Google News Anmeldung – so funktioniert es

Viele Redaktionen, aber auch Blogger, haben in den letzten Monaten ziemliche Probleme bei der Anmeldung in Google News. In Foren sowie auf Facebook & Co. geht die Vermutung einher, dass Google News Team würde seit 2011 wesentlich strenger kontrollieren. Richtig abstreiten möchte ich das nicht. Aber bei Google News ist man eigentlich nicht strenger, sondern nur wachsamer.Bis Mitte / Ende 2010 konnte man so ziemlich jede Website in Google News eintragen. Eine wirklich gute Prüfung fand zu der Zeit nicht statt. Dadurch konnten besonders Affiliates ihre Projekte im Mobilfunk und Kredit, sowie Versicherungsbereich sehr einfach eintragen und wertvollen Traffic generieren. Nachdem Google vor einigen Monaten aufräumte, flogen zahlreiche solche Seiten wieder aus dem Index. Aber nicht weil man im Google News Team strenger ist, sondern weil man sich an seine eigenen Richtlinien endlich hält und die Maßstäbe auch daran orientiert sind.

Möchtet ihr in Google News zum Beispiel täglich lesen, warum ihr die PKV wechseln sollt? Ich glaube nicht und das hat mit einer News nichts zutun. Es bringt aber Traffic und wenn unterhalb der eigene PKV Rechner eingebunden ist, bringt es auch Leads und Sales. Nur ist das nicht im Sinne der Google-News. Mehr Negativ-Beispiele mag ich nicht ansprechen. Kommen wir zum eigentlichen Thema – naja fast.

Ich und Google News – Google News und Ich

2002 hat Google seinen Dienst „Google News“ gestartet und fing damals mit 4.000 US-Quellen an. Ich bin als „Quelle“ seit 2005 erstmals in Google News Deutschland aufgenommen wurden. Seitdem habe ich schätzungsweise 35 – 40 Seiten beim Dienst erfolgreich eingetragen. Gelungen ist mir das bis einschließlich Ende 2014 – als Ende letzten Jahres. Mein persönliches Highlight war ein trauriges Ereignis im Irak. Eine Meldung zu Krisen-Situationen bringt – leider – dem meisten Traffic und so hatte ich stündlich über 30.000 Besucher. Bei wie vielen Besuchern der Tag endete weiß ich nicht mehr. In 2011 war mein Highlight ein Technik-Artikel der mir innerhalb von einer Stunde immerhin 18.000 Besucher lieferte. Bisher bin ich nie aus Google News geflogen. Von den Seiten die ich anmeldete, sind glaube auch erst zwei Seiten nicht mehr dabei. Aber da müssen sich Betreiber an die eigene Nase fassen.

Google News Optimierung ist neben der normalen SEO mein absolutes Lieblingsthema und der Bereich, mit dem ich mich am meisten beschäftige. Um ehrlich zu sein sogar wesentlich mehr als mit Affiliate-Marketing. Sicher gut vergleichbar mit Martin und der Bilder- sowie Video-Optimierung.
2009 und 2010 waren zwei Jahre, in denen verdammt viele Leute auf den Google News Zug gesprungen sind. In dieser Zeit war die Berichterstattung „über“ Google News sehr stark. Zahlreiche Blogger haben über diesen Dienst und die Effekte positiv berichtet und das ganze oft leider auch mit Halbwissen zu einer Popularität getrieben, die am Ende auch viel Frust mitbrachte. Frust darüber, dass man ja doch nicht viel Traffic bekommt und manchmal sogar schnell wieder rausflog. Warum nur? Ganz einfach, viele Leute wissen bis heute nicht wie man in Google News rankt. Sprechen nur vom sogenannten „Source Rank“. Das ist es aber leider nicht. Der „Source Rank“ allein erzeugt längst kein Ranking wenn die Meldung nicht optimal aufgestellt ist.

Darum geht es aber nicht. Jetzt geht es darum, eine Webseite in Google News anzumelden.

In Google News anmelden

Bevor man seine Website in Google News anmeldet, prüft man sie technisch und inhaltlich. Stimmt alles mit den Richtlinien überein, kann die Anmeldung durchgeführt werden. Weil das oft genug jedoch nicht der Fall ist, möchte ich noch kurz auf die Richtlinien zu sprechen kommen.

