Die Cookie Wahrheit und warum manche Affiliates weniger verdienen

In der letzten Zeit trifft man immer wieder auf Aussagen von Affiliates, die nicht gerade glücklich über die Entwicklung der eigenen Umsätze sind und hier auch Einbrüche verzeichnen.
Diese Aussagen sind teilweise gar nicht mal so falsch und haben etwas mit einer grundlegenden Funktion unserer Branche zu tun, dem Setzen von Cookies.

„Ein Cookie wird gesetzt und ausgelesen – als Affiliate erhalte ich meine Provision, weil der Cookie mich diesem Verkauf zuordnen kann.“

Ganz so einfach ist es aber nicht. Was die Affiliatebranche teilweise in den letzten zwei Jahren ignoriert hat, sind die technischen Grenzen, die uns im Internet gestellt werden.

Die Cookie Wahrheit – Technik für Marketer
Die Vorgaben, wie ein Cookie gesetzt werden muss und welche Anforderungen ein Browser erfüllen muss, um diesen verarbeiten zu können, ist festgelegt im Protokoll RFC2965.
Dieses Protokoll ist sozusagen unser Cookiegesetz und die Grundlage für jeden Browseranbieter und Markteilnehmer, der mit Cookies arbeiten will. Hier gibt es keine Sonderwünsche oder Anpassungsmöglichkeiten, dieses Protokoll ist ein technischer Fakt. Eine sehr gute Erklärung und weitere Erläuterungen über das Thema Cookies findet man im übrigen bei Wikipedia

Der entscheidende Faktor
Im Protokoll RFC2965 ist u.a. auch geregelt, wie viele Cookies ein Browser pro Nutzer, Domain akzeptieren soll (darf).
z.B..: mindestens 300 Cookies gesamt
– pro Domain/Host mindestens 20 Cookies

Da die meisten Netzwerke und/oder auch Trackingweichen die Cookies von einer Domain bzw. von einem Host aus schreiben ist der letzte Faktor entscheidend. Es gibt nicht nur eine Mindestgrenze sondern jeder Browseranbieter legt auch eine Maximalgrenze der erlaubten Cookies pro Host fest. Wird diese Grenze von einem Host überschritten fällt der älteste Cookie weg und wird durch den neuesten ersetzt.

Die Cookielimits sehen derzeit wie folgt aus:

  • IE8: maximal 50 Cookies
  • FF 3.6: 150 Cookies
  • chrome 9.0: 176 Cookies per Host

Wer seinen Browser abfragen will kann dies hier machen: Cookielimit abfragen

Die Cookie-Rechnung
Um besser rechnen zu können nehmen wir mal den IE 8, dieser erlaubt nur das setzen von 50 Cookies pro Host bei einem Nutzer.

Ausgangsbasis:

  • 1 Partnerprogramm ist in 3 Netzwerken vertreten, A (Host 1), B (Host 2) und C (Host 3).

Demnach können also bei diesem Partnerprogramm insgesamt 150 Cookies bei einem Nutzer und im selben Browser angelegt werden (je Netzwerk bzw. Host 50 Stk.).
Beim setzen des 51ten Cookies eines Hosts fällt der älteste Cookie aus dem zur Verfügung stehenden Pool da die maximale Anzahl nicht überschritten werden kann.

Beim Einsatz einer Trackingweiche passiert nun aber folgendes:
Trackingweichen setzten Gegencookies und entscheiden (meist) auch darüber welcher Trackingpixel letztendlich z.B. beim Bestellende eingeblendet wird.
Das eigentliche Tracking der Netzwerke wird dadurch in gewisser Form ausgehebelt und ist nicht mehr der entscheidende Faktor.

Nehme ich nun als Betreiber mit einem Partnerprogramm in 3 Netzwerke teil und verwende eine Trackingweiche können insgesamt nur noch 50 Cookies für ein Partnerprogramm abgesetzt werden.
Hier findet die Provisionsentscheidende Cookiesetzung nicht mehr von drei unterschiedlichen Hosts statt sondern nur noch über einen, den der Trackingweiche.

  • 1 Programm über 3 Netzwerke = 150 Cookiesetzungen
  • 1 Programm über 1 Trackingweiche und 3 Netzwerke = 50 Cookiesetzungen

Der Einsatz von Trackingweichen hat in den letzten 2 Jahren zugenommen damit man als Betreiber sämtliche Marketingkanäle besser vergleichen und messen kann.

