ConvertKit Test: E-Mail-Marketing

ConvertKit Test
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Ein kleiner Geheimtipp im E-Mail-Marketing ist die Software ConvertKit. Vor allem im Bereich der Automation eine wirkliche Empfehlung. In diesem Test zeige ich zum einen wie die Software funktioniert und zum anderen, wie du dir mit ConvertKit eine automatische Abfolge von Mailings erstellst die zum Teil zeit- und Event-basierend versendet wird.

Preise und Funktionen

Finanziell beginnt das Werkzeug bei 29 Dollar pro Monat. Die Anzahl der Aussendungen ist unerheblich, da die Beschränkung auf die Anzahl der Abonnenten ausgelegt ist. Im günstigen Tarif geht es bis 1.000 Abonnenten. Diese Version nutze auch ich und anhand der baut sich auch der Testbericht von ConvertKit auf. Im Grunde kann bereits in der kleinsten Version auf alle Funktionen zugegriffen werden.

ConvertKit Preise

ConvertKit kostenlos testen

Die Registrierung ist innerhalb von 60 Sekunden abgeschlossen. Wer sich erst orientieren möchte, kann ConvertKit kostenlos testen. Innerhalb von 14 Tagen kann sich jeder einen Eindruck vom Tool verschaffen und entscheiden ob er sich nun monatlich oder jährlich binden möchte.

Anmeldeformular erstellen

Zunächst stellt sich nach deiner Registrierung die Frage, ob du ein normales Formular erstellen magst um neue E-Mailadressen zu sammeln, oder ob es eine separate Landing Page sein soll. Nutzt du eine Landing Page, kannst du das mittels ConvertKit Plugin für WordPress umsetzen. Ich nutze ein Formular und keine Landing Page.

Anmeldeformular erstellen

Formular-Stil wählen

Welcher Stil soll es sein? Einfach nur Name und E-Mailadresse, am besten noch zwischen zwei Textabsätzen? Dann ist die Wahl ganz rechts korrekt. Wenn du zum Beispiel ein E-Book bewerben willst und das Formular unter jedem Beitrag in deinem Blog integrieren magst, empfehle ich die Variante in der Mitte und dabei ein Coverbild. Ganz links die Auswahl ist prima für die Sidebar oder auch individuell im oder unterhalb von Content.

ConvertKit Formular-Stil

Hier siehst du das Anmeldeformular wie ich es derzeit eingerichtet habe. Probier es aus!

Grundkonfiguration

Wollen wir gemeinsam das Formular bzw. die Aktivitäten im Hintergrund einrichten. Zunächst geht’s um die allgemeinen Einstellungen. Etwa um die Art der Integration und um die Erfolgsmeldung, wenn sich jemand eingetragen hat. Alternativ kannst du auch einen Redirect zu einer anderen URL definieren, wenn du nicht mit einer kurzen Erfolgsmeldung bei der Eintragung arbeiten magst.

Convertkit Main Settings

Double Opt-in ist wichtig, wenn du die Qualität deiner Liste durch echte Einträge auf einem hohen Niveau halten magst. Es ist jedoch ggf. auch in dem Land Pflicht, in dem du E-Mails an Nutzer versendest bzw. die Daten sammelst. Ich aktiviere es, damit es nach meinem Wissen (und ohne Rechtsberatung), rechtskonform eingesetzt wird.

Einladungsmail aktivieren

An dieser Position bearbeitest du auch die Betreffzeile der Bestätigungsmail und deren Inhalt. Dann entscheidest du, ob beim Bestätigen der Anmeldung die Weiterleitung auf die normale ConvertKit-Bestätigungsseite erfolgt oder auf eine andere, von dir definierte URL. Ich lasse es mal Standard – auch damit du im Test selbst nachschauen kannst wie es sich auswirkt.

Der nächste Schritt ist dann interessant, wenn du nicht ein solch schlichtes Formular wie ich, in deinem Content integrieren magst. Dann kannst du hier wahlweise eine Vorlage nutzen oder mit eigenem CSS das Formular aufpeppen.

convertkit formstil

Newsletteranmeldung einbinden

Jetzt kommt das Formular in deine Webseite – in meinem Fall direkt in den Content, wie du weiter oben bereits sehen und ausprobieren konntest. ConvertKit stellt drei Möglichkeiten. JavaScript, Raw HTML oder die Integration mittels Shortcode, wenn du das WordPress Plugin installierst. Ich nutze es direkt als JavaScript und positioniere einfach den Code an der gewünschten Ausgabestelle.

convertkit embed code

Trag dich jetzt zum Test kostenlos ein!

