Content Seeding in der Praxis – Aus dem Logbuch eines Marketing Strategen

Mittwald Webhosting

Mit schöner Regelmäßigkeit und mit nicht wenig Freude sind sich Suchmaschinenoptimierer darüber uneins, was denn nun Content Marketing eigentlich ist und wo genau die Grenzen zu den benachbarten Disziplinen zu ziehen sind. Zumindest ein Gemeinplatz scheint sich aber in all diesen Debatten zu erhärten: Content Marketing und insbesondere das zielgruppengerechte Content Seeding gehören zum modernen Marketing Mix erfolgreich rankender Webseiten einfach dazu.

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Nur wie sieht der tägliche Arbeitsablauf für ein aussichtsreiches Seeding konkret aus? Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, vor allem in der Planung und Recherche, damit das Seeding beim Start einer Kampagne auch gewinnbringend durchgeführt werden kann? Und welche Arbeiten stehen bei der Umsetzung und der abschließenden Nachbereitung der Kampagne für den Marketer an? Kurzum: Welche kurzfristigen wie langfristigen Aufgaben beinhaltet das Content Seeding?

In diesem Beitrag möchte ich einige Erfahrungswerte teilen, die sich beim Content Seeding und Linkbuilding mit dem SEO Management Tool linkbird ULTIMATE und der dazugehörigen Toolbar ergaben. Um den Workflow besser nachzuvollziehen, habe ich den Prozess in vier Kernaspekte unterteilt, die die Leser von der Planung bis zur Erfolgsanalyse – siehe hierzu auch den Arbeitsverlauf im linkbird circle – führt und die Theorie mit einigen praktischen Beispielen unterfüttert.

1. Schritt: Seeding verstehen und planen!

Der Begriff „Content Marketing“ befindet sich trotz einiger Abnutzungserscheinungen in der SEO-Branche weiterhin auf dem PR-Höhenflug, wie man sehr schön am Google Trends-Graphen zum Keyword sehen kann. Daneben fristet das „Content Seeding“ freilich ein eher stiefmütterliches Dasein – zum Vergleich der dazugehörige Trend Graph. Dabei ist das Seeding die zweifellos einflussreichste Schraube in jeder auf Nachhaltigkeit gebauten Content Marketing Initiative.

Das Seeding, also das Streuen der eigenen Inhalte auf Webseiten Dritter und in den sozialen Netzwerken beginnt mit einer möglichst präzisen Definition der Zielgruppe, die den Content später favorisieren, teilen und kommentieren soll. Dies erfordert eine Zielgruppenanalyse, die für das spätere Seeding festlegt, wie, wo und in welchen Zeitabständen die Adressaten für das jeweilige Produkt am besten anzusprechen sind. Hierbei ist es sinnvoll, auf die Daten bereits vorhandener wie möglicher Kunden zurückzugreifen und ihre Treffpunkte auf den meist frequentierten Internetportalen zu lokalisieren.

Das für den eigenen Content perfekte Publikum findet sich nicht sofort, dafür bedarf es einiger Testläufe. Aber hat man erst einmal die richtigen Facebook-Communities, XING-Gruppen oder themenverwandten Internetforen, kann man dort regelmäßig auf interessante Publikationen aus dem eigenen Hause hinweisen. Dabei sollte man auch kreativ sein und nicht nur eigene Produktbranchen ansteuern, sondern größere, aber immer noch themennahe Interessengruppen anvisieren. So bewerben wir etwa den linkbird-Blog nicht nur unter waschechten SEOs, sondern auch an Internetmarketinginteressierten aller Entwicklungsstufen.

2. Schritt: Vermarktungsquellen recherchieren und archivieren!

Um Erwähnungen und Links auf populären Portalen und Webseiten zu generieren, empfiehlt es sich erst einmal eine Liste relevanter Seiten mit Infos zu den jeweiligen Ansprechpartnern anzulegen, um sie beim späteren Seeding zu kontaktieren. Die passenden Seiten für den Content ermittelt man am besten über praktische Recherche-Methoden, die Google selbst bereitstellt. Ich spreche von den Google-Parametern (wie etwa inurl:Keyword, intitle:Keyword, intext:Keyword), die eine zielgerichtete Suche nach Vermarktungsquellen ermöglichen.

