Operatoren: Googles Recherche-Hilfen kennen und nutzen

Dass das Internet inzwischen zu einem Datendschungel geworden ist, wissen wir wohl alle. Dass man sich jedoch das Suchen wesentlich einfacher gestalten kann, scheint noch nicht allen bekannt zu sein. Ob für die Hausarbeit in der Schule, die Masterarbeit im Studium, das Finden potenzieller Kunden oder das Suchen nach neuen Linkpartnern – eines ist gleich: die Googlesuche. Hier hilft uns die Mutter aller Suchmaschinen weiter. Wie sie das macht, erfährst du in diesem Beitrag.

Wie funktioniert die Google-Suche?

Die Suchmaschine scannt jede Webseite nach ihren für sie wichtigsten Elementen. Diese werden auch dir bei der Onpage-Optimierung immer wieder vor Augen geführt. Und zwar handelt es sich unter anderem um:

Title-Tag: Seitentitel – dies ist in der Regel die Hauptüberschrift, insofern es auf den Webseiten keine andere Möglichkeit für den Seitentitel gibt. In HTML ist die Hauptüberschrift als <h1> definiert. Sie kann jedoch auch unabhängig von <h1> generiert werden. Dafür gibt es dann in den Content-Management-Systemen ein eigenes Feld. In den Suchergebnissen findest du sie in der ersten Zeile eines Suchergebnisses.

Meta-Description: Beschreibung der Seite – diese Beschreibung findest du bei den Suchergebnissen unter der Überschrift, also unter der ersten Zeile. Sie soll in den Kontext der Seite einleiten, quasi als Inhaltsangabe. Das Element kann allerdings auch als Appetitanreger angesehen werden („Hier findest du deine Antwort!“) und zum Klicken animieren.

Bildname und Alt-Tag: Google legt viel Wert auf diesen speziellen Bilder-Tag. Du siehst ihn nicht in den Suchergebnissen und auch nicht auf Bildern, die du dir auf einer Seite anschaust. Er ist aber sehr wohl vorhanden, und zwar im HTML-Code. Über diese Beschreibung und über den Namen des Bildes sortiert Google das Bild entsprechend zu. Das bedeutet, das Bild selbst, also was auf diesem zu sehen ist, ist für Google irrelevant. Es zählen vielmehr Name und ALT-Tag (ALT steht für alternative Bildbeschreibung).

Wenn du also ein Schlagwort oder eine Phrase bei Google eingibst, filtert die Maschine nach Seiten, die in ihren Title-Tags, Descriptions, im Text und/oder Alt-Tag bei Bildern dein Schlagwort in sich tragen.

Wichtig ist hierbei zu erwähnen: Deine gesuchten Schlagwörter werden in den Suchergebnissen fett markiert. So siehst du auf den ersten Blick, wo sich dein Suchwort in dem Suchergebnis befindet und kannst gegebenenfalls bereits vor dem Anklicken der Seite für dich entscheiden, ob es sich lohnt, den Klick und den damit verbundenen Zeitaufwand zu riskieren.

Sicher gibt es noch mehr Kriterien, aber für unseren Beitrag soll das reichen.

Was sind Operatoren?

Einige dieser Operatoren werden dir bereits durch Google präsentiert. Früher hießen sie „Suchergebnisse verfeinern“ und heute schlicht „Suchoptionen„. Es geht im Grunde darum, deine Suchergebnisse zu optimieren, indem du deine Suche eingrenzt.

