Affiliates begrüßen und verifizieren

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In Workshops und an Stammtischen erlebe ich immer wieder skeptische Blicke, wenn ich von Leuten verlange, Affiliates persönlich zu begrüßen und dabei auch noch schnell zu sein. Ich bin der Meinung eine Begrüßung kann über eine gute Partnerschaft entscheiden. Und dann steht da noch ein anderes Thema im Raum. Affiliates verifizieren bzw. deren Anschrift. Für beide Themen habe ich schöne Beispiele aus der Praxis.

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Fastbill Partnerprogramm – persönliche Begrüßung

Nachdem ich mich beim Fastbill Partnerprogramm registriert hatte, bekam ich sehr bald eine E-Mail mit der persönlichen Begrüßung von Christian Häfner. Er bietet sich mir für Fragen rund ums Partnerprogramm direkt an. Sendet mir dafür auch seine E-Mailadresse und Handynummer mit.

Außerdem erklärt er mir kurz die Coupons von Fastbill. Affiliates können Coupons erstellen mit denen geworbene Mitglieder kostenfreie Testzeiträume erhalten. Anhand dieser Coupons erfolgt auch das Tracking, somit ist kein Link notwendig. Natürlich gibt es klassische Links und Banner. Weil das mit den Coupons kein Standard ist, kriege ich auch eine kurze Anleitung dazu.

Ihr könntet euch also nun bei Fastbill registrieren und „eisy“ als Coupon eintragen.

Eine Woche nach meiner Anmeldung kommt erneut eine E-Mail von Christian. Er bietet mir wieder seine Unterstützung an. Fragt mich, ob ich eventuell eigene Werbemittel benötige für meinen Blog eisy.eu. Spätestens an dieser Stelle fühle ich mich gut betreut, denn er geht individuell auf mich ein. Er fragt auch, ob alles in Ordnung sei. Und was mich besonders freut, ich bekomme Informationen zu den Conversion Rates bei Fastbill.

Jetzt ist natürlich auch der Affiliate gefragt, also ich. Wenn mir jemand seine Unterstützung mehrfach anbietet, muss auch eine Reaktion kommen. Ich finde es nur fair dann zu reagieren. So schrieb ich heute Christian von meinem Vorhaben mit dem Fastbill Partnerprogramm und klärte ihn auf, was für Umsetzungen bereits erfolgt sind. Sein Ehrgeiz mir zu helfen trifft also nicht auf Verstummung.

Eine Verifikation nimmt Fastbill glaube ich nicht vor. Zumindest habe ich nichts bemerkt. Ist aber nicht schlimm für mich als Affiliate.

auxmoney Partnerprogramm – Verifizierung und Informationen

Bei auxmoney kam ebenfalls nach der Anmeldung direkt eine E-Mail. In der E-Mail wurde ich zwar nur mit einem Platzhalter als Namen angesprochen, aber die E-Mail ist hilfreich. Im Stil eines schönen Mailings erhielt ich gleich ein Video sowie Hinweise zu aktuellen Informationen wie etwa dem Partnerblog.

Im Partnerblog gibt es Themen rund um die aktuelle Entwicklung des Partnerprogramms, aber auch News von den Leuten hinter dem Programm. Ich finde die Abwechslung gut, auch wenn mir noch ein bisschen die Praxis im Blog fehlt. Etwas davon gibt es in der Wiki-Kategorie. 🙂

Die Verifizierung neuer Affiliates erfolgt auf dem Postweg. Ich bekam heute einen Brief von auxmoney mit der Begrüßung und einer kleinen, hochwertigen Broschüre. In dieser sind noch ein paar Fakten zum Programm und der Plattform drin.

auxmoney Partnerprogramm

Wäre der Brief nicht bei mir angekommen, also auf dem Postweg als unzustellbar zurück, hätte die Verifikation fehlgeschlagen. Ich finde diesen Weg sehr fair und ordentlich. Klar, hier man mit Briefkästen arbeiten, aber ganz ehrlich, passt. 🙂

Was gehört in eine Begrüßung?

Die beiden Partnerprogramme machen schon viel richtig. Ich finde jedoch, auxmoney dürfte sich noch etwas von der persönlichen Note die man bei Fastbill bekommt, abschauen. Fastbill pflegt auf den ersten Blick den intensiveren Kontakt und bietet sich eher an zu helfen.

