Bei Wikipedia kommt es immer wieder zu Zwischenfällen verschiedener Größenordnungen, bei denen Artikel veröffentlicht werden die nicht der Wahrheit entsprechen. Ein letzter Fall erklärte einen Menschen als tot, obwohl dieser doch nur wegen Ermüdung geschwächt war und längst wieder auf den Beinen ist. Sowas kann nicht sein, auch wenn der Artikel bereits nach fünf Minuten durch andere Wiki-Nutzer gemeldet wurde, sorgte er doch für Aufregung. Angesichts solcher Vorfälle wirbt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales nun dafür, das solche Vorfälle unterbunden werden. Dafür muss man wohl auch die Grundidee von Wikipedia über den Haufen werfen.
Ursprünglich sollte Wikipedia für jeden frei sein. Dies bedeutet das jeder Nutzer an jedem Artikel mitarbeiten darf und jeder auch eigene Artikel frei veröffentlichen darf. In Deutschland ist es schon lange nicht mehr so einfach und es wird viel über Wikipedia geschimpft. Wales will nun einführen das Wiki-Artikel auch im englischen Wikipedia vor der Veröffentlichung erst kontrolliert und beurteilt werden müssen. Im deutschen Wiki ist dies bereits der Fall und so vergehen manchmal 2, 3 oder gar 4 Wochen bis der Artikel überhaupt online steht.
Sowas nervt Nutzer tierisch und das ist auch verständlich. Wollte man einst doch jedem die Möglichkeit bieten sein Wissen sofort weiterzugeben. Heute werden Artikel sogar hier und da mal gelöscht, ganz egal ob der Autor sich viel Mühe gegeben hat. Wer auch im deutschsprachigen Raum sein Wissen sofort und ohne komplizierte Freischaltungen weitergeben will, dem bietet sich Google Knol an. Bei Google Knol kann man sogar seinen AdSense-Account mit einbinden und somit über die erstellten Artikel Geld verdienen. Für manch einen Webmaster ist auch interessant, das Google Knol mit follow-Links arbeitet. Eine Alternative ist es in jedem Fall, auch wenn die deutsche Sprache in Knol noch weit hinten liegt. Vielleicht ist genau das der Reiz deutscher Autoren? Ich arbeite selbst auch schon an Knol, wie man an Browsergames und anderen Artikeln erkennt.









Wie so oft hat auch diese Diskussion zwei Seiten: Viele Menschen sehen Wikipedia mittlerweile als vertrauensvolle Infoquelle an. Auch Google gibt dem Projekt bekanntlich einen hübschen Schuss Trust. Daher ist es verständlich und richtig, Artikel von einer Gemeinde kontinuierlich arbeitender Editoren prüfen zu lassen. Doch auch diese Editoren sind in der tat auch nicht unfehlbar und in Einzelfällen sicher auch zu hart in der Entscheidung.
Also die Sache mit Wikipedia ist heikel, weil es völlig klar ist, dass wenn kein Moderator vorhanden ist, nichts nachgeprüft und nachrecherchiert werden kann.
Lässt man einen Webkatalog für ein Jahr unbeaufsichtigt, passiert nämlich dasselbe, dass dort nur Mülleinträge vorhanden sind.
Google Knol nutzen seit der Übersetzung in deutscher Sprache immer mehr Internetnutzer. Den Aspekt mit Follow-Links halte ich für sehr wertvoll. Kann Google Knol wirklich zum grossen Wikipedia-Konkurrenten schaffen?
Meinen ersten Knol habe ich auch bereits veröffentlicht, was eine Weile gedauert hat.