ahrefs.com Test und Erfahrungen

Für mich ist ahrefs.com seit 2011 eines der besten Tools für Backlink-Analysen. Vielleicht sogar das beste, denn es ist das, was ich bis heute sehr aktiv nutze. Inzwischen ist ahrefs weit mehr als nur ein Backlink-Tool. Mit Rankingdaten uvm. ausgestattet. Im großen ahrefs.com Test zeige ich dir das Tool und schildere meine Erfahrungen.

Der ahrefs.com Test ist aufgebaut wie das Tool selbst. Ich werde mich Schritt für Schritt an der oberen Navigation durcharbeiten und immer den jeweiligen Menüpunkt im Detail behandeln. Es geht also mit dem Dashboard los und mit den Alerts dann weiter, bevor wir zum Hauptbereich, dem ahrefs Site Explorer kommen.

ahrefs Navigation Testbericht

Vorab noch kurz ein paar Informationen zum Preismodell. Ich verwende die Standard-Version und darauf bezieht sich auch der Inhalt des Testberichts.

Das Preismodell

Die Preise von ahrefs.com sind fair – soweit gleich vorweg. Für den Start kannst du dir eine Mitgliedschaft für 7 Tage buchen. Diese kostet nur 7 Dollar und gilt für die Lite- und Standard-Version. Die Lite-Version kostet sonst regulär 82 Dollar monatlich und die Standard-Version liegt bei 149 Dollar im Monat. Die Preise sind für Jahresmitgliedschaften. Wenn du monatlich buchen magst, musst du mit 99 USD und 179 USD rechnen. Also etwa 20% mehr.

Für ab 332 Dollar pro Monat bekommst du die Advanced Version. Da ändert sich vor allem, dass nun 3 Nutzer den Account verwenden können und die Daten im Tool werden täglich aktualisiert. Bei der Standardversion passiert das alle drei Tage. Zudem bekommst du neue und verlorene Backlinks täglich gezeigt. Wenn du bereit bist 832 Dollar monatlich auszugeben, kannst du diese Daten sogar stündlich bekommen, denn das geht in der Agency Version für bis zu 5 Nutzer.

Wie gesagt, mir reicht die Standardversion mit den Updates alle drei Tage. Damit ist das Tool bereits schneller als nahezu alles was wir am deutschen Markt haben. Noch dazu sind die Daten wesentlich umfangreicher und in der Aufbereitung vorbildlich.

Das Dashboard

10 Domains können direkt in ahrefs.com gespeichert und auf dem Dashboard abgebildet werden. Keine Sorge, abfragen kannst du beliebige Domains. Die gespeicherten Domains haben aber den Vorteil, dass du für diese auch manuell Rankings tracken kannst und Alerts nutzen kannst. Werfen wir einen Blick auf einen Eintrag auf auf dem Dashboard.

ahrefs Domain Dashbaord

Als Beispiel für den Testbericht werde ich meine Domain Nischenseite.de nehmen. Besonders bei Backlinks trete ich sonst vielleicht anderen Leuten auf die Füße, wenn ich einfach eine fremde Domain verwende. Zudem ist die Domain noch frisch und sehr wenig verlinkt. Da kann so ein Tool gut zeigen was es bei kleinen Domains ausliefert. Große Webseiten sind i.d.R. ja bei nahezu allen Tools gut bestückt.

Im ersten Teil der Informationen auf dem Dashboard siehst du ein Thumbnail der Seite und den Ahrefs Rank. Dieser Rank ist nicht vergleichbar mit Sichtbarkeit. Je kleiner der Wert wird, desto stärker ist die Seite insgesamt im Vergleich zu allen anderen Seiten die Ahrefs erfasst. Es ist also eine Art Toplist. Für die Bewertung einer Domain oder URL hat Ahrefs andere eigene Metriken.

URL Rating (UR)

Diese Metrik zeigt auf einer logarithmischen Skala die Stärke einer URL von 1 bis 100 an. Werte von 1 bis 30 sind entsprechend schneller und leichter erreicht, als etwa eine Steigerung von UR 70 auf 80. Das URL Rating korreliert lt. Angaben von Ahrefs am stärksten mit den Rankings der Zielseite in Google.

Domain Rating (DR)

Beim Domain Rating geht es um die stärke des gesamten Backlink-Profils einer Webseite. Auch diese wird auf einer Skala von 1 bis 100 angezeigt. Je höher der Wert, desto stärker ist die Seite. Backlinks von Webseiten mit einem hohen DR tragen mehr Gewicht.

Ziel im Linkaufbau sollte es also nicht nur sein viele Links aufzubauen, sondern vor allem aus Quellen mit einem guten Domain Rating. Faktoren wie Relevanz, Traffic etc. sind natürlich nicht zu vernachlässigen.

Weiter sind auf dem Dashboard in den letzten Spalten noch folgende Werte zu erfassen:

ahrefs Dashboard Daten

Referring Domains zeigt an, von wie vielen Domains die Webseite verlinkt wird. Die Anzahl der reinen Links wird über die Kennzahl Backlinks gezählt. Die jeweils grüne oder rote Zahl hinter der Kennzahl ist die Veränderung zum vorherigen Zeitraum. Bei mir ist das also im Vergleich zu den letzten drei Tagen.

Organic Keywords zeigt mir die Anzahl an Rankings in Google innerhalb der TOP 100 und verteilt auf die häufigsten Länder. Tracked Keywords zeigt mir an, wie sich die Veränderungen bei meinen manuell angelegten Keywords verhält.

All diese Daten sehen wir aber nachher im Site Explorer noch im Detail. 🙂

Über die kleinen Brief-Icons über den letzten beiden Spalten kannst du den Alert deaktivieren und aktivieren. Damit kommen wir auch zum nächsten wichtigen Punkt in Ahrefs.

Die Alerts

Insgesamt gibt es 3 Alerts in Ahrefs. Die meisten Nutzer übersehen aber die Sub Navigation und denken deshalb, Ahrefs hätte nur die Alerts für neue und verlorene Backlinks. Das ist schade, denn die anderen beiden sind ebenfalls klasse. Ich zeige dir jetzt alle drei Alert-Typen.

ahrefs alerts

Backlink Alerts

Die Backlink Alerts sind das, was du auf den Bild oben siehst. Hierbei geht es darum, dass du von Ahrefs wöchentlich eine E-Mail bekommst in der neue und verlorene Backlinks aufgelistet werden. So hast du gleich den Überblick ob jemand über deine Webseite berichtet und sie verlinkt. Und du kannst natürlich auch erkennen wo Links verloren wurden. Wenn du einen Schritt weiter denkst, legst du Alerts für Seiten deiner Wettbewerber an und bekommst von diesen immer die neuesten Links. Eventuell möchtest du aus den Quellen ja ebenfalls Backlinks.