Google News Richtlinien

Nachrichteninhalte: In Google News wird man aufgenommen, wenn man nicht rein auf Tutorials, Ratgeber- und Info-Dienste ausgelegt ist. Sprich, wer wie oben angesprochen, ständig darüber informiert wieso man seine Versicherung wechseln soll, der ist für Google News nicht geeignet. Ebenso sind das Lotto-Zahlen, Wetter-Meldungen, Börsenkurse und andere, rein informative Wert-Meldungen die keine News sind. Man sollte sich immer überlegen ob der Nutzer für die Info eine News braucht. Denn Wetter, Börsenkurse und andere solche Werte sind ohne News kinderleicht abrufbar. Selbst über die reine Google-Suchzeile ist das möglich.

Ausschließlich Nachrichten: Google schließt mit diesem Punkt im Grunde alle Affiliate- und Marketingseiten aus. Denn wenn eine Website nur Traffic generiert um anschließend den Nutzer zu „verwerten“, ist die Seite fehl am Platz. Dieser Punkt ist sehr sensibel. Wer hier nicht ins Schema passt hat wirklich keine guten Chancen. Der Punkt wird auch nach der erfolgreichen Eintragung noch recht streng kontrolliert. Auch wenn das Google News Team hier keine flächendeckende Kontrolle schafft. Und ich weiß natürlich auch, dass die großen Verlagsseiten selbst auch mehr Werbung haben als News, aber hier würden wir in eine Grundsatzdiskussion verfallen.

Originalartikel: Die Werte des Journalismus sind Google wichtig. Aus diesem Grund sollte man, wenn man keine eigenen, originalen Artikel schreibt, stets mit Quellen arbeiten und fair bleiben. Google möchte aber keine Seiten bei denen unter jeder Meldung die Quelle steht. Denn Google legt auch Wert darauf, hinter der Website eine Organisation zu finden die eigene Inhalte publiziert und somit zum Mehrwert des Nachrichtendienstes beiträgt. Würde Google Seiten aufnehmen, die nur mit Quellen arbeiten und nicht auch eigene Nachrichten schafft, könnte man sich auch auf zehn Seiten je Bereich beschränken. Alle anderen schreiben sowieso nur ab. Also bringt es auch nichts, durch möglichst viele Nachrichtenagenturen wie dpa, dts etc. künstlich die Content-Menge zu steigern. Es reicht schon die aktuelle Flut an kurz umformulierten Agenturmeldungen.

Kompetenz: Okay, hier möchte Google natürlich an den Verstand appellieren. Man soll bitte nur darüber berichten, wovon man auch Ahnung hat. Ich sehe es etwas differenziert. Wenn eine News eindeutigen Inhalt und Bezug hat, muss ich nicht unbedingt Ahnung vom Hintergrund haben. Ich darf die Tatsachen nicht verdrehen und muss ordentlich berichten, aber ich muss nicht zwangsläufig auch Ahnung davon haben. Die „Kompetenz“ kann man sich recherchieren. In redaktionellen Ratgebern usw. sieht es anders aus. Aber bei News ist es meiner Meinung nach weniger kritisch und auch die Nachvollziehbarkeit für Google ist gering.

Rückverfolgbarkeit: Google richtet seine Dienste natürlich nach Bedürfnissen der Nutzer aus. Menschen mögen es, wenn sie wissen wer hinter einer Meldung oder gar Website steht. Eine Autorenseite bzw. Seite der kompletten Redaktion ist daher eine wünschenswerte Sache um die man nicht herumkommt. Bestenfalls steht auf der Seite auch eine Kontaktbox mit allen Infos für den Leser. Redakteure müssen „greifbar“ sein. Das weckt Vertrauen, erlaubt aber auch schnelle Rückfragen. Und das ist im Nachrichtenbereich äußerst wichtig.

Nutzerfreundlichkeit: Gute Rechtschreibung und Grammatik, ebenso wie schnelle Ladezeiten und keine URL-Redirects, sorgen für eine gute Nutzbarkeit der Website. Darüber brauche ich vermutlich auch nichts weiter schreiben. Haltet euch am Ende unbedingt auch an die Webmaster Guidelines von Google. Denn die darf auch eine Newsseite nicht übergehen.