Hilfreiche Suchoptionen

Beispiel Google-Seiten aus Deutschland
Beispiel Google-Seiten aus Deutschland
Beispiel Google-Seiten auf Deutsch
Beispiel Google-Seiten auf Deutsch

Möchtest du nur nach Seiten aus Deutschland suchen, wählst du „Seiten aus Deutschland„. Hier können auch gut und gern internationale Sprachen dabei sein. Das einzige Kriterium, was Google hier gelten lässt: Die Seite muss aus Deutschland kommen. Bei „Seiten auf Deutsch“ siehst du nur noch Seiten, deren Hauptsprache die deutsche ist. Dabei muss die Seite nicht aus Deutschland sein, sie kann auch aus der Schweiz oder Österreich stammen. Du kannst deine Suche auch durch einen Zeitrahmen eingrenzen. Wenn du weißt, dass das Ereignis, nach dem du suchst, erst vor einem Monat stattgefunden hat, dann klick auf 30 Tage vor dem heutigen Datum. Es werden nur noch Suchergebnisse angezeigt, die in dieser Zeit entstanden oder überarbeitet wurden.

Vertikale Suchmaschinen

Eine weitere Möglichkeit einer Suchoptimierung ist das Nutzen der vertikalen Suchmaschinen. Diese speziellen Teilsuchmaschinen sind auf ein bestimmtes Thema fokussiert. Bei Google hast du zum Beispiel die Optionen Shopping, Blog, Video oder Bilder. Wie erkennt Google, um welche Seiten es sich handelt?

  • Beim Shopping werden Seiten mit einer Shopsoftware aufgelistet; Google schließt aus der Verwendung der Software, dass es sich um einen Shop handelt. Außerdem können sich kostenpflichtig Shops mit ihren Produkten für die Shoppingsuche bei Google anmelden.
  • Blogs lassen sich durch ihre Blog-Software (wie WordPress) erkennen, oder es steht bereits in der Adresse, dass es sich um einen Blog handelt.
  • Bilder verraten sich durch ihre Dateiendungen (jpg, png, gif etc.).
  • Videos haben ebenso bestimmte Endungen, die auf dieses Medium schließen lassen (mp4, wmv, flv, mov).
Beispiel Vertikale Suchmaschinen
Beispiel Vertikale Suchmaschinen

Diese Beispiele sollen dir zunächst ein Gespür dafür geben, wie Google arbeitet und wie du dies nutzen kannst.

Spezielle Google-Operatoren

Du hast nun zwei Möglichkeiten kennengelernt, deine Suche zu verfeinern. Dies waren Operatoren, die du bei Google relativ einfach finden kannst. Nun kommen wir zu den speziellen Suchanfragen, die bei Google auf den ersten Blick nicht zu sehen sind, jedoch bei der Recherche von großem Nutzen sein können:

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  • intitle:
  • inurl:
  • intext:
  • AROUND(x)
  • related:

Ein Hinweis gleich zu Beginn:

Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass du bei diesen Operatoren den Doppelpunkt setzt, und zwar ohne ein Leerzeichen zwischen Operator und Suchwort.

Möchtest du nun zum Beispiel nach Seiten suchen, die das Suchwort „Start-Up“ beinhalten, findest du mit intitle alle Seitentitel, in denen dieses Suchwort vorkommt. Gibst du den Operator inurl ein, findet Google alle Seiten, die dieses Suchwort in der URL haben. Mithilfe dieser beiden Operatoren werden dir also Seiten angezeigt, die sich hauptsächlich mit deinem Suchwort zu beschäftigen scheinen.

Beispiel KW Startup Operator intitle
Suchbegriff „Startup“ Operator: intitle

Mit intext kannst du die Phrasen eingeben, die Google dann für dich findet.

Beispiel KW Startup Operator intext
Suchbegriff „Startup“ Operator intext

Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Phrase so die richtige ist, du also nur weißt, welche Wörter auftauchen sollen, dann verwende den Operator AROUND(x). Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um einen Operator, der einen Text oder besser einen Satz sucht, in dem sich die zu suchenden Wörter befinden sollen. In der Klammer steht die Anzahl der Wörter, wie weit ein Suchwort von einem anderen entfernt sein darf. Suchst du beispielsweise „Start-Up“ im Onlinebereich, dann gib ein: "Start-Up" AROUND(3) "online" und du erhältst Suchergebnisse mit Seiten, in denen beide Suchwörter maximal 3 Wörter auseinander stehen.

