Für Google relevante Webkataloge

Auch wenn die Webkataloge nicht mehr die einfache und schnelle Linkquelle für eine Webseite sind, solltest du sie nicht ganz aus dem Linkmix verbannen. Sie gehören nach wie vor zu einem guten Linkaufbau dazu. Wir zeigen dir, was du bei der Verzeichnis-Wahl beachten solltest und welche Kataloge heute noch zu berücksichtigen sind.

Welche Funktion haben Webkataloge?

Webverzeichnisse haben die Aufgabe, Webadressen für Interessenten sinnvoll zu bündeln bzw. zu kategorisieren. Daher nennen sich diese Verzeichnisse auch Webkataloge. Du kannst die Verzeichnisse mit einem alten Papierkatalog in einer Bibliothek vergleichen. Die Bücher waren zumeist nach Sachgebieten und anschließend alphabetisch nach dem Titel des Buches oder dem Namen des Autors sortiert. Diese Herangehensweise erschien auch für Webkataloge geeignet. So kam es schnell zur Entstehung von Linksammlungen. Einer der ersten Webkataloge für Deutschland war Bellnet.de. Der international erfolgreichste dürfte Dmoz.org sein.
Durch seine inzwischen hervorragend ausgebauten Algorithmen hat Google jedoch den Webverzeichnissen ihre Funktion genommen, nämlich Webseiten im Netz zu listen. Google ist letztendlich als eine der wichtigsten Suchmaschinen der größte Webkatalog. Was bleibt den Verzeichnissen also noch?

Ein Eintrag in einem Webverzeichnis bringt deiner Seite einen Backlink

Webverzeichnisse haben stark an Wertigkeit verloren. Das mag vor allem daran liegen, dass man sich mit solchen Katalogen einen schnellen Start bei Google erhofft(e). Die Verzeichnisse nahmen prinzipiell erst einmal alles auf und eine Prüfung war nebensächlich. Es konnte sich jeder Webseitenbetreiber, gleich wie seine Seite aussah oder ob sie einen Nutzen für Webseitenbesucher darstellte, eintragen.
Im Gegensatz zu Branchenbüchern ist ein Webkatalog immer mit einem Backlink verbunden. Während es den Branchenbüchern um die Auflistung der Unternehmen mit Adresse und einigen Kontaktdaten geht, steht bei den Webverzeichnissen die Auflistung von Webseiten im Vordergrund. Ob hinter der Webseite ein Unternehmen steckt, ist dabei irrelevant.

Welche Webkataloge zählen heute noch für Google?

Wie schon im Artikel über Branchenbucheinträge angesprochen, ist eines der wichtigsten Kriterien für die Bewertung von Einträgen der Sichtbarkeitsindex von Sistrix. Je höher die Sichtbarkeit des Webkataloges ist, umso eher kannst du von einem wertvollen Eintrag bzw. Backlink ausgehen. Die folgende Tabelle zeigt dir einige Kataloge mit hoher Sichtbarkeit und einer relativ einfachen Eintragsmöglichkeit.

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Weitere Webverzeichnisse sind suchnase.de (Sichtbarkeit: 0,4915), schlaue-seiten.de (Sichtbarkeit: 0,0105) oder suche4all.de (Sichtbarkeit: 0,1147).

Achte bei deiner Katalogsuche auch auf Nischenverzeichnisse. Um heute noch herauszustechen, brauchen Verzeichnisse ein Alleinstellungsmerkmal. Dies kann durchaus auch ein Thema für deine Seite sein. Unter Umständen gibt es ein Verzeichnis für deine Region, für deine Branche oder für dein Tätigkeitsfeld.

Welche Kriterien sprechen noch für einen guten Webkatalog?

Geh davon aus, dass Google den Nutzern nach Möglichkeit gute Webkataloge als Suchergebnis präsentieren möchte. Dies bedeutet, es muss sich um ein Verzeichnis handeln, das positive Besuchersignale (wie zum Beispiel niedrige Absprungraten, hohe Besucherzahlen, längere Verweildauer) erzeugt. Du solltest dich also bei jedem Webkatalog fragen, ob du dich als Nutzer im Katalog zurechtfinden würdest.

