Editierte Linktausch-Regeln in den Webmaster-Richtlinien #google #geflüster

Google möchte gerne erneut Verwirrung stiften und editiert dafür die Linktausch-Regeln innerhalb der Webmasterrichlinien. Ich denke jeder Webmaster kennt die Richtlinien Nr. 66356 und deshalb zitiere ich diese nicht vollständig.

Ein paar Zitate muss ich jedoch bringen. Alles beginnt mit folgendem Satz.

Hier sind einige Beispiele für unnatürliche Links, die gegen unsere Richtlinien verstoßen:

#1 Überzogene Linktexte

Links mit optimiertem Ankertext in Artikeln oder Pressemitteilungen, die auf anderen Websites verteilt sind. Beispiel:
Das Angebot an Trauringen ist riesengroß. Wenn Sie eine Hochzeit planen, suchen Sie sicher nach dem besten Ring. Sie müssen auch Blumen kaufen und ein Hochzeitskleid.

Ist es wirklich notwendig solche Sachen in Richtlinien zu bringen? Ich meine ja! Ich finde das durchaus positiv und es ist auch ein sehr gutes Signal für alle Dienstleister die sich im Bereich Linkaufbau für Kunden tummeln. Wenn der Kunde mal wieder Keywords als Verlinkungen möchte und nicht davon abhält, kann man ihn hier zumindest durch offizielle Angaben von Google überzeugen. Wenn solche Umsetzungen allerdings selbst für einen SEO bis dato eine Selbstverständlichkeit waren, dann ist es sehr traurig.

Ich finde die Integration in die Richtlinien also durchaus positiv und Beispiele an der Hand zu haben ist immer nützlich.

In Pressemeldungen haben Keywordlinks meiner Ansicht nach sowieso nichts verloren. Dort verlinkt man maximal seine Domain und eine direkte URL. Denn PR-Meldungen sollte man durchaus auch mal „druckfähig“ formulieren und dann bringt ein verlinktes Keyword dem Leser gar nichts. Deshalb schon auch differenzieren auf welchem Medium man sich gerade bewegt und welcher Link-Stil der jeweils richtige ist.

#2 Foren-Signaturen und Ähnliches

Forumkommentare mit optimierten Links im Post oder in der Signatur, z. B.:
Danke für die tollen Infos!
– Paul
Pauls Pizza Berlin Pizza beste Pizza Berlin

Google schreibt – und wir alle wissen es – Linkaufbau über Signaturen in Foren ist nicht erwünscht. Schon gar nicht dann, wenn die Signaturen für mehrere Keyword-Links verwendet werden. Google schreibt nicht, Links aus Forenbeiträgen seien negativ. Nein! Und ich denke darüber brauchen wir auch gar nicht diskutieren da Links aus Foren weiterhin effektiv sein „können“. Eine Garantie für gute Rankings sind natürlich auch diese nicht.

#3 Artikel-Marketing

Artikel-Marketing im großen Stil oder das Posten von Kampagnen als Gast mit Ankertextlinks, die viele Keywords enthalten.

Damit möchte Google u.a. wohl mitteilen, dass man Plattformen wie Rankseller.de und Ranksider.de besser meiden sollte für den Linkaufbau. Denn dort macht man nichts anderes als „Artikel-Marketing im großen Stil“. Kaum einer schaltet dort eine Kampagne um nur einen Artikel mal nebenbei zu buchen. Und noch weniger setzen die gekauften Links auf Nofollow. So wie es Google ja eigentlich für Werbung vorbestimmt.

Und auch Gastartikel sind nicht gesund für den Linkaufbau wenn sie Links mit Keywords beinhalten. Im großen Stil sowieso nicht. Da hat man aber als Bestätigung in den letzten Wochen und Monaten auch schon einige Opfer gefunden. Bei einem Gastartikel ist es ebenfalls ein „unnatürlicher“ Link. Denn man setzt diesen sogar selbst und gezielt. Somit ist alles nur dann in Ordnung wenn der Link nofollow ist.

So, und jetzt?

Jetzt machen wir alle weiter wie bisher und tun nur die Dinge, die wir selbst auch vertreten und verantworten können. Würden wir uns an jede Vorgabe seitens Google halten wollen, keine Ahnung wo wir dann wären. Und zu behaupten es sei so, fällt wieder in den Bereich Wein / Wasser.