Wenn ich jetzt aber über die Trackingweichen (dem Host) nur noch 50 Cookies pro Browser absetzen darf, darüber noch meine Post-View Aktivitäten, SEM-Kampagnen, Display-Kampagnen, Gutschein-und vor allem Retargeting- Aktionen fahre, was bleibt da am Ende noch übrig von den Cookies, die z.B. nicht automatisch gesetzt worden sind sondern per Klick ?

—- Hier erwarte ich eigentlich eine Antwort auf die gestellte Frage ——-

Hier nützt es dann auch rein gar nichts, wenn man angibt, View- und Klick- Cookies innerhalb der Weiche getrennt zu bewerten. Auch damit zu werben, eine Cookielaufzeit von 30 Tagen zu haben, ist völliger Quatsch, wenn vom eigentlichen Host die Limits permanent überschritten werden.

Von einer aussagekräftigen und übergreifenden Messung kann eigentlich auch nicht mehr die Rede sein, weil einfach einige Cookies gar nicht mehr existieren und gemessen werden können.
Ein Host, ein Cookielimit, und beim Überschreiten fallen die ältesten weg.

Sehr dreist wird es auch dann, wenn man dem Affiliate vorwirft, er würde betrügen, da man seine Aktivitäten nicht mehr nachvollziehen kann, wie auch ?

Meiner Ansicht nach ein Umstand und Fakt über den man sich seine Gedanken machen sollte.
Der normale Nutzer löscht nicht täglich seine Cookies und hat dadurch über einen längeren Zeitraum nur begrenzte Cookiekapazitäten.

Nochmal: auf das Cookielimit je Browser kann keine Technik einwirken, auch ist damit zu rechnen dass die Limits eher sinken werden da aufgrund des Datenschutzhypes der normale Surfer immer empfindlicher wird.

Nicht außer Acht zu lassen ist natürlich auch das Gesamtcookie-Limit eines Browsers, auch hier wird ab der erreichten Grenze alles ältere raus geworfen und ersetzt.

Geht einfach mal auf die Seite der Zeitung mit der großen Schrift und zählt dort die Cookie-Setzungen pro Host, besucht noch eine Unterseite und rechnet das auf 20 Tage und andere Webseiten die besucht werden können hoch.

Viel Spaß

Hinweis: Dieser Artikel stammt von Dirk, er ist Affiliate-Manager und bloggt auf weitgestreut.de.

(Icon (©) bei famfamfam)

Posted by Soeren

Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

  1. Hallo,

    ich sammel jeden Tag massig Flash-Cookies ein.
    Die man ja nun nicht einfach über den Browser löschen kann.

    Wären Flash-Cookies vielleicht eine gute Ergänzung zu den normalen Cookies?

    Antworten

  2. Hallo Robert,
    auch mit der Flash-Cookie Geschichte ist es bald vorbei was das „nicht löschen“ angeht.
    http://www.heise.de/security/meldung/Adobe-will-Loeschen-von-Flash-Cookies-im-Web-Browser-erleichtern-1168951.html

    Grüße
    Dirk

    Antworten

  3. per tweet gestellt: „Cookies sind doch nicht alles beim tracking?“

    Richtig, es gibt auch Fingeprint und Session Tracking.
    Allerdings ist da die Überlebenszeit um nachträglich Provisionen erfassen zu können verdammt kurz.
    Gerade beim Sessiontracking ist eine Zuordnung oft nur innerhalb dieser gesetzten Session möglich.
    Folgebesucher oder Käufe nach 2 oder 3 Tagen werden hier meist nicht mehr erfasst.

    Viele Netzwerke geben den Klickzeitpunkt und den Entstehungszeitpunkt mit in den Stats. an,
    hier sieht man deutlich dass die Kaufentscheidung nicht immer sofort getroffen wird sondern Tage dauern kann.

    Für Erfassungen über einen längeren Zeitraum sind Cookies die meist verwendete Lösung, mal abgesehen von Lifetimetracking (db basierend).
    Mit super viel Glück (je nach Datenschutz-Einschränkungen) kann bald eine Lösung über den IP V 6 Standard gemacht werden, aber soweit ist es noch nicht.

