Erfahrungen mit designenlassen.de

Meine Erfahrungen aus 2 Wettbewerben bei Designenlassen.de

Wie einige Leser bemerkt haben, war ich die letzten Wochen und auch Tage auf Designenlassen.de als Auftraggeber aktiv. Ich habe dort das neue eisy.eu Logo in einem Wettbewerb erstellen lassen und zuvor das Logo vom Radblog.org. Meine Erfahrungen mit Designenlassen.de aber auch die Reaktionen außerhalb, möchte ich gerne in diesem Artikel zusammenfassen und teilen.

Anmeldung und Wettbewerb einstellen

Erst habe ich mir einen Eindruck von der Plattform, den aktuellen Ausschreibungen und den Produkten im „Shop“ verschafft. Natürlich habe ich auch andere Plattformen wie 99designs.de und dazugehörige 12designer.com angesehen. Auch andere Projekte mit Freiberuflern hatte ich im Blick.

Positiv gefallen hat mir bei Designenlassen.de die Vielseitigkeit der Vergütung. Ich kann als Auftraggeber in Vorkasse gehen, kann aber auch die Zahlung garantieren. Letzteres habe ich bei beiden Logos gemacht und bedeutet, ich zahle definitiv aus, auch wenn ich im schlimmsten Fall kein Logo davon akzeptiere. Dadurch motiviert man mehr Designer die sonst eher zurückhaltend sind.

Kosten für ein Logo / Preisgelder

Neben den von der Plattform angebotenen Preisen kann auch ein individueller Preis für jeden Wettbewerb eingetragen werden. Gleich dazu, ich hatte bei einem Wettbewerb 175 Euro als Preisgeld und beim anderen Wettbewerb 310 Euro als Preisgeld ausgeschrieben.

Briefing für den Designer

Hier bietet mir Designenlassen.de verschiedene Möglichkeiten. Ich kann mein Briefing rein in Textform eintragen. Praktisch so, wie ich es auch mit einer Agentur bzw. einem einzelnen Designer machen würde. Zusätzlich kann ich Bildmaterial hochladen und Links setzen zu Logos die mir gefallen. Den gewünschten Stil zu erklären, also ein gutes Briefing zu geben, ist mittels der Plattform kein Problem.

Beim Logo für eisy.eu ging es in erster Linie darum die vier Buchstaben schlicht und professionell aufzustellen. Keine großen Spielereien zu treiben. Und mit nur vier Buchstaben ist das wirklich nicht leicht. Ein bisschen „Spiel“ ist durch die Punkte jetzt dabei. Ansonsten beschränkt sich das Logo auf „eisy“ und den kurzen Slogan der die Thematik und das Alter des Blogs aufzeigt. Gleichzeitig nutze ich das Logo jetzt in einer anderen Farbvariante auf eisy.net im Forum.

Im nächsten Schritt konnte mit sechs Vorlagen und vier Reglern noch der Stil definiert werden.

Designenlassen.de Briefing
Designenlassen.de Feineinstellungen im Briefing

Erste Entwürfe und Voting

So ein Wettbewerb ist für jeden Designer offen. Außer der Auftraggeber beschränkt es als „Elite-Projekt“. Dann können nur entsprechend ausgezeichnete Designer teilnehmen.

Ich bin ohne eigene Idee in die Wettbewerbe gegangen. Deshalb sind mir möglichst viele Vorschläge sehr wichtig gewesen. Beim Radblog.org waren es 85 Entwürfe und bei eisy.eu sind 94 Entwürfe entstanden. In mehreren Votings habe ich u.a. auf Facebook rumgefragt, welche Designs am besten gefallen.

Während beim Radblog.org eure Teilnahme noch ziemlich euphorisch war, stand bei eisy.eu die Kritik im Vordergrund. Teils haben sich natürlich auch einfach ein paar C-Designer in den Mittelpunkt rücken wollen und waren vielleicht böse, dass man nicht später noch in den Wettbewerb einsteigen konnte.