Im linkbird Sitehunter ist diese Funktion bereits integriert, so dass man mittels weniger Klicks die Suche präziser gestalten und starten kann. So findet man kinderleicht beispielsweise Websites zum Thema „Linkbuilding“, die schon einmal über „Penguin 2.0“ berichtet haben. Daneben verfügt der intelligente Recherche-Assistent auch über die Funktion, die Backlinkprofile anderer Webseiten zu analysieren und thematisch ähnliche Webseiten zu orten. Jeder dieser Research-Jobs wird im System gespeichert und kann immer wieder aufgerufen und ausgewertet werden.

So hat man am Ende – neben dem firmeneigenen Newsletter und den populären Social-Media-Kanälen als potentielle Verbreitungsvehikel – eine große, von linkbird anhand unterschiedlicher SEO-Metriken vorqualifizierte Liste relevanter Webseiten für die eigene Content-Kampagne, die sich natürlich noch über manuell eingefügte Linkquellen, den Import von Linkquellen (z.B. aus anderen Tools) oder auch die linkbird Toolbar (zum Hinzufügen einer URL direkt aus dem Browser) erweitern lässt. Im Anschluss legt man die Liste dann samt Kontaktdaten mit Themen-Tags versehen ins CRM, von wo man sie über das Mailingsystem anschreiben kann.

3. Schritt: Multiplikatoren kontaktieren und intelligent bespielen!

Wie im Offline-Marketing heißt es auch im Online-Marketing: gute PR-Arbeit ist die halbe Miete. Drum ist es wichtig, bei der Auswahl der Vermarktungsquellen auch sogenannte Multiplikatoren (auch bekannt als Influencer) mit einzubeziehen. Diese einflussreichen Meinungsmacher stechen durch ihre mehrfach abonnierten Accounts in den sozialen Netzwerken heraus, von Facebook über Twitter bis hin zu Google+. Wenn Sie etwas für gut befinden und mit ihren Anhängern teilen, dann bürgen sie dafür mit ihrem Namen – und sorgen für eine große Reichweite.

Je nach Priorität kann man diese Fachexperten über die unterschiedlichsten Kanäle auf den eigenen Content hinweisen – von sozialen Netzwerken über eine persönliche oder standardisierte E-Mail bis hin zum Telefonanruf. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, da Influencer nicht immer die Zeit haben und durch manche Kanäle nicht belästigt werden möchten. Hier kommt die soziale Kompetenz ins Spiel. Je freundlicher und personalisierter man seine Anfrage gestaltet, desto höher ist hier die Trefferquote.

Und hat man erst einmal Freundschaften geschlossen, sollte man sie auch pflegen – am besten über die linkbird Kontaktdatenbank:

4. Schritt: Links ernten und Erfolge dokumentieren!

Beim Content Seeding platziert man Inhalte im Web, die aufgrund ihrer Qualität oft und gerne aufgenommen und weitergetragen werden. Dabei versäumen es die Webseiten Dritter nicht selten, auf die Ursprungsquelle zu verlinken. Deshalb ist es wichtig bei der Nachbereitung der Seeding-Kampagne regelmäßig nach der eigenen Marke oder dem Titel des Beitrags zu suchen. Einfach macht man sich diese Prozedur mit den kostenlosen Google Alerts, die einen nach vorgegeben Zeitintervallen über neue Dokumente im Netz zum betreffenden Keyword informieren.

Falls dann auf der betreffenden Seite kein Link zu der Ausgangsseite des Contents gesetzt wurde – einfach überprüfbar durch die linkbird Toolbar –, kann man sich ohne großen Aufwand weitere Backlinks holen, indem man den Webseitenbetreiber auf den fehlenden Link aufmerksam macht. Die linkbird Toolbar hilft Ihnen dann später auch bei der laufenden Überwachung der gesetzten Links und meldet Ihnen sofort, sollte einer entfernt worden sein.