    Grüße
    Dirk

    Antworten

  4. […] eisy.eu: Die Cookie Wahrheit und warum manche Affiliates weniger verdienen […]

    Antworten

  5. Hi eisy, guter Artikel und ich denke du findest in der neuen Ausgabe der Websiteboosting viele Antworten. Flash Cookies sind gerade ne Alternative, wann das Löschen kommt ist fraglich und wenn es kommt dann wird bestimmt was neues kommen. Es wird immer klebriger.

    Ich hab nicht gewusst dass die Begrenzung so niedrig ist, dabei habe ich mich immer gewundert warum mich einige Websites „vergessen“. Hab vorhin dein Interview über Affs gelesen und denke den ganzen Tag darüber nach wie viel ich bloß geld vorloren hab weil das Tracking in die Hose gind. 30% sind schon echt viel. Hast du es jemals erlebt dass der Affiliate es absichtlich macht? Ich habe so ein komisches Gefühl dass dies viel öfters gemacht wird, als wir ahnen, denn die Affs sparen ja so eine Menge Geld und wir können es kaum beweisen. Oder?

    Antworten

  6. Ein interessanter Artikel, vielen Dank dafür.

    Was ist denn eine Lösung für Affiliates?

    Viele Grusse
    Thomas

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  7. Hallo zusammen,
    nun laufen die Cookieweichen meist mit dem Standard: „Last Cookie wins“ (und ein paar Ausnahmeregelungen)
    D.h. auch wenn schon 49 Cookies gesetzt sind und ein 50tes dazu kommt, wird dieses gewinnen weil es als letztes gesetzt wurde.
    Schließlich wäre es vollkommen irrelevant, wieviele Cookies im Browser schon hinten runter gefallen sind, da sie eh raus aus dem Rennen sind.

    Dass eine Pfadanalyse auf Publisherebene von in großen Abständen wiederkehrenden Usern Lücken enthalten kann ist natürlich klar. 🙂

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  8. Hi,
    leider komme ich mit diesem Artikel nicht so ganz zurecht. Ausser auf Seiten der Netzwerke sehe ich (auch mit Trackingweiche) kein Problem mit einem Cookielimitit von 50 Cookies je Host.

    Hierzu ein Praxisbeispiel:
    Ich betreibe „meinshop.de“ und bin bei Netzwerk A und Netzwerk B als advertiser angemeldet.
    Wenn nun ein User über eine Kampagne von Netzwerk A auf meine Seite gelangt wird beim Netzwerk A ein Cookie gesetzt und auf der Domain „meinshop.de“ ein Cookie „Netzwerk A = true“ gesetzt. Nun kommt der selbe User über eine Werbung bei Netzwerk B auf meinshop.de. Es wird wieder ein Cookie bei Netzwerk B und ein Cookie auf meinshop.de gesetzt.
    Einerseites könnte ich auf meinshop.de nun so verfahren, dass ich für ALLE Netzwerke und Marketingkanäle (Direkt, PostView, etc.) nur 1 einziges Cookie mit dem Inhalt „netzwerk=A,marketingkanal=postview“ setzte und dies jeweils überschreibe und auf der Bestellbestätigungsseite dann je nach Wert dieses Cookies das entsprechende Pixel einbaue.
    Andererseits würde ich erst auf 50 Cookies auf der Domain meinshop.de kommen wenn ich für jeden Marketingkanal in jedem Netzwerk ein eigenes Cookie setzte und z.b. 5 Marketingkanäle über 10 Netzwerke bewerbe. Was meiner Meinung nach eine recht unrealistische Annahme ist.

    Das Problem ist meiner Meinung nach also weniger auf Seiten des Shops, sondern auf Seiten der Netzwerke. Denn diese müssen ja für jeden User ein Cookie setzten für JEDEN Shop der über dieses Netzwerk Werbung macht. Es kann also leicht sein dass sich ein User über PostView etc. mehr Cookies auf der Domain des Netzwerks A für alle möglichen Shops im Internet einfängt.
    Wenn dann auf meinshop.de das Trackingpixel für Netzwerk A aufgerufen wird rechnet das Netzwerk diesen Sale nicht mehr, da dieser im Cookie „51“ gespeichert war.