Erste Entwürfe erhielt ich bei beiden Wettbewerben noch am gleichen Tag. Ich konnte auch kein einziges Mal einen typischen „Verknappungseffekt“ feststellen. Soll heissen, die Teilnahme war über den ganzen Zeitraum in Ordnung. Nicht nur am letzten Tag oder sogar in den abschließenden Stunden. Wenn so ein Wettbewerb endet hat man übrigens maximal 30 Tage Zeit für eine Entscheidung.

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Entwürfe überarbeiten lassen

Als Auftraggeber muss man unbedingt aktiv werden. Wer nur Entwürfe sammelt und kein Feedback gibt, darf sich am Ende nicht beschweren wenn kein Logo gefällt. Ich habe an dieser Stelle allerdings noch ein Stück weitergedacht.

Logos die mir im Stil nicht gefielen habe ich direkt mit wenigen Sternen bewertet. Dies wirkt sich im System nicht auf den Designer aus, signalisiert ihm aber das kein Interesse an seinem Entwurf besteht. Da habe ich auch kein Feedback zur Überarbeitung geschickt. Würde den Dienstleister nur Zeit kosten die ich am Ende wahrscheinlich nicht bezahlen werde.

Jeder Vorschlag kann kommentiert werden. So fand ich das Logo für eisy.eu, was jetzt online ist, im ersten Entwurf in Ordnung aber nicht „fertig“. Es stand beispielsweise das „e“ in Schräglage gegen die Leserichtung. Außerdem stimmten die Farben nicht und ein Slogan wurde nicht eingefügt. Ich konnte mir also kein richtiges Bild machen. Ich bat die Designerin um Überarbeitung. Sie stellte es mir kurze Zeit später mit den korrekten Farben und geradem „e“ erneut vor. Den Slogan schickte ich ihr zum Einfügen in die Dateien.

In beiden Wettbewerben habe ich jeweils nur einem Designer einen erhöhten Aufwand zugemutet. Und beide Male lag ich so weit richtig. Die Person hat dann den jeweiligen Wettbewerb auch gewonnen. Und wir haben nun einen fortlaufenden Kontakt.

Fazit zu designenlassen.de

Meine Erfahrungen mit Designenlassen.de sind gut. Ich kann die Plattform jedem empfehlen der ohne wirklich eigene Ideen ein Logo kaufen möchte. Wer richtige Ideen im Kopf hat und dadurch auch ein wirklich gutes Briefing schreiben kann, der sollte anhand der Referenzen zu einer festen Agentur oder einem Freiberufler direkt gehen.

Warum? Einfach weil ich es von der Vergütung her fair finde, bei klaren Vorstellungen auch in der Zusammenarbeit eine klare Entscheidung zu treffen. Designenlassen.de ist eben eine Art „Pitch“ Plattform für Grafiker. Nur einer kann gewinnen. Und wenn der Auftraggeber gemein genug ist, lässt er jeden Teilnehmer immer wieder Korrekturschleifen laufen. Natürlich muss dann der Designer auch dumm genug sein und dieses Spielchen mitmachen.

Als Designer würde ich bei Designenlassen.de und ähnlichen Portalen nur teilnehmen, wenn Freizeit und Job noch immer ein paar Kapazitäten frei lassen. Wenn wirklich Zeit über ist und man Spaß hat. Weiter sollte man eine schnelle Auffassungsgabe haben und kreativ genug sein, um nicht Ewigkeiten mit dem ersten Entwurf zu verbringen. Wenn man also „zwischendurch“ mal „Lust“ auf einen Wettbewerb hat, klar. Fürs feste Einkommen finde ich es für Designer dann fragwürdig.

Schöne Referenzen kann man sich gerade am Anfang seiner „Karriere“ natürlich hier auch aufbauen. Es nehmen viele Kanzleien, Vereine etc. dort mit Projekten teil. Aus der Sicht lohnt es sich gerade in der Startphase.

