Beitrag wurde am 02. Feb 2009 verfasst und hat 1 Kommentar

Web-Pornos schuld an der Erotik-Krise

kussJeder muss einen Schuldigen für die Finanz- und Wirtschaftskrise haben, da gehört dann unweigerlich auch die Porno-Industrie mit dazu. Zumindest wenn es nach der Ex-Darstellerin und heutigen Produzentin Dolly Buster geht, hat man den Schuldigen bereits gefunden. Das Internet ist daran Schuld und um genauer zu sein, sollen es die kostenlosen Amateur-Pornos sein die sich auf zahlreichen Plattformen runterladen lassen, oder direkt online anschauen lassen. „Das Internet ist schuld. Die Amerikaner finden es wahnsinnig toll, sich beim Sex zu filmen und die Aufnahmen kostenlos ins Netz zu stellen“, so die Unternehmerin Dolly Buster gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

„Das ist für uns eine Katastrophe“ und diese führte bereits dazu, dass die Porno-Industrie in den USA bereits um finanzielle Hilfe vom Staat gebeten hat. Die kleinen spritzigen Webfilmchen sind aber nicht das einzige Problem. Sie teilen ihre Schuld mit dem Preisverfall des Euros, denn dieser ist das nächste Problem. Die heutige Produzentin hat ihren letzten Film als Darstellerin vor zehn Jahren gedreht. Nun ist sie Marktführerin und es geht der Industrie schlecht. „Wir haben zwölf Angestellte“ und ein paar Angestellte mussten bereits entlassen werden.

Mit dem Euro ist alles teurer geworden, ja da erzählt man den Leuten nichts Neues – nur der Porno, der hat seinen Preis scheinbar behalten. Dies führt zu einem großen finanziellen Problem das auch die Online-Pornos nicht besser machen. Larry Flynt, Herausgeber von Hustler wollte bereits den Kongress um eine Finanzspritze bitten. Die Höhe beläuft sich auf fünf Milliarden Dollar. Im Gegensatz zur Buster sieht er die Krise aber nicht auf Grund der Web-Pornos sondern wegen der Depressionen der Amerikaner die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst wird. Dadurch seien die Amerikaner seiner Meinung nach (laut Medienberichten) zu depressiv um sexuell aktiv zu sein.

Wie kommt die schlüpfrige Branche nun aus dieser Krise wieder raus? Die kostenlosen Amateur-Pornos kann man schlecht verbieten, da es jedem freisteht seine Lust und Leidenschaft zu filmen und dann gratis bereit zu stellen. Vielleicht muss die Industrie einfach selbst im Internet noch aktiver werden und das eigene Konzept deutlich überdenken, statt die Schuld auf andere Leute zu schieben.

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Kommentare zu Web-Pornos schuld an der Erotik-Krise

  • Jens

    2. Februar 2009 um 11:23

    Naja…prinzipiell wird es das gleiche Dilemma werden, wie in der Musikindustrie. Warum sollte jemand Geld für etwas ausgeben, was er umsonst bekommen kann…ich bin wirklich mal an Vorschlägen interessiert, was man anbieten sollte/könnte, um eine/diese “Gratis-Dienstleistung” wieder zu Geld zu machen…

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