Beitrag wurde am 11. Feb 2009 verfasst und hat 3 Kommentare
Website von Wolfgang Schäuble gehackt
Ein Angreifer hat sich am Dienstagabend eine Sicherheitslücke im Content-Management-System Typo3 zu Nutze gemacht und die Website von Wolfgang Schäuble gehackt. Auf der Homepage vom Bundesminister Wolfgang Schäuble setzte der Angreifer dann einen Link zur Website des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung, so berichtete die Berliner Tageszeitung taz.
Im Content-Management-System Typo3 wurde vor kurzem eine Sicherheitslücke geschlossen, wohl aber wurde das Update auf der Website von Wolfgang Schäuble seine Homepage www.wolfgang-schaeuble.de nicht durchgeführt. Dies öffnete dem Angreifer Tür und Tor und so hinterließ er neben dem Link zur Vorratsdatenspeicherung auch freundlicherweise noch den Hinweis „Please update it, and change passwords“. Die Website von Schäuble ist mittlerweile gar nicht mehr im Internet zu erreichen. Peinlichkeit?
Schäuble setzte sich für die Protokollierung verschiedener Verbindungsdaten etc. ein, gegen die sich der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung seit langem wehrte. Es geht darum, das Telefon- und Internetverbindungen für mindestens sechs Monate gespeichert werden. Gestern war es erst soweit das eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gescheitert war. Initiiert wurde diese durch Irland und die Slowakei.
Es ging bei der Entscheidung des Gerichtshofs darum, ob die Richtlinie zur Speicherung von Internet- und Telefonverbindungen aller EU-Bürger, überhaupt auf einer passenden Rechtsgrundlage erlassen wurde. Wohl ganz im Interesse von Wolfgang Schäuble und seinen Anhängern erklärte der Gerichtshof die erlassene Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten im Sinne der Terrorabwehr etc. für rechtens.
Bei einer solchen Entscheidung kann so manch User schon mal in die Versuchung kommen. Seiten die von der Sicherheitslücke betroffen sind oder waren, haben sich laut weiteren Berichten auch recht einfach über Suchmaschinen aufspüren lassen. Die Website von Schäuble stand in der Vergangenheit schon unter Beschuss, so das es mehr oder weniger nur eine Frage der Zeit war, bis ein Hacker erfolgreich sein wird.
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Autor von Website von Wolfgang Schäuble gehackt ist : eisy
3 Kommentare
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Kategorie: Internet
Tags: Hacker, Onlinedurchsuchung, Schaeuble, Sicherheit, Vorratsdatenspeicherung
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Kommentare zu Website von Wolfgang Schäuble gehackt
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Danny
11. Februar 2009 um 19:08
Na endlich, wurde auch Zeit dass dem Typen mal n Denkzettel verpasst wird.
Rene
12. Februar 2009 um 09:16
@Danny,
an sich ist das schon richtig. Diesem paranoiden Wichtigtuer, der ja anscheinend den totalen Überwachungsstaat wünscht und dem dafür alle Mittel recht zu sein scheinen, muß sicherlich Einhalt geboten werden, damit wir hier nicht in ein paar Jahren faschistische Verhältnisse haben. Allerdings ist das für mich auch etwas beunruhigend. Nahezu alle Behörden, Unternehmen, etc. sind heutzutage vernetzt. Was da theoretisch durch Hacker für Schäden angerichtet werden können möchte ich mir gar nicht vorstellen….
René 2
12. Februar 2009 um 12:46
Hallo Namensvetter,
ganz ehrlich. Sicherlich freut es jedes Herz, dass dem Herrn Schäuble ein Denkzettel verpasst wurde und deine Bedenken zwecks Hacker versteh ich.
Aber weißte was schlimmer ist? – Es zeigt, wie sicher sicher ist, schließlich wollen die Personen uns ein Sicherheitsgefühl vermittelt und schaffen es nicht, weil die nicht mal selbst in der Lage sind, sichere Software zu entwickeln.
Für mich ist das ganze ein Schuß ins eigene Bein und ich wette der Datenhandel von großen Firmen richtet weit mehr Schaden an, als ein Hacker, auch wenn Sie es könnten.
Gruß