Unter „Ausbeutung, Abzocke und Sklavenarbeit“ wurde von manchen Leuten aus der Branche mein Verhalten gestellt. Ich akzeptiere das. Sehe es aber anders. Wer so einen Wettbewerb mitmacht, tut dies freiwillig. Ohne Druck, ohne Zwang, ohne Garantien auf einen Sieg! Ganz bewusst also. Und wie aus Sicht eines Designers über Designenlassen.de denken würde schrieb ich wenige Zeilen oberhalb.

Und wer das wirklich alles als Ausbeute bezeichnet, der nimmt hoffentlich niemals an solchen Portalen teil. Dann aber auch nicht an Textbroker.de, Content.de und anderen Plattformen wo Ablehnungen und ewige Korrekturschleifen ermöglicht werden. Denn all das verursacht einer Partei Aufwand und bringt der anderen Partei eine Leistung zu äußerst geringen Kosten. 😉

Fragen

  • Wie steht ihr zu solchen Portalen generell?
  • Habt ihr Erfahrungen mit Designenlassen.de oder ähnlichen Seiten?
  • Nehmt ihr ggf. sogar an solchen Projekten als Dienstleister teil? (Egal ob Bild, Text etc.)

Ich freue mich auf Feedback. Weniger auf welches zum Logo, sondern viel mehr auf Feedback zu dieser Thematik.

Über Soeren 450 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

15 Kommentare

  1. Tja, als Werbeagentur mit festangestellten und ausgebildeten Grafikern stehe ich solchen Portalen natürlich mehr als Skeptisch gegenüber. Ich verstehe auch nicht, wie sich Designer dazu hinreißen lassen da mitzumachen. Viel Arbeit für umsonst. Und selbst wenn man gewinnt, ist die Bezahlung eher spärlich – oder es werden einfach langweilige Logos aus der Schublade geliefert, die mit dem Unternehmen und dessen Philosophie nichts zu tun haben.
    Jau, das dich zurückhaltende Meinung eines Creative Directors 😉

    PS. Mit Textbroker & Co gebe ich Dir recht. Abgesehen davon: da ist es genauso. Inhalte von unseren Redakteuren sind schlichtweg von einem anderen Niveau und einer anderen Tiefe.

    • Ich danke Dir für Deine Meinung. Ist schon richtig, als ausgebildeter Grafiker / Designer sind diese Portale und dazugehörige Vergütungen nicht der Verdienst, den man bekommen sollte. Aber für erste Referenzen bestimmt in Ordnung. Und als Hobby-Designer ja auch eine schöne Sache. Es muss zur eigenen Lage passen. Würde es niemals als Vollzeit-Beschäftigung empfehlen. Wenn ich in manchen Profilen sehe: 1503 Teilnahmen, 12 Gewinne, dann weiß ich mir dazu nicht mal ein Urteil zu erlauben.

  2. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir dein neues Logo gar nicht gefällt. Wieso die Punkte? Warum nicht Vier- oder gar Dreiecke? Und wieso dieser ungleiche Start. (Die Punkte sind weder mit dem „O“ noch mit dem „e“ gleichauf.) Nicht, dass das sein müsste oder ich das besser könnte: Es ist nur mein persönlicher Eindruck. Das alte Logo fand ich da deutlich besser.

    Zu deiner eigentlichen Frage: Ich finde, das sollte jeder selbst entscheiden. Persönlich bin ich aber voll bei dir. Warum nicht einfach mal ausprobieren?

