Affiliate-Tagebuch: Partnerprogramm & Nische

Mittwald Webhosting

Über das Partnerprogramm machte ich gestern bereits erste Angaben bzw. ich erwähnte schon mal um welches Programm es sich handelt. Um eine Website für dieses Programm aufzubauen, benötige ich weitere Informationen zum Online-Shop. Nur so kann ich von Beginn an mit guter Performance rechnen, ohne erst drei Monate in einer Dunkelkammer zu spekulieren. Aber erst möchte ich kurz auf das Programm selbst zu sprechen kommen.

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Taschenkaufhaus ist grundsätzlich für Einsteiger ein sehr interessantes Partnerprogramm. Der Thema „Taschen“ ist ein Dauerbrenner. Einsteiger können langsam, Stück für Stück eine Seite aufbauen, ohne sich hetzen zu müssen das irgendwann das Thema verloren ist. Taschen wird man immer verwenden. Die große Vielzahl an verschiedenen Taschen wie Umhängetaschen, Handtaschen, Rucksäcke, Schulranzen und Gürteltaschen. Unterteilen lassen sich diese in Herren-, Damen- und Kindertaschen. Bereiche und kleinere Nischen gibt es beim Taschenkaufhaus mehr als genug.

Nachfragen beim Merchant helfen manchmal beim Aufbau. Ich möchte wissen was die Top-Keywords und die besten Produkte vom Shop sind. Genau dies tat ich und mir wurde eine Liste von der betreuenden Agentur „projecter“ zugeschickt, der ich alle wichtigen Informationen entnehmen kann. Die Liste der Top-Keywords hat man in Business & Technik, sowie in Mode & Lifestyle Sets unterteilt. Eine Hilfe ist das dann, wenn man sich beispielsweise als Affiliate mehr auf die Business-Taschen konzentrieren möchte. So spart man sich die anderen Begrifflichkeiten.

Top-Keywords

Damit aber noch nicht genug, denn jetzt habe ich erst die Keywords. Die Bestseller in den Warenkörben kenne ich noch nicht. Dazu fehlt mir die Liste mit aktuellen Bestsellern. Diese habe ich ebenfalls erhalten. Es handelt sich hierbei um die besten Produkte im März 2011.

Bestseller Produkte

Diese Daten sind jetzt sehr wertvoll um eine passende Domain zu finden. Allerdings nur, wenn man auf eine Keyword-Domain setzen möchte. Man nimmt sich einfach die Keywords und kopiert sie bei einem Domainanbieter seiner Wahl in die Recherche. Bei den Top-Keywords wird man kaum eine gute TLD finden, wenn man nicht auf Exoten wie .co oder andere Endungen setzen möchte. Dafür gibt es jedoch auch eine Lösung.

Google Suggest

Man nimmt sich die Keywords und gibt sie in Google ein. Sowohl Einzahl, wie auch Mehrzahl. Bei Google Suggest erscheinen nun während der Eingabe bereits neue Vorschlage die auch auf das Suchverhalten des Nutzers einen Einfluss haben. Meistens findet man auf diesem Wege gute Domains die sich für eine Affiliate-Seite eignen und das soll keineswegs abwertend klingen.

Die Ledertaschen fürs iPhone sind sehr beliebt und sie werden es auch weiterhin sein. Nur hat der Merchant hier die passenden Produkte? Dazu mache ich zunächst eine einfache Abfrage der Domain und i.d.R. ist damit auch die Antwort gefunden.

Hinter dem ersten Ergebnis erhalte ich eine Menge Ledertaschen fürs iPhone und ich gehe davon aus, dies wird auch beim Nachfolger des iPhone4 wieder der Fall sein. Eignet sich also hervorragend um eine Nischenseite mit Ledertaschen fürs Apple Produkt zu gestalten.

Aber da fehlt ja noch die Domain. Wann man nach der schaut ist prinzipiell egal. Egal schaue eigentlich direkt nach Suggest danach, habe es aber hier jetzt vergessen und weil es ein Tagebuch ist, schreibe ich in der Reihenfolge meiner Handlungen. Die Domain ledertasche-iphone.de ist frei und auch alle anderen Domains dazu sind noch frei. Wer das möchte, könnte also an dieser Stelle die Domain registrieren und am Affiliate-Tagebuch nebenher mitarbeiten.

