WDF*IDF in OnPage.org

Vor etwa einem Jahr startete die Open-Beta Version von OnPage.org. Ich habe damals einen Testbericht über das Tool geschrieben und die frühen Funktionen ausführlich gezeigt. Die Analyse nach WDF*IDF war zu dieser Zeit noch nicht integriert und auch viele andere Funktionen wurden übers Jahr hinweg integriert. Da WDF*IDF in der Branche nach wie vor ein Thema ist, möchte ich heute die Funktionen des Tools in diesem Bereich betrachten.

Warum eigentlich über WDF*IDF nachdenken

In der Branche sind seit Monaten einige wilde Hühner unterwegs die immer wieder Behauptungen aufstellen, man würde besser ranken wenn man seine Texte exakt nach einer Formel schreibt. Links braucht keine Webseite, einfach nur WDF*IDF anwenden und die Seiten ranken beliebig. Da frage ich mich, warum haben die Leute Zeit solche Thesen aufzustellen? Müssten die nicht eigentlich genug Arbeit haben das ganze Geld auszugeben was sie bei Kredit, Krankenversicherung, PKV, Sofortkredit, Liebe machen etc. auf Platz 1 mit ihren Seiten verdienen? ;-)

Eben, so läuft es nicht und genau das bringt auch viele Text-Agenturen auf die Palme. Also nicht das es nicht so läuft, sondern das Kunden solche Effekte erwarten und dann auch penibel auf den korrekten Kurvenverlauf nach WDF*IDF schauen. Und wehe es passt nicht.

Was macht OnPage.org bei WDF*IDF

Normalerweise hat man ein Thema oder einen Begriff und möchte zu diesem gerne einen Text verfassen. Hintergrund ist die Absicht zu einem besseren Ranking. Tragen wir also in OnPage.org den Begriff „Suchmaschinenoptimierung“ ein.

Jetzt ermittelt das Tool durch einen eigenen Crawler die wichtigsten Terme (Begriffe) die auf den Webseiten innerhalb der TOP 10 zum Suchbegriff Google vorkommen. Sicher sind die TOP 10 bei weitem keine ausreichende Quelle um handfest mit einer solchen Formel – wie sie Karl Kratz Jahrzehnte später der Branche näher vorstellte – zu arbeiten. Dazu müsste man deutlich tiefer mit dem Crawler gehen. Allerdings, so ehrlich muss man sein, sind die TOP 10 in Verbindung mit der Formel von OnPage.org durchaus in der Lage nutzbare Resultate zu liefern. Und darum geht es uns Anwendern in erster Linie.

Schauen wir uns an was für Daten OnPage.org mir jetzt für meinen Begriff „Suchmaschinenoptimierung“ ausgibt.

In der rechtsseitigen Box wird uns vermittelt es wurden 10 URLs analysiert. Diese stehen auszugsweise in der Box. Dabei fällt auf, eines der Ergebnisse ein PDF ist. Ob das wirklich in die Wertung einfließt möchte ich anschließend zeigen. Zunächst werfen wir einen Blick in die ersten Daten.

Wir sehen eine Kurve bzw. zahlreiche Balken mit Zahlen an der einen Achse und Begriffen an der anderen. Dadurch können wir ermitteln wir häufig die Begriffe auf den Webseiten vorkommen. Da wir ja nur den Begriff „Suchmaschinenoptimierung“ als Referenz eingetragen haben, wollen wir nun im ersten Schritt einen Vergleich vornehmen. Was eignet sich besser als ein offiziell rankendes Dokument von Google? Leider kann man PDFs nicht crawlen lassen. Somit gehe ich davon aus, dass wir hier die Resultate aus 9 Dokumenten haben. Denn das Google Dokument ist nicht drin.

Nehmen wir also den ersten Platz, Wikipedia, als Referenz und schauen wie die Vergleichskurve aussieht.

