Grundlagen der Partnerprogramm-Präsentation

Das Arbeiten mit Partnerprogrammen ist unterschiedlich komfortabel. Viele Agenturen und Merchants geben sich Mühe. Viele andere wählen eine rudimentäre Einrichtung in einem Netzwerk und liefern über die Pflichtdaten keine weiteren hinaus. Meiner Ansicht nach ist das Geldverschwendung. Ein schlecht präsentiertes Partnerprogramm wird auch nur schlecht bis mittelmäßig von Affiliates genutzt. Oft findet es gar keine Beachtung.

Klare Beschreibung des Programms

Jedes Partnerprogramm muss über eine aussagekräftige Beschreibung verfügen. In der Beschreibung sollte das „Produkt“ kurz beschrieben werden. Anschließend sollte vermittelt werden, wer das Produkt typischerweise verwendet bzw. gebrauchen kann. Dann ein paar kurze Beispiele (Szenarien) um das Programm zu bewerben.

Weitere wichtige Informationen sind:

  • Was muss getan werden um eine Provision zu verdienen?
  • Welche Kanäle sind erlaubt (SEO, AdWords, Social, E-Mail etc.)?
  • Was ist nicht erlaubt (Brand Bidding, Surfbars, Paid-Mailer etc.)?

Durch eine solche Beschreibung kann der Affiliate sehr schnell erkennen ob das Partnerprogramm für ihn geeignet ist. Wenn HTML-Formatierungen im jeweiligen Netzwerk erlaubt sind sollten Besonderheiten auch optisch hervorgehoben werden.

Werbemittel nach Ländern

Gibt es Zielgruppen in verschiedenen Ländern und sogar verschiedene Sprachversionen der Webseite? Dann müssen die Werbemittel auf die Bedürfnisse der Länder angepasst werden. Fremdsprachen sind hierbei selbstverständlich. Doch auch zwischen Deutschland, Schweiz und Österreich können Unterschiede sein. Die Reifen am Fahrrad zum Beispiel, könnten auf einem Banner mit dem Wording „Finken“ beworben werden. Denn statt Vögel, sind hier die Reifen gemeint. In Deutschland sollte der Begriff eher nicht auf den Bannern stehen.

Werbemittel in Kategorien sortieren

Kategorien sind sehr wichtig für Affiliates. Ich persönlich nutze die Kategorien in Netzwerken immer und ärgere mich, wenn es mal keine gibt. Werbemittel gehören ordentlich präsentiert. Am Beispiel eines SEO-Tools könnten die obersten Kategorien wie folgt beschriftet werden.

  • SEO
  • SEM
  • Social-Media
  • Linkbuilding
  • OnPage
  • Monitoring & Reporting
  • Logos
  • Allgemeine Banner

In diese Kategorien werden nun die Werbemittel in verschiedenen Formaten sortiert. Bestenfalls erlaubt das Netzwerk eine Sortierung nach Größen via Dropdown. Im schlimmsten Fall muss man für die Größen noch eigene Unterkategorien anlegen. Wenn zu jeder Größe nur ein Werbemittel pro Kategorie existiert, kann es je nach Summe der Werbemittel auch unerheblich sein ob eine Sortierung verfügbar ist.

Werbemittel sollten in folgenden Formaten angeboten werden

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www.eisy.eu/leistungen/google-adwords/
  • 300 x 250 px
  • 728 x 90 px
  • 160 x 600 px
  • 336 x 280 px
  • 468 x 60 px
  • 320 x 50 px (in mobilen Versionen führend!)
  • 300 x 600 px
  • 980 x 250 px

Hier ist es auch hilfreich den „Leitfaden zu Anzeigengrößen“ von Google AdSense zu lesen.

Wichtige Kontaktdaten

Affiliate-Manager sollten zu festen Zeiten auf verschiedenen Kanälen eine gute Erreichbarkeit gewährleisten. In den meisten Fällen wird das über E-Mailadressen und eine Telefonnummer gemacht. Einige Branchen haben längst Messenger als zusätzlichen Kanal verinnerlicht. Was ich sehr praktisch finde. Auch Ticket-Systeme in Verbindung mit Self-Service-Plattformen (HelpDesk) sind gerade in den USA beliebt. In Deutschland hängen wir beim Affiliate-Support dramatisch hinterher. Ich kenne keine Agentur die hier richtig gut arbeitet. Ein paar Inhouse-Programme werden aber von Merchants sehr gut betreut.

Eine Liste mit E-Mailadressen, Telefonnummern und Skype-Namen ist also empfehlenswert. E-Mail und Telefon sollten Pflicht sein. Die Umsetzung einer Self-Service-Plattform inkl. Ticket-System kann zum Beispiel über Zendesk.com gelöst werden.

Vorschau-URL bereitstellen

Als Affiliate möchte ich mir unkompliziert ansehen, wie die Zielseite meines Traffics aufgebaut ist. Deshalb sind Vorschau-URLs wichtig. Für jede Art von Landing Page sollte eine eigene Vorschau vorhanden sein. Wenn ich aus Deutschland ein Produkt bewerbe, was nur für US-Traffic verfügbar ist, möchte ich dennoch eine Vorschau-Seite um mir die Zielseite anzusehen. Es bringt nichts, dann eine Fehlermeldung zu sehen.

Logo und Thumbnail

Optisch sollte eine Partnerprogramm-Seite durch ein Thumbnail der Zielseite aufgewertet werden. Das Logo dient in den meisten Netzwerken als kleines Bild innerhalb der Kategorien und Suchergebnisse. Es sollte also gut erkennbar sein und möglichst leicht zu lesen.

Für Weiterleitungen sorgen

Affiliate-Links sollten niemals ins Leere laufen. Funktioniert ein Deeplink nicht mehr – etwa weil das Produkt im Shop nicht mehr verfügbar ist – muss für eine sinnvolle Weiterleitung gesorgt werden. Entweder aufs neue Produkt wenn es der Nachfolger ist, oder auf die Kategorie in der sich ähnliche Produkte befinden. Im Zweifelsfall wird auf die Startseite weitergeleitet. Selbstverständlich muss das Cookie vom Affiliate auch bei einer Weiterleitung gesetzt werden.

Nicht mehr aktuelle Affiliate-Links sollten nicht auf eine 404 Seite leiten. Dadurch springen die meisten Besucher auf der Zielseite ab. Der Affiliate sprach seine Empfehlung „umsonst“ aus und keine der beteiligten Parteien hat etwas davon.

Weitere Grundlagen

Titelbild: kentoh / shutterstock.com
Über Soeren 450 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

3 Kommentare

  1. Ggf. hilfreich zu Wissen: Von affili.net werden mittlerweile zudem auch folgende Formate zumindest in einer allgemeinen Ausführung vorausgesetzt/mit Nachdruck gewünscht:

    88×31
    120×40
    120×60
    250×250
    125×125

  2. Danke für die wertvolle Ergänzung. Ich finde es immer gut, wenn Netzwerke auch eine Grundausstattung verlangen. Sie tun ja sonst meist schon nicht sooo viel mehr für ihre Merchants.

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