Frau Eisy bloggt zu Gast

Eigentlich wollte ich „Moin!“ in die Runde rufen, doch zu salopp möchte ich meinen Einstand als Gast-Bloggerin auf eisy.eu nicht angehen. Gast-Bloggerin ist richtig, obwohl ich das angetraute Weib von eisy bin. Oh ho! Frau Eisy bloggt zu Gast bei ihrem Mann! Ich höre es fast! Ein Raunen geht durch die Reihen… 😀 Na ja, zurück zum Ernst der Lage, der Nation hätte ich beinahe geschrieben, doch davon hören wir in den Nachrichten genug. Also lieber mehr zu meiner Person.

Mein Name ist Bettina Eisenschmidt, besser bekannt als Tina. In erster Linie bin ich Texterin und Autorin, in zweiter Linie hat mich dieser Umstand zu Frau Eisy gemacht. Natürlich nicht ausschließlich, aber ein wenig schon. Genau dies wird auch mein Themenfeld sein. Nein, nicht das private Tamtam und Tschingerassada. Sondern das Texten, das Schreiben für Webauftritte und das Dasein als Autorin. Genau jetzt beginnt meine Reise mit dem gewillten Leser durch das Universum von Buchstaben und Silben, von Worthülsen und Kreativ-Supernovas.

Von Wortpüree, Kleinen und Mittelständischen Unterfangen und Wissbegier

Beinahe täglich blutet mir das Herz. Mittelmäßig fabrizierter Wortbrei wird mancherorts angepriesen, als wäre es das Meisterstück schlechthin. Wirklich fabelhaft formulierte Texte mit Konzept sollen jedoch mit wahnwitzig geringen Gagen abgespeist werden.

So las ich unlängst still eine Diskussion, in der ein wichtigtuender Webmaster sich auftat als ein Textergenie. Wer mehr als 0,02(!) Cent pro Wort ausgeben würde, wäre schön blöd, so seine etwas feiner formulierte Ansage. Er selbst produziere 300 Wörter in sagenhaften zehn Minuten. Ein Blick auf ebendiese Textergüsse förderte zutage, was ich befürchtete. Der Text war lesbar, ja. Es waren sogar wenig orthografische Fehler vorhanden. Doch die Formulierung, die Wortwahl, die fehlende Linie ließen zu wünschen übrig. Für manchen Zweck ist solch dahin getippter Text verwendbar. Wer von guten Texten eine bessere Conversion und eine positive Präsentation erwartet, sollte aber exzellente Texte, nämlich Werbetexte anvisieren.

Über einen Kamm will ich meine letzte Aussage nicht scheren. Abhängig vom Projekt kann ein „grottiger“ Stil sogar von der Zielgruppe besser angenommen werden als ein glatter, makellos scheinender Profi-Text. Wie stets müssen Einzelfälle auch als solche betrachtet werden. Allerdings:

Wer einen professionellen Auftritt präferiert, sollte entsprechende Texte darbieten.

Am erschreckendsten sind Firmenwebseiten, die extrem schlecht betextet sind, vom Layout ganz zu schweigen. Das Webdesign ist ein wichtiges Thema in Punkto Texten fürs Web. Das gilt insbesondere für neu aufgesetzte Web-Präsenzen, denn hier bestehen Freiräume in größerem Ausmaß. Diese müssen vorteilhaft genutzt werden. Hauptseite, Unterseiten, Landingpages – Texter und Webseitenersteller arbeiten an einem Konzept und daher besser gemeinsam.

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Mein Kerngebiet sind Texte, weshalb mir bei mancher Wanderschaft durch Nullen und Einsen der Rotstift fast auf den Monitor rutscht. Ich würde am liebsten in Capslock schrei(b)en, weil es nicht zu fassen ist.

Allzu oft sind Webauftritte nämlich betextet, als würde es keine Kunden geben. Sondern nur ein erfolgreiches Unternehmen. Ganz gleich, ob es ein Ein-Mann-Betrieb mit einer von zig Zertifikaten tapezierten Firmenhistorie besonderen Ausmaßes ist, oder das Kleine bis Mittelständische Unterfangen, das sich mit seinen Errungenschaften und Entwicklungen der Vergangenheit rühmt. Der Kunde bleibt auf der Strecke – wenngleich nicht unbedingt für jeden offensichtlich.

Dies ist ein inhaltlicher Fehltritt, der getoppt werden kann. Näher will ich augenblicklich nicht darauf eingehen. Das Beispiel soll aber aufzeigen, warum es Sinn macht, einen professionellen Webtext produzieren zu lassen, der entsprechend entlohnt wird – und auch in Richtung des Auftraggebers lohnt. Ein starker Werbetext kostet etwas, denn es arbeitet ein Texter mit Konzept, Wissen und (hoffentlich) Talent an Texten, schleift diese und liefert Textdiamanten ab, „weil er weiß was er da tut“.