Die jetzt eingezeichneten Linien gehören der Domain Wikipedia.org, speziell der deutschsprachigen Unterseite für Suchmaschinenoptimierung. Wir erkennen, die Seite ist beim Text an keiner Stelle auf dem Maximum sondern immer bei wichtigen Begriffen im oberen Drittel dabei. Außerdem ist die Domain auch keinesfalls bei allen Begriffen der TOP10 gelisteten Seiten dabei. Nehmen wir uns jetzt noch ein Beispiel aus dem Mittelfeld um langsam ein Gefühl zu bekommen was passiert.

Abschließend nehmen wir noch SEO-United.de als bekannte Branchenseite um zu sehen wie es sich dort mit der Termgewichtung verhält.

Wir haben drei verschiedene Seiten und eine Analyse des Ganzen. Wikipedia.org und SEO-United.de haben beide zahlreiche Peaks die zum Gesamtbild passen. Die Lexikon-Seite hat die wenigsten Treffer und SEO-United.de die meisten. Alle liegen jedoch unterhalb der Gesamtkurve. Niemand reizt hier das Maximum aus oder geht gar darüber hinaus.

Es ist anhand der visuellen Daten davon auszugehen, dass eine Position in der oberen Hälfte, jedoch nicht ganz oben, für Keywords und Texte eine der besten Lösungen sei.

Wettbewerb ansehen

Bei der Analyse kann man den Wettbewerb auch direkt betrachten. Dazu einfach über dem Chart auf den Menüpunkt klicken. Dann sieht man die Webseiten mit ihren eigenen Kurven. Ist für mich persönlich zu viel Chaos daher gebe ich immer lieber individuell eine URL zum Vergleich an. So viele Linien auf einen Blick ist mir zu krass. ;-)

Wir können hier aber auch mal unsere drei Seiten (Wikipedia, SEO-United, Lexikon-Suchmaschinenoptimierung) in den direkten Vergleich stellen. Da man andere Domains ausblenden kann ist das sehr gut zu machen.

Die Übereinstimmung bei vielen Begriffen ist zu sehen. Hier zeigt sich auch wieder meine vorherige Aussage, Wikipedia und SEO-United stimmen am besten überein. Man kommt also immer mehr in den Glauben, es wäre vorteilhaft sich nach diesem Schema auch beim eigenen Content zu orientieren.

Detailreporte

Im Detail kann man sich nun die Werte nach TF, WDF und WDF*IDF ansehen. Das funktioniert für jede Domain in den TOP 10 die ermittelt wurde und dazu dann für jedes Keyword. Für kleine Mathematiker und Zahlenjunkies eine coole Sache aber es führt mich nicht dahin, wo ich mit diesem Beitrag gerne hinmöchte. Deswegen nur kurz ein Screenshot und dann schnell weiter. ;-)

Das sind im Grunde nur die Zahlen die man vorher als Chart bekam. So lässt sich einfach nachsehen wie nah man mit seiner Seite an diversen Maximal- und Durchschnittswerten ist oder eben bei welchen Begriffen es komplett fehlt.

Eigenen Text nach Vorlagen schreiben

Erstellt man eine solche Analyse anhand eines Keywords, dann will man häufig in diesem Bereich natürlich neuen Content erstellen oder alten Content vergleichen und aufbessern. In OnPage.org nimmt man die Auswertung jetzt als „Vorlage“. Dazu gibt es einen Button unterhalb des orangen Charts.

Auf Basis dieser Vorlage öffnet sich nun ein minimalistischer Texteditor in dem ich beginnen kann meinen neuen Text zu schreiben. Alterativ kopiere ich einen in Word verfassten Text in das Feld. Ich nehme als Beispiel einfach mal einen Text von einer Webseite aus den TOP 30.

Was ist passiert? Der Text den ich eingetragen habe wurde vom Tool analysiert. Die Begriffe die relevant erscheinen für ein Ranking zu „Suchmaschinenoptimierung“ wurden gezählt und gewichtet. Dadurch wird mir unterhalb vom Editor assistiert. Bedeutet, OnPage.org sagt mir auf Wunsch beim Schreiben bereits welche Begriffe ich derzeit zu häufig zu selten oder noch gar nicht benutze.

