Dein Dienstag: Echte Fehler als negative Signale

Mein erster Beitrag zur Serie „Dein Dienstag“ soll mit einem praktischen Beitrag über echte Fehler in Websites beginnen. Ihr habt mir verschiedene Domains geschickt und diverse Fragen, deren Antworten für die Praxis wichtig sind. Eine Frage darunter war auch, wie sich Fehler auf Projekten auf die Rankings auswirken. Da mein System leider einen Crash hatte und ich gestern und heute kaum was geschafft habe, fällt der Dienstag ein bisschen knapper aus. Besser als letzter, der fiel aufgrund der SEOkomm ganz aus.

Die Branche spricht ja immer von vielen Signalen und gefühlt tausenden Techniken mit denen man arbeiten kann, um in Google erfolgreich zu sein. Über den Umgang mit Fehlern jedoch wird selten gesprochen oder gar geschrieben. Fehler sind nicht zu lange Seitentitel, Fehler sind auch nicht fehlende Meta-Angaben zur Indexierung. Für mich sind Fehler die Dinge, die einen Leser wirklich stören.

Fehler

Das wären in erster Linie natürlich 404 Seiten. Besonders wenn sie durch interne Verlinkung noch unterstützt werden. Besonders Blogs mit erlaubten Kommentaren sind anfällig für 404 Seiten die durch Leser verursacht werden. Kommentiert zum Beispiel ein Nutzer mit einer URL, vergisst aber das http:// und der Blog generiert dadurch eine interne statt externe URL, wird ein 404 erzeugt der intern verlinkt wird.

Manchmal machen diesen Fehler aber auch Autoren selbst. Bei ET-Tutorials.de zum Beispiel befindet sich in diesem Artikel http://et-tutorials.de/5565/diode/ gleich im ersten Satz ein Fehler.

Es wird auf ein YouTube-Profil verlinkt, jedoch ohne http:// und dadurch wird genau dieser angesprochene, interne 404 erzeugt. Einem Besucher bringt der Klick auf den Link rein gar nichts und weil Googles Crawler diese Daten auch abrufen, wird man dem Artikel eine niedrigere Qualität zuteilen weil der Inhalt nicht gepflegt ist. Wäre er dies, würde er keine 404 Seiten verlinken.

Lösung: Einerseits sollte man die Fehler natürlich beheben und die richtige URL eintragen. Anschließend kann man die fehlerhafte URL direkt per 301 entweder auf die richtige, externe URL weiterleiten oder man zieht die URL einfach auf die Quelle. Meistens haben solche 404 Seiten nur Links von intern. Wenn man sie behebt, verschwinden die Links natürlich. Hat man 404 Seiten von extern sollte man die URL immer sinnvoll weiterleiten.

Fehlende Seitentitel

Ein weiterer Fehler ist beispielsweise das Fehlen vom Seitentitel (Title Tag). Bei der Meta-Description kann Google noch ganz gut aus dem Content schöpfen und dem Besucher eine dennoch passende Beschreibung in den Suchergebnissen anzeigen. Die ET-Tutorials.de hat solch einen Fehler nicht. Ich spreche ihn aber trotzdem an, weil er typisch ist. Google reagiert ja auf CTR Werte und Google reagiert auf zurückkehrende Besucher. Im Falle eines fehlenden Seitentitels zeigt Google in den Suchergebnissen meistens nur die URL statt einem Titel. Anschließend die Description und dann die eigentliche URL. Der Titel wird also einfach ersetzt.

Die Folgen sind klar: die Ergebnisse bekommen keine bzw. nur sehr wenige Klicks. Das löst ein negatives Signal bei Google aus und führt langfristig zu schlechteren Ergebnissen. Google braucht keine Seiten in den Ergebnissen die sowieso niemand anklickt. Im Prinzip ganz logisch und mit den letzten Updates reagierte man hier ja prima.

Im Gegensatz zur fehlenden Description kann ein Titel also richtig schmerzhaft sein.

Fehler als Qualitätsmerkmale

Mal ehrlich, will jemand behaupten eine fehlerhafte Seite sei von hoher Qualität? Gut, gibt es sicher Leute die dies meinen. Ich für meinen Teil habe hier eine klare Meinung. Seiten die Fehler enthalten, welche die Qualität für den Leser beeinflussen sind nicht hochwertig einzustufen. Wie stark es ein negatives Signal für Google ist weiß ich nicht.

Ja, aber…

Jetzt kommen einige mit dem Argument, sie würden ja Fehlerseiten auf Noindex haben und Google nimmt die dadurch sowieso nicht auf. Gut, dies ist richtig, Google nimmt Seiten meistens nicht auf, wenn diese auf Noindex stehen. Nur was haben die Fehlerseiten mit der Quelle zu tun, die auf diese verlinkt? Google bewertet ja den Content den man lesen kann. Darin befinden sich Fehler, also Seite schlecht. Wo die Fehler letztendlich ausgegeben werden ist gar nicht so wichtig. Außerdem ist „nicht indexieren und in Google zeigen“ meiner Ansicht nach nicht mit „nicht vom Crawler prüfen“ gleichzusetzen. Somit ist es für mich egal ob eine Seite indexiert werden darf oder nicht. Jeder Fehler in einem Projekt ist fehl am Platz.

Basics

Wenn ihr 404 Seiten ohne kostenpflichtige Tools finden wollt, ruft die Webmastertools auf. Google bietet euch kostenfrei die Möglichkeit eure Seite zu analysieren und wertvolle Informationen zu gewinnen. 404-Statuscodes sind nur eines von vielen was euch geboten wird.

Fazit

Aufräumen Leute! Fehler sind Fehler und bleiben diese, bis ihr sie vermeidet bzw. entfernt. Der Dienstag heute ist zwar kurz aber wichtig. Ich freue mich dazu auch auf eure Meinungen und eine spannende Diskussion. 🙂

Nächsten Dienstag geht es weiter und ihr könnt weiterhin Mails mit Themenvorschlägen etc. einreichen. Ich habe schon einige Mails erhalten und mir auch vorgemerkt.

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.