Raum für Wissbegier

Ich will niemandem aus der Texterbranche und vor allem keinen Hobbytextern auf die Füße treten. Das Web ist groß, die Ansprüche der Auftraggeber und die Verwendungszwecke von Texten unterschiedlich. Gleiches gilt für die Budgets von Auftraggebern. Es ist viel Platz im Netz – jedoch auch zum Lernen. Schreibende können sich stetig verbessern, können sich Kenntnisse aneignen und ihre Fähigkeiten hervorheben. Ich weiß das, denn auch ich begann in einer anderen Ecke zu schreiben und sammle fortlaufend Erfahrung und Detailwissen. Diejenigen, die aus diversen Gründen eigenen Text-Content anfertigen, sind sicher gut beraten, ihre Texte zu überdenken, sie nach gewissen Kriterien zu bearbeiten und sie aufzuwerten. Meinen kleinen Beitrag möchte ich mit meinen Gast-Beiträgen leisten und Hilfreiches sowie Wissenswertes zum Schreiben und Texten bloggen.

Texte sind aus dem Internet nicht wegzudenken. Texte sind das Verkaufsgespräch der Webauftritte – Texte sind Dreh- und Angelpunkt des Online-Marketings. So kommen wir im Hauptkontext von eisy.eu an und der Kreis schließt sich. 🙂

Ich hoffe, mein zeitweiliger Auftritt stößt niemandem auf, sondern bereichert eisys Blog und bietet den Lesern einen Mehrwert. Ich freue mich jedenfalls auf die Reaktionen heute und künftig, vor allem die Kritik ist die Würze des Lebens und Lob das Öl, das die Rädchen im Oberstübchen lebendig hält.

11 Kommentare

  1. Diese billig kaufen von Texte finde ich zum kotzen. Ein gute Texter muss pro Arbeitsstunde um die 50 verdienen können um zu bestehen. Hier kann jeder ausrechnen wie viel ein Wort kosten muss. Je nach Text schafft man zwischen 300 und 800 Wörter pro Stunden sofern man ein gewisse Maas an Qualität will. Somit können Angaben wie 0,0X cent pro Wort nie wirklich sein.

  2. @Peter: Das siehst Du richtig. Von Pro-Wort-Preisen im Niedrigst-Sektor muss sich ein Texter früher oder später ohnehin trennen. Pauschalpreise, die individuell angepasst werden, sind sowieso an der Spitze der Texter üblich. Dies gelingt nur, wenn Talent mit einer gewaltigen Portion Wissen ums Texten zusammentreffen. Qualität darf sich eben bezahlen lassen.

    @Mißfeldt Was wäre ich ohne eisy? 😉

  3. „Allzu oft sind Webauftritte nämlich betextet, als würde es keine Kunden geben. Sondern nur ein erfolgreiches Unternehmen.“

    Tiefe Verneigung. Genau daran krankt ein Großteil des kommerziellen Webs.

  4. Ein wohl formulierter und sehr sympathischer Einstand, der mich als Feedleserin doch auch mal zu einem Kommentar verlockt. Ich freue mich auf Deine Beiträge, Frau Eisy! 🙂

  5. Hallo Tina,
    ich hoffe ich darf Dich hier duzen. Ich bin ganz Deiner Meinung. Entsprechende Leistung sollte auch entsprechend honoriert werden. Ich bin in einigen Monaten auf der Suche nach einem Texter oder nach einer Texterin 😉 Alles weitere gerne per Mail. Mein Mailadresse kann Dir Herr Eisy geben (über die Adminoberfläche von diesem Blog) .
    Grüße aus München – Frank

  6. Nabend,
    schreibe ja für gewöhnlich selbst und erst kürzlich habe ich meine ersten Auftragstexte erstellen lassen. Das Angebot von 0,015Cent/Wort war einfach zu verlockend. Tja, natürlich waren die Texte überaus grottig zusammengekleistert. Alles mussten komplett überarbeitet werden. Hätt ich mal besser jemanden beauftragt, der sich auskennt 😉

  7. Ich arbeite oft mit Textern. Zahle nie mehr als 0.02 und bin ziemlich zufrieden mit den Texten. Natürlich hat man nicht die Qualität die man für einen teureren Texter hätte aber ich akzeptiere nie minderwertige Texte.

  8. @Julian: „Ziemlich zufrieden“, wie du schreibst, ist eben oft nicht gut genug. Exzellente Texter würden sich für solche Dumping-Preise nicht hergeben.

    Neulich las ich dazu einen treffenden Spruch. Leider weiß ich nicht mehr, von wem er stammte und wo es geschrieben stand:

    „Wer mit Bananen bezahlt, bekommt nur Affen!“

    Allerdings räume ich ein, wer sich nicht mehr leisten kann und will, wird sich mit günstigen und weniger ausgefeilten Texten zufrieden geben müssen.

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