Du weißt nun wie einfach es funktioniert, mit ConvertKit ein Formular zu erstellen um Abonnenten für deine E-Mails zu sammeln.

Wichtig: du sammelst die Einträge nicht für ausschließlich eine Liste oder eine Kampagne. Es liegt an dir, wie sorgfältig du mit den Adressen arbeitest und was du im Anschluss daraus machst. Wenn du ganz an das Ende vom Test gehst, siehst du dort bereits ein anderes Format der Formulare. Trägst du dich dort ein, wird der Trigger für die E-Mail-Serie über ConvertKit nicht ausgelöst, dafür gelangst du dort direkt in eine andere Kampagne, in der du wirklich wertvolle Workflows etc. mit Tools kennenlernst.

Sequenzen / Serien-Mails erstellen

Die Sequenzen (engl. Sequences) in ConvertKit.com ermöglichen es eine Abfolge von E-Mails zu versenden, die vorab gespeichert wird. Solche Sequenzen können jederzeit um weitere E-Mails erweitert werden – egal ob nacheinander oder zwischen zwei bestehenden E-Mails. Außerdem werden Sequenzen als wichtiger Baustein bei den Automatisierungen (engl. Automations) verwendet. Diese zeige ich im nächsten Abschnitt des ConvertKit Tests.

E-Mail Kampagne erstellen

Erstellen wir gemeinsam die erste E-Mail-Serie, die du zugleich live ausprobieren kannst. Alles was du jetzt gleich siehst, ist der Inhalt, den du auch durch einen Eintrag in eines der oberen beiden Felder erhalten kannst. Probiere es ruhig mal aus und entdecke beide Perspektiven. Und jetzt gehen wir im Menü bei ConvertKit auf Sequences und erstellen die erste Serie für den Test.

ConvertKit Test Sequenz erstellen

Gib Sequenzen immer direkt aussagekräftige Bezeichnungen. Das macht dir die spätere Arbeit mit ConvertKit deutlich leichter, da du in vielen Dropdowns etc. nur noch den Namen siehst und dann wissen solltest, was der Inhalt ist.

Sequenz Name

Ich bezeichne die Serie jetzt „ConvertKit Testbericht“ da es die Anmeldefelder innerhalb vom Test sind, hinter die ich diese E-Mailabfolge anhängen möchte.

ConvertKit macht es einem sehr einfach. Die nun vor dir befindliche Eingabemaske ist nichts anderes als ein normaler Editor (wie Gmail, Word, WordPress etc.). Am besten ignorierst du erstmal alle Einstellungen und beginnst damit, den Betreff und den Inhalt der E-Mail auszufüllen.

ConvertKit E-Mail erstellen

Wenn du das gemacht hast, kannst du im nächsten Schritt der E-Mail ein Versand-Datum geben. Hier kannst du auch die Versandtage konfigurieren. Zum Beispiel die Wochenenden deaktivieren. Oder generell nur Montag und Freitag Post versenden. Und du stellst ein, wann diese E-Mail verschickt wird. Da es die erste E-Mail einer kompletten Serie ist, musst du den Abstand zur Eintragung definieren.

versandzeitpunkt definieren

Bei allen nachfolgenden Mails definierst du dann den Abstand zur jeweils vorherigen E-Mail. Ich versende in meiner Test-Serie zum Beispiel 3 E-Mails innerhalb von 3 Tagen. Die erste nach einer Stunde und alle weiteren im Abstand von jeweils einem Tag.

Die Einstellungen (engl. Settings) in den Sequenzen erlauben die u.a. die Sequenz zu duplizieren. Den Versandzeitpunkt zu bearbeiten. Abonnenten auszuschließen oder aber die komplette Serie zu löschen. Außerdem kannst du das gewünschte E-Mail-Template auswählen. Ich persönlich verzichte auf Templates und versende meine Mails generell als Textversion.

Links taggen

Links die du im Content deiner E-Mails platzierst, solltest du doppelt nutzen. Zum einen kannst du natürlich die Klickraten der Links messen und auswerten. Viel spannender jedoch finde ich die Tagging-Funktion. Wenn ein Nutzer auf einen Link klickt, sollte dieser Nutzer immer einen „Tag“ an sein Profil bekommen. Dadurch lassen sich Abonnenten sehr granular verwalten.

