Data Becker – SEO Traffic Booster Testbericht 1

Nach Affiliate to date bringt Data Becker jetzt ein weiteres Produkt innerhalb der Online-Marketing-Branche auf den Markt. Mit dem „SEO Traffic Booster“ legt man dem frischen und fortgeschrittenen Webmaster eine Schritt für Schritt sowie dauerhafte Analyse und Optimierungs-Software in die Hände, die mit einmalig 99,- EUR deutlich günstiger ist als die meisten anderen Angebote. Zudem ist SEO Traffic Booster – wie von Data Becker gewohnt – eine Desktop-Anwendung die eine Installation auf Windows benötigt und dann mit dem Web verbunden bleiben muss. DSL-Verbindung ist ratsam, denn bereits bei der Einrichtung wird die Verbindung durch die Abfrage aller Sitemap-URLs etc. gebraucht.

Kauf per Download, Freischaltung via Web

Data Becker bietet SEO Traffic Booster aktuell nur als Download-Version im Onlineshop an. Da die Software eine Größe von nur ca. 45 MB hat, ist der Download in wenigen Sekunden abgeschlossen. Im Anschluss muss die Software mit dem Aktivierungscode übers Netz freigeschaltet werden. Insgesamt dauert die Installation inkl. Download wenige Minuten.

Soweit zu den ersten Informationen über die Software. Um die Software richtig vorzustellen, sind meinerseits drei Berichte notwendig. Data Becker hat SEO Traffic Booster für drei Bereiche ausgelegt. Laut Software soll erst die eigene Seite einer grundlegenden Optimierung unterzogen werden. Dazu gehören alle Onpage-Maßnahmen. Im Anschluss soll die Bekanntheit gesteigert werden. Hier trifft man auf Offpage-Maßnahmen. Dann geht es an die „Werkzeuge“ die Data Becker dem Anwender gibt. Mit diesen soll zukünftig gearbeitet werden. Für den Testbericht beginne ich mit der Optimierung meiner Website auf Onpage-Ebene.

SEO Traffic Booster – Einrichtung

Bevor eine Optimierung stattfinden kann, muss ein erstes Projekt angelegt werden. Die Angabe der Domain reicht aus. Die Software sucht dann eine Sitemap.xml Datei und zieht sich alle dort befindlichen URLs raus. Alternativ kann man auch einfach selbst URLs eintragen und auf die Sitemap-Variante verzichten.

Nach der Einrichtung des ersten Projektes erwartet den Anwender der folgende Startbildschirm, von dem ich danach direkt zum Bereich Optimierung wechseln werde.

Onpage-Optimierung

Die Onpage-Optimierung findet im einfachen „Schritt für Schritt“ Modus statt und ist daher auch für Einsteiger in der Suchmaschinenoptimierung sehr gut zu bewältigen. Insgesamt erwarten den Benutzer 5 einfache Schritte um je eine URL der eigenen Website zu optimieren.

Schritt 1: URL auswählen

Aus einer Liste mit allen URLs die via Sitemap oder manuellen Eintrag in der Software eingetragen wurden, muss nun ein Eintrag gewählt werden. Ich empfehle der Übersicht halber immer von oben nach unten zu arbeiten. URLs von denen man überzeugt ist sie nicht optimieren zu wollen – das Impressum beispielsweise – löscht man direkt raus. Am unteren Ende der Schritte in jedem Fenster befinden sich stets Hinweise.

Schritt 2: Keywords wählen

Entscheidet man sich bei der Optimierung einer Webseite (Unterseite, Startseite) für zu viele Keywords, werden viele Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Zwei, drei, vier, jedoch maximal fünf Keywords sollten bei einer durchschnittlichen Unterseite ausreichen. Weitere Keywords können auf andere Seiten umgelagert werden. Im zweiten Schritt gilt es nun die richtigen Keywords für die jeweilige Unterseite zu wählen.

Wie auf dem Screenshot zu sehen, entschied ich mich für „Templates, Check24 Templates“ bei der Optimierung. Weitere Keywords passen nicht zu meiner Unterseite. Das zwar laut Tool relevante „Partnerprogramme“ ist für diese Unterseite als alleinstehendes Top-Keyword nicht interessant. Das Bild zeigt euch nur Vorschläge die durch meinen Content ermittelt wurden.

Auf dem Bild sieht man unten rechtsseitig noch eine Box mit Hilfsmitteln. Diese Werkzeuge erleichtern das Finden weiterer Suchbegriffe. Anbei ein Bild zur kleinen Mitbewerber-Analyse aus der ich direkt die gewünschten Keywords in meinen Pool übernehmen könnte.

Da ich mit meinen beiden Keywords „Templates, Check24 Templates“ bereits zufrieden bin, gehe ich weiter zum nächsten Schritt.

Schritt 3: Seite analysieren

Bei der Analyse der Seite wird zwischen der technischen Analyse und der Analyse via Keyword unterschieden. Die technische Analyse beruht auf bekannten Daten wie beispielsweise Ladezeiten, Bildgrößen, Script-Größen, Duplicate Content, Frames, Robots, Codierung, CSS / HTML Fehler und Server-System (Apache etc.). Alle Punkte zeigt die Software aber stets mit einer kleinen Beschreibung an. Wenn ein Punkt bemängelt wird, gibt es eine Begründung die dem Anwender auch gleichzeitig Anregung genug ist, um dieses Problem zu beseitigen.

