Der Fall Karl Kratz

Karl KratzKein Platz für Zurückhaltung im Web 2.0 – Dies ist viel eher eine Frage, als eine Aussage. Ist im Social-Media – besonders in Bezug auf Twitter, Facebook und andere schnelle Instrumente – wirklich kein Platz für Zurückhaltung? Erst gestern wurde ich wieder damit konfrontiert, etwas zu finden was ich schon etwas früher hätte finden wollen. Klingt komisch, aber ich fand etwas, was man eigentlich im Social-Web auf die Nase gedrückt bekommt und nicht erst eine Suche starten muss. Diesen Fall nehme ich als Anlass dafür, heute diesen Beitrag zu schreiben.

Ich bin Affiliate, berichte nebenbei hier und da auch über SEO und habe sicher keine uninteressante Zielgruppe. Merchants, die also Partnerprogramme haben, die zu meiner Zielgruppe passen, sollten doch nicht warten bis ich die Programme finde, oder? Für die Suche nach Partnerprogrammen investiere ich eigentlich keine halbe Stunde pro Monat. Die Zeit nutze ich lieber für die Optimierung meiner vorhandenen Partnerschaften. Ähnlich wird es bei sehr vielen Affiliates aussehen, die bereits gute Programme laufen haben. Okay, aber zur Praxis und direkt zum Fall.

Der Fall Karl Kratz 🙂

Dank Twitter & Co. sollten einige Leute bereits den Namen Karl Kratz gehört / gelesen haben. Sein personalisiertes SEO-E-Book wurde hier und da ja bereits angesprochen. Zum Großteil aber hielt sich die Werbung für das E-Book stark zurück. Obwohl es hierfür ein Partnerprogramm mit wirklich lukrativen Provisionen gibt. 5 Cent pro Klick – hey für ein Produkt dieser Branche – und dann 20 bis 30 Prozent pro Verkauf. Bei fast 50 Euro für das E-Book kommt eine lohnenswerte Provision bei raus. Wäre das Partnerprogramm bei SuperClix, Zanox oder einem anderen großen Netzwerk, hätte man es wohl längst gefunden. Aber nein, der gute Karl spielt „Katz und Maus“ mit uns und versteckt sein Partnerprogramm fürs SEO-E-Book im Netzwerk „adseen“.

Man muss zeigen was man hat

Im Social-Web wo Informationen und Entwicklungen in einem Tempo voranschreiten von dem man vor 10 Jahren träumte – oder Angst hatte – darf man sich und seine Produkte / Leistungen nicht verstecken. Auf der Website von Karl ist keine Unterseite für das Partnerprogramm. Das wäre schon die erste Baustelle an der gearbeitet werden müsste, um in Zukunft Affiliates zu gewinnen. Eine Seite mit Details zum Programm und dem Link zur Anmeldung. Weiter muss ein Blogbeitrag ran. Es muss klar und offen darüber berichtet werden. Danach gibt es eine Meldung per Twitter, dass ein neues Partnerprogramm da ist. Gerade wegen der zusätzlichen 5 Cent per Klick ist es doch verlockend. Steht das alles, stopft man zwei bis drei Pressemeldungen in die Verteiler und organisiert mit dem Betreiber vom Netzwerk ein Rundschreiben an alle Affiliates. Der letzte Schritt ist dann die Kontaktaufnahme mit passenden Bloggern / potentiellen Affiliates, die in der richtigen Branche unterwegs sind. Man kennt sich doch eigentlich, warum also so zögerlich?

Die Konkurrenz macht es anders

Man darf nicht vergessen, es gibt immer Konkurrenten. Weil man im Moment niemanden sieht, hat man morgen nicht unbedingt immer noch Ruhe. Wer von seinen Produkten / Leistungen überzeugt ist, muss diese verkaufen! Anders kann man es nicht sagen. Konkurrenten warten auch nicht, sondern gehen direkt auf den Markt zu. Wandern die Affiliates dann erst zur Konkurrenz und haben ihre Projekte soweit darauf eingestellt, ist es fast nicht mehr möglich, diese fürs eigene Partnerprogramm zu begeistern.

Kein Platz für Zurückhaltung

Also, im Web 2.0 und wie man das heute sonst noch nennt, ist meiner Meinung nach kein Platz für Zurückhaltung und keiner macht etwas falsch, wenn er mit guten Produkten offen kommuniziert! Ich für meinen Teil freue mich als Affiliate immer über Kontakte mit Merchants. Denn das zeigt mir, dass der Merchant von seinem Produkt überzeugt ist.

Gruß an Karl

Der Artikel ist nicht falsch zu verstehen. Ich denke auch, dass es nicht gegen dein Interesse ist, wenn Du hier als Praxisbeispiel angewandt wurdest. Dein Partnerprogramm ist lukrativ und so einige Blogger werfen heute hoffentlich einen Blick ins adseen Netzwerk und nutzen die Chance, mit dem Programm zahlreiche neue Euros zu verdienen!

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.