Hub Sites: Mail Online vs. The Guardian

The Guardian und Mail Online im Vergleich der WM 2014 Hub Sites.

Themenseiten (Hub Sites) sind aus vielen Perspektiven sehr wertvoll. Ob sie für den Besucher einen thematischen Überblick darstellen, wie ich es mit den SEO-Themen, Linkaufbau-Themen und anderen Seiten mache, oder ob sie für explizit dazu gedacht sind, bei einem bestimmten Suchbegriff in Google ganz vorne zu ranken.

In diesem Zusammenhang (Hub Sites für Rankings) habe ich mir schon häufig größere und kleinere Seiten angesehen. Als Beispiel möchte ich aber diesmal den englischsprachigen Markt nehmen. Da dienen mir „Mail Online“ (dailymail.co.uk) und „The Guardian“ (theguardian.com) als Beispiele.

Die Weltmeisterschaft 2014 Hub Sites

Im Mittelpunkt großer Nachrichtenseiten stand dieses Jahr unweigerlich ein großes Ereignis. Die WM 2014 in Brasilien. In Google musste vorne stehen, wer täglich tausende Besucher aus der organischen Web Suche abgreifen wollte. Denn Google News allein, ist längst nicht alles.

Um in Google zu solchen Themen stabile Rankings zu generieren, muss eine Themenseite (Hub Site) ran. Sowohl The Guardian als auch Mail Online haben sich solche Seiten erstellt.

In Google gibt es zur WM nur eine begrenzte Anzahl an Logenplätzen. Die ersten Treffer zum World Cup belegten diverse Seiten der FIFA. Danach hält die Wikipedia den Platz hinter den Offiziellen inne. Und was dann übrig blieb, durften sich ein paar wenige Verlagsseiten teilen. Und da sind sie dann, die BBC, Telegraph.co.uk etc.

Richtig vs. fast richtig

Als „falsch“ will ich kein Vorgehen bezeichnen. Denn immerhin haben alle beide Beispiele richtige Schritte eingeleitet. Auch wenn nur eine Seite es vollständig korrekt umsetzen konnte.

Richtig ist, dass beide Seiten eine URL und Übersichtsseite aufstellten, auf der die Inhalte zum World Cup 2014 gesammelt stehen. Außerdem können auf diesen Übersichten noch weitere Mehrwerte wie Tabellen, Gewinnspiele, Quiz, Bildergalerien publiziert werden. Hierdurch würde den Besuchern die aus Google kommen noch mehr geboten.

Hier hat Mail Online die echt bessere Seite. Sie haben dem Besucher Tabellen, Poster und Comics, aber auch Flaggen angeboten, bei denen per Klick sofort News zur jeweiligen Nationalmannschaft geboten wurden. Außerdem ganz oben natürlich die stets neuesten Meldungen zur WM und unterhalb der Bonis ebenfalls.

mail online

The Guardian kam stattdessen nur mit einer ganz normalen Kategorie oder einer Schlagwort-Seite. Keine besonderen Mehrwerte aber dafür sauber und chronologisch sortiert die letzten Meldungen.

the guardian

Allerdings ist das nicht alles. Denn was The Guardian zu „World Cup“ ins Rennen schickte, war einfach nur die Kategorie zur Weltmeisterschaft. Ohne Jahrgang. Ebenfalls nämlich sehr gut im Rennen, die World Cup 2014 Unterseite. Und dort konnten Nutzer sehr gut auch Nachrichten nach Mannschaften sortieren etc.

Jetzt könnte man meinen, The Guardian würde in Google Probleme bekommen. Denn zwei Unterseiten zu einem Thema, sorgen oft für ein Ungleichgewicht bei den Rankings. Google neigt dann dazu, die URLs gegeneinander antreten zu lassen. Also man rankt die eine URL und dann die andere. Jedoch keine der beiden rankt wirklich gut. Doch falsch gedacht. Genau das ist bei The Guardian nicht passiert. Dafür aber bei Mail Online, die nur eine URL nutzten.