Google News Anmeldung

Sind die Richtlinien geklärt, geht es an die Anmeldung. Bis vor ein paar Jahren stellte Google hier zuerst die Frage, ob man ein Mitarbeiter der Nachrichtenseite ist die man anmelden möchte. Bei einem „Nein“ wird anschließend nur noch die URL abgefragt und dann ist die Anmeldung durch. Ist dies vielleicht besser? Nein, meiner Meinung nach ist das nicht der bessere Weg. Ich habe darüber zwar schon ein paar Seiten in Google News eingetragen, aber die Wartezeiten sind lang und das Feedback bleibt aus. Man hat auch keine Reaktionsmöglichkeiten bei einer Ablehnung. Aus diesem Grund bitte stets „Ja“ wählen und somit ja (meistens) auch die Wahrheit.

Heute ist dies nicht mehr die erste Frage. Nachdem man eine Webseite in Google News anmelden möchte, fragt Google, ob man dies innerhalb der letzten 60 Tage bereits versuchte. Denn das ist die Sperrfrist nach einer Ablehnung. Hier unbedingt wahrheitsgemäß antworten – wie auch sonst überall.

Als nächstes möchte Google wissen:

Damit Ihr Inhalt in Google News aufgenommen wird, muss Ihre Publikation unseren allgemeinen, technischen und qualitativen Richtlinien entsprechen. Bestätigen Sie nach genauer Überprüfung dieser Richtlinien bitte Folgendes: Werden auf Ihrer Website unsere Richtlinien befolgt?

Bevor man jetzt alle seine Daten einträgt, sollte man sich nochmal bewusst sein das man alle Richtlinien erfüllt. Aktuelle News müssen schon zu finden sein und auch während der Anmeldephase bestenfalls mehrfach pro Tag erscheinen. Auf sämtliche nicht erwünschte Inhalte ist zu verzichten und die sind auch den Augen des Google News Teams fern zu halten. Also, weiter geht’s.

Wie viele Autoren und Redakteure sind beteiligt? Von 0 bis 20+ kann man sich alles auswählen. Die Antwort hier muss unbedingt ehrlich sein. Und wer auf 0 klickt, kann direkt aussteigen. Die Anzahl der Autoren die man hier auswählt, sollte man auf der Website auch auf einer „Redaktion“-Seite auflisten. Diese kann übrigens auch im Impressum sein. Ab 4-5 Redakteuren macht es einen ordentlichen Eindruck. Wenn man diese Anzahl an Redakteuren auf der Website arbeiten lässt, ist es eine gute Grundlage. Man muss auch die URL zur Auflistung eintragen. Ebenso die URL zur Kontaktseite – meist das Impressum.

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Im nächsten Schritt wird was zum Standort abgefragt. Hier die Stadt und das Bundesland angeben, ebenso das Land Germany. Auch wenn das Bundesland keine Pflicht ist. Tragt es ein. Lasst einfach keine Lücken in der Anmeldung aufkommen. Das hat am Ende auch nichts weiter mit euren Rankings zutun.

Jetzt kommt ein sehr wichtiger Punkt. Eigentlich in der Anmeldung der wichtigste Punkt überhaupt. Ihr müsste den Namen der Website eintragen und die Domain. Macht an dieser Stelle keinerlei Mist. Versucht euch keine Vorteile durch Sonderzeichen zu verschaffen und zieht den Namen nicht in die Länge. Schreibt auf keinen Fall den Slogan hinter den Namen. Wenn Eure Website „eisy.eu“ heisst, dann tragt auch nur „eisy“ oder eben inklusive Endung ein. Domain und Sprache sollte klar sein. Ich habe mal ein paar Hinweise auf dem Screenshot.

!Wichtig: Der Screenshot stammt noch aus der Version von 2012. Heute sieht das Formular leicht anders aus, fragt aber die gleichen Punkte ab. Wollte ihn einfach noch nicht erneuern.

Google News Inhaltsarten

„URL des News-Bereichs“ ist ein wichtiger Punkt. Wie ich schon markiert habe, sollt ihr eine Kategorie namens „News“ anmelden. Bitte meldet nicht alle eure Kategorien einzeln an. Man kann zwar „Weiteren Bereich hinzufügen“ klicken, aber das müsst ihr nicht und solltet ihr auch aus strategischen Gründen nicht machen. Wenn ihr mehrere Kategorien habt, ist das schön. Aber bitte sortiert alle News zusätzlich in die Kategorie „News“ ein. Meldet diese bei Google News an. Wenn einer aus dem News-Team dann die Website kontrolliert und in die Kategorie springt, sieht er immer sehr aktuelle Nachrichten. Meldet ihr stattdessen mehrere Kategorien an, müsst ihr den Inhalt jeder Kategorie top aktuell halten. Denn wenn es zur Kontrolle kommt und da wurde zwei Wochen nichts geschrieben, macht es keinen guten Eindruck.