Wichtig: Bitte niemals in so einem Editor direkt schreiben. Man lässt sich sonst womöglich zu sehr von den Vorschlägen ablenken und die Kreativität und Qualität des Textes bleibt eventuell auf der Strecke. Immer im Word oder einem anderen Produkt schreiben und anschließend reinkopieren sowie analysieren und ggf. anpassen.

Stellen wir mal auf den Detail-Modus um und schauen was OnPage.org uns dann liefert.

Das Tool zeigt einem also auch während des Schreibens auf Wunsch bereits die aktuellen Linien im Chart. So kann man besser erkennen wie stark ein Begriff bereits im Text vertreten ist. Für eine abschließende Analyse ist das natürlich besser als nur der Assistenz-Modus. Auch hier aber bitte erst nach Fertigstellung des ersten Text-Entwurfs reinschauen.

Also, warum WDF*IDF verwenden

Ich möchte mit den über 1.200 Worten vorab eigentlich nur eine Kleinigkeit ausdrücken. WDF*IDF ist vollkommen in Ordnung und legitim. Man sollte ein Tool seiner Wahl für die Analysen einsetzen und sich „inspirieren“ lassen. Möchte ich in einem Bereich einen Text schreiben, dann schaue ich OnPage.org rein und analysiere die TOP 10. Anhand der Auswertung suche ich nach Inspiration für weitere Inhalte die ich in meinem Text einfließen lassen kann. Ich schaue aber nicht wirklich auf irgendwelchen Kurven und Zahlen.

Möchte man unbedingt „Malen nach Zahlen“ nach Zahlen schreiben so sollte man sich bitte in etwa im Mittelfeld mit seiner Linie bewegen. Vielleicht ein Stück drüber aber keinesfalls als Limit. Ganz ehrlich, wir sprechen hier über nichts anderes als über die Keyworddichte und dessen muss man sich bewusst sein. Wenn ein Text – sei es drum wie die Formel lautet – mit diversen Keywords übermäßig geflutet wird, will ich den nicht lesen. ;-)

Fakten zu OnPage.org

Hier noch ein paar Fakten zum gezeigten Tool und anschließen / abschließend mein Fazit dazu. Projekt-Begrenzungen gelten nicht für die WDF*IDF Funktionen.

Funktionen PRO-Version Business-Version
Preis pro Monat 99.90 Euro 399.90 Euro
Anzahl der Projekte 1 (Upgrades möglich) 5 (Upgrades möglich)
Maximale Anzahl der Projekte 5 (größere Versionen verfügbar) 10 (mehr in SuperNova)
Server-Überwachung & Benachrichtungen
Crawling der Meta-Daten und SERP Snippets
Erfassung der Inhalte und Prüfung
Tools für die Seitenarchitektur
Check der internen Linkstruktur
Keyword-Monitoring
Sub-Accounts ab Business Version 25
Aufgabenverwaltung ab Business Version
White-Label Version ab SuperNova Version ab SuperNova Version
Preis pro Zusatzprojekt 54.90 Euro 54.90 Euro
Eingetragene Projekte wechseln ✓ alle 36 Stunden ✓ alle 12 Stunden
OnPage.org Account anlegen

Fazit

Die Funktionalitäten zu WDF*IDF innerhalb von OnPage.org sind am Markt aktuell die besten die ich öffentlich erhalten kann. Es gibt noch interne Tools mancher Personen die tiefer analysieren und mit verfeinerter Formel arbeiten, aber das ist für den Markt nicht der entscheidende Punkt. Wichtig ist, man bekommt hier ein nützliches Feature an die Hand für das viele schon als alleinige Funktion die 99 Euro im Monat bezahlen. Die Anzahl der zu analysierenden URLs oder Keywords ist nicht begrenzt. Man kann die Features also endlos viel benutzen und für beliebige Daten.