Kritisieren muss ich die Tatsache der Ladezeit. Wenn ich die technische Analyse durchführen möchte, bin ich gezwungen einige Zeit zu warten. Die SEO Traffic Booster Software zieht sich die Infos immer wieder aus dem Netz, statt sie lokal zu hinterlegen. Wechselt der Anwender zur Keyword-Analyse und dann zurück zur Technik, steht er erneut vor der Wartezeit. Hier empfehle ich nachzubessern.

Keyword-Analyse bezieht sich auf Faktoren wie Domain, Seitentitel, Beschreibung, Keywords, Überschriften, Alt-Attribute bei Grafiken, Keyword-Dichte etc. und beinhaltet ebenfalls immer Beschreibungen.

Faktoren wie Texthervorhebungen durch bold-Tags werden beim Fehlen kritisch bemängelt. Die Software möchte dem Nutzer dann erklären das durch fette, kursive und unterstrichene Worte eine Wichtigkeit hergestellt wird, die auch für Suchmaschinen positiv ausfällt. Könnte man überarbeiten, denn durch diese Hervorhebungen übernimmt man eine Leserführung und dies kann bei diversen Seiten (Landing Pages…) entscheidend sein. Für Suchmaschinen sollte es aber so dermaßen gering sein, dass es Anwender beim Mangel eher verunsichert und dieser dazu neigt seine Texte optisch durch zu viele Hervorhebungen zu versaubeuteln. Ich würd es ja rausstreichen beim Update oder anders begründen. 😉

Schritt 4: Seite optimieren

Analysiert wurde nun ausreichend und der Anwender geht über zur Optimierung. Endlich kann an der Website gearbeitet werden. Titel, Keywords, Beschreibung und Content der Seiten werden nun in der alten Variante angezeigt und sollen dann Schritt für Schritt optimiert werden. Dazu stehen, wie auf dem Screenshot zu sehen, zwei Spalten zur Verfügung.

In der ersten Spalte befindet sich der alte Inhalt. In der zweiten Spalte kommen die optimierten Werte rein. Beim ersten Punkt – dem Title-Tag – habe ich dies getan. Ich musste dazu einfach an meiner Website den Titel der Unterseite editieren. Nun wollte ich den Button „aktualisieren“ in der Software klicken und hatte gehofft, diese erkennt meinen neuen Seitentitel. Leider falsch gedacht, ich muss meine neue Version manuell in die Software eintragen. Nicht schlimm, jedoch auch nicht notwendig, denn hier hätte man eine Web-Abfrage machen können. Außerdem wird mir an der rechten Seite stets gezeigt wenn ein Abschnitt nicht optimal ist. Mir wird aber nicht gezeigt wann er optimal wäre. Habe ich einen Titel mit 100 Zeichen, steht nicht drin das mir 70 Zeichen als Maximum empfohlen werden. Ich muss dann einfach ausprobieren bis es grün wird. Oder ich klicke auf Einstellungen – wenn ich es weiß – und sehe dann die Werte, die ich zudem auch noch manuell an meine eigenen Erfahrungen anpassen kann. Siehe Screenshot.

Bei nur 99,- EUR ist das Motzen auf hohem Niveau, ja, aber auch das muss die Software und Data Becker über sich ergehen lassen. Mit Hilfe von Updates kann man viele Dinge bereinigen. Einsteigern empfehle ich die Standards der Software nicht zu verändern. Soweit ist da alles in Ordnung. Weiter zum letzten Schritt.

Schritt 5: Daten übernehmen

Abschließend kann ich alle veränderten Punkte aufgelistet bekommen. Data Becker beabsichtigt erst an dieser Stelle die Übernehme der optimierten Daten in die eigene Website. Daher auch ein „Kopieren“-Button zur Ablage im Zwischenspeicher. Ein einfacher Report würde hier ausreichen, da die meisten Anwender wohl bei Schritt 4 direkt Änderungen durchführen und damit Schritt 5 bereits erledigen bevor er ansteht.

Die Daten können auch direkt ausgedruckt oder als Report gespeichert werden. Danach ist die Optimierung „einer“ URL abgeschlossen. Wer eine ganze Website optimieren möchte, sollte unbedingt vorher überlegen welche Werte er CMS-seitig bereits passend gestalten kann. Länge von Titel, Description etc. kann durchaus mit Plugins wie wpSEO oder WordPress SEO von Beginn an korrekt eingestellt werden. Dann fallen diese Schritte weg.

Fazit

99,- EUR sind für die Software nicht zu viel verlangt. Weder im ersten Schritt, noch bei den Funktionen die in den weiteren Testberichten zu SEO Traffic Booster beschrieben werden. Für die Onpage-Optimierung ganzer Weblogs ist es sicher etwas viel verlangt jeden einzelnen Blogbeitrag manuell zu bearbeiten. Bei statischen Projekten mit bis zu 20 Seiten denke ich aber bringt es positive Effekte, wenn man sich Schritt für Schritt an die Software hält. Mein Eindruck von Preis und Leistung ist gut und ich denke, ihr seht dies nach weiteren Berichten oder eigenen Tests nicht anders. Denkt daran, es ist ein einmalig anfallender Preis.

Weiterführende Links

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.