Als letztes müsst ihr euren Inhalt kategorisieren. Nach so Kram wie „Bezahl-Abonnement“ und Pressemeldung. Lasst einfach alles aus was nicht stimmt. Tragt euch als Magazin und als Blog ein. Wenn das die Wahrheit ist, passt es. Pressemeldungen führen oft zur Disqualifikation weil man davon schon viele Quellen hat.

Bevor die Anmeldung raus geht, kommt euer Name, E-Mail und Betreff. Außerdem könnt ihr noch einen Kommentar hinzufügen. Ob ihr da was eintragen solltet? Nun ja, nur wenn ihr euch sicher seid. Lasst es besser leer. Und jetzt absenden.

E-Mail-Fach prüfen…

Ihr habt jetzt eine E-Mail im Postfach und nein, ihr habt damit noch keinen Grund zur Freude. Denn jetzt kommt Schritt 2 der Anmeldung.

Anmeldung bei Google News bestätigen

Die „Google News Anmeldung“ wurde bereits an Google übermittelt und liegt jetzt als Ticket inaktiv vor. Um das Ticket zu aktivieren, muss man in sein Postfach. Dort findet man eine E-Mail die „Re: [#XXXXXXX] Name der Anmeldung – Anmeldung für Google News“ als Betreff hat. Mit dieser E-Mail könnt ihr aus dem inaktiven Ticket ein aktives machen.

Ein Auszug aus der E-Mail: „Um uns bei der Bewältigung der zahlreichen Aufnahmeanträge zu entlasten, lesen Sie bitte die folgenden Richtlinien durch und antworten Sie nur dann auf diese E-Mail, wenn Ihr übermittelter Content unsere Richtlinien erfüllt.“

Google informiert nochmals darüber, welchen Inhalt man in der Regel aufnimmt. Ich zitiere als Listenpunkte.

  • Originalcontent von Content-Anbietern
    Dieser Punkt unterstreicht die Wichtigkeit dessen, das Google News keine Seiten haben möchte, die nur auf Basis von Agentur-News arbeiten. Sprich, die nur dpa, dts und andere Quellen heranziehen, aber keine eigenen Inhalte schreiben. Solche Dienste sind okay, aber sie bieten der einzelnen Nachrichtenseite keinerlei Exklusivität. Gerade wer in Google News erscheinen möchte, sollte den Einsatz dieser Dienste nicht zu hoch gewichten. Weniger ist manchmal mehr.
  • Content, der nicht ausschließlich die eigenen Aktivitäten des Anbieters aufwertet
    Sprich, ihr sollt Google News nicht benutzen um darüber Kunden zu generieren. Sei es als Affiliate zur Generierung von Leads und Sales, oder als Seitenbetreiber zur Bewerbung von Dienstleistungen. Google will Quellen die dem Leser wirklichen Mehrwert „innerhalb“ der News bieten. Dazu gehört ein Banner oder ähnliches nicht. Immer dann wenn der Besucher aus der News raus soll, ist das Ziel verfehlt.
  • Content, der von einer eindeutigen Organisation mit mehreren Autoren und Redakteuren erstellt, produziert und gewartet wird
    Zeigt dem Google News Team bei der Anmeldung sofort das ihr wirklich eine Firma hinter dem Projekt habt. Wenn ihr euch bei Google News anmeldet, gestaltet euer Impressum clever. Ihr habt Redakteure, keine Frage, sonst hättet ihr die Anmeldung ja nicht abschicken können. Aber steht auch eine „Organisation“ hinter dem Projekt oder steht da nur ein Einzelkämpfer mit frisch gedrucktem Gewerbeschein? Chancen hat man in beiden Fällen. Aber man muss unterschiedlich vorgehen. Während das Impressum einer Organisation ruhig mit den normalen Daten wie „Firmenname, Anschrift“ beginnen darf, sollte das beim Einzelkämpfer anders sein.

    Wer keine Agentur etc. im Rücken hat sollte im Impressum mit der Aufstellung der Redaktion anfangen. Erst werden die Redakteure aufgeführt. Bestenfalls gleich mit ihren Ressorts, Kürzeln und E-Mailadressen. Wobei diese zusätzlichen Informationen keine Pflicht sind. Um es professioneller erscheinen zu lassen, kann man auch kleine Avatare einbinden. Wer seinen Autoren sogar eigene Unterseiten stellen möchte, kann es machen wie Welt.de. Dort werden die Namen im Impressum genannt und mit weiteren Infos verlinkt. Unterhalb der Redaktion kann der Rest des Impressums folgen.

