Freelancer Jobs: Aufträge bekommen

Freelancer Jobs Aufträge

Aufträge für Freelancer gibt es jede Menge. Sie zu bekommen und die persönliche Auftragslage stabil zu halten, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Freelancer Jobs sind gefragt.

Portale für Freelancer

Anfangen möchte ich gerne mit den Portalen für Freelancer. Welche Portale am Ende zu deinen Leistungen passen, musst du natürlich für dich herausfinden.

FreelancerMap

Für mich die erste Wahl, wenn es darum geht, mit dem eigenen Profil über mehrere Kanäle gefunden zu werden. FreelancerMap hat ausgezeichnete Rankings in Google und anderen Suchmaschinen, speziell zu passenden Begriffen, mit denen ich gerne ebenfalls gefunden werden möchte. Und die Entwicklung in Google ist weiterhin positiv.

Die Plattform rankt u.a. für wertvolle Begriffe wie:

  • Freelancer Projekte
  • Webdesign Freelancer
  • AdWords Freelancer
  • SEO Freelancer
  • Freelancer Berlin
  • Contao Freelancer
  • WordPress Freelancer
  • Prestashop Freelancer
  • Marketing Freelancer
  • Google Ads Freelancer

Das sind freilich nur ein paar wenige Beispiele. Schaut man sich die Sichtbarkeit des Projekts in Google seit Januar 2018 jedoch an, weiß man wohin die Reise derzeit geht und das man als Freelancer hier unbedingt sein Glück versuchen sollte!

Sichtbarkeit FreelancerMap

Du kannst FreelancerMap auf zwei Arten nutzen. Entweder nur mit deinem Profil um dich finden zu lassen, oder zusätzlich noch für Bewerbungen auf ausgeschriebene Projekte. Beides kannst du kostenlos machen. Möchtest du etwas mehr Möglichkeiten und ein besseres Listing in den Ergebnissen, hast du die Option zur bezahlten Mitgliedschaft. Erforderlich ist es nicht.

Ich bin dort vor allem um gefunden zu werden. Die Webseite deckt viele Begriffe über Google ab, die für mich wichtig sind. Zum Teil ranke ich da auch mit meiner eigenen Webseite und parallel mit dem Listing der Plattform. Das erhöht meine persönliche Sichtbarkeit und die Anzahl der Kundenanfragen. Nutzt du FreelancerMap bereits?

Freelance.de

Bei Freelance.de handelt es sich um ein sehr vergleichbares Portal wie FreelancerMap. Für meinen Bereich fehlt es der Plattform jedoch an relevanten eigenen Rankings. Dafür ist jedoch die Auftragslage im Projekt wirklich sehr gut. Freelancer, die sich gerne durch eine große Menge an Aufträgen klicken und sich bewerben, ist es eine super Sache.

Ich bin selbst dort, aber eher um mit meinem Profil vertreten zu sein und weniger um mich auf Projekte zu bewerben. Dies liegt aber am Mangel der Marketing-Projekte und kann in deinem Bereich ganz anders aussehen. Durch die integrierten Suchagenturen lasse ich mich über relevante Projekte informieren und gehe dann gezielt hin. Kommt kein relevantes Projekt, bin ich allerdings auch nicht auf der Plattform online.

MachDuDas

Eine oft belächelte Plattform, weil sie nach außen hin sehr auf „Heimarbeit“ ausgerichtet ist und viele das bis heute mit dem klassischen Aufbau von Kugelschreibern verbinden. Tatsächlich bietet MachDuDas aber immer wieder interessante kleine Aufträge, die zwischendurch abgewickelt werden können.

Leider sind viele Auftraggeber nicht bereit realistische Preise zu bezahlen, doch das erlebt man heute auf fast jeder Plattform. Langfristige Projekte konnte ich über das Portal noch nicht finden, für kleine Mini-Projekte, insbesondere für Aufgaben die nur ein paar Stunden umfassen, ist es aber einige Male spannend gewesen.

Du wirst als Freelancer auf MachDuDas nicht wirklich durch dein eigenes Profil gefunden. Wenn du Aufträge möchtest, musst du aktiv werden und die Projekte durchsuchen und dich bewerben.

Stifter helfen / Digital IT Services

Arbeitest du gerne mit gemeinnützigen Organisationen zusammen? Das Potential in dem Bereich Kunden zu betreuen ist enorm. Und keine Sorge, eine Non-Profit-Organisation will keineswegs kostenlose Leistungen in Anspruch nehmen. Das Portal digital-it-services.org von Stifter helfen ist ein echter Geheimtipp. Wenig Freelancer sind drin und die Reichweite der Seite ist groß.