Für mich gehört zur Begrüßung:

  • Persönliche Ansprache
  • Kontaktdaten zum Ansprechpartner
  • Rückfrage, ob ich bereits Material benötige
  • Die Abfrage meiner Erwartungen und Ziele

Diese vier Dinge sollten wirklich beim ersten Kontakt in der E-Mail vorkommen. Reagiert ein Affiliate nicht, sollte man durchaus auch nach einer Woche nachfassen. Irgendwann ist aber dann auch gut. Mag ja jeder seine Gründe haben wenn er nicht über seine Erwartungen etc. sprechen möchte.

Bei der Begrüßung neuer Affiliates haben sehr viele große und sehr große Agenturen in Deutschland extreme Defizite. Ich muss da auch keine Namen nennen. Möchte auch niemanden ärgern. Ich denke jede Agentur weiß selbst, was bei der Anmeldung in den Partnerprogrammen automatisch an die Affiliate verschickt wird. Hier nachzubessern und am Ende ja auch aktiv die Partnerschaft zu pflegen, sollte im eigenen Interesse sein.

Fazit

Affiliate-Marketing kann noch mit Service verbunden werden. Partner sind nicht nach der Registrierung auf sich allein gestellt. Man muss nur Glück haben mit der Auswahl des Programms. Ich bin der festen Überzeugung, die Affiliate-Agenturen können maßgeblich zum Erfolg eines Affiliates beitragen. Und dadurch auch selbst viel mehr Geld verdienen und die Merchants viel glücklicher machen.

Warum nur tun sie es nicht?

Ich weiß es, schreibe dazu auch bald noch einen Beitrag. Stichwort ist hier die provisionsbasierte Vergütung der Agenturen, wodurch kleine Affiliates oder neue Partner ohne große Seiten, erstmal wirtschaftlich langweilig sind. 😉
Titelbild © DOC RABE Media – Fotolia.com

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Über Soeren 569 Artikel
Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

10 Kommentare zu Affiliates begrüßen und verifizieren

  1. Hi Sören!

    Toll, dass du gleich drüber schreibst.
    Ich will das ganze noch mal zum Anlass nehmen um die Besonderheit eines direkten Partnerprogramms von uns als Programmanbieter hervorheben: Die Beziehung zum Partner/Affiliate. Besser als du es hier getan hast, kann man es wohl nicht darstellen. Wir haben Jahrelang auf klassische Affiliate Netzwerke gesetzt und ich hab mich immer gefragt, wie wir diese Aktiven-Rate von 1% besser bekommen. Am Ende war die einzige Lösung ein eigenes Programm anzubieten. Heute läuft beides parallel. Ein paar mehr Gedanken habe ich vor ein paar Wochen selbst übrigens verfasst, falls das jemand nachlesen will: http://de.letsseewhatworks.com/affiliate-netzwerk-oder-partnerprogramm/

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg mit eisy! Cooles Projekt!

  2. Lieber Sören,

    vielen Dank für Deinen tollen Artikel!
    Deinen Tipp mit den Kontaktdaten in der Willkommens-Email haben wir sogleich umgesetzt;)
    Übrigens versuchen wir jeden neuen Affiliate per Telefon persönlich zu kontaktieren, um Hilfe anzubieten. Leider habe ich Dich nicht erreicht.

    Alles Gute &
    Liebe Grüße aus Düsseldorf,

    Jörg (Affiliate Leiter)
    & Klaudija (Affiliate Online Marketing)
    vom auxmoney Partnerprogramm

  3. Hallo eisy, zwei sehr gute Beispiele! Ich nehme mir auch schon lange vor, in der Begrüßung gleich relevante Infos zu Topsellern, Kampagnen, Werbemitteln, Keywords, etc. zu liefern.

    Für mich wäre interessant, ob du beim Fastbill Partnerprogramm dieselbe Aufmerksamkeit bekommen hättest, wenn du kein bekannter Affiliate sein würdest?

    Aus meiner Sicht ist es für Advertiser nicht einfach, bei Partnerprogrammen mit mehreren zehntausend angemeldeten Affiliates jedem die gleich hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Wie du ja selbst mit der „provisionsbasierte Vergütung“ andeutest, fokussieren sich neben Agenturen auch deren Auftraggeber (Advertiser) auf die wirtschaftlich bedeutenderen Affiliate-Projekte. Ohne ein gewisses Potential in einem Affiliate-Projekt erkennen zu können, dürfte die Aufmerksamkeit bei großen Partnerprogrammen aus ressourcengründen nicht auf jeden Affiliate gleich verteilbar sein.

    Ab einer bestimmten Größe in der Praxis ähnlich schwer umsetzbar, dürfte die postalische Validierung der Adresse sein. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass Zalando an jeden Publisher in 15 Ländern einen Brief versendet und den Publisher erst zulässt, wenn der Brief nach 6 Wochen nicht als unzustellbar zurück kommt. Bis dahin wäre eine saisonale Kampagne aus Affiliatesicht kaum noch erfolgreich bewerbbar.