    • Guten Morgen Lars,

      vielen Dank für deine ehrliche Meinung. „Gefallen“ geht natürlich immer von einem selbst aus. Technisch gesehen ist das Logo mit Sicherheit nicht perfekt. Muss es auch nicht sein, wie Du selbst sagst. Was die „Punkte“ angeht so bin ich flexibel. Die kann ich ja verschieben, entfernen, reduzieren oder auch ersetzen. Ich lasse es erstmal auf mich wirken, ein paar Tage, Wochen oder Jahre. Mal sehen. 🙂

      Schön das mein altes Logo, was nur in Word geschrieben, eingefärbt und als Screenshot gespeichert war, gefallen hat. Ich konnte es nicht mehr sehen. 😉

  3. Ich glaube, dass Portale wie designenlassen.de einfach eine andere Zielgruppe abzielt, weswegen es immer wieder zu Skepsis seitens der Agenturen kommt. Es gibt eben immer wieder Kunden die entweder kein großes Budget haben bzw. ausgeben möchten oder keine genaue Vostellung haben oder beides. Ohne solche Portale gäbe es für diese Zielgruppe vermutlich halt kein Markt bzw. kein Logo 🙂 Natürlich ist die Qualität folglich meist geringer.

    Ich war vor einiger Zeit regelmäßig Dienstleister auf designenlassen.de (habe aber keine Ausbildung im Gestaltungsbereich, nur Learning by Doing) und kann nut sagen, es lohnt sich für einen Studenten oder nebenberuflichen „Hobbydesigner“ durchaus, wenn man ein paar Sachen beachtet. Nicht zuletzt wegen den bereits von Soeren erwähnten Folgekontakten, die man sich dort gezielt erarbeiten kann. Dauerhaft an den Pitches mitzumachen oder gar einen Lebensunterhalt damit verdienen ist aber glaube ich .. zäh 🙂

  4. Sorry, aber derartige Portale sind reine Ausbeutung. 94 Entwürfe für 175 oder 310 Euro ist ganz einfach nicht OK. Wenn ich hier an die Diskussionen um einen Mindeststundensatz denke ….. Hier sind wir Lichtjahre davon entfernt. Mit Arbeitnehmern wäre das der reine Skandal, aber die dummen Selbständigen machen so etwas. Tja wenn sie so dumm sind.

    • Hallo Alfred,

      ich akzeptiere natürlich Deine Meinung. Wenn ich mir allerdings Angebote für Dienstleistungen bei Agenturen einhole, bezahle ich diese ja auch nicht fürs Angebot. Und oft kriegt man sogar Erstberatungen kostenfrei. Sogar beim Steuerberater in vielen Fällen. Und hier ist es der erste, einfache Entwurf, der die Erst-Kommunikation von Seiten des Designers darstellt.

      Den Aufwand den sich der Designer damit macht, muss er selbst bemessen. Geht mir ja mit Angeboten etc. auch so. Werde ich i.d.R. auch nicht für bezahlt. 😉

      Und ganz am Ende muss es natürlich jeder Dienstleister selbst entscheiden. Der Auftraggeber nimmt hier niemanden aus. Dafür müsste man nämlich erstmal eine Leistungsverpflichtung herstellen. Und die gibt es nicht.

      • Hallo Eisy,
        genau darum geht es. Wenn Du zu einer Agentur oder zu einem Grafiker gehst, so wird das erste Gespräch gratis sein. Er (sie) wird Deine Wünsche aufnehmen und Dich auf sinnvolle Weise beraten. Danach wird ein Anbot erstellt. Danach erfolgt die Bestellung von Dir (sofern Du mit dem Erstgespräch zufrieden warst). Das der Vorgang bis hierher für den Kunden keine Kosten verursacht ist OK.
        Wenn ich jetzt den Auftrag erhalte, werde ich alles machen damit der zur vollen Zufriedenheit des Kunden ist. Dafür möchte ich auch bezahlt werden. 175,- Euro für einen Logoentwurf, na ja, würde ich nicht machen.
        Bei Designenlassen u. ähnlichen Portalen mache ich sofort meine Arbeit und sehe mit großer Wahrscheinlichkeit kein Geld. Bei 94 Entwürfen ist auch ein guter Entwurf auf verlorenem Posten.
        Natürlich steht es jedem frei, bei solchen Portalen mitzumachen. Der Gewinner ist der Auftraggeber, er bekommt einen Entwurf zu seinen Kostenvorstellungen. Der Dumme ist immer der…., na ja das hatten wir schon. 🙂

  5. Hi, ich habe ebenfalls schon mal ein Logo bei designenlassen beauftragt. Hauptgrund war, dass ich keinen Plan hatte was ich wollte und da waren die vielen Vorschläge schon eine große Hilfe.