Damit man auch sieht was einen an Traffic allein aus diesem Grundgerüst erwartet, sollte man eine grobe Einschätzung vom Google Keywordtool einholen.

Klar sind die 2.080 Anfragen pro Monat auf den ersten Blick nur 69 Anfragen pro Tag. Wenn man nun AdWords-Anzeigen einbezieht und Positionen von 1 bis 10 bedenkt, über die sich alles verteilt, sollte man so fair zu sich selbst sein und mindestens die Hälfte wieder abziehen. Bleiben also 35 Besucher pro Tag. Rechne ich nun Foren, Blogs und andere Kanäle via Twitter, Facebook & Co. wieder rein, weiß ich das auch 100 Besucher am Tag kein Problem sind. Präsentiere ich meine Produkte gut und führe den Besucher gezielt an diese heran, „kann“ ich gute Conversions von 10 Prozent und mehr erreichen.

Provisionen

10 Taschen verkaufe ich am Tag. Um es einfach zu halten, kostet eine Tasche im Durchschnitt 30 Euro. Ich verdiene 5 Prozent bei bis zu 10 Sales im Monat und ab 30 Sales verdiene ich bereits 7 Prozent. Ich kann also auf dem Papier bereits ab dem dritten Tag 7 Prozent verdienen. Weil immer im Netto-Warenkorb gerechnet wird, muss ich nun noch die Mehrwertsteuer abziehen. Damit komme ich auf einen Produktwert von 24,30 Euro.

7% von 24,30 Euro = 1,70 Euro pro Verkauf ab 31. Sale. Weil ich ja 10 Produkte am Tag verkaufe, habe ich 17 Euro täglich auf dem Affiliate-Konto.

459,- Euro pro Monat bei 27 Tagen zzgl. der Provisionen aus den ersten drei Tagen bei 5 und 6 Prozent mit 30 Sales. Monatlich kann ich hier auf 500 Euro spekulieren.

… aber

Das ist nur mein erster Überschlag inklusive Spekulationswerten die ich mir aus Erfahrungen anderer Seiten ziehe. Mit dieser ersten Einschätzung entscheide ich mich nun für oder gegen das Projekt. Ich persönlich würde es schon nehmen, aber habe mich im Affiliate-Tagebuch für einen anderen Bereich entschieden.

Dazu aber später mehr, denn hier endet der „erste Eintrag für heute“, damit es keine Romane werden. Fortsetzung im Laufe des Tages.

Hinweis: Alle Tagebuch-Einträge sind in Zukunft im Tag „Tagebuch“ eingeordnet.

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Ich bin Soeren, Blogger und Betreiber von eisy.eu. Über die Jahre hat es sich ergeben, dass mich viele einfach eisy nennen. Das ist okay. :-) Ich blogge seit 2005 und teile hier mein Wissen und meine Erfahrungen.

12 Kommentare zu Affiliate-Tagebuch: Partnerprogramm & Nische

    • ups… vergiss bitte nicht spekulierten Traffic aus anderen Kanälen! Die 2.080 Anfragen auf 500 Euro runter zu brechen wäre nicht so gut. 😉

  1. Ich persönlich finde die Branche wenig lukrativ, bzw. mit einem Partnerprogramm das bei 25 Euro Umsatz nur 5 % abdrückt. In diesem Bereich gibt es doch PP die bis zu 30 % vom Umsatz an die Affiliates auszahlen.

    • Sorry, aber meckern bzw. kritisieren und dann keine Quellen nennen, ist irgendwie nicht das Prinzip einer Diskussion im Premium-Bereich. 😉 Sind ja hier nicht bei Abakus-Affiliate.

      Wäre schön wenn Du die Partnerprogramme namentlich nennst, damit jeder etwas davon hat und nicht extra recherchieren muss. Die Branche ist sehr lukrativ, da kann keiner was gegen sagen! Die Wahl des Partnerprogrammes ist immerhin jedem selbst überlassen. 😉

      So, nun freue ich mich auf Deine Ergänzungen!

