaft zum eigenen Produkt. Niels und Marcus waren unsere Betreuungsdozenten und Sparringspartner. Laufen lernen mussten wir trotzdem alleine.

Wie groß ist OnPage.org mittlerweile und wer könnte sich bei Euch bewerben?
Merlin: Wir haben derzeit ein Team von 15 bis 20 Mitarbeitern und sind weiter im Aufbau. Die Entscheidung für einen neuen Mitarbeiter fällt letztlich unabhängig von Lebenslauf oder Noten. Es zählt natürlich Können, aber entscheidend ist Motivation. Vor allem Letzteres merkt man erst, im persönlichen Gespräch. Erst dann können wir entscheiden, ob wir zusammenpassen. Wir freuen uns über das große Interesse und suchen uns natürlich die Besten aus. Aktuell suchen wir noch Affiliate-Manager, Programmierer, Print-Designer und Mitarbeiter im Bereich Online-Marketing und Sales.

Inzwischen wurde Eure Arbeit auch ausgezeichnet. Erzählt uns von diesem Preis.
Merlin: Der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. hat uns mit dem Award „Startup des Jahres“ ausgezeichnet. Der Claim lautete „Zeit für Visionäre“, was uns doppelt freute.

Andi: Es hat sich eine dreistellige Zahl an Startups beworben, acht davon wurden nominiert. Diese acht hatten eine Minute Zeit das Geschäftsmodell zu präsentieren, anschließend gab es jeweils eine fünfminütige Fragerunde. Die hochkarätige vierköpfige Jury hat uns einstimmig zum Startup des Jahres gekürt. Wenn das keine Motivation ist…

Merlin: Ich glaube wir haben die Bühne gerockt und überzeugend präsentiert – auch etwas, was man an der BAW lernt.

Heißt das jetzt mehr Verantwortung oder mehr Champagner?
Andi: Dieser Preis ist auch ein bisschen Wegbereiter für künftige Kooperationen. Wir sehen den Award als eine Riesenchance noch schneller und besser zu wachsen.

Was sind Eure drei Erfolgsregeln für Startups?
Merlin: Fundiertes Wissen über Markt und Branche, eine solide Kalkulation, ein gutes sich ergänzendes und heterogenes Team finden und dann durchstarten. Qualität ist natürlich auch ein wichtiges Momentum; dabei sollte man aber auch nicht dem übergründlichen deutschen Perfektionismus verfallen – viele Startups sterben leider in Schönheit.

Würdet Ihr die BAW weiterempfehlen?
Andi: Ein klares Ja! Zwei Team-Member von OnPage.org studieren aktuell an der BAW. Wir ermöglichen allen Kollegen ein Studium an der Akademie, bei denen wir Potenzial und Motivation erkennen. Fundiertes praxisnahes Wissen bringt wertvollen Input ins Unternehmen und das tägliche Doing.

Praxis-Tipps und News direkt per E-Mail

Ich sende dir interessante Praxis-Tipps, Marketing- und E-Commerce Themen sowie weitere Themen bei denen ich der Meinung bin, dir etwas Gutes tun zu können, direkt via E-Mail. Abonniere einfach den kostenlosen Newsletter. Du kannst ihn jederzeit wieder abstellen.


Premium-Mitglied werden? Jetzt teilnehmen

Testphase: 1 Woche kostenfrei, keine Einschränkung
Kosten: 69 EUR inkl. MwSt. pro Monat
Laufzeit: Monatlich, jederzeit kündbar
Jetzt Informationen ansehen

Über Soeren 579 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

6 Kommentare

  1. Wir sind auch super zufrieden mit dem Tool. Vor allem der Support ist schwindelerregend schnell! Daumen hoch für den tollen Service den das Team da leistet. Über die Funktionen brauche ich hier wohl keine großen Worte verlieren, ein Tool was jahrelang gefehlt hat!

  2. Super zu sehen, was dabei rauskommen kann, wenn man als Seo noch für sich selbst arbeitet, bzw. ein gutes Team um sich scharrt. Bin gespannt was es als nächstes gibt…

  3. Eigentlich ist es ja das Tool was vielen SEOs gefehlt hat. Authorships sind mit Sicherheit ein Quaitätsmerkmal der (nahen) Zukunft, auch wenn der AuthorRank derzeitig nur indirekt als Rankingkriterium im Google Ranking berückjsichtigt wird.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*