    Mit dem Design war ich sehr zufrieden, doch leider hatte der Auftragnehmer das Logo in Flash erstellt und das Konvertieren in EPS hat nicht richtig funktioniert. Zumindest konnte ich es nicht mit Illustrator korrekt öffnen. Nach langem hin und her hab ich dann selbst die Flash-Datei konvertiert und jetzt endlich das gewünschte Vektor-Logo in Illustrator bzw. EPS.

    Vor kurzem hab ich dann noch fivver getestet. Das Ergebnis war für den Zweck vollkommen ausreichend. Allerdings ist das echte Ausbeutung. 5$ sind umgerechnet nicht mal 4€.

  6. Unser neues Logo ist letztendlich von ein Designer über Designcrowd, ein Portal ähnlich wie designenlassen.de entstanden. Bevor wir denen beauftragt hatten, hatten wir hier schon klassisch zwei Designer mit der Überarbeitung unseres Logos beauftragt – und kamen leider nicht wirklich weiter. Es fällt sehr schwer, wirklich komplett loslassen zu können, wenn man das alte Logo schon einmal gesehen hat.

    Deshalb Designcrowd. Viele verrückte Ideen weltweit, und es hat immer noch zwei Anläufe gebraucht, bis wir den richtigen Stil und Weg hatten und wir zufrieden waren! Das Finetuning haben wir dann wieder mit Designer „Vor-Ort“ gemacht.

    Ich bin ähnlich wie Eisy vorgegangen, habe feste Preise für den ersten 3 ausgesetzt, und diese auch im guten Mittelbereich. Finetuning habe ich nur die machen lassen, wo es sinn gemacht hat – auch die haben letztendlich den Preis bekommen.

  7. Hallo Soeren,

    toller Bericht mit ausführlichem und differenzierten Feedback. Als einer der Gründer von designenlassen.de verfolge ich die Diskussion hier bei Dir im Blog interessiert. Wir kennen die Argumente die aus Designersicht für oder gegen Crowdsourcing-Plattformen sprechen. Mein persönliches Fazit deckt sich mit Deiner Erfahrung. Sicher ist die Plattform nicht für jeden Designer der geeignete Weg, um neue Kunden zu gewinnen. Aus vielen Interviews mit erfolgreichen Designern wissen wir, dass erfolgreiche Designer ihre Arbeitsweise anpassen. Sie nehmen vor allem an Projekten teil die ihnen Spaß machen und bei denen sie sofort eine Idee für ein Design im Kopf haben, das dem Auftraggeber präsentiert werden kann. Wenn dann positives Feedback erfolgt wird die Kommunikation mit dem Auftraggeber gesucht und das Design wird den Wünschen entsprechend optimiert. Auf diesem Weg schaffen viele Designer eine Erfolgsquote von 15%-20%. D.h. aus jeder 5.-6. Projektteilnahme entsteht auch ein neuer Kunde. Siehe auch http://www.designenlassen.de/top-designer/
    (Spalte Erfolgsquote).