In diesem Sinne, einen schönen weiteren Sommertag!

Bild © Klara Viskova - Fotolia.com

Posted by Soeren

Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

  1. Hi Soeren,

    aber deines Erachtens und auch Google’s Erachtens wäre es in Ordnung, wenn man Gastbeiträge schreibt oder Aritkelmarketing betreibt und Brandlinks setzt (z.B. … ist Autor auf dem … Blog (DOMAIN.TLD)?

    Grüße,

    Justin

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    1. Ich sehe darin keine Probleme. Man darf aber auch das nicht stets und ständig auf die gleiche Art und Weise betreiben. Sonst wird es auch zum Ende hin nichts anderes als eine einfache, kurz durchdachte Strategie mit der man langfristig wohl doch Probleme bekommt.

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      1. Ich denke auch das Gastartikel per se nicht schlecht gewertet werden. Wer natürlich nur Links aus Gastartikeln hat, dessen Hauptseite wird wohl kaum als good content eingestuft werden.

  2. „Und auch Gastartikel sind nicht gesund für den Linkaufbau wenn sie Links mit Keywords beinhalten. “

    Woher will Google wissen, ob Artikel bei mir Gäste oder ich geschrieben haben? Oder ist alles, das mit Keywords verlinkt wird verdächtig? Also in Zukunft nicht nur Artikel-Ideen bei der Konkurrenz holen sondern sie auch noch mit Keyword verlinken. Oder bekommt dann der Linkgeber auch einen Eintrag in seine Google-Akte?

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  3. Gestern noch habe ich eine Anleitung für Pressemitteilungen gesehen, da war der Link an der Kopfzeile bei den Kontaktdaten.
    z.B.:
    Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung:
    Max Mustermann
    Straße
    Stadt
    E-Mail
    domain.tld

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  4. Also meines Erachtens sind diese Qualitätsrichtlinen von Google reine Heuchelei, aber das weiter auszuführen würde hier den Rahmen sprengen. Abgesehen davon ist die Änderung der Qualitätsrichtlinien schon etwas länger her. Vergleicht man die im Cache liegende Version vom 18. Juli und die von heute, dann hat sich nur ein Wort geändert.

    Aus „Links zu Verzeichnissen oder Lesezeichen-Websites von niedriger Qualität“ wurde „Links zu Verzeichnissen oder Lesezeichen-Websites von geringer Qualität“.

    Na das schafft Transparenz.Viele Grüße

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  5. Das ist doch nur ne hohle Drohung von Google. Die können es nicht unterschieden und versuchen dann durch Meldungen Angst in der SEO Branche zu schaffen.

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  6. Sehe das auch anders. Wenn wirklich der Ankertext und die Verteilung in einer Matrix und die Faktoren follow/nofollow ausschlaggebend für den Filter sind, hätte Google ein riesen Problem. Ich glaube weiter fest daran, dass vor allem des semantische Kontext wichtig ist. Die Kombination aus harten Ankertexten auf Domains ohne themenrelevanz ist gefährlich. Links von themennahen, echten und am besten starken Projekten mit Ankerlinks zu versehen kann kein Problem darstellen.

    Zum Thema Mix: Google versteht sich sehr gut dadrauf, Links von unterschiedlichen Quellen auch unterschiedlich zu behandeln. Das Linkschema eines Forumbeitrages ist ein anderes als das von einem Blog. Im 2. Fall haben wir viel mehr Ankertext-Verlinkungen, in Foren werden vor allem nackte URLs verlinkt. Ich glaube, dass solche Verhalten bei der Bewertung von Links im Bereich Spam ein hohes Gewicht im Algorithmus haben.

    Wie immer gilt also: Es kommt darauf an, 😉

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  7. Also transparenz hin oder her – die Richtlinien für Webmaster sind meiner Auffassung nach sehr eindeutig und sehr transparent. Leider auch z.T. veraltet. Aber eigentlich ist das grobe doch klar.
    Die Änderung ist allerdings wirklich schon länger her – jetzt wurde das deutsche noch etwas aufpoliert – diese hier angesprochene Änderung ist sicher schon 30 Tage alt oder mehr.