  2. Die Werbemittelauswahl ist ja ganz nett beim Taschenkaufhaus, v.a. die interaktiven Widgets gefallen mir.

    Wie sieht es denn mit Produktfotos aus – hast Du da schon Erfahrung / Feedback, ob man die nutzen darf (download auf eigene Seite und umbennen)?

    • Die Produktfotos werden vom Taschenkaufhaus selbst geschossen und können daher frei verwendet werden. Am besten du holst sie dir aus dem Feed und kannst sie dann auch lokal abspeichern.

  3. Eine Anmerkung noch von mir. Es gibt ja die Tendenz, dass google mehr und mehr Marken bevorzugt, daher wird oft gesagt, Affiliates werdet zur Marke. Mit einer reinen Keyword Domain ist das oft nicht möglich. Daher teste ich bei ein paar Seiten die Kombination von Keyword mit Namen. Will man zum Beispiel die Schulranzen bewerben nimmt man die Domain Schulranzen-Schneider.de So hat man das Keyword, auf das man optimieren möchte und einen generischen Namen. Damit kann man meiner Meinung nach eine bessere „Marke“ aufbauen, kann zum Beispiel beim Linkbuilding (gutefrage) mal nur den Namen fallen lassen, anstatt immer die URL zu posten. Die Leute werden danach googlen. Möchte man eher eine Nische bewerben, also „ledertasche iphone“ macht es weniger Sinn, da die Domain sonst zu lang wird.

  4. Hey,
    eine kurze Frage – ich fokussiere mit den Nischen reinen SEO-Traffic, habe aber noch nicht so die Conversion-Worst-Case-Szenarien im Kopf. Wenn man gezielt Traffic abgreift, zum Beispiel (rein fiktiv).

    Fernstudium Bauarbeiter, 5 € PPL je Infoanforderung, 2.000 Suchen / Monat. Ich registrier mir die Domain fernstudium-bauarbeiter.de.

    Ist es da zu pessimistisch mit 1% PPL zu rechnen?

    Sprich:
    2.000 Suchen / 100 = 20 Leads * 5 € = 100,00 € ?

    Muss ja eine Rechenroutine geben um den Worst Case einer Seite zu bestimmen ob sich der Aufwand lohnt da was aufzusetzen.

    Ich hoffe es wird verstanden was ich meine :- )

    lg
    Tim

  5. Ich denke da gibt es keine „feste Rechnung“. Jeder einzelne wird mit der Zeit merken, dass er eine gewisse Conversion-Rate oft erreicht. Erfahrenere Leute haben zum Beispiel auch eine viel höhere Conversion-Rate, da sie gezielt wissen an welchen Stellen sich bestimmte Banner lohnen etc.

    Des Weiteren hängt es auch immer vom Thema der Webseite ab. Im Browsergame-Bereich sind zum Beispiel Conversion-Raten von ~20% keine Seltenheit…

    Generell denke ich aber, dass deine Annahme von 1% defintiv machbar sein sollte. Aber bedenke auch, dass Du von den 2000 Suchanfragen längst nicht 2000 Besucher kriegst…

    • Ich kann zu den ungefähren Einkünften und der Berechnungen nur so viel sagen, es ist kaum berechenbar. Dazu ein Beispiel mit einer Nischenseite.
      Ich besitze die Domain Hauptkeyword-kaufen.de mit diesem Hauptkeyword und mit der Kombination -kaufen stehe ich jeweils auf Platz 1 in den Serps. Laut Kewordtool gibt es zu Keyword ca 2400 Anfragen jeden Monat und zu der Kombi etwa 50. Es ist sehr Wechselhaft, was über diese beiden Kanäle an Traffic eintrifft, auch der Verkauf ist manchmal sehr dürftig, obwohl die Affiliate Links direkt auf die Seite des Herstellers führen. Im Januar waren es ca. 1700 Besucher und im März etwa nur 600. Kalkulieren kann ich da gar nichts.

  6. @ Tim

    DU kannst immer von einer CR Rate von mindestens 1 Pozent ausgehen, für eine unoptimierte Seite. Das ist meine Erfahrung.

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