Beispiel KW Startup Operator Around(x)
Beispiel Begriff „Startup“ Operator: Around(x)

Der Operator related wiederum listet Seiten auf, die du mit dem Operator in Beziehung setzt. Gib dazu ein: related:www.google.de o – und du wirst ähnliche Seiten finden. Es hat die gleiche Funktionalität wie die Option „Ähnliche-Seiten“, die gegebenenfalls bei der Auflistung der Suchergebnisse als Link angeboten wird.

KW Google Operator related
Suchbegriff „Google“ Operator: related

Weitere Google-Operatoren können dir die Ergebnisse nach den verwendeten Medien filtern:

  • inurl:forum + Schlagwort bzw. inurl:foren + Schlagwort: zeigt dir Foren, die sich mit deinem Thema beschäftigen.
  • inurl:blog + Schlagwort: zeigt dir Blogs mit deinem Thema.

Wie nutze ich die Google-Operatoren?

Operatoren können dir das Suchen vereinfachen und dir somit eine Menge an Zeit einsparen. Doch darüber hinaus können sie dir beim Finden neuer Linkerati oder auch Kundenkreise von Nutzen sein. Nimm zum Beispiel die Kombination:

inurl:"[deine Linkerati]" inurl:"link" intext:"[Gemeinsamkeit]" – so erhältst du Seiten mit Linksammlungen von potenziellen Linkerati, mit denen du mindestens diese eine Gemeinsamkeit teilst. Zu theoretisch? Hier ein praktisches Beispiel: Du suchst nach Vereinen, die eine Linksammlung aufweisen und diese Vereine sollen etwas mit Angeln zu tun haben. Du gibst also ein: inurl:"verein" inurl:"link" intext:"angeln". Diese Kombination ergibt dann folgendes Ergebnis:

Beispiel Kombination von Google-Operatoren
Beispiel Kombination von Google-Operatoren

Du kannst Google-Operatoren beliebig kombinieren – nur gilt auch hier Mut zur Lücke. Sonst schließt du womöglich Ergebnisse automatisch aus, die dir unter Umständen Linkerati hätten anzeigen können.

Die Google-Suche-Optionen sind ein hilfreiches Tool für die Eingrenzung der Ergebnisse auf einen Zeitrahmen, eine Sprache, ein Land und einen Seitentyp oder ein Medium (Blog, Shop, Forum etc.). Darüber hinaus kannst du entscheiden zwischen dem Suchergebnis Seite (Web), Bild oder Video. Für eine verfeinerte Suchanfrage gibt es weitere Operatoren, die du manuell eingeben kannst (intitle:, intext:, inurl: etc.). Mit diesem Hintergrundwissen wirst du deine Suchergebnisse nicht nur schneller erzielen, sondern kannst darüber hinaus auch neue Linkerati und potenzielle Kunden gewinnen.

Google-Operatoren – eine Zusammenfassung

Ein paar der nützlichen Operatoren wurden dir im vorhergehenden Abschnitt vorgestellt. Die folgende Tabelle listet diese und weitere auf. Das Dokument erhebt nicht den Anspruch, vollständig zu sein. Wenn du Operatoren in der Tabelle vermisst, schreib uns gern und wir tragen sie nach!

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3 Kommentare

  1. Hallo,

    ich habe eine kurze Frage: Wenn ich bei Google „link:google.de“ eingebe, erhalte ich keine Ergebnisse. Ebenso nicht bei „link:www.google.de“ oder „link:http://www.google.de„. Auch bei meiner eigenen Webseite funktioniert es nicht. Liegts an mir oder hat noch jemand diese Sorgen? 🙂

  2. Hallo Nadja,
    vielen Dank für den tollen Artikel. Hat mir sehr weitergeholfen, da ich noch eine Anfängerin auf diesem Gebiet bin und jede Hilfe brauchen kann…

    Liebe Grüße Sonja

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