Da die Toolbar beständig mit dem persönlichen linkbird-Account synchronisiert wird, ist es wichtig, das CRM zu pflegen und neu gewonnene Partnerschaften und aufgebaute Links sorgfältig zu dokumentieren und thematisch sinnvoll abzulegen. Das hilft dann auch bei der späteren Auswertung des Erfolgs und schafft eine umfassende Kontaktbasis für zukünftige Content-Seeding-Kampagnen. Die Qualität der Backlinks kann man dann anhand des Linkprofils auswerten, während Traffic und Conversions in den gängigen Analyse-Tools, nicht zuletzt Google Analytics einsehbar.

Fazit

Die Generierung von Backlinks, direktem Traffic, interessierten Leads und erfolgreichen Sales setzt ein umfangreiches Inbound Marketing voraus, zu deren Teildisziplinen unter anderem auch Content Marketing zählt. Zu einem ganzheitlichen Online-Marketing gehören also neben einer vertrauenserweckenden Optimierung der eigenen Webseite nach den gängigen SEO-Onpage-Kriterien vor allem auch neuere Offpage-Strategien, die versuchen qualitativ hochwertiges Linkbuilding durch Online-PR und Content-Seeding zu beflügeln – im Streben nach guten Platzierungen in den organischen Suchergebnissen, die nicht von heut auf morgen verloren gehen.

Wer sich auf den vorderen Plätzen zu halten gedenkt, der macht Content Marketing. So einfach das klingt, so schwer scheint ist es in der Praxis umzusetzen. An einem großen Zeit- und Arbeitsaufwand kommt man da als Content-Marketing-Stratege nicht vorbei, vor allem bei der Planung als Grundlage aller weiteren Seeding-Maßnahmen. Überstürze aber nichts. Fange klein an und steigere dich langsam, aber sicher zu einer Content-Autorität im Netz – durch die für Dich, Dein Unternehmen und Dein Produkt perfekte Seeding-Stragie. Linkbird wünscht viel Erfolg – auch mit linkbird! 🙂

Über den Gastautor

Dr. Asokan Nirmalarajah ist Inbound Marketing Manager bei der linkbird GmbH in Berlin. Er ist in den Themenfeldern Linkbuilding, Content Marketing und Inbound Marketing unterwegs. Aktuell zeichnet für für die Konzeption, Optimierung und Umsetzung des Content Marketings für das SEO Management Tool linkbird verantwortlich. Jüngst erschien mit der linkbird Ultimate eine neue All-In-One-Edition des Tools samt Sitehunter und PDF Reporting Automator.

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Über Soeren 569 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

8 Kommentare zu Content Seeding in der Praxis – Aus dem Logbuch eines Marketing Strategen

  1. Danke für den Beitrag eisy. Wie immer toll zu lesen. 🙂

    Hast du schon Erfahrungen mit dem Advanced Link Manager gesammelt bzw. kannst diesen empfehlen?

    Suche momentan eine günstige Lösung für ein Backlink Aufbau&Verwaltungstool.
    Linkbird ist mir mit den monatlichen Kosten zu teuer. Advanced Link Manager wären ein einmaliger Anschaffungspreis.

    Grüße

  2. Habe momentan auch das Linkbrid Tool im Einsatz wie ich finde, eine gute Möglichkeit um Links zu verwalten, und Erfolge zu dokumentieren

    • Definitiv! Ich bin jetzt so gut wie durch die Testzeit durch und werde es mir auf jedenfall kaufen. Endlich ein Ende den Excel Listen 🙂

  3. Interessanter Artikel, ich werde mich mal mit eurern Linkbird angeboten auseinandersetzen.
    Wie sieht es aus, habt ihr auch strategien, die speziell für kleinere Blogprojekte zugeschnitten sind?
    Gruß Stephan

  4. Linkbird ist toll und kann einem viel Arbeit abnehmen, aber leider hat man nur Erfolg, wenn man Kooperationspartner direkt und individuell anschreibt. Mit den Standardvorlagen wird sich kaum wer melden. Trotzdem kann man jedem Linkbird empfehlen und die Euros sind gut investiert.

  5. hatte auch linkbird installiert und angetestet an sich recht klasse wenn nicht der kommerzielle hintergrund wäre 🙂

    alles im allen zu kostenintensiv.

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