Konfigurieren kannst du die Alerts immer über das Zahnrad am Zeilenende. Oder direkt beim Anlegen.

Alert bearbeiten

Ein Alert kann immer auf eine komplette Domain inkl. aller Subdomains eingestellt werden oder nur auf die Domain ohne Subdomains oder eben auf eine spezifische URL. Die E-Mails kannst du an bis zu 3 Empfänger senden. So ist es beispielsweise auch möglich direkt Alerts an die jeweiligen Projektbetreuer zu schicken oder an Kunden. Wobei ich bei Alert-Mails an Kunden immer vorsichtig wäre. Kann sich ein Kunde schon mal erschrecken.

Weiter kannst du hier einstellen ob du neue und verlorene Links oder nur verlorene, oder nur neue Links möchtest. Sende bitte keinen Alert mit ausschließlich verlorenen Links jede Woche an deinen Kunden.

Wenn dir der wöchentliche Intervall zu kurz ist, kannst du auch monatlich wählen. Ich finde monatlich jedoch zu selten. Besonders bei Links will ich so frühzeitig wie möglich informiert werden. Ich möchte auf Links reagieren. Bei Blogs möchte ich die Artikel meistens kommentieren und mich bedanken und vielleicht Ergänzungen anführen. Wenn es negative Kritiken sind, will ich die lieber gestern als morgen kennen.

New Keywords Alerts

Viel zu sagen gibt es zu diesem Alert nicht. Er ist aber sehr wichtig und muss unbedingt als erstes mit konfiguriert werden. Wenn du eine Domain ins Dashboard einträgst, werden auch die Alerts erstellt. Da ahrefs.com aber ein US-Tool ist, wird der Keyword-Alert auch standardmäßig auf US eingestellt.

New Keywords Alert

Damit du E-Mails mit neu gefundenen Rankings deiner Domain innerhalb der TOP 100 von Google bekommst, musst du das richtige Land wählen. In meinem Fall habe ich hier DE gewählt. Außerdem kannst du einstellen das du nur Keywords gemeldet bekommst welche ein bestimmtes Suchvolumen erreichen. Ich jedoch lasse mich gerne über alle neu gefundenen Rankings informieren. Wenn du ein neu gefundenes Keyword wichtig findest, kannst du es auch direkt ins manuelle Tracking übernehmen.

Mentions Alerts

Du möchtest wissen wenn ein bestimmtes Wort oder eine Phrase auf einer anderen Webseite erscheint. Ich habe es absichtlich nicht als Frage formuliert. 😉 Vielleicht kennst du die Google Alerts. Diese informieren dich immer dann, wenn neue Inhalte in Google zu bestimmten Begriffen und Phrasen erscheinen. Darüber hinaus willst du aber auch informiert sein, wenn eine Webseite über ein Thema berichtet und es vielleicht nicht in Google gelistet wird. Hier kommen die Mentions Alerts von Ahrefs ins Spiel.

Mentions Alerts

Ich habe zum Beispiel einen Alert der mich informiert, wenn irgendwo auf einer Webseite der Begriff Liegerad auftaucht. Ich könnte auch einstellen das ich es nur wissen will wenn der Begriff im Seitentitel vorkommt. Oder nur im Content. Den Intervall habe ich auf täglich gestellt, da es mir hier um frühzeitige Benachrichtigungen geht.

Mentions (Erwähnungen) möchte man aber beispielsweise auch zu seinem eigenen Vor- und Nachnamen wissen. Oder zu Marken die man selbst besitzt bzw. über Wettbewerber. Immer da, wo man das Potential sieht selbst reagieren zu müssen oder zu wollen, sollte man sich informieren lassen. Die Ahrefs Mentions Alerts sind für mich eine sinnvolle Ergänzung zu Google Alerts. Keinesfalls dienen sie als Ersatz / Alternative!

Damit verlassen wir nun die Alerts und kommen zum nächsten und größten Bereich im ahrefs Test: dem Site Explorer!

Der ahrefs Site Explorer

Der Site Explorer ist das Herzstück von ahrefs.com. In diesem Bereich spielt sich nahezu alles ab was du über eine Webseite wissen möchtest und wissen musst. Im Test zeige ich dir alle wichtigen Bereiche und Funktionen und gehe wie immer mit eigenen Worten auf diese ein. Zwischen den Zeilen lesen ist also sinnvoller als nur Bilder ansehen. Vorab hier noch der Blick auf die heutigen Statistiken vom Live-Index – beeindruckend!

Live Index Werte von ahrefs

In den Site Explorer gelangst du entweder über die Navigation oder indem du auf dem Dashboard auf eines deiner Projekte klickst. Sehen wir uns nun in Ruhe die Details für Nischenseite.de an.

Site Explorer Eingabemaske

Wir arbeiten uns nun gemeinsam durch alles durch, was der Site Explorer in der linksseitigen Navigation zu bieten hat, sowie durch alle Daten und Features in den anderen Bereichen.

Übersicht im Site Explorer

Beim ersten Kontakt mit Ahrefs kann es ziemlich erdrückend sein, wie viele Informationen dir geboten werden. Beginnen wir mit der Statusleiste. Diese erscheint als erstes und gibt dir einen schnellen Überblick über die Stärke der Domain.

ahrefs Statusleiste

Die einzelnen Werte solltest du bereits kennen, da ich dir diese im Bereich Dashboard im Ahrefs Test bereits erläutert habe.

Im nächsten Schritt kommen Charts die dir die Entwicklung vom Linkprofil zeigen, oder aber auch die der Rankings. Je nach Tab in dem du dich befindest. Beginnen wir zunächst mit der Entwicklung des Linkprofils.

Entwicklung der Backlinks

Du siehst im ersten rot eingerahmten Chart (blaue Kurven) die Entwicklung der Domainpopularität der Webseite. In dem Fall steigt die Anzahl der verlinkenden Domains immer weiter.