    Antworten

  9. „Wenn nun ein User über eine Kampagne von Netzwerk A auf meine Seite gelangt wird beim Netzwerk A ein Cookie gesetzt und auf der Domain “meinshop.de” ein Cookie “Netzwerk A = true” gesetzt.
    Nun kommt der selbe User über eine Werbung bei Netzwerk B auf meinshop.de. Es wird wieder ein Cookie bei Netzwerk B und ein Cookie auf meinshop.de gesetzt.“

    Genau hier liegt der Knackpunkt:
    wenn der Gegencookie von „meinshop.de“ nur dazu dient intern Messen und Auswerten zu können und die eigentlichen Trackinpixel der Netzwerke eingebunden sind macht es keinen Abbruch.
    Hier kann es aber dann aber zu Doppelbuchungen kommen, was früher nicht so häufig war, aber durch gewisse Methoden die Cookies nur so durchs Netz schleudern, zugenommen hat.

    Ganz viele Trackingweichen arbeiten aber auch so dass diese bestimmen wer z.B. den letzten Klick, View geliefert hat und blenden dann nur den dafür in Frage kommenden Trackingpixel auf der Seite ein.
    Genau in diesem Moment sind nicht mehr die Hosts der Netzwerke ausschlaggebend sondern der Host der Trackingweiche und wir kommen zu diesem Trichtereffekt.

    Bitte auch daran denken dass viele keine eigene Trackingweiche auf ihrem Host betreiben sondern auf Dienstleister zurückgreifen und diese Hosts verwenden.

    Beispiel: Retargeting
    HIer schreiben verschiedene Seiten Cookies in einen Host damit der Besucher von diesem System wieder erkannt werden kann.

    Wenn man P3P kompatible Cookies setzen will kann man nicht einfach wild über verschiedene Hosts Cookies schreiben und auslesen, dies wäre fatal.

    „Das Problem ist meiner Meinung nach also weniger auf Seiten des Shops, sondern auf Seiten der Netzwerke. Denn diese müssen ja für jeden User ein Cookie setzten für JEDEN Shop der über dieses Netzwerk Werbung macht. Es kann also leicht sein dass sich ein User über PostView etc. mehr Cookies auf der Domain des Netzwerks A für alle möglichen Shops im Internet einfängt.“

    Unterschreibe ich sofort die Aussage, darum rege ich seit 2 Jahren immer wieder an klassisches Affiliatemarketing von Branding-, Post-View- und Retargeting- Geschichten zu trennen und über eigene Schnittstellen zu fahren. Manche schneiden sich aber wohl lieber in´s eigene Fleisch und lassen ihre Hosts überlaufen.

    Antworten

  10. @Thomas
    „Was ist denn eine Lösung für Affiliates?“

    Kein Duckmäuschen und Eigenbrödler mehr zu sein.

    Wenn Du bei einem PP immer gute Sales vermittelt hast und es plötzlich einen Abbruch gibt und nicht´s mehr geht dann hast Du ein Recht darauf zu erfahren wa da los ist und musst Druck machen.

    Ich erlebe so viel Affiliates die alles hinnehmen, sich manchmal über was aufregen und dann aber nicht entsprechend handeln.

    Grundsätzlich will ich mal eines ganz klar sagen:
    Jedes Netzwerk und jede Agentur wirbt mit Euch Affiliates.
    Ihr seid die Reichweite, die Anzahl aktiver Partner, die teilnehmenden Webseiten, die Top Partner usw. und werdet voll zum Nutzen der Dienstleister vermarktet.
    Ohne die Umsätze durch Affiliates kann keine Affiliate- Agentur oder ein Netzwerk seine Gebühren berechnen oder auf dauer existieren.
    Keine Reichweite = keine Kunden

    Leider kapieren dies nur einige Markteilnehmer nicht.

    Mir ist es völlig unklar warum so viele Denken hier in der Bettelstellung zu sein:
    – ich bekomme keine Stornogründe – gut ist halt so
    – ich bekomme keinen Support – doof aber damit muss ich halt leben
    – mein Umsatz ist im Arsch – naja nehme ich halt ein anderes PP

    Diese Denkweise findet man selbst bei richtig großen Affiliates und da frage ich mich echt warum.

    Antworten

  11. @georg “Last Cookie wins”

    „Schließlich wäre es vollkommen irrelevant, wieviele Cookies im Browser schon hinten runter gefallen sind, da sie eh raus aus dem Rennen sind.“

    Eben nicht:
    Wenn ich jetzt damit werbe meine Trackingweiche unterscheidet Post und Klick Cookies und zieht den Klickcookie grundsätzlich vor oder vergüte hier mehr und für den View weniger steht man vor folgendem Problem.