    Versteht mich nicht falsch. Es ist rein gar nichts verwerflich daran, ein Einzelkämpfer zu sein. Aber es schadet auch nicht, wenn man Google einen etwas größeren Eindruck von sich gibt, als es vielleicht wirklich der Fall ist. Und lieber tauscht man schlicht die Reihenfolge, als das man auf die unschöne Idee kommt und sich eine Firma ausdenkt. Das kann teuer werden. Dann nehmt lieber noch den Namen eurer Website als Art Agenturname. Aber täuscht niemals eine GmbH oder andere Firma vor.

  • Der Content
    Google habt ihr nun gezeigt wer hinter dem Projekt steht. Jetzt müsst ihr noch zeigen das der Content wirklich von Euch stammt. Ihr solltet also wirklich eigene Meldungen schreiben und dazu gehört es nun mal auch, das man nicht in jeder Meldung eine Quelle integriert. Denn mal ehrlich, wenn ihr für alles „Quelle: Welt.de“ eintragt, was ist dann euch? „Erstellt, produziert und wartet“, verlangt Google News. Wer etwas erstellt / produziert, ist der „Hersteller“ und somit ja auch die Quelle für andere Leute. Eine vorhandene News in eigenen Worten neu zu formulieren, anders auszustatten und als eigenes Produkt an den Leser zu bringen, erfordert nicht zwangsläufig eine Quelle. Man besitzt dann eigene Inhalte und ist dem was Google News möchte, sehr nah.

Abschließend schreibt Google in der Standard-Mail: „Teilen Sie uns mit, ob Ihr Content diesen Richtlinien entspricht. Sobald wir eine Nachricht von Ihnen erhalten, prüfen wir Ihre Website gerne auf Eignung für Google News.“ Jetzt ist man selbst gefragt und muss eine Antwort fürs Team formulieren und die Einhaltung der Richtlinien bestätigen. In so einer Antwort sollte man auf diverse Themen eingehen.

  • Ich habe die Richtlinien gelesen und meine Seite erfüllt diese.
  • Redaktion und Impressum befindet sich unter folgender URL.
  • Alle Nachrichten sind über diese URL für Mensch und Crawler verfügbar.
  • Die URLs enthalten eindeutige, fortlaufende IDs mit mind. 3 Zeichen.
  • Die Seite beinhaltet keine Info-Dienste wie Wetter, Lotto, Börsenkurse.
  • Alle Inhalte werden von den Redakteuren direkt verfasst.

Abschicken.

Natürlich sollt ihr diese Informationen auch ein bisschen in Sätze verbauen und dem News-Team eine anständige E-Mail schreiben. Keinen Roman, einfach eine E-Mail – vielleicht eine Kurzgeschichte, aber wirklich kurz. Mit dem Senden der E-Mail aktiviert ihr das Ticket für eure Anmeldung und das Team prüft eure Website. Ab jetzt seid ihr gefragt. Ihr müsst nun die Inhalte eurer Seite aktuell halten und dürft euch keine Ausrutscher erlauben, mit denen ihr gegen die Richtlinien verstoßt – das dürft ihr auch später nicht. Schreibt täglich mindestens eine neue Meldung. Bringt nicht nur Dreizeiler, sondern ordentliche Inhalte. Liefert Zahlen und Fakten so gut ihr könnt.

Womöglich bekommt ihr drei Monate lang kein Feedback. Da müsst ihr einfach durch und eure Seite aktiv betreuen. Ihr habt die Seite ja nicht nur wegen Google News. Oder doch? Sorry, aber dann müsst ihr auch damit leben. Vielleicht erhaltet ihr nach vier Monaten eine Ablehnung, oder noch länger gar kein Feedback. Eventuell bestätigt man euch schon nach einem Monat die Aufnahme in Google News.

Angenommen? Glückwunsch.

Abgelehnt?

Hmm… wenn Interesse an einem Artikel darüber besteht, was man dann tun sollte, freue ich mich auf Kommentare.

Titelbild: Denys Prykhodov / Shutterstock.com
Über Soeren 459 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

13 Kommentare

  1. Ich finde es gut, das Google mehr kontrolliert, welche Seiten eingetragen werden. Allerdings finde ich es eine große Hürde gerade für kleinere Blogprojekte, das mehrmals am Tag veröffentlicht werden sollte. Das können viele gar nicht leisten.