Auf dem zweiten Chart (orange Kurve) siehst du die Anzahl der einzigartigen Seiten (dies können mehrere pro Domain sein) die auf eine URL von Nischenseite.de verweisen. Du siehst, da gab es zwischendurch mal einen deutlichen Anstieg. Dieser entstand als ich das Projekt sitewide auf eisy.eu verlinkt hatte. Dann hatte ich den Link wieder entfernt und die Kurve wurde kleiner. Inzwischen ist der Link wieder drin. Was auch erneut zu einem Anstieg führt.

Entwicklungskurven der Backlinks

Die nächsten beiden Charts zeigen dir nun die Entwicklung neuer und verlorener Backlinks. Zum einen im ersten Chart bezogen auf die Referring Domains und im zweiten Chart auf die Backlinks generell. Im zweiten Chart wird farblich auch noch zwischen Follow- und Nofollow-Links sowie Redirects unterschieden.

Neue und verlorene Backlinks

Als letztes bekommst du auf der Übersichtsseite im Site Explorer noch eine Grafik mit Weltkarte, wo du die Verteilung nach Domainendung ansehen kannst. Danach folgen noch zwei Listen mit den häufigsten Linktexten. Speziell diese schauen wir uns aber nachher im Verlauf vom ahrefs Test noch im Detail an.

Jetzt hat die Übersicht aber auch noch rechtsseitig eine Navigation zu bieten. Hier kannst du Werte nach Fresh- und Live-Index ansehen und jederzeit wechseln.

Live vs. Fresh Index

Generell sei gesagt, Ahrefs aktualisiert die Backlinkdaten im Tool alle 15 bis 30 Minuten. Diese permanent aktuellen Daten bietet dir der Live-Index. Im Live-Index sind all die Backlinks drin, die kürzlich gecrawlt wurden und definitiv noch online sind.

Der Fresh-Index ist größer, aber kann auch tote Links oder zuletzt nicht frisch gecrawlte Links beinhalten. In diesem Index sind die Werte bis zu 90 Tage alt. Links die über diesen Zeitraum hinweg nicht erneut gefunden werden konnten, fallen also komplett aus ahrefs.com raus.

Du kannst also in deiner Arbeit mit ahrefs.com darauf vertrauen, maximal mit 90 Tage alten Werten rechnen zu müssen. Deshalb macht dieses Werkzeug in meinen Augen auch so viel Freude! Hier eine Gegenüberstellung der Nischenseite.de Werte von Live- und Fresh-Index.

Live und Fresh Index in ahrefs

Der Live-Index ist also generell kleiner. Die Charts in ahrefs.com basieren nahezu immer auf dem Live-Index damit die Entwicklung nie auf eventuell nicht mehr realen Daten dargestellt wird.

Steigen wir nun in die Tiefe des Site Explorers ein und schauen uns Backlinkdaten der Domain mal genauer an.

Backlink Übersicht

Möchtest du über ein Linkprofil urteilen, musst du die kompletten Daten ansehen. Das beginnt in der Übersicht aller Backlinks. Hier gruppiere ich mir im ersten Moment die Links so, dass ich jede Domain nur 1x angezeigt bekomme. Denn ich kann dann immer noch auf jeden einzelnen Link pro Domain zugreifen. Es macht es aber übersichtlicher.

Es gibt zudem oben drei weitere Filter:

  • Link Type: Follow, Nofollow, Redirect etc.
  • Plattform: WordPress, Blogs, E-Commerce, Wiki etc.
  • Sprache: Deutsch, Englisch, Norwegisch usw.

Diese Filter erleichtern dir Analysen wenn du schon weißt nach was du suchst. Also wenn du nur die Links aus englischsprachigen Umfeld suchst. Oder nur Links von russischen Seiten, weil du ggf. Opfer einer SPAM-Link Attacke wurdest und alle Links sammeln möchtest, um diese dann in deiner Disavow-Datei zu entwerten.

Linkübersicht in ahrefs

Ahrefs.com zeigt dir in der Spalte Anchor and Backlink auch immer einen Auszug des Textes an, in dessen der Link zu deiner Domain integriert ist. Natürlich nur dann wenn es kein Banner etc. ist sondern ein Link im Fließtext. Ist ein Link durchgestrichen, ist es ein Nofollow-Link.

Bild-Links werden immer mit Image gekennzeichnet. Hier mal ein tolles Beispiel was noch mehr Fälle vereint.

Bild-Link und Redirect-Kette

Es handelt sich um ein verlinktes Bild – in dem Fall ein Banner. Das Alt-Attribut vom Bild ist eisy. Der Link ist Nofollow und kommt über zwei Weiterleitungen bei mir an. Zunächst verlinkt der Blogger über ein eigenes Plugin etc. auf seinen Affiliate-Link. Dies ist dann die digistore24.com Adresse. Diese leitet dann im zweiten Schritt erst auf meine Nischenseite.de.

Das ist in Ordnung, wird aber bei einigen anderen Tools entweder gar nicht angezeigt oder nicht so detailiert aufgelöst.

Nun siehst du, dass hinter den grünen URLs auch ein Pfeil-Symbol ist. Damit kannst du schnell die wichtigsten Werte einer Domain anzeigen lassen. Ich zeige dir das hier mal am Beispiel einer Linkquelle.

Linkdetails

Im unteren Bereich des Overlay sieht du die Statistik zur Quelle. Oberhalb kannst du dann bei Bedarf direkt in die jeweilige Tiefenanalyse einsteigen. Ich finde das praktisch, da ich mir dann meist noch die Backlinks meiner Linkquellen im neuen Tab öffne und so der Reihe nach alle Quellen analysiere und mir möglichst weitere eigene Linkquellen suche.

Neue Backlinks finden

In der linksseitigen Navigation von Ahrefs gehen wir nun auf den Punkt New im Bereich der Backlinks. Dort finden wir die neu entdeckten Links. Oberhalb wird ein Kalender angezeigt. In diesem Kalender siehst du anhand der kleinen grünen Zahlen auf den Tagen, ob und wie viele neue Links gefunden wurden. Den Zeitraum kannst du selbst wählen.

Neue Links im Kalender

Unter dem Kalender befinden sich dann alle im gewählten Zeitraum neu gefundenen Links. Neue Links bedeutet nicht, dass es sich auch um einen vollständig neuen Backlink in einem neuen Inhalt handelt. Es heisst nur, dass ahrefs.com diesen Link an dieser Position zum ersten Mal findet. Oft sind es jedoch auch vollständig neue Links.

Neu gefundener Link

Wie eben bereits gezeigt, können zu dem Link auch die Details abgefragt werden und wir erkennen sofort das Linkziel und ggf. Redirects über die der Link von der Quelle zum Ziel führt.

Ganz rechts außen ist die Spalte Similar und ein kleines Feld. Wenn du dieses öffnest, werden dir – in diesem Fall – weitere 75 URLs auf dieser Domain gezeigt, auf denen der Link gefunden wurde.

Verlorene Backlinks

Exakt so, wie es bei den neu gewonnenen Links ist, verhält es sich auch mit verlorenen Links. Es gibt den Kalender um den Zeitraum zu wählen. Dann folgt die Auflistung der weggefallenen Links. Ich zeige dies mal anhand eines Beispiels, weil auch hier wieder Informationen stehen warum ein Link weg ist.

Verlorener Link

Bei diesem Beispiel sieht man, dass die Linkquelle nicht mehr existiert und via 301 Redirect woanders hinführt. Dennoch zeigt mir Ahrefs.com noch an wo der Link war und in welcher Form er integriert war. Wenn man die URL aktuell aufruft leitet sie auf eine komplett andere Domain um. Das Projekt als solches gibt es nicht mehr. In dem Fall brauche ich auch nicht probieren den Link wiederherstellen zu lassen.

Broken Links

Eine richtig wertvolle Funktion ist die, mit der du dir Links auf tote Seiten anzeigen lassen kannst. Hier sehe ich alle Links die zu Nischenseite.de führen, aber als Ziel eine URL haben die es nicht mehr gibt. Externe Quellen verlinken entsprechend auf eine 404-Seite.

Tote Links

Der Umgang mit solchen Links sollte einfach sein. Ich empfehle dir, die Linkziele dann auf ein neues Ziel umzuleiten sofern es eines gibt. Wenn nicht, kannst du die alte URL auch zur Startseite führen. Die URLs auf dem Screenshot leite ich seit heute zum Beispiel auf die Startseite. So kommt dem Projekt jeder externe Link wieder zugute. Wenn ahrefs nach dem Test die Quellen erneut crawlt, sollten diese Links wieder regulär erscheinen, aber auf den Redirect wird dann hingewiesen.

Referring Domains Übersicht

Wie bei Backlinks, so hat ahrefs.com auch für die verlinkenden Domains eine Übersicht. Hier werden alle Domains aufgelistet von denen Backlinks zu meinem Projekt existieren. Die Ansicht ist etwas übersichtlicher als bei der Backlink-Übersicht. Ich persönlich arbeite tatsächlich häufiger mit dieser hier.

Wenn ich wissen will wo die Links auf einer Domain genau sind, öffne ich die Linkliste in der Spalte Backlinks. Ich habe das mal bei der Domain eisy.eu gemacht. Weiter sehe ich in der Übersicht auch die Anzahl an Dofollow-Links sowie das DR (Domain Rating) der Quelle und den Ahrefs-Rank.

Referring Domains

Die Liste mit den Links zur jeweiligen Quelle ist dann wieder so aufgebaut wie man es bei der Backlink-Übersicht kennt. Wie auf dem Screenshot zu sehen, handelt es sich bei einem Backlink um einen Redirect.

Für die verweisenden Domains gibt es auch wieder die Übersichten für neue und verlorene Domains. Weil sich das vom Prinzip jedoch mit den Backlinks gleicht, spare ich dir diese Wiederholung hier im Testbericht. 🙂

Linktexte

Die Linktexte für deine eigene Domain solltest du immer im Auge behalten. Aber auch für die Wettbewerbsanalyse sind diese Daten interessiert. Wenn du dich bei einem Wettbewerber zum Beispiel wunderst warum dieser zu Begriff XY so gut rankt, dann schau durchaus mal im Linkprofil nach allen Links, die diesen Begriff als Linktext (Anchor) besitzen. Oft wirst du erstaunt sein was dabei ans Tageslicht kommt.

Für deine eigenen Seiten ist es u.a. wichtig zu beobachten, damit dein Linkprofil nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Sicher kennst du bereits das Google Pinguin Update und weißt deshalb vielleicht auch, dass Linktexte einen Einfluss auf den Erfolg und Misserfolg von Rankings haben können. Unnatürliche Linktexte rufen schnell eine automatische Abstrafung durch Google hervor. Vermeide diese indem du deine Links genau kennst.

Linktexte im Detail

Oberhalb der Tabelle kannst du auch Filter für die Anzahl der Wörter im Linktext nutzen. Du bekommst stets eine Tabelle mit allen gefundenen Linktexten. In der letzten Spalte kannst du dir dann die Details anzeigen lassen. Wenn du dort klickst, hast du anschließend die Wahl zwischen Referring Domains und Snippets. Von dort aus gelangst du dann jeweils durch einen weiteren Klick zur Anzeige des direkten Links.

Die besten verweisenden Inhalte

Toll finde ich die Funktion “Top referring content”. Der nächste Punkt in der Navigation vom Ahrefs Site Explorer. Hierbei geht es darum, herauszufinden was die besten Inhalte sind, von denen auf meine Webseite verwiesen wird. Dafür stellt Ahrefs.com diverse Metriken zur Verfügung. Sortieren muss man am Ende aber selbst. Ich finde es zum Beispiel interessant zu sehen, welche Inhalte nach Anzahl der Social Signals die besten im Linkprofil sind.

top verweisende Inhalte

Was bringt mir diese Erkenntnis? Nun, sicher tickt da jeder anders. Ich weiß aber gerne die sozialen Signale von Linkquellen, da ich bei einer hohen Anzahl an Shares, Likes und Tweets u.a. davon ausgehen darf, dass die Quelle auch viele Besucher exakt auf diesem Inhalt hat / hatte. Wenn ich darin verlinkt bin, muss es also auch Traffic gebracht haben.

Ich kann also einen Vergleich in meinen Analytics-Daten erstellen. Hat die Quelle gute Social Signals aber ich bekomme keinen Traffic, ist die Integration meines Links entweder nicht korrekt oder schlichtweg nicht gut. Und ein Link ohne Traffic ist für mich weniger als die halbe Miete.

Links nach IP-Adressen

Spannend ist auch, wie viele Links von welchen IP-Adressen kommen. Vor allem ist das wieder bei Wettbewerbsanalysen wichtig. Wir alle wissen ja, dass es genug Seitenbetreiber gibt die ihr eigenes Netzwerk nutzen um darin befindliche Seiten zu stärken. Nicht selten sind Leute in ihrer Vorgehensweise dabei so naiv und haben richtig viele Domains auf einer IP-Adresse oder zumindest in einem Class C Netzwerk, also einer IP-Gruppe.

Diese Dinge findest du mit ahrefs.com schnell heraus. Ich möchte dir hier nur wieder mit einem Screenshot kurz zeigen wie das dann aussieht.

Links nach IP

Der Screenshot zeigt, dass von der ersten IP insgesamt 4 Domains auf meine Webseite verlinken. Wenn ich die öffne, sehe ich erstmal das es sich um 4 unterschiedliche IP-Adressen handelt die aber alle im gleichen Netzwerk liegen. Dort kann ich nun jede einzelne öffnen und bekomme die Domain angezeigt. Alles weitere ist dir bereits bekannt. 🙂

Damit sind wir im Site Explorer nun durch den Bereich durch, bei dem es um extern eingehende Links geht. Also die klassischen Backlinks. Im nächsten Abschnitt wirst du nun etwas kennenlernen, was noch gar nicht so lange in ahrefs.com vorhanden ist. Die Rankingdaten einer Domain.

Organic Keywords / Rankingdaten

Was einst nur ein Backlink-Tool war, ist heute immer mehr auf dem Weg zu einem Allrounder. Ahrefs hat im Site Explorer seit einiger Zeit auch Rankingdaten drin. Weltweit. Und die Daten können sich auch für Deutschland sehen lassen.

Machen wir doch einen kurzen Vergleich für die Rankingdaten der Domain Nischenseite.de.

Anbieter Anzahl der Rankings
ahrefs.com 139
metrics tools 92
SISTRIX Toolbox 244

Wenn jemand noch Daten aus anderen Tools anbieten möchte, gerne in den Kommentaren schreiben. Für ein Backlink-Tool sind das aber schon gute Werte. Zudem lassen sich zusätzlich noch manuelle Keywords tracken.

Legen wir wieder los. Im linksseitigen Menü von ahrefs.com geht es jetzt mit dem Punkt Organic Keywords weiter. Dort gibt es zunächst die Übersicht über alle Rankings die gefunden wurden. Oberhalb sind wieder Filtermöglichkeiten. Direkt darunter kann das Land gewählt werden. Es ist immer das Land mit den meisten Treffern als Standard ausgewählt.

Organische Keywords

Die Spalte Traffic ist immer die, nach der die Daten als erstes sortiert sind. Es handelt sich hierbei um eine Kalkulation auf Basis vom Suchvolumen und der Position in Google. Angezeigt wird der wahrscheinliche monatliche Traffic in der aktuellen Situation. Da jetzt der Begriff Nischenseite oder Nischenseite erstellen fehlt – ich zu diesen Begriffen aber gute Positionen habe, sieht es mit den Prognosen natürlich düster aus. 😉

Wenn ich auf das kleine Statistik-Icon hinter der Position klicke, öffnet sich ein Chart mit dem Rankingverlauf. Diese Daten sind in meinem Standard-Account begrenzt. Reichen aber für mich vollkommen aus, da ich eine längerfristige Historie im Grunde nicht brauche.

Rankingverlauf in ahrefs

Neue Keywords / Rankings

Der nächste Menüpunkt zeigt mir die neu gefundenen Rankings für meine Domain. Je nach Account funktioniert das entweder für ab in den TOP 50 oder bereits ab TOP 100. Bei mir ist es ab TOP 50. Ich bekomme also, sobald ein neuer Begriff mit meiner Webseite in den TOP 50 in Google rankt, einen Eintrag in dieser Liste. Dabei spielt es keine Rolle ob das Ranking vorher außerhalb der TOP 100 war oder nur außerhalb der TOP 50. Und so sieht es dann aus.

Neue Keywords

Linkaufbau hat ein monatliches Suchvolumen von 390. Meine Webseite war bisher außerhalb der TOP 100 und ist jetzt auf Platz 41. Beim 3. Ergebnis siehst du auch, dass mir auch Einstiege aus den TOP 100 in die TOP 50 als neu angezeigt werden. Hier ging es von Platz 63 vor auf 41.

Ranking-Bewegungen

Du willst nicht nur wissen was an neuen Rankings da ist oder wo welche URL sich zu einem Keyword befindet. Es ist auch wichtig spezielle Bewegungen im Blick zu haben. Unter dem Menüpunkt Movements kannst du dir wichtige Ranking-Veränderungen direkt ansehen.

Ranking Bewegungen

Das tolle ist jetzt: du siehst hier die Veränderungen nach Tagen gebündelt. Und kannst jeden Tag reinschauen und dir neue Ergebnisse anzeigen lassen. Natürlich siehst du auch wieder das Suchvolumen, die Zielseite etc.

TOP Seiten im Ranking

Im Bereich der Organic Search Analyse gibt es den Punkt TOP Pages. Dieser zeigt an, welche URLs einer Domain die meisten und besten Rankings haben und wie viel Traffic geschätzt monatlich auf diesen Seiten ankommt. Über die gewohnte Filterleiste kannst du mit Von-Bis-Werten die Datensätze ausdünnen.

TOP Seiten im Ranking

Über die Spalte Keywords kannst du dir jederzeit alle Begriffe anzeigen lassen, zu denen eine URL in deinem Projekt rankt. Dies sieht dann wie folgt aus.

Alle Rankings einer URL

Natürlich kannst du solche Abfragen auch für beliebig andere Domains machen, nicht nur für deine eigenen.

Konkurrierende Domains

Im Bereich Competing Domains findest du eine Liste aller Domains, die basierend auf ihren Rankings in Konkurrenz zu deiner Webseite stehen. Dabei kannst du sehen wie viele Rankings deine Domain hat, die andere Seiten nicht haben (Spalte 1). In Spalte 2 siehst du die gemeinsam vorhandenen Rankings und in Spalte 3 dann jene, die nur die konkurrierende Domain hat.

Konkurrierende Domains

Schauen wir uns im nächsten Schritt an, was für Rankings der aufgeführte ebookschreiben-blog.com hat, die Nischenseite.de nicht hat. Dazu brauche ich nur in Spalte 3 auf die Anzahl der Rankings klicken. Gleichzeitig komme ich dabei im Menü in die nächste Funktion: Content gap!

Content Gap / Inhaltslücke

Lückenhafte Inhalte gibt es immer. Aber es ist schön, wenn man solch eine Lücke direkt angezeigt bekommen kann. Die Funktion Content Gap in ahrefs.com beginnt mit einer Eingabemaske.

Content Gap

In diese gebe ich die URLs / Domains ein, von denen ich alle Rankings angezeigt bekommen möchte, die meine Domain in dem Fall nicht hat. Meine muss ich im zweiten Teil der Maske eintragen. Danach kommt die Auflistung als Tabelle.

Rankings die ich nicht habe

Konkurrierende Seiten / URLs

Die Funktion finde ich toll und habe ich bisher noch in keinem anderen Tool bewusst wahrgenommen. Statt nur auf konkurrierende Domains zu schauen, sollte man diesen Prozess ruhig auch auf URL-Ebene runterbrechen. Ahrefs.com bietet das mit der Funktion Competing Pages.

Wie bei den Domains, wird auch hier wieder eine Tabelle aufgeführt.

Competing Pages

Die farbigen Balken signalisieren übrigens die Verteilung. Je mehr blau, desto mehr unique Rankings hat meine Seite. Je mehr gelb, desto besser ist die Konkurrenz. Und grün signalisiert die gemeinsamen Rankings.

Welche Rankings das jeweils sind, kannst du dir erneut durch einen Klick auf die Zahlenwerte anzeigen lassen. Du springst dann automatisch wieder in den Bereich Content Gap und kannst deine Auswertung vornehmen.

Damit sind wir nun auch im Bereich Organic Search am Ende angekommen. Im nächsten Segment geht es um Seiten innerhalb einer Domain. Schön, dass du noch immer dabei bist. 🙂

Pages / Seiten

Dieser Abschnitt besteht in ahrefs.com aus vier verschiedenen Toplisten. Es geht los mit einer Tabelle in der die am meisten extern verlinkten Seiten angezeigt werden.

Beste Seiten nach Links

Im nächsten Abschnitt geht es um die besten Seiten gemessen am Linkwachstum. Diese Funktion ist sehr wichtig und nicht zu unterschätzen. Du kannst dort für jede beliebige Domain abfragen, welche URLs welches Wachstum in den letzten 24 Stunden, 7 Tagen und 30 Tagen hatten. Solche Informationen sind wertvoll, wenn du Bereiche bei Wettbewerbern ausfindig machen willst, die diese derzeit besonders aktiv pushen!

Linkwachstum Seiten

Der dritte Abschnitt ist eine Topliste nach besten Seiten gemessen nach Shares. Also anhand der Social Signals die URLs einer Webseite bekommen. Auch diese Daten sind sehr sinnvoll, weil du hier analysieren kannst welcher Content am besten in Facebook & Co. funktioniert.

Die besten nach Shares

Zuletzt gibt es im Bereich “Pages” noch den Abschnitt der Top Inhalte. Dort zeigt ahrefs.com die URLs an, die am besten in den führenden fünf sozialen Netzwerken zu finden sind.

TOP Content

Ausgehende Links

Nachdem wir bereits die von extern eingehenden Links ausführlich besprochen haben, möchte ich kurz vor Ende vom ahrefs Test noch auf die ausgehenden Links eingehen. Dies sind all die Links, auf die ich von Nischenseite.de aus verweise. Diese Links sollte man von seinen eigenen Projekten bestenfalls kennen. Wenn einem darin mal ein Link komisch vorkommt, kann man zum Glück genau nachsehen wo er platziert ist. So findest du auch im Quellcode versteckte Links die du sonst nicht siehst. 😉

Ausgehende Links als Liste

Die Details zu den Zielseiten kannst du dir natürlich wieder mit einem Klick auf das Icon in der Spalte Outgoing Links anzeigen lassen.

Ausgehende Linktexte

Im Bereich Anchor findest du eine Liste aller Linktexte die deine ausgehenden Links haben. So siehst du schnell mit welchen Anchor Text du am häufigsten Verweise erstellst.

Linktexte ausgehender Links

Broken Links

Defekte ausgehende Links sind immer ärgerlich. Auf deinen eigenen Projekten möchtest du solche Links nach Möglichkeit finden und vermeiden. Dafür stellt dir ahrefs.com die passende Funktion zur Verfügung. Du findest alle ausgehenden Links, die auf eine 404-Seite oder Seite mit anderem Fehlercode führen.

Broken Links finden

Bedenke, wenn du bei anderen Webseiten nach Broken Links suchst, kannst du diese für deinen eigenen Linkaufbau verwenden. Du könntest zu einem defekten Linkziel passend, auf deiner Domain einen sinnvollen Inhalt erstellen. Diesen gibst du dann dem anderen Seitenbetreiber als Link, damit er den defekten Verweis durch einen Verweis zu deiner Webseite austauscht. Dies ist für den Seitenbetreiber eine Erleichterung und für dich ein guter Gewinn in Form eines neuen Links.

Für diesen Bereich muss ich die Domain wechseln, da ich mit Nischenseite.de keinerlei Aktivitäten in Google AdWords habe. Ich habe generell keine Domains die ich darüber bewerbe, deshalb nehme ich einfach eine fremde Domain als Beispiel. Check24.de muss herhalten.

Paid Search

Der Bereich Paid Search ist noch übersichtlich. Es geht los mit einer Übersicht aller Keywords, zu denen Anzeigen in Google AdWords gefunden wurden. In der Tabelle wird u.a. auch die Vorschau der Anzeige gezeigt, sowie durch ein Icon, an welcher Position sich diese befindet. Was natürlich auch spannend ist, die URL zu der die Anzeige nach einem Klick führt.

Als nächstes gibt es eine Übersicht mit den TOP Ads, also den Anzeigen die am häufigsten verwendet werden. Dazu kann man sich die Anzeige selbst ansehen, aber auch die Keywords abrufen zu denen diese rankt.

Top Ads

Und dann wären da noch die beliebtesten Landing Pages. Also alle Seiten, auf die Anzeigen verweisen. Natürlich möchte man das vor allem als Wettbewerber wissen.

Top Landing Pages

Welche Anzeigen es sind, die auf die TOP Landing Pages verweisen, oder welche Keywords das jeweils sind, kannst du wieder über die jeweiligen Spalten abrufen.

Damit ist der Site Explorer in ahrefs.com komplett. Keineswegs jedoch ist jetzt der Test bereits vorbei. Es kommen noch weitere Features die in der oberen Navigation in ahrefs.com verlinkt sind. Das wären der Content Explorer und der Keyword Explorer. Keine Sorge, beide Bereiche sind ziemlich schlank aber nützlich.

Content Explorer

Mit dem Content Explorer bekommst du ein Werkzeug, dass dir die beliebtesten Inhalte im Netz zu einem Thema deiner Wahl zeigt. Weil es passt, nehme ich den Begriff Suchmaschinenoptimierung einfach als Beispiel. Ich möchte erstmal alle Inhalte grundsätzlich haben.

Content Explorer

Die ersten Ergebnisse die im Content Explorer angezeigt werden, sind meistens nicht hilfreich, da diese Ergebnisse u.a. auf sehr alten Daten basieren. Deshalb solltest du direkt danach die Filter verwenden. Dabei kannst du auch das Datum einstellen.

Datumsbereich im Content Explorer

Im Fall vom Begriff Suchmaschinenoptimierung reicht es, wenn ich die letzte und aktuelle Woche nehme. Die Ergebnisse sind dann bereits sehr hilfreich.

Ergebnisse im Content Explorer

Es sind alles Inhalte die in den letzten Tagen frisch erstellt und über soziale Netzwerke geteilt wurden. In welcher Reihenfolge du die Treffer möchtest, kannst du oberhalb der Liste sortieren.

Content Explorer Sortierung

Der Content Explorer ist zwar kein großes Ding – zumindest für uns als Nutzer – aber er hilft uns, besonders beliebte und neue Inhalte zu bestimmten Themen zu finden. Wie man dies in seinem Workflow einsetzt bzw. für was man ihn nutzt, ist dabei natürlich vollkommen offen.

Keyword Explorer

Der Keyword-Explorer ist ein tolles Werkzeug für Keyword-Recherchen. Du kannst beliebige Begriffe eingeben und dann ähnliche Begriffe finden, oder weitere Begriffe die deinen Begriff beinhalten.

Keyword Explorer

Nach dem ersten Klick kommt eine Übersicht, die wahrscheinlich Ernüchterung hervorruft. 😉 Das Gefühl kenne ich. Denn es sieht wie folgt aus.

Freie Fläche im Keyword Explorer

Der ganze schöne Platz könnte eigentlich direkt genutzt werden. Dort könnte man zum Beispiel alle Keywords anzeigen, die erscheinen wenn man auf den Menüpunkt “All keywords” klickt. Schließlich kommt dort genau das was Nutzer möchten. Es könnte also auch als Default Einstellung verwendet werden.

Schauen wir uns die Keywords jetzt an.

Alle Keywords

Suchvolumen und CPC kennst du ja mit Sicherheit aus dem Google Keyword Planner. Bei ahrefs.com werden diese Ergebnisse aber noch weiter angereichert. Wenn du den Button SERP klickst, werden die aktuellen Treffer in den Google TOP10 angezeigt. Zu diesen Treffern siehst du direkt noch wichtige KPI wie Backlinks, Social Signals usw. Dadurch kannst du deinen Wettbewerb noch besser einschätzen.

Ich finde den Keyword-Explorer sehr wertvoll. Mit seinen eigenen Filtern ist er für mich sinnvoller als die Google Tools. Die Daten können natürlich auch hier immer exportiert und extern weiterverarbeitet werden. Schauen wir uns jetzt noch ein paar weitere kleine Tools von ahrefs.com an.

Weitere ahrefs Tools

In der oberen Navigation von ahrefs.com findest du den Punkt Tools. Dort verstecken sich noch weitere Werkzeuge. Du kannst da auch die API-Dokumentation finden und Addons, in die du die ahrefs.com Daten integrieren kannst. Diese Informationen sieh dir aber bitte selbst an. Ich möchte noch auf die direkt in ahrefs.com nutzbaren Werkzeuge eingehen.

Weitere kleine Tools

Domainvergleich

Die erste kleine Funktion ist der Domainvergleich. Hier kannst du bis zu 5 Domains direkt vergleichen.

domainvergleich

Freu dich nicht zu früh, die Daten gehen noch weiter. 🙂

Torten im Vergleich

Ganz am Ende vom Vergleich kannst du dir noch die Verlaufsgrafiken von Link-Entwicklung etc. ansehen. So gewinnst du schnell einen Überblick darüber, welche deine Wettbewerber wie schnell neue Links etc. aufbauen.

Linkentwicklung im Vergleich

Link Intersect – Linkvorteile verringern

Link Intersect ist ein cooles Feature um Linkquellen zu finden. Aber nicht nur irgendwelche Quellen, sondern Quellen aus dem direkten Umfeld deiner Wettbewerber.

Link Intersect

Nachfolgend eine Tabelle mit Linkquellen, die auf alle dort im Tabellenkopf gezeigten Seiten verlinken, aber nicht auf die Domain metrics-tool.de verweisen. Dies wären potentielle Quellen für Metrics, um sich Links zu besorgen von Seiten, wo Wettbewerber bereits erwähnt sind.

Linkquellen für Metrics Tools

Vor allem die Quellen, die auf mehrere Wettbewerber gleichzeitig verweisen, sind oft recht einfache Quellen um auch selbst einen Link zu bekommen. Daher würde ich jedem Seitenbetreiber empfehlen, diese Funktion regelmäßig zu verwenden, wenn es darum geht sich neue Links aufzubauen.

Fazit

Ich weiß, der ahrefs.com Test ist äußerst umfangreich. Mir bleibt nur die Hoffnung, dass ich dir ein gutes Bild über das Werkzeug verschaffen konnte. Meine Erfahrungen mit ahrefs sind wie gesagt seit 2011 sehr positiv.

179 Dollar monatlich sind zwar eine stolze Summe, hier passt das Preis- / Leistungsverhältnis. Die Limits sind großzügig und die Anzahl an Features ist groß. Wer das Tool noch von vor ein paar Jahren in Erinnerung hat und es deshalb mit Majestic SEO vergleicht, den kann ich beruhigen, es ist inzwischen viel, viel ausgereifter und umfangreicher als der gern erwähnte Wettbewerber.