Links taggen

Du kannst jederzeit E-Mail-Serien erstellen die nur an Nutzer mit bestimmten Tags rausgehen. Und auch einzelne E-Mails nur an Nutzergruppen mit „Tag X“ sind möglich. Je nach Einsatzzweck kann auch die Kombination mehrerer Tags sinnvoll sein. Wenn du in meinem Pool bist, wirst du hin und wieder erkennen wie ich das Tagging in ConvertKit einsetze.

Sequenzen auswerten / Reporte

Den Erfolg deiner Serien kannst du direkt über den Menü-Punkt „Reports“ einsehen. Dort bekommst du auf Basis jeder einzelnen E-Mail innerhalb der Serie (Sequenz) folgende Werte:

  • Öffnungsrate
  • Klickrate
  • Anzahl der E-Mails
  • Anzahl der Abmeldungen

sequenzen reporte

So kannst du auch nachjustieren falls eine E-Mail besonders schlechte Merkmale hat. Etwa die Klicks ausbleiben oder erheblich zu gering sind. Wenn es überdurchschnittlich viele Abmeldungen sind, kannst du auch direkt eingreifen. Außerdem bekommst du die Anzahl der Abonnenten, Abmeldungen, die Öffnungs- und Klickrate auch übergreifend über alle E-Mails als Durchschnitt gezeigt. Vor allem bei großen Serien ist das hilfreich um Ausreißer zu identifizieren.

Zusammengefasst kann ich zu den Sequenzen also sagen, ist es wirklich nicht viel Aufwand. Ein Formular zum Sammeln von Adressen ist in weniger als 5 Minuten erstellt. Eine neue Sequenz bedarf nur einem Namen. Danach müssen einfach die E-Mails / Texte eingefügt werden, die versendet werden sollen. Jetzt noch die Intervalle definieren und los geht’s. Und nicht vergessen, Tags an die ausgehenden Links. So übersichtlich kann es sein, sich eine automatisch laufende E-Mail-Kampagne zu aktivieren.

ConvertKit kostenlos testen

Automatische E-Mail-Kampagnen

Automatisierungen sind wichtig im E-Mail-Marketing. Sie sparen dir viel Zeit und erfordern nicht mehr deine permanente Anwesenheit im System. Wenn du Serien erstellt hast, kannst du mit den Automatisierungen die Kampagnen steuern und ausspielen.

Automation erstellen

Die erste Automation bekommt natürlich einen passenden Namen: „ConvertKit Test“. So kann ich sie stets zuordnen.

Automation erstellen

Zunächst muss definiert werden wie Personen in die Automatisierung einsteigen. Das kann über Formulare, Tags oder Custom Fields passieren. Ich habe bei dieser Automatisierung das Formular genutzt, was sich mitten in diesem ConvertKit Testbericht befindet. Wer sich darüber einträgt, gelangt direkt in die Automatisierung.

Einstieg zur Automation definieren

Es können auch mehrere Einstiege definiert werden. Manchmal will man Personen die in einer anderen Automatisierung bereits aktiv sind und Serienmails erhalten, mit anderen Themen ebenfalls bereichern. Dann können über Tags weitere Automatisierungen aktiviert werden.

Okay, der Abonnent ist nun in einer Automation. Doch was soll passieren? In vielen Fällen ist es eine Abfolge an E-Mails die verschickt werden soll. Also die Sequenzen, die wir vorab im Test erstellt haben. Konfigurieren wir die Automatisierung.

Sequenz in Automation einbinden

Hier siehst du jetzt mal die komplette Automatisierung im Rahmen des Tests.

Erste Automatisierung komplett

Was habe ich hier aufgebaut? Ganz einfach. Du steigst in die Automatisierung ein, wenn du dich über das Formular anmeldest, was unter diesem Absatz hier kommt. Oder die beiden weiter oben. Im Anschluss wird die Serie aktiviert, die wir im ersten Teil bestehend aus drei E-Mails erstellt haben. Die läuft dann drei Tage durch. Ist diese abgearbeitet, kommt ein Delay von einer Woche. Eine Woche nach den Sequenzen wird geprüft ob ein Nutzer sich den „Tag: convertkit klick“ geholt hat. Dieser ist nur innerhalb der drei E-Mails zu bekommen und es ist eine Aktivität nötig – ich verrate aber jetzt noch nichts. Hat man sich diesen geholt, kommt noch eine einzige weitere E-Mail. In der einen Mail wird um eine Aktion gebeten. Geht der Nutzer darauf ein, erfolgt die Vergabe eines weiteren Tags. Und mittels diesem wird für den Nutzer eine andere Automatisierung aktiviert.