    • Wenn man sich für ein News-Projekt entscheidet, hat man aber auch i.d.R. auch die Zeit. Wer nur hin und wieder mal eine News publiziert fällt auch nicht unbedingt in die Zielgruppe für Google News. Natürlich sind viele Seiten drin die nur selten Inhalte bringen. Das war bei diesen Seiten aber sicher am Anfang auch anders. 🙂

  2. Als ich mit Bloggerkollegen gesprochen habe, waren die der Meinung, dass man nach der Aufnahme eigentlich nicht aus Google News fliegen kann, wenn man bspw. nicht zwei News am Tag veröffentlicht oder nur Tutorials dann noch postet.

    Kannst Du das bestätigen? Oder hast Du da andere Erfahrungen aus deinem Umfeld gemacht?

    • Es besteht immer ein Risiko aus Google News zu fliegen. Besonders wenn es um Affiliate-Links geht ist Google teilweise sehr schnell aktiv. Was ich auch befürworte. Die Anzahl der News pro Tag oder pro Woche spielt meinen Erfahrungen nach keine Rolle. Wegen niedriger Aktivität habe ich noch keine Seite fliegen sehen. Wegen falschen Inhalten (nur noch Tutorials!) jedoch schon. Wenn die zwischen den News mit erscheinen ist es okay, aber nur noch solche Inhalte empfinde ich als kritisch.

  3. Um bei Google News Traffic zu generieren, muss man sich allgemein richtig reinhängen. Wenn du über Themen schreibst, welche schon Tot diskutiert wurden im Internet. Dann wirst du leider keinen Chance haben auch nur einen Besucher dort zu bekommen 🙂 Das ganze ist einfach Trend abhängig und man muss sehr viel Zeit investieren, um aktuelle Themen als erster aufzugreifen, dann wird man auch belohnt mit Besuchern. Oder ist hier jemand anderer Meinung? Wollte meinen Senf / Erfahrung, einfach mal in den Raum stellen.

    LG
    Alexander

  4. Danke für den interessanten Artikel. Ich denke wenn man es richtig macht und rechtzeitig ein gutes Thema findet, lässt sich darüber eine Menge Traffic erzeugen.

    Du schreibst: „Google News Optimierung ist neben der normalen SEO mein absolutes Lieblingsthema und der Bereich, mit dem ich mich am meisten beschäftige. “

    Was genau kann ich im Vergleich zum normalen SEO da noch extra für die Google New optimieren?

  5. Hi,

    danke für diesen Bericht. Erst gestern hatte ich eine Absage im Briefkasten – natürlich Google Like ohne schriftliche Begründung.

    Ich interessiere mich daher sehr für einen Artikel der die Thematik „Ablehnung – und jetzt?“ aufgreift.

    Danke und weiter so!

    • Deine Seite bringt einfach nicht genügend News pro Tag. Teilweise nur alle 3 Tage eine News, einfach viel zu wenig für eine dreiköpfige Redaktion.

      • Hi Torsten,

        ja da hast du Recht. Ich hatte gehofft, dass Google aufgrund dieser „Nische“ vielleicht eine Ausnahme macht. Das Thema ist halt irgendwie immer noch recht „neu“ und im Kommen. Deswegen gibt es zur Zeit eher weniger Updates. Ich hoffe, dass sich das in Zukunft ändern wird.

  6. Mittlerweile braucht man Google auch keine Mail mehr schreiben. Ab sofort heißt es nur noch:

    „Hallo,

    vielen Dank für Ihr Interesse an Google News! Ihre Anfrage ist in unserem System eingegangen und unser Team wird Ihren Content so bald wie möglich genauer prüfen.

    Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der großen Anzahl zu überprüfender Websites einige Wochen dauern kann, bis wir Ihnen antworten können. Wir bitten Sie, davon abzusehen, Ihre Website erneut zur Aufnahme einzureichen, da dies zu weiteren Verzögerungen führen kann.

    Wir sind sehr darum bemüht, möglichst viele Quellen zu erfassen, können jedoch die Aufnahme Ihrer Artikel in Google News nicht garantieren. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld und Unterstützung bei der Verbesserung von Google News.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Google News-Team „

  7. Dies kann ich bestätigen! Es ist nun um einiges leichter und einfacher gehalten. Das Formular ist auch sehr kompakt geraten.

    Edit: Nic hat doch tatsächlich mit „Multiroom“ als Name angegeben 😉

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