In dem Projekt können sich nur Dienstleister (Freelancer, Agenturen etc.) anmelden und mit einem eigenen Profil auf Anfragen warten. Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass diese Anfragen kommen. Ich bin jetzt ungefähr ein halbes Jahr dabei und bin durchaus zufrieden. Projektausschreibungen gibt es keine. Das unterscheidet Digital IT Services von den anderen Plattformen.

Durch Newsletter an Stifter-helfen Teilnehmer, wird regelmäßig von den Betreibern eine große Aufmerksamkeit erzeugt. Was schubweise zu den spannenden Anfragen führt.

Facebook-Gruppen bzw. Social Networks

Hast du Facebook? Vielleicht sogar Xing und / oder Linkedin? In vielen Social Networks gibt es Gruppen zu unterschiedlichsten Schwerpunkten. Wer als WordPress Entwickler und Freelancer unterwegs ist, kann sich beispielsweise vor passenden Gruppen auf Facebook kaum retten. Gefühlt hat da jeder seine eigene Gruppe.

Bist du in solchen Gruppen, solltest du unbedingt durch hilfreiche, freundliche Kommentare überzeugen. Du musst nicht dein komplettes Wissen preisgeben, aber wenn du jemanden hilfst, freut sich die Person natürlich. Und viele andere Leute erkennen deine Kompetenz und kommen mit ihren ganz eigenen Fällen auf dich zu. Die Anfragen kommen dann via Personal Message (PM) oder gar via E-Mail.

Unheimlich viele Menschen sind als stille Leser in Gruppen, um innerhalb von Diskussionen anderer Leute, kompetente Kontakte finden zu können. Denn viele wollen ihre eigenen Probleme nicht in Gruppen schreiben, suchen aber dennoch Unterstützung. Und diese Leute erreichst du durch deine Aktivitäten. Werbung musst du keine machen, denn deine Hilfe ist die wertvollste Werbung. So nervst du niemanden, störst keine Gruppen-Moderatoren und gewinnst trotzdem an Reputation und Aufträgen.

Facebook frisst zu viel Zeit? Nun, es ist Kundenakquise, wenn du auf Facebook unterwegs bist und Leuten hilfst. Als diese musst du es auch sehen. Und das ist kein „Schönreden“, sondern Fakt. Zumindest so lange, wie du auch wirklich produktiv auf Facebook unterwegs bist. Sobald du die Timeline hoch- und runter scrollst und lustige Videos schaust, entfernst du dich natürlich aus der Akquise-Phase.

Kollegen und Bestandskunden

Mit Kollegen Empfehlungen austauschen

Mittelfristig baust du dir ein Netzwerk an Kollegen auf – vielleicht hast du das auch bereits? Ich tausche mich mit vielen Freelancern aus und das geht inzwischen so weit, dass ich auch gezielt mit Freelancern spreche die Leistungen anbieten, die ich nicht biete, wo aber ein Bedarf bei meinen Kundenprojekten besteht. Diese vermittle ich an meine Kunden weiter und ich spreche auch auf meiner Freelancer Seite gerne direkte Empfehlungen für Kollegen aus.

Natürlich erwarte ich das von diesen Kollegen auch umgekehrt. Deshalb spreche ich das immer gezielt mit den Personen ab. Es bringt mir wirtschaftlich keinen Mehrwert, wenn ich immer nur einseitig Empfehlungen ausspreche, selbst aber nie empfohlen werde. Da muss in der geschäftlichen Beziehung ein Geben und Nehmen herrschen. Das funktioniert erstaunlich gut.

Der Vorteil solcher Empfehlungen ist i.d.R. auch, dass die Kollegen mir bereits zum Kunden und zum Projekt etwas sagen können. So weiß ich viel besser einzuschätzen auf was ich mich einstimmen darf.

Von Bestandskunden empfohlen

In längeren Beziehungen mit Kunden ist es durchaus legitim, auch mal offen über die Auftragslage abseits vom Kundenprojekt zu sprechen. Zufriedene Kunden teilen gerne die Empfehlung, so lange es nicht an die Wettbewerber gehst. Dies sollte aber sowieso ein No-Go sein. Für mich zumindest ist es das. Ich betreue immer nur einen Kunden pro Branche zur gleichen Zeit. Alles andere bringt mich unnötig in Konflikte.