Jetzt kostenlos für meinen Nischenseiten-Newsletter anmelden

Über eisy (521 Artikel)
Hi, ich bin eisy (Soeren Eisenschmidt) und blogge seit 2007 auf eisy.eu. Meinen Weblog fülle ich bevorzugt mit Fachthemen rund um SEO, Affiliate-Marketing und relevanter Software. Regelmäßig ist mein Wissen bei Print- und Online-Magazinen gefragt.

35 Kommentare zu WDF*IDF in OnPage.org

  1. Hey Soeren!

    Schöner Beitrag! Wichtig zu erwähnen ist, dass im unteren Bereich der WDF-IDF Hüllkurve ein Ausbruch möglicherweise zu anderen Rankings zum Hauptkeyword führt. Mein eigenes Termgewichtungsexperiment (Seo Köln, siehe verlinkte Webseite) zeigt ganz klar, dass Rankings steigen, je holistischer ein Dokument einen bestimmten Themenkreis abdeckt. Erst, als ich auch im hinteren Bereich der Hüllkurve „brav“ knapp unterhalb des Maximums geblieben bin, stieg das Ranking wieder (Reserveursachen freilich nicht ausgeschlossen) an.

    Wie holistisch ein Dokument sein Themengebiet abdeckt ist übrigens sehr wichtig für Google – deswegen ist ein Ausfüllen im hinteren Bereich der Hüllkurve auch von Bedeutung.

    Wenn ich das Tool richtig verstanden habe, dann werden die Top-10 der Suchergebnisse gecrawled, zusammengefasst und gewichtet. Das ist nett – eine Top-30 Abdeckung wäre aus meiner Sicht aber noch etwas besser. Mit den letzten Google Updates ändert sich dann nämlich auch schnell die Termgewichtung in den Top-10. Für ein effektives „Outranking“ bedarf es dann der Nachjustierung.

    Und: schöner, lesbarer Inhalt sorgt am ehesten dafür, dass man oben bleibt. Was mich tatsächlich mal interessieren würde, wäre, ob auch Bilder-Texte und Alt-Texte vom Tool ausgewertet werden (bei Gegencheck mit Word in meinem Artikel hatte ich abweichende Werte). Schließlich geht es um die Termgewichtung DES / EINES HTML-Dokuments – das schlösse alle Terme mit ein und nicht „nur“ den Text.

    • Für solche Kommentare liebe ich Blogbeiträge! Danke für die korrekten Ergänzungen zum Artikel. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

  2. In die Analyse fließen nur die Top10 ein, ist das nicht ein bisschen zu wenig? Kann man das variieren?

  3. Ein interessanter Test wäre es mal zu schauen was passiert, wenn man die vorgeschlagenen Wörter nicht in den Text einarbeitet, sondern als jeweils eigene Unterseite erstellt, die dann über die Navigation verlinkt sind.

  4. Constantine // 24. Juli 2013 um 10:34 // Antworten

    Sehr schöner Artikel, der mir dieses Thema wirklich mal näher bringt. Ich bin ehrlich, ich habe keine Zeit und Lust die Formel dahinter bis ins kleinste Detail zu verstehen. Ich will praxisbezogene Lösungen, also nur anwenden ;)

    Gerade „schreiben nach Zahlen“ kann in dem Zusammenhang (so stelle ich es mir vor) zu einem großen Aufwand werden. Denn ich muss Begriffe rausschmeißen, reduzieren, erhöhen oder mit reinnehmen. Dadurch verändert sich die Struktur und Anteile aller Begriffe im Dokument aber wieder? So dass ich ewig nachbessern muss (so verstehe ich es).

    Da gefällt mir der Ansatz das Ergebnis der Analyse nur als Inspiration für weitere „Themenfelder“ zu nehmen, die ich noch nicht behandelt habe.

    Danke für diesen Einblick!