  8. Ich sehe es kritisch. Ich bin Mediengestalter und der Preis-Verfall von „Design“-Dienstleistungen ist unter aller Kanone…
    Das hat mit gesundem Wettbewerb oder Schätzung der Arbeit nichts mehr zu tun.
    Niemand käme auf den Gedanken 97 Koch-Profis zu sagen: „Kochen Sie mir mal was feines… Das was mir am Besten schmeckt, das werde ich bezahlen! Alle anderen gehen leer aus. Jeder sollte sich kritisch fragen, ob er auch so tolerant wäre, wenn es um seine eigene Arbeitskraft geht! Ihr habt auch alle Jobs, oder? Das es auch noch betriebswirtschaftlicher Blödsinn ist, ingesamt vielleicht 220 Arbeitsstunden für sein Logo (was dann 100 Euro kostet) zu generieren kommt noch dazu. Ganz zu schweigen, das es dort keinerlei Beratung gibt… Oft steht dort nur: BRAUCHE LOGO… GRÜN.. SO WIE PORSCHE LOGO. Ich verstehe, das sehr kleine Leute auch Design brauchen, aber auch diese Leute geben beim Italiener Pizza für 15 oder 20 Euro aus. Warum?

  9. Achso, nochwas: Michael von designenlassen arbeitet anscheinend gern für Spass. Nicht für Geld! Dann wünsche ich dann mal viel Spass und sehr sehr wenig Geld. Er selbst arbeitet allerdings sicher nicht so.

  10. Hallo,

    ich dachte, ich füge hier mal etwas aus Designersicht hinzu. Ich bin studierte Grafikerin und habe lange Zeit in einer Agentur als AD in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet. Aus familiären Grunden habe ich mich selbstständig gemacht.

    Ich kann nur dankbar sein, dass ich designelassen endeckt habe:
    Ja! Es macht Spass!! Mir ist Spass an der Arbeit wichtig. Und ja – man kann letztendlich auch viel Geld damit verdienen. Ich konnte mir Dank designelassen einen Kundenstamm aufbauen, der mittlerweile so groß ist, dass ich schon Aufträge ablehnen muss. Alles Kunden/Projekte, die ich mir selbst aussuchen konnte. Also deutlich spannender, als Jobs die man als Grafiker einfach machen muss, ob sie einem nun gefallen oder nicht ;-).

    Man muss als Designer einfach selbst entscheiden, ob es sich lohnt oder nicht. Ebenso ist ja keiner gezwungen, an Projekten teilzunehmen, die mit zu geringem Preisgeld ausgeschrieben sind. Man findet dort durchaus auch Projekte bei denen das anders ist.

    Ist man also als Designer dumm, wenn man so eine Gelegenheit nutzt? Ich denke eher nicht …
    220 Arbeitsstunden für ein Logo??? Dann hat man sicher den falschen Beruf ergriffen. Keine Beratung? Ich sehe das als einen Teil des Auftrags. Und andere Kollegen sicher auch. Man hat ja als Auftraggeber auch die Möglichkeit Kontakt aufzunehmen.

    Als Designer muss man einfach sehen, dass es sich rechnet. Bei einer Erfolsquote von 2 – 7 % ist es sicher als Ausbeute zu bezeichnen. Aber wer das dann nicht allein erkennt und trotzdem weiter macht ist ja auch selber Schuld. Ich denke, das sollte nicht Problem der Auftraggeber sein.

  11. Ich habe bis heute an nur 2 Wettbewerben dort teilgenommen. Das hat mir persönlich auch gereicht.
    Ich persönlich bin eine Designerin, die sich an die entsprechenden Vorgaben des Briefings hält und daraus etwas formt.

    In bisher allen Fällen, auch in denen ich nicht mitgemacht habe, wurden Logos gewählt, die weder wiedererkennungsfähig sind, noch überhaupt auf das entsprechende Unternehmen oder Produkt verweisen.

    Gleiches gilt leider auch für das Eisy Logo. Mich erinnert es übrigens sehr stark an das Gambio Logo.

    Von daher kann ich euch Recht geben: Das Portal ist eher für Menschen, die ohne jegliche Ideen herangehen. Denn jeder Designer, der wie ich arbeitet, wird sich dort wohl nie zurechtfinden.

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