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  8. Ich mach sowieso meine eigene Backlinkumgebung mit eigenen nutzvollen Projekten ..das ist sicherer..

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  9. […] Editierte Linktausch-Regeln in den Webmaster-Richtlinien – Google möchte gerne erneut Verwirrung stiften und editiert dafür die Linktausch-Regeln innerhalb der Webmasterrichlinien. Ich denke, jeder Webmaster kennt die Google-Richtlinie Nr. 66356. Weiter… […]

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  10. Ich stimme Kristin vollkommen zu. Die Unterscheidung des natürlichen bzw unnatürlichen linkbuildings kann google nicht unterscheiden und versucht durch Penalty Drohungen diese zu verhindern.

    Grüße

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  11. Ich kann mich da Gernot nur anschließen!

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  12. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass google hier so hart wie angekündigt durchgreifen wird.

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  13. Habe mir mal die Richtlinien das erste Mal durchgelesen, da kriegt man ja richtig Gänsehaut ^^ was man alles falsch machen kann. Aber bis jetzt hat alles geklappt, wie du sagst macht jeder das was er für richtig hält…

    Grüße

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  14. Moin Soeren,

    ich finde auch, dass so übertriebene Strategien abgestraft werden sollten. Klar muss man irgendwie seine Seite im Netz bekannter machen, aber dabei kann man trotzdem Mehrwert bieten. Wer nur Kommentare abgibt mit eindeutiger Absicht von Werbung, der fliegt und kommt direkt auf die Spamliste. Das Internet lebt vom Geben und nehmen, und es ist wie im Leben, wer mehr(wert) gibt, bekommt auch mehr zurück. Linkfarmen, Autoposts und Spammer sollten rigoros abgestraft werden. Wer als Seiteninhaber keine Ahnung von der (SEO)materie hat und sich mit wenig Geld schnell Top Positionen sichern will, der ist selber Schuld.

    Es geht eben auch anders 😉

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  15. Wenn man sich so die Richtlinien von Google durchliest, dann steht einem das Wasser bis zum Kopf.
    Wenn man das eine richtig macht, macht man etwas anderes schon gleich wieder falsch, so kommt es mir zumindest vor.
    Ich werde auch wie empfohlen so weiter machen, wie ich es für richtig halte, aber zumindest alles noch 2mal hinterfragen

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  16. Ich persönlich finde es ja schon eigenartig und fast schon als böse das Google sich die Frechheit herausnimmt Projekte auch manuell abzustrafen. Wenn die Google Filter so gut wären wie Google meint das sie es mittlerweile wären, ist es doch sinnvoller die Links die nicht erwünscht sind einfach zu entkräften bzw. komplett zu ignorieren. Somit hat der böse Webmaster der durch diese unerwünschten Services/Methoden Backlinks aufbaut keinen Erfolg Punkto Rankingverbesserungen. Wir haben in letzter Zeit einige Kunden erhalten die in den Webmastertools manuelle Maßnahmen seitens Google angezeigt bekommen haben. Warum macht Google das überhaupt? Außer eine Strafe für den Seitenbetreiber sehe ich den Sinn darin nicht.

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    1. Hallo Gerda,

      nun ja, dass mit der Strafe für den Webseitenbetreiber ist ja normal der Sinn der Sache. Dass solche (schlechten) Links einfach nur ignoriert werden reicht m. E. bei weitem nicht aus. Da würde jeder Sch…. an die Wand werfen und schauen was hängen bleibt. Das ist sicher nicht optimal, wenn man bedenkt, wie viel Spam es trotz manueller „Abstrafung“ gibt. Stell Dir mal vor, wie die Entwicklung wäre, wenn jeder Webmaster machen könnte was er wollte ohne irgendwelche „negativen“ Konsequenzen fürchten zu müssen. Ne, ne, so nervig es manchmal zu sein scheint, so berechtigt ist die manuelle Abstrafung. Und die Transparenz seitens Google fasse ich nur positiv auf.

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  17. Manchmal denke ich echt dass die Mädels und Jungs von Google den ganzen lieben langen Tag nix zu Sch….. haben, als uns das Leben schwer zu machen. 😉

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