Gehen wir der Sache mal etwas näher auf den Grund und ich fasse kurz zusammen:

  • Mail Online: Nutzt nur eine Hub Site für den World Cup (2014) und bekommt in Google keine gute Rankings. Leidet sogar unter schwankenden URLs.
  • The Guardian: Nutzt zwei URLs und trennt World Cup sowie World Cup 2014 auf. Rankt bei beiden Begriffen fantastisch und hat keine Google Probleme.

Rankings von Dailymail und The Guardian

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Probleme bei Mail Online

Grundsätzlich hat Mail Online eine wirklich prima Hub Site. Allerdings – und das sieht man oben auf dem Rankingverlauf bereits deutlich – schafft es die Seite nicht, zu „World Cup“ oder „World Cup“ 2014 auf stabile Rankings zu kommen. Sie schwanken teils zwischen Position 15 und 45. Außerdem wechseln sich alle paar Wochen die URLs ab. Manchmal rankt die Hub Site, manchmal verschiedene Nachrichten.

dailymail-urls

Die Problematik basiert mehr oder weniger auf einem Anfängerfehler im Bereich interne Verlinkung.

Es wird kaum intern auf die Hub Site verlinkt. Weder verlinkt Mail Online konsequent aus Nachrichten, noch aus Teilen des Templates. Dadurch wird die Hub Site intern nicht eindeutig als solche bestimmt. Was gegenüber Google zu den Schwankungen führt. Und bei den Rankings keine optimalen Resultate bringt.

The Guardian zeigt wie es geht

Wie es richtig geht, zeigt The Guardian, aber auch Telegraph.co.uk und einige andere große US-Nachrichtenseiten.

worldcup2014

Auf der Hub Site zum „World Cup“ verlinkt die Seite auf die verschiedenen Hub Sites die zur Jahreszahl zugeordnet werden. So auch zum World Cup 2014, wie man auf dem Screenshot gut sehen kann. Durch diesen Link bestärkt man die Relevanz der 2014er Unterseite und nimmt der World Cup Seite etwas die Relevanz für 2014 raus.

Sehen wir uns mal eine Newsmeldung an.

worldcup-interne-links

In der kleinen Sidebar neben der News, sind stets beide Hub Sites verlinkt. Die für 2014 und die für World Cup allgemein. Durch diese Maßnahme stärkt The Guardian durchgehend beide Hubs und klärt auch die Relevanz beider Seiten. In den frühen Artikeln zur WM 2014, verlinkte man auch immer mal wieder „World Cup“ direkt aus dem Fließtext. Und wir wissen ja, Google mag „Content Links“ besonders gern.

Der eindeutige Unterschied

Unabhängig davon, dass The Guardian gegen Mail Online sogar mit zwei Hub Sites ziemlich eindrucksvoll gewinnt, gibt es einen ganz großen Unterschied.

Die Hub Sites bei The Guardian werden ständig intern verlinkt und sind somit sehr wichtige Seiten. Bei Mail Online findet die interne Verlinkung nur sehr reduziert statt. Da hilft auch die Beschränkung auf nur eine URL nicht wirklich. Das zeigt ja das Chart mit den instabilen Rankings.

[box] Das gleiche Prinzip der internen Verlinkung, wie es The Guardian nutzt, verwendet übrigens auch Telegraph.co.uk. Und ihr dürft gerne raten, ob die Probleme beim Ranking zur WM hatten oder nicht.

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Fazit

Wenn ihr in eurem eigenen Blog Hub Sites erstellt, achtet darauf, diese Seiten auch wirklich immer wieder in euren Artikeln zu verlinken. Ich handhabe das bei eisy.eu ebenfalls so. Benutze es auch auf vielen anderen Webseiten und kann es nur jedem empfehlen. Hub Sites können auch für Affiliate-Marketing verwendet werden um mehr Einnahmen zu erzielen. Dazu schrieb ich vorgestern auf eisy.org einen Artikel für Mitglieder.

Mit Hub Sites ist es kaum ein Problem, auch für fremde Brands, Produktnamen & Co. zu ranken.

Quelle: econsaltancy.com

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

2 Kommentare

    • Ja, würde ich. Nicht konsequent und immer, aber immer dann, wenn die Artikel eine thematisch hohe Relevanz zum Hub besitzen. Manchmal erwähnt man ja einen Begriff nur beiläufig, dann würde ich nicht zwangsweise intern verlinken.

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