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  • Hat der Katalog gut sortierte Kategorien und sind die Webseiten inhaltlich richtig untergebracht?
  • Wird der Katalog redaktionell betreut?
  • Hat das Verzeichnis ein Impressum? Sind für Nachfragen Kontaktmöglichkeiten angegeben?
Negatives Suchergebnis
Negatives Suchergebnis – fiktives Beispiel zur Veranschauung

Wann ist ein Eintrag für meine Seite sinnvoll?

Wenn du nun sicher bist, dass es sich hierbei um einen akzeptablen Webkatalog handelt, solltest du prüfen, ob dein Eintrag dort wirklich etwas bringt. Nur weil der Webkatalog auf der Startseite eine annehmbare Sichtbarkeit besitzt, muss das noch lange nicht für alle Unterseiten gelten. Finde heraus, in welche Kategorie du deine Webseite eintragen möchtest und prüfe anschließend, ob diese Seite überhaupt im Index von Google steht. Ist sie nicht indiziert, wird Google einen Eintrag oder Backlink auf dieser Seite nicht finden.

Kategorie vorschlagen
Such-hier.de bietet zum Beispiel die Möglichkeit, neue Kategorien ausführlich vorzuschlagen

Ob Google die Kategorieseite indiziert hat, kannst du am einfachsten herausfinden, indem du folgende Schritte durchführst:

  • Wähle deine Kategorie und klick darauf. Die Unterseite wird sich öffnen.
  • Kopiere die URL der Unterseite.
  • Gib diese URL in das Google-Suchfenster ein und lass die Seite suchen.

Erhältst du ein Ergebnis, ist die Seite im Index und du kannst deinen Eintrag vornehmen. Wenn nicht, ist jede weitere Mühe für einen Backlink auf dieser Unterseite nicht empfehlenswert. Prüfe stattdessen, ob deine Webseite in einer weiteren Kategorie sinnvoll unterzubringen ist, und geh die drei Schritte noch einmal durch.
Diese Maßnahme kannst du auch mit Sistrix testen, insofern du über einen Account für dieses kostenpflichtige Tool verfügst.

Wie sollte mein Eintrag aussehen?

Hast du nun die passende Kategorie gefunden, kannst du bereits ein wichtiges Kriterium vorweisen, das für einen optimalen Eintrag erforderlich ist: Du stehst in der richtigen Liste.
Des Weiteren solltest du noch einige Regeln beachten.

Titel verständlich wählen

Wähle für den Titel Begriffe, mit denen du gefunden werden möchtest. Dein Unternehmensname spielt hier keine große Rolle, besonders dann nicht, wenn sich in dem Namen nichts von deiner Branche oder Tätigkeit wiederspiegelt. Mit „Köhler & Georg GmbH“ kann ein Nutzer nichts anfangen, der dich nicht kennt. Lass daher den Titel für sich sprechen, zum Beispiel: „Beratungsbüro für Steuern“. Im Beschreibungstext kannst du dann kurz und knapp deine Firma mit Firmennamen vorstellen.

Individuelle Beschreibung

Ob doppelter Content für Google auch bei Webkatalogen ein Kriterium ist, darüber streiten sich die SEO-Gelehrten. Wenn du sehr viele Einträge vor dir hast, kann ein Beschreibungstext pro Eintrag schon viel Zeit in Anspruch nehmen. Wichtig ist jedoch: Kopiere nicht eins zu eins deine Meta-Description auf deine Webseite in ein Webverzeichnis. Denke dir lieber einen neuen Text aus und variiere ihn, so oft es dir möglich und nötig erscheint.