Das ist alles. Hier kannst du dich eintragen und es mal ausprobieren.

Ende der Automatisierungen. 🙂 Hast du Fragen?

Normalen Newsletter versenden

Normale Newsletter sind heute längst nicht mehr der Hauptgrund, warum man sich für eine E-Mail-Marketing-Software entscheidet. Trotzdem möchte man sie zwischendurch verschicken. Das funktioniert über die Funktion „Broadcasts“ in ConvertKit.

Empfänger definieren

Zunächst musst du entscheiden wer deinen Newsletter bekommt. Entweder verschickst du an alle Empfänger, oder du filterst. Das geht dann über Locations, Tags, Formulare, Segmente, Datumsbereiche uvm.

Newsletter-Empfänger definieren

Grundsätzlich wird der Newsletter wie eine normale E-Mail erstellt. Nur das du zwei Betreffzeilen eingeben kannst. Sobald du das machst, werden die E-Mails im A/B-Test verschickt. Das System versendet dann an 15% aller Empfänger in gleicher Menge den Newsletter. Dann wertet es die bisherigen Daten aus und verschickt 4 Stunden später an die restlichen Empfänger die bessere Variante.

Newsletter erstellen bei ConvertKit

Im Content deines Newsletters solltest du wieder mit Links arbeiten um Tags an deine Empfänger zu geben. Dies hilft dir, deinen Abonnenten auf sie zugeschnittene Informationen zu senden und dabei bessere Conversion-Werte zu erzielen.

Im nächsten Schritt kannst du deinen Newsletter nochmal prüfen und den Versandzeitpunkt bearbeiten. Beachte, wenn du einen A/B-Test machst, solltest du den Zeitpunkt so definieren, dass die große Masse an Empfängern die E-Mails zum richtigen Moment bekommt. Also musst du ihn gut 4 Stunden vor Plan verschicken lassen. Du kannst den Versand auf den Tag und die Stunde genau terminieren.

Das war es auch schon, der Newsletter geht raus!

RSS-Feed anbinden

Du kannst mit ConvertKit deine Abonnenten auch mit Inhalten versorgen, die über einen RSS-Feed eingelesen werden. Als Blogger lassen sich damit zum Beispiel immer die aktuellen Beiträge der Woche an die Empfänger senden. Entweder in Kurzform als Teaser oder in vollständiger Länge. Das stellst du über das Backend in deinem WordPress ein.

Fazit

Ich habe im Test bisher sehr gute Erfahrungen mit ConvertKit.com gemacht. Die Plattform ist übersichtlich. Die Menge der Funktionen beschränkt sich aufs Wesentliche. Ich bin ohne Anleitung in der Lage die ersten Mails zu verschicken. Kann problemlos Formulare aufbauen und integrieren. Kriege Serien-Mails erstellt und komme mit den Funktionen der Automatisierung bestens zurecht. Es ist intuitiv wie man sich das wünscht. Anfangs hatte ich selbst bedenken, da ich bisher immer in gefühlt unendlich aufgeblasenen Produkten gelandet bin. Hier bin ich positiv überrascht und ich sage es ganz ehrlich, ich werde ConvertKit ab sofort selbst aktiv einsetzen. Alle anderen Produkte hatte ich spätestens nach der Testphase wieder abgestellt. Und für nur 29 Dollar im Monat, ehrlich, was will ich mehr.

Weiterführende Links

Über Soeren 575 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

2 Kommentare

  1. Kannte diese E-Mail Software noch nicht. Die Preise sind ähnlich wie bei Cleverreach. Scheint ziemlich einfach im Aufbau zu sein. Vor allem der automatisierte E-Mail Versand mit Vorgaben sieht interessant aus. Grüße.

    • „Einfach“ trifft es. Ich mag das schlicht. Und ich habe im Testbericht ja noch auf die Landing Pages verzichtet, die ja auch im Tool möglich sind. 🙂 Werde ich mal noch mit einem Update ergänzen. CleverReach finde ich ebenfalls super. Hat diese Automatisierungen inzwischen auch. Und kann natürlich nochmal eine Menge mehr / andere Dinge.

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