  5. Hi Eisy, guter Beitrag – war schön zu lesen. Was mich ein wenig irritiert, ist die Aussage, dass es „die besten“ Funktionalitäten sind, die man öffentlich bekommen kann. Ich habe verschiedene WDF IDF Tools im Einsatz und alle sind mehr oder weniger brauchbar. Solange ich den Code dahinter nicht kenne, kann ich aber nicht sagen, was besser und was schlechter ist? Meinst du damit die Usabillity oder die Ergebnisse? Bei den Ergebnissen habe ich zwar keine wissenschafltichen Test gemacht, aber funktionieren tun alle Tools, wenn man sie als kleinen Teil einer ganzen SEO und Content Welt sieht…

    • Hallo Thomas,

      die Usability ist immer auch eine Frage des eigenen Bedürfnisses. Die bewerte ich dann in solch einer Aussage eher nicht. Mir geht es dabei eher im die Qualität beim Crawling. Ich habe keine Einblicke in die genauen Berechnungen und Crawls, ich sehe aber was mir am Ende auf den Tisch kommt. Und besonders wenn ich den „Proof“ Filter noch zusätzlich verwende, komme ich mit OnPage.org bislang zu den besten Ergebnissen in der Analyse. Verglichen habe ich aber auch erst drei oder vier andere Tools und es kann immer sein das mir etwas entgeht. :-)

      Und auch hier würde ich nicht behaupten wollen, dass meine Meinung für jeden gilt. Ich persönlich finde die Resultate am besten. Ich würde mir nie anmaßen dabei für jeden zu sprechen. :-)

      • Servus Eisy,

        danke für die Antwort – freut mich. Tools sind ja oft auch Geschmackssache – ich verwende auch den einen Sichtbarkeitsindex lieber, als den Anderen ;).

        lg Thomas

  6. Gut geschriebener Artikel ;-)

    Nur eines stößt bei mir etwas auf Verwunderung. Wenn man eine Aussage wie
    „Die Funktionalitäten zu WDF*IDF innerhalb von OnPage.org sind am Markt aktuell die besten die man öffentlich erhalten kann.“ trifft, muss man hierzu nicht wenigstens die Mitbewerber entsprechend getestet haben? Oder besteht der Markt nur aus OnPage.org ? ;-)

    Wie kommt man zu dem Superlativ „die besten“, wenn man die Alternativen nicht kennt? Nur weil ich immer nur Smart fahre, ist ein Smart ja nicht gleich das beste Auto, oder ? ;-)
    Meines Wissens hat XOVI ebenfalls ein WDF*IDF-Modul und SEOlyze.com ist ein reines WDF*IDF-Tool. Bei den Testberichten kann man aber weder zum einen noch zum anderen etwas finden. Nur OnPage.org ist allgegenwärtig. ;-)

    Wir von SEOlyze.com finden es sehr schade, dass ohne einen expliziten Test der Markt beurteilt wird. Wir hatten extra einen Account für mehrere Monate für Test-Zwecke eingerichtet – leider wurde dieser nie verwendet. Gerne aktiviere ich dir diesen
    Account wieder, damit du einen Test durchführen kannst.

    • Puh… Danke für deinen Kommentar und Deine Meinung dazu.

      Es ist aber schade, nur weil jemand einen Test-Account nicht benutzt, gleich zu meinen man kennt das Tool nicht. Man trifft es im Einsatz bei Kunden an und man sieht es immer wieder in Runden mit Kollegen etc. Es bestanden für mich schon einige Möglichkeiten SEOlyze.com zu testen und auch die integrierten Features zu WDF*IDF in Xovi.de sind mir bekannt.

      Nur weil im Web bei Testberichten nicht viel über andere Tools geschrieben wird (oder meinst Du sogar explizit eisy.eu?) ist das nicht zeitgleich ein schlechtes Zeichen in Sachen Qualität. Eher sollte man sich überlegen ob die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden kann.

      Ich befürchte du fühlst dich von dem Bericht oben leicht angegriffen. Was ich in Grenzen verstehen kann aber was man akzeptieren muss. Wenn ich ein Tool teste und es für mich das derzeit beste Tool am Markt in diesem Bereich ist dann schreibe ich das öffentlich so. Der Vergleich mit dem Elefantenrollschuh hinkt. ;-)

      