Die Nischenfalle – Warum es bei Affiliate-Einsteigern oft nicht voran geht

NischenfalleHeute mal kein Tool-Review oder ähnliches sondern ein sehr häufig aufkommendes Theme wenn es um Affiliate-Marketing geht.

Ich kann mich noch gut daran erinnern wie es mir vor 2-3 Jahren ging. Nischen suchen – wenig Konkurrenz und ganz viel Nachfrage. Dann hat man einfache Spiel. So lautete meine Aufgabenstellung bis vor 2-3 Jahren also das Suchen einer Nische. Da ich immer wieder in Foren oder Blog-Kommentaren genau von diesem Thema lese will ich mal ein paar Gedanken los werden – subjektiv und einfach niedergeschrieben.

Immer wieder liest man bei Affiliate-Einsteigern davon, das ihr größtes Problem das Finden einer passenden Nische ist.

Typische Fragen von Affiliate-Einsteigern

Und immer wieder, so zumindest meine Empfindung, tauchen genau die gleichen Fragen innerhalb dieser Thematik immer wieder auf:

  • Wie finde ich die passende Nische?
  • Ab wann ist eine Nische eine Nische?
  • Wie viel Nachfrage muss laut Google Keyword-Tool vorhanden sein?
  • Wie groß darf dieser Mitbewerber-Balken bei Google Keyword-Tool sein?
  • Hab ich überhaupt eine Chance gegen den, der da auf Platz 1 steht?

Das also die typischen Fragen. „Experten“ geben dann oft rat. So und so muss das aussehen, dann kannst du da richtig Geld verdienen. Experten in Anführungszeichen, weil es leider oft keine sind. Nicht falsch verstehen, ich selbst bin in diesem Bereich sicher auch kein Experte. Aber ich kann doch niemand eine Empfehlung über Suchvolumen und Konkurrenz geben, wenn noch gar kein grobes Thema im Raum steht. Und genau da geht der Unfug los.

Die Nischenfalle

Ich nenne diese Phase einfach mal die Nischenfalle. Knüpfen wir also bei den Experten an, bzw. eigentlich beim angehenden Affiliate, der sich nun mit guten Experten-Ratschlägen vll. gut gemeinten Ratschlägen auf den Weg zum Google Keyword-Tool macht.
Nun werden alle möglichen Keywords in das Tool geklopft. Anschließend ergeben sich verschiedene Situationen. (Aus eigenen Erfahrungen und dem was man liest abgeleitet).

  1. Aufgabe durch Unsicherheit: Man gibt auf und vertagt das Suchen einer Nische auf nächsten Monat. Vielleicht waren ein paar gute Keywords dabei, die man hätte weiter verfolgen und verfeinern können, aber eher nicht (glaubt man). Das ist sicher nicht genug Nachfrage….Die Konkurrenz hat doch viel mehr Ahnung….das ist zu schön um wahr zu sein. Also wird es vertagt – immer und immer wieder!
  2. Aufgabe durch Misserfolg: Man hat eine scheinbar gute Nische gefunden und besorgt sich eine Keyword-Domain, ballert ein paar Produkte und Texte drauf und wartet. Ja, meistens wartet man ziemlich lange bis man merkt das eine Nische, selbst wenn sie wirklich eine lukrative ist, kein Selbstläufer ist.
  3. Aufgabe durch Desinteresse: Nische gefunden, Projekt gestartet. Ab da an beginnt man mit der Erstellung von Content, im besten Falle auch Mehrwert, setzt oder bekommt erste Links 😛 und kommt im Ranking vielleicht sogar etwas voran. Das Ende vom Lied -> Man hat solange nach einer passenden Nische gesucht das man bei einem Thema gelandet ist was einen nicht interessiert und für das man sich nicht begeistern kann. Fertig!

Das mal 3 meiner Meinung nach häufige Abläufe. Meiner Meinung nach wird man durch einige Blog-Artikel, ebooks und sonstigem Dreck (sorry) so verunsichert, das man am Ende entweder in Ausgangsposition 1,2 oder 3 landet – oder man lässt es gleich bleiben.
Mir ging es wirklich auch so und mein Pech war noch, das ich vor schätzungsweise 7-8 Jahren bei einem dieser Gurus gelandet bin. Das hat mich sicher 4 Jahre gekostet, wobei das natürlich auch meine eigene Schuld war. Aber in diesen 4 Jahren ist so gut wie nichts gelaufen – aus Verunsicherung und falschen Informationen. Anschließend kam ich dann auf die Blogs von Manuel und eisy. Es gab noch einen Blog, den habe ich aber aus den Augen verloren und weiß nicht mal mehr dessen Name. Wie dem auch sei, darum geht es ja gar nicht.

Try it – Learn it – Do it

Nun natürlich auch noch ein paar Anregungen für die Umgehung der „Nischenfalle“.
Ich finde der wichtigste Punkt ist das man unbedingt seine Neugierde ausleben sollte. Affiliate-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und alles was dazu gehört sind spannende Theme für die es keine Grundausbildung gibt. Wahrscheinlich zu recht. Ausleben ist hier echt der springende Punkt. Nischen lassen sich selbst mit guten Ratschlägen schlecht einschätzen wenn man selbst kein Gefühl dafür bekommt. SEO-Maßnahmen versteht man nur dann, wenn man diese schon mit positivem oder negativen Ausgang getestet hat. Ich habe neulich erst einen Artikel gelesen in dem sinngemäß stand, das „jede Penalty einen voran bringt“ (Ich finde leider den Artikel nicht mehr – Wer weiß welcher Artikel gemeint ist einfach sagen, dann gibts auch nen Link). Nun ist eine Penalty auf den ersten Blick natürlich etwas ärgerliches, aber wie im kompletten Leben gilt:“Wer keine Fehler macht, kann aus diesen auch nichts lernen“.

Deswegen probiert euch, die Themen, den Markt und mögliche Maßnahmen aus. Fangt mit kleinen Projekten an, lernt die Basics und baut mit eurem gewonnenen Wissen eure Projekte aus.
Lest bei Leuten mit, die ihr Werk verstehen. Hier lässt sich die Spreu vom Weizen sehr schnell trennen in dem man einige Blogs abonniert und den besagten Leuten bei twitter folgt und anfängt zu kommunizieren. So hat man schnell raus wer weiß was er verzapft oder wer sich nur profilieren möchte, weil sonst im Leben nichts passiert.

Ok, genug. Das einfach mal ein paar Gedanken zu dem Thema, weil ich immer wieder davon lese und mir die letzten Tagen einfach meine Gedanken dazu gemacht habe.
Ich würde mich natürlich freuen auch eure Meinung zu hören. Könnt ihr ähnliche Probleme bei Einsteigern sehen oder liegen für euch die Probleme irgendwo ganz anders?
Ich bin gespannt… 😉

 

 

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.