    Der Klick-Cookie kommt als erstes auf den Host und hätte eigentlich einen Anspruch auf eine Provision, jetzt kommen aber 50 weitere Cookies auf den Host durch die reine Einblendung von Views oder Retargeting usw., dann ist der Klick-Cookie weg und die Provision dafür auch.

    Es geht um die Chance einen normal durch klick gesetzten Cookie durchzubekommen innerhalb dieser Grenze, gegen automatisch gesetzte Cookies.

    Antworten

    1. @Dirk
      Wenn man in der Weiche Click- mit Viewcookies vermischt hast du recht – ich war vorhin von reinem Clicktracking ausgegangen.

      Werden auch die Views von einer Weiche erfasst, sollte diese nicht bei jedem View ein neues Cookie raushauen. Wirklich interessant wird es ja, wenn man z.B. mit User-IDs arbeitet und dann die Multi-Channel Berührungspunkte der User anschauen kann.

      Setzt man das gewissenhaft auf, dürfte man mit den Browserbeschränkungen keine Probleme haben. So kann die Weiche z.B. bei jedem „Hit“ von einem User das dort gespeicherte Cookie aktualisieren und hat somit auch wieder „etwas Luft“, bis ihr Cookie hinten runter fällt.

      Antworten

  12. […] Artikel der diese Woche viele begeistert hat, wurde von Eisy geschrieben. Hier geht es um die Wirkung und Funktion von Cookies und wie lange diese bei welchem […]

    Antworten

  13. Danke für diesen guten Artikel.
    Leider gibt es ja keine Lösung.

    Was Dirk schrieb, kann ich nur bestätigen. Komme mir häufig nicht ganz korrekt behandelt vor – ist aber vielleicht auch nur Einbildung.

    Antworten

  14. Danke für dieses interessante Szenario.
    Das regt zum Nachdenken an und muss m.E. in Zukunft von den Weichenbetreibern bedacht werden. Im Moment glaube ich persönlich jedoch nicht an einen messbaren Effekt.

    Ich stelle mal folgende statistische Gegenthese auf:
    Ca. 90% aller Sales geschehen Pi mal Daumen in den ersten 5 Tagen nach einem Werbemittel*click*.

    Um mir diese Umsätze zu klauen, müssten über die Domain des Weichenbetreibers Cookies von 50 *verschiedenen* Postview Partnerprogrammen gesetzt werden.
    Voraussetzung sind also 50 verschiedene Partnerprogramme die alle Postview machen, überhaupt eine Netzerkweiche besitzen, über den *selben* Weichenbetreiber tracken, im selben Zeitraum per Postview mit hoher Reichweite beworben werden innerhalb von fünf Tagen.

    Spezialfall Retargeting + Postview:
    Abgesehen von meiner persönlichen Meinung über diese Kombination setzt der Retargetinganbieter meines Wissens nach genau ein Cookie, mit der der User erkannt wird, alles andere steht in dessen Datenbank.
    Da die Retargetingbanner nur für Enduser angezeigt werden, die bereits auf der Seite des entsprechenden Partnerprogramms waren, ist die Menge der per Retargeting verteilten Postviewcookies erheblich kleiner als beim „Massenpostview“…

    Keine Frage, bei den 30 oder 60 Tagen die laut den Netzwerken fürs Tracking gelten könnte es in einzelnen Fällen knapp werden.

    Antworten

  15. @Tom

    „Um mir diese Umsätze zu klauen, müssten über die Domain des Weichenbetreibers Cookies von 50 *verschiedenen* Postview Partnerprogrammen gesetzt werden.“

    Nein, da es nicht um die unterschiedlichen Inhalte eines Cookies geht sondern um den Host der diese setzt und der ist 50mal gleich, egal mit welchem Inhalt.

    Grüße
    Dirk

    Antworten

    1. @Dirk

      Hab ich das falsch verstanden?
      Also, ich bekomme ein Clickcookie vom Weichenbetreiber ichtrackdich.de.
      Die im Artikel angesprochene Prämisse ist doch nun das ich von ichtrackdich.de nur 50 Cookies insgesamt haben darf, wenn es mehr weden fallen die ältesten raus.
      Es müssen also erstmal 50 weitere Cookies von ichtrackdich.de gesetzt werden bevor mein Clickcookie hinten raus fällt.
      Damit das passiert muss ich also erstmal Kontakt mit 50 *verschiedenen* Advertisern haben, die auch über ichtrackdich.de Cookies setzen. Dabei gehe ich davon aus, das ichtrackdich.de für jeden Advertiser ein Cookie verwendet und in diesem Kontext Host gleichbedeutend mit „Domain die das Cookie setzt“ ist.

