Auf welche Keywords optimiere ich als nächstes?

Heute mal ein Beitrag aus dem Bereich „Workflow“ und zudem auch einer der bestimmt für Einsteiger interessant ist. Viele Leute kennen das Problem. Man ist fertig mit seiner Keyword-Recherche. Die Unterseiten mit entsprechendem Mehrwert sind erstellt und man überlegt wie es nun weitergeht. Ganz ehrlich, ich stehe oft bei meinen eigenen Seiten vor der Frage, welche Keywords ich als nächstes optimieren soll. Es geht nicht einmal darum was mir Onsite fehlt, sondern vielmehr ums Ranking. Bei vielen Seiten funktioniert die Orientierung an meinen Mitbewerbern.

Immer dem Konkurrenten nach

In der Toolbox gibt es die geniale Funktion „Wettbewerber auf Keyword-Ebene vergleichen“. Ja, ich sehe schon die vielen Fragezeichen. „Bitte, wo ist die Funktion?“. Man trägt einfach seine Domain im Suchschlitz ein (nicht bei Google) und klickt danach in der Sidebar auf „Konkurrenzanalyse“. Jetzt sieht man unten eine Tabelle mit den Mitbewerbern. Dort selektiert man sich realistische Wettbewerber und klickt dann oberhalb auf „Keywords vergleichen“.

Findet ihr schon. Ihr werdet nun von einer Tabelle überrascht, in der alle Keywords „eurer“ Domain angezeigt werden. Ich finde es wichtig, dass es die Keywords meiner Domain sind, weil ich zu diesen auf jeden Fall schon Content besitze und mir keine Sorgen mehr darum machen muss. Werfen wir einen Blick auf die Tabelle.

Immer dann, wenn eine Zeile bei einem Mitbewerber grün ist, bin ich besser im Ranking und je grüner desto weiter vorne bin ich. Wird eine Farbe blass, sind die Differenzen im Ranking nur noch gering. Und wie man auf der Grafik auch sieht, färbt es sich richtig tief rot. Das ist für mich „Achtung“, denn hier ranke ich deutlich schlechter als mein Mitbewerber. Man kann die Farben schnell fehlinterpretieren wenn man nicht auch mal auf die Zahlen / Positionen schaut.

Je schlechter die Positionen für einen selbst werden, desto besser sind oft die vom Wettbewerber. Logisch, sonst wären die eigenen ja nicht schlecht. Ich habe mal eine Linie eingezeichnet ab der sich alles wendet. Unter der Linie beginnen für meinen Workflow sozusagen die Begriffe, die ich als nächstes optimieren würde.

Strategisch optimieren

Ein Begriff den ich nun beispielsweise pushen würde wäre die Breitrandschildkröte, oder eben die Köhlerschildkröte. Wobei ich hier auch strategisch vorgehe. Meine Seite passt da gut als Beispiel. Je näher ich mit einer Gattung (Schildkrötenart) am Wettbewerber bin desto mehr Priorität hat dieses Keyword für mich. Da werden sich einige Leser jetzt denken: „Ja logisch, ist dann halt auch leichter aufzuschließen.“. Mit diesem Gedanken hat man nicht Unrecht, aber ich führe den Gedanken eine Etappe weiter.

Je nach Zielgruppe ist die Strategie eine andere. Ich optimiere deshalb auf ein Keyword was nah am Wettbewerb ist, damit es schneller eine hohe Sichtbarkeit bekommt. Denn die Sichtbarkeit ist wichtig für meine Zielgruppe. Da meine Leser meistens in Foren unterwegs sind, will ich das man die Info-Seiten zu den Gattungen in Foren verbreitet. Je mehr Links ich organisch aus Foren gewinne, desto stärker wird meine Seite ja insgesamt. Und desto schneller kommen auch die ganz tiefen Rankings ohne meine Aktivitäten mit nach oben.

Versteht man was ich meine? Ich halte meinen Aufwand gering, in dem ich die Zielgruppe über die kürzesten Wege anspreche. Natürlich kann ich das auch mit einem Keyword auf Seite 9 in Google machen und dieses erst auf Seite 1 optimieren. Bis ich das aber habe, sind schon 10 andere Keywords vorne und erledigen den Rest. Daher bringt mir das nichts. Nicht nur an Links denken, ich rede hier nicht von Linkaufbau. Man kann ja schließlich auch Onsite Maßnahmen einleiten um bestimmte Rankings zu pushen. 🙂

Beim Workflow bleiben

Strategie soll aber nicht mein Thema sein, sondern Workflow. Ihr seht also, ich kann mit wenigen Klicks und einer Suchanfrage sofort wichtige Rankings erkennen, die ich zu optimieren habe. Viele Leute die ich kenne nutzen die Toolbox und andere Tools ganz anders. Sie geben nämlich einfach im Suchschlitz die Domain der Mitbewerber ein und schauen in den normalen Rankings was man jetzt auch mal eben optimieren könnte.

Ist eine schöne Idee, hat aber zur Folge dass ich nicht sofort sehe wie ich selbst ranke und im Vergleich mit mehreren Mitbewerbern abschneide. Ich kann außerdem nicht sehen ob ich das Keyword überhaupt schon habe. Eventuell befasse ich mich also mit Begriffen die für meine Seite ganz neu sind und somit noch viel mehr Ressourcen in Anspruch nehmen würden, als dies mit vorhandenen Rankings notwendig wäre. Irgendwann kommt man sicher an den Punkt wo man neue Begriffe recherchiert, aber bis dahin sollten die wichtigen vorhandenen Rankings gut gefestigt sein.

Fazit

Bitte münzt das Beispiel nicht auf jede eurer Seiten um. Es gibt genug Websites wo man nicht nach diesem Schema arbeiten kann. In einem Onlineshop zum Beispiel. Da kann man nicht immer auf neue Produkte (Content / Unterseiten) verzichten und erst die vorhandenen Sachen optimieren. Oft muss man da mit dem Markt mithalten und Content wird in kurzen Abständen produziert. Da muss man natürlich ein bisschen anders planen. Aber für Ratgeber, Infoseiten und viele andere Projekte ist das ein Workflow der sehr gut funktioniert.

Also, nochmal in Stichpunkten

  • Kurze Wege nach Vorne suchen
  • dadurch schnell Sichtbarkeit erhöhen
  • und die Zielgruppe / Communitys mitarbeiten lassen

Resultat

  • Insgesamt effektiver Rankings aufbauen

Und jetzt viel Spaß. Freue mich natürlich wie immer über eure Kommentare. Und hört auf immer Zeit in den Rankinglisten von Mitbewerbern zu verschenken. 🙂

Soeren
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.