Da auch deine Kunden ein Netzwerk mit Kollegen pflegen und sich über den Bedarf austauschen, kannst du diesen Hebel sehr effektiv nutzen und neue Anfragen generieren. Ob dein jeweiliger Kunde für ein Gespräch in dieser Form offen ist, musst du selbst ausloten. Stell auf jeden Fall sicher, dass auch bei neuen Aufträgen, dein Bestandskunde keine Einschränkungen in deiner Verfügbarkeit erwarten muss. Das würde die Quote die Empfehlungen dramatisch senken.

Ein paar Tipps am Rande

Es ist eng und du brauchst unbedingt Aufträge? Verfall in dieser Phase nicht in Panik. Kümmere dich weiterhin ruhig um deine Kundenakquise. Spring auf keinen Fall auf jeden lukrativ erscheinenden, aber kostenpflichtigen Zug auf. Ein finanzieller Engpass lässt einen Menschen gerne mal jeden Strohhalm greifen. Mach das nicht, bleib aufmerksam und überdenke zumindest jeden kostenpflichtigen Schritt mehrfach!

Du hast genug Aufträge und brauchst keine Akquise? Falsch! In dem Moment wo es dir an Aufträgen mangelt – auch wenn du heute glaubst das könnte nie passieren – wirst du es bereuen die Kundenakquise nicht fortgesetzt zu haben. Du musst dann frisch damit beginnen und dafür sorgen neue Projekte zu bekommen. Stattdessen solltest du lieber fortlaufend akquirieren und immer am Markt sichtbar sein. Wenn du ausgelastet bist, dann lehne Anfragen ab und kümmere dich darum, sie an Kollegen weiterzureichen. Das stärkt deine Reputation am Markt enorm und kein Anfragender wird dir böse sein. Und kommt der Tag, an dem du wieder einen neuen Kunden brauchst, kannst du dich auf deine Anfragen verlassen.

Sag Nein, wenn es nicht passt! Umsatz ist toll, Zahlungseingänge verbuchen macht Freude. Doch Geld ist nicht alles im Freelancer Business. Wenn du deine Aufträge alle selbst bearbeitest, wirst du auch Nein sagen müssen. Nicht jede Anfrage besteht aus einem Auftrag, der dir Freude machen wird. In schlechten Zeiten neigen viele dazu, einfach auch die unschönen Aufträge anzunehmen. Tendierst du bei uninteressanten Aufträgen dazu, die Arbeit schleifen zu lassen und Deadlines zu brechen? Dann lass es besser und sage Nein. Aufträge nicht ordentlich zu behandeln hat viele Konsequenzen:

  • Deadlines verzögern sich
  • Gespräche mit Kunden werden unangenehmer
  • Mehraufwände brauchen verstärkte Rechtfertigungen
  • Rechnungen werden diskutiert
  • Zahlungen werden verzögert
  • Abnahmen führen zu unzähligen Extra-Wünschen

Es sind provokativ ausgedrückte Probleme, aber sie sind nicht abwegig und vereinzelt durfte auch ich mich schon in manchen Situationen finden. Klar, ich habe ja auch mal angefangen und jede Phase mal miterlebt. Und ich kann noch so vorsichtig sein, der nächste Fehler wird auch bei mir kommen.

Hast du eine eigene Webseite? Wenn ja, lass keine Möglichkeit aus, deine eigene Webseite bei den Portalen wo du eingetragen bist, ordentlich zu hinterlegen. Es ist wichtig für deine Seite, dass möglichst viele relevante und gute Quellen auf diese verweisen. Dadurch gewinnt deine Webseite an Vertrauen bei Google und kann in den Rankings steigen. Außerdem können sich Interessenten direkt auf deiner Seite umsehen und sind nicht ans Portal gebunden.

Fazit

Du kannst als Freelancer Jobs ohne Ende finden. Ob du die Aufträge am Ende auch bekommst, steht auf einem anderen Blatt. Die Plattformen und Communitys erleichtern die Kundenakquise jedoch enorm. Es ist nicht erforderlich Telefonbücher durchzutelefonieren oder teure Werbung zu buchen. Eine echt gute Zeit die wir derzeit als Freelancer erleben. Dran bleiben und dich reinhängen musst du dich dennoch.

Titelbild: ID 306049992, AntonMatyukha – depositphotos.com

Über Soeren 459 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

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