      Antworten

  16. Hallo Tom,
    wir treffen uns zwischendrin 🙂
    Also ichtrackdich.de ist der Trackingweichenanbeiter und damit auch der Cookie setzende Host, egal welches Partnerprogramm und egal ist auch wie der Inhalt des Cookies ist.
    Ausschlaggebend ist die Anzahl der Cookiesetzungen von diesem Host.

    Die 50 Cookiesetzungen bekommst Du schnell zusammen wenn Du eben alle Aktivitäten über diese Trackingweiche laufen lässt.

    Wenn man als Trackingweichenanbieter z.B. nur 10 Partnerprogramme hat die man alle über den selben Host schiebt würde dies bedeuten:
    10 Partnerprogrammen, 5 Cookies am Tag je PP und das Limit ist erreicht.

    „Damit das passiert muss ich also erstmal Kontakt mit 50 *verschiedenen* Advertisern haben, die auch über ichtrackdich.de Cookies setzen.“

    Verschieden müssen die nicht sein und ich glaube hier liegt der Denkfehler.

    Bitte nicht vergessen dass zur Zuordnung jedem Werbepartner, bei einem Programm, ein eigener Cookie gesetzt wird.
    Wenn 5 Affiliates das Programm 123 über verschiedene Plattformen bewerben und jeder dieser Affiliates hat nur einen Besucher der ein Cookie bekommt, sind dies schon 5 Cookies, jeder Affiliate ein eigenes Cookie.

    Später muss ja zugeordnet werden wer hat wen von wo vermittelt und wer bekommt die Provision, das geht nur mit getrennten Cookies.

    Grüße
    Dirk
    P.S. wenn ich malen könnte würde ich es aufmalen 🙂

    Antworten

  17. Spannendes Thema und guter Artikel @ Dirk!

    Weil Thomas nach einer Lösung gefragt hat:

    Die Cookie Problematik und unklare Stornogründe haben dazu geführt, dass wir uns vor ca. 2 Jahren fast vollständig aus dem Affiliate Bereich zurückgezogen haben!
    Ich habe einfach keine Lust auf so´n Scheiß. Ich warte einfach ab bis sich der Markt bereinigt hat! Ich hoffe, dass die Beteiligten irgendwann mal aufwachen!
    Wir versuchen nun unsere Seiten direkt zu vermarkten! ( Monatlicher Festpreis!) Da ist mir Wurst, wenn jemand mit Cookies um sich schmeisst!

    @Dirk zu Deinem Beitrag von 14:09 Uhr
    Warum soll ich mir die Mühe machen lange rum zu diskutieren? Wenn es auch anders geht?
    Ich habe damals so viele „Geschichten“ gehört, dass ich mir vor dem Griff zum Telefon immer die Taschen zugenäht habe … 😉
    Und trotz recht ordentlicher Reichweite und gutem Umsatz waren viele ( nicht alle!!) PP Betreiber / Agenturen / Netzwerke nicht bereit mit offenen Karten zu spielen bzw. für Transparenz zu sorgen!

    Antworten

  18. Die Cookieproblematik ist ja schon ärgerlich genug. Aber wesentlich schlimmer sind bei uns die unverschämten Stornoraten, die nicht nachvollziehbar sind. Abgesehen von den Klicks, die gar nicht getrackt werden. Da können sich unsere Merchants richtig schämen. In den USA liegen die Stornoraten weit unter unserem Schnitt, auch das Tracking wird weitaus seriöser betrieben. Jeder, der gut genug Englisch kann, sollte auf alle Fälle jenseits des großen Teiches tätig werden und auf das, was uns hier geboten wird verzichten.

    Antworten

  19. Sicher sollte man sich gegen unseriöse Cookie-Praktiken wehren, doch der Merchant sitzt halt immer am längeren Hebel. Ich musste das schmerzhaft erfahren und habe das AM deshalb weitgehend aufgegeben. Es ist nicht schön, immer abhängig zu sein.

    Antworten

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