Startseite als URL wählen

Auf der Startseite steht das zentrale Thema einer Webseite. Dieses Thema ist Dreh- und Angelpunkt für die passende Kategorisierung. Eine Unterseite bekommst du zumindest in der heutigen Zeit nicht mehr in einen guten Webkatalog. Solltest du es doch versuchen, kannst du davon ausgehen, dass dein Eintrag nicht freigeschaltet wird.

Freischaltung liegt im Ermessen der Betreiber des Webkatalogs

Mach es ihnen daher so einfach wie möglich. Wähle die passende Kategorie. Wenn sie nicht vorhanden ist, frage gern beim Betreiber nach. Bei einigen Katalogen bekommst du bereits während des Eintrags die Möglichkeit, eine Wunschkategorie einzutragen. Verzichte auf allzu starke Werbesprache. Beschreibe objektiv, was ein Interessent bei dir zu erwarten hat. Und bedenke, dass du bei aller Bemühungen auf keine Freischaltung bestehen kannst.

 

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15 Kommentare

  1. Hallo, dankeschön für die Auflistung, einige der Webkataloge kannte ich noch gar nicht. Ebenso finde ich es hilfreich das Sie aufzeigen was man bei einem Eintrag in einen Webkatalog beachten muss. Die Eintragsrichtlinien liest i.d.R. eigentlich keiner.

    Viele Grüße
    Uwe

  2. Nur wegen der Backlinks einen Webkatalog zu nutzen, ist etwas einseitig. Gerade Themenkataloge haben auch eine Community, die wertvoll ist, wenn man sich an Ihr beteiligt.
    Z.B. finde ich die Übersicht an B2B-Portalen auf der Seite Lieferantensuchmaschine.de toll.
    Ein guter/betreuter Firmeneintrag kann eigentlich ein Aussendienstmitarbeiter sein und nicht nur eine Visitenkarte.

  3. Schade das ich diese Webseite nicht viel eher besuchen konnte, denn das angeschnittene und ausführlich dargestellte Thema ist nicht nur sehr informativ sondern auch für fast jedermann nachvollziehbar geschrieben.

  4. Hallo,

    sehr interessanter Beitrag.
    Vielen Dank für die Auflistung.
    Webkataloge sind mir auch neu.Werde ich gleich mal ausprobieren und dann hier berichten ob es meiner Webseite geholfen hat 🙂

    LG Mila

  5. danke 2wid für den Hinweis, aktuelle Listen sind schwer zu finden. 2wid ist meiner Meinung nach ein Musterkatalog, das wird schon klar wenn man die Eintragungskriterien liest. Viele, viele Kataloge sind in den letzten Jahren verschwunden. Man sollte sich überlegen zu prüfen, für wie lange die Domains registriert sind. Google macht das auch, ist auch ein Ranking Faktor glaube ich.

  6. Ein guter Webkatalog ist leider selten geworden. Ich denke, dass wertvolle Webkataloge zukünftig Bezahleinträge sein werden. Natürlich mit unikatem Content. Alles andere halte ich für sehr gefährlich. 🙂

  7. Gute Webkataloge sind selten geworden. Habe auch schon Kataloge gesehen, die zwar online sind, aber keine Einträge mehr annehmen. Danke für die Hinweise was man beachten sollte.

  8. Ja Die „guten“ Webkataloge sind mittlerweile echt eine Seltenheit!

    Man muss sich wohl aufgrund der Flut von Webseiten einfach damit abfinden, nur noch mit hochqualitativen Einträgen punkten zu können.

  9. Hi,

    danke für deinen tollen Beitrag, leider habe ich das Gefühl, dass es immer weniger Webkataloge werden. Aus diesem Grund habe ich vor einiger Zeit einen Katalog erworben und da versuche ich ebenfalls Klasse statt Masse zu listen. Ich prüfe jeden Eintrag und muss leider 50% der Anträge ablehnen. Wenn Du magst kannst Du den gerne bei Dir aufführen, er ist schon älter und ich habe nicht vor ihn still zu legen, ganz im Gegenteil. http://www.jow-webkatalog.de
    LG

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