Probier es aus, ich wünsche dir viel Spaß damit. Es wäre mir eine große Freude wenn du den Testbericht teilen und somit weiterempfehlen würdest. Mit über 11 Stunden Arbeit die ich ich investiert habe, wäre das ein rießen Dank! 🙂 Über Kommentare freue ich mich ebenso!

Posted by Soeren

Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

  1. Hallo Eisy,

    Tolle Zusammenfassung eines grandiosen Tools.

    Btw: Du hast 113 Rankings in Xovi für nischenseite.de

    Gruss
    Ralf

    Antworten

    1. Hey Ralf,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Ergänzung. Werde ich im Bericht natürlich noch mit aufnehmen. 🙂

      Antworten

  2. Hey Soeren,

    danke für den tollen Artikel. Ich nutze ahrefs auch gerne, habe aber erst durch diesen Artikel die Möglichkeiten erst richtig erkannt.

    Gruß,

    Kai

    Antworten

  3. Hey Sören, vielen Dank für diesen monströs guten Testberichte. Hab mir den Brocken extra fürs Wochenende aufgehoben. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Zeit du tatsächlich in den Artikel gesteckt hast. Fühlt sich jedenfalls nach wesentlich mehr als 11h an. Egal wieviele Stunden es waren: jede einzelne hat sich gelohnt! All meine bisher offenen Fragen zu ahrefs.com sind beantwortet. Mal schauen wie sich das Tool im Rakingbereich gegen Sistrix schlägt. Der Share des Berichts versteht sich von selbst – done!

    Antworten

  4. Hey Eisy,

    Klasse Bericht. Nutze aktuell Majestic. Hier kann man zumindest mal vorher ein wenig testen. Ahrefs sieht sehr gut aus. Nur schade, dass es nur mit einer 7 Tage Testphase geht.

    Grüße
    Thomas

    Antworten

    1. Hey Thomas,

      ja, die kurze Testphase ist etwas ungewohnt und lässt man sich auch bezahlen. Allerdings lohnt es sich. Du wärst nicht der erste, der nach zwei, drei Wochen gar nicht mehr weiß das es Majestic auch noch gibt. 😉

      Beste Grüße
      Soeren

      Antworten

  5. Patrick Schäfer 30. Oktober 2016 at 9:46

    Hi Sören,
    wirklich ein wahnsinnig guter Artikel. Nutze ahrefs zwar nur in der kostenlosen Version aber für einen schnellen Überblick der eigenen oder auch der Website von Konkurrenten einfach ein super Tool. Besonders das mit den Alerts zu speziellen Begriffen ist eine super Sache um auf dem neuesten Stand in der jeweiligen Nische zu bleiben. Wenn meine Projekte noch weiter wachsen ist ahrefs auf jeden Fall mein Tool der Wahl für Tracking von Keywords und Backlinks. Danke. Gruß, Patrick

    Antworten

  6. Vielen Dank für diesen super Artikel! Wenn man zu Beginn den Preis liest zuckt man erstmal zusammen. Wenn man aber dann sieht was das Tool alles kann ist der Preis mehr als gerechtfertigt.

    Antworten

    1. Hey Kenny,

      es ist auf jeden Fall ein sehr preiswertes Werkzeug, wenngleich die Kosten in der Summe auch etwas hoch erscheinen. 🙂

      Antworten

  7. Danke, super Artikel! Bin mit Ahrefs auch total zufrieden.

    Antworten

  8. Ich nutze a hrefs auch schon seit 2-3 Jahren, aber erst seit einigen Monaten in der teuren Variante (Advanced Loyal), in der man aber viele Zusatzinfos bekommen. zB Rankings nicht nur bis Pos 10 sondern die Top50.
    Das Keywordtool ist recht neu und aus meiner Sicht sehr praktisch. Ich hatte vorher noch semrush gebucht, aber das konnte ich mir jetzt einsparen. Die Anzahl der Keywords für den deutschen Markt ist wirklich sehr umfangreich.

    Antworten

  9. Wir waren vorher bei Majestic, aber nachdem das Tool immer unzuverlässiger und die Metriken schlechter nachvollziehbar geworden sind, haben wir nun den Umstieg auf ahrefs gewagt.

    Bis dato sind wir sehr zufrieden und hoffen doch, dass das so weitergeht.

    Antworten

  10. Lohnt sich dieser hohe Preis wirklich? Der schreckt mich echt ab.
    Und gibt es eine günstiger oder kostenlose Alterative die vielleicht auf reicht? Jedenfalls für Anfänger.

    Antworten

    1. Hallo Sascha,

      der Preis lohnt sich. Du recherchierst neue Linkquellen etc. mit ahrefs deutlich schneller als mit anderen Tools. Und über kostenlose Tools brauchen wir in dem Bereich gar nicht sprechen. 😉 Probier doch mal die Backlinks einer Webseite auch nur ansatzweise ohne Werkzeuge zu finden und zu analysieren. Du findet viel zu wenige und du brauchst viel zu viel Zeit.

      Beste Grüße
      Soeren

      ps: Impressum als Bild ist nicht so prickelnd. 😉

      Antworten

      1. Hey. Danke für den Tipp.
        Ich habe das als Bild gemacht, weil ich nicht gerne möchte, das jeder meine Seiten mit meinem Namen findet. Hast du nen Tipp wie ich das anders lösen kann?

      2. Sascha, du könntest dein Impressum einfach auf Noindex stellen. Dadurch wird die Unterseite nicht in Google aufgenommen. Impressum als Bild ist rechtlich sehr bedenklich. Zudem kann jeder das Bild in die Bildersuche kopieren und sich alle Seiten anzeigen lassen, auf denen das Bild noch vorkommt. Es bringt dir also nicht wirklich etwas.

  11. Danke für diesen sehr umfangreichen Testbericht!

    Der einzige „Nachteil“ daran: Du hast mir den Mund so wässrig gemacht, dass ich ahrefs eigentlich gleich für ein ganzes Jahr buchen möchte.

    Starting Budget-Check…

    Antworten

  12. Hi Soeren,
    danke für den detaillierten Bericht!
    Mich würde mal interessieren, welche Tools Du regelmäßig benutzt – für On-/Off-Page Analyse, technische Analyse, usw.
    Danke und Grüße
    Roland

    Antworten

  13. Ein mächtiges Werkzeug das ich schon seit Jahren nutze. Es gefiel mir damals auf Anhieb – obwohl es für Anfänger sehr umfangreich geworden ist.

    Antworten

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