    • Hallo Sascha,

      die Frage mit der „Bekanntheit“ stelle ich mir auch immer. Muss ich zugeben. Und sicher hilft mir das bei so manchen Stolpersteinen in Netzwerken. Da ich aber auch den Artikel von Christian im eigenen Blog kenne (hat er im ersten Kommentar verlinkt), glaube ich nicht an eine Sonderbehandlung. Gerade bei Inhouse-Programmen habe ich häufig die Erfahrung machen dürfen, gut behandelt oder abgelehnt zu werden. Ein wirkliches Zwischending gibt es sehr selten. Ob hinter dem Inhouse-Programm einfach deutlich mehr Herzblut steckt? Wahrscheinlich.

      Wie du schreibst, stützt man sich in Netzwerken meistens auf die wirtschaftlich sofort bedeutsamen Projekte. Wer auf der Strecke bleibt sind die willigen, kleinen Seitenbetreiber. Und nie wird man als Merchant das echte Potential erfahren. Natürlich ist Masse ein Problem, aber Probleme sind zum lösen da. Ich bleibe dabei, eine provisionsbasierte Vergütung für Affiliate-Agenturen ist schlecht. Ordentliche Stundensätze und pauschale Vergütungen (kann ja alles kalkuliert werden) haben da echte Vorteile. Dann könnten auch Agenturen mehr Service bieten. Denn mit den Provisionsmodellen treibt man sich ja regelrecht selbst in die schlechte Betreuung.

      Aber ich denke hier kann es auch viele Meinungen geben. In Zukunft kommt ja wieder einiges an Affiliate Content auf eisy.eu. Da gibt es bestimmt oft Reibungen – konstruktiv und fair, wie immer. 🙂

      • Für mich ist der große Vorteil eines eigenen Partnerprogramms, dass wir den direkten Kontakt aufbauen können. JEDER wird angeschrieben, jeder bekommt meine Nummer und jeder wird mit Zusatzinfos ausgestattet, z.B. wie das mit dem Werben mit Coupon Codes geht.

        Außerdem schenken wir JEDEM Partner die ersten 1000 Coupons (wenn er einen Coupon Code einrichtet). Wir lassen diese entwerfen und drucken und schicken sie dem Partner nach Hause. Der Affiliate muss diese dann einfach nur noch verteilen und kann so 2 Monate FastBill Testzeitraum verschenken, statt einem Monat, wie es der standard ist.

        Die Kunden freut´s, der Affiliate bekommt Provisionen (ohne dass der Kunde es merkt), und wir freuen uns über neue Kunden.

        Win-Win-Win also… Die Coupons funktionieren aber nur gut, wenn jemand auch physischen Zugang zu potentiellen Kunden hat.

  4. @Sascha: Es ist bei uns nicht so, dass wir den Affiliateaccount erst freischalten wenn wir nach mehreren Wochen keinen Postrückläufer haben. Wir arbeiten da genau anders herum. Als Partner wird man erst mal zugelassen.
    Bei den neuen Partnern achten wir dann besonders intensiv auf „sauberes“ Bewerben von auxmoney und die Einhaltung unser doch recht strengen Nutzungsbedingungen.
    Kommt ein Postrückläufer wird dann der Account noch einmal besonders begutachtet. Lässt sich nicht klären wieso die Post zurückkam (beispielsweise mehrfache Anrufversuche sind auch erfolglos) wird der Account erst einmal solange gesperrt bis sich der Affiliate von selbst meldet um die Unklarheiten zu beseitigen.

    @Sören:
    Das mit der performanceorientierten Vergütung bei Netzwerken und Agenturen sehe ich ähnlich.
    Zum Thema Agenturen habe ich in meinem AffiliateRatgeber vor zwei Wochen einen Beitrag gepostet:
    http://affiliateratgeber.de/welche-gruende-gibt-es-sich-fuer-oder-gegen-die-zusammenarbeit-mit-einer-affiliate-agentur-zu-entscheiden/

    Vor allem die erfolgsabhängige Kostenstruktur nenne ich dort auch als Contra Faktor.

  5. @Affiliate Online Marketing

    Wie sind mit Affiliate fertig.
    Nach mehrmaligen Anmeldeversuchen und ablehnung,dadurch mehrer Support Mails erklärung unserer Seits, folgen plumpe ignoranz…
    Wir haben mehrere Webprojekte die wir Pflegen unter verschiedene Namen. Dieses wird nicht geschnallt…

    Also nutzen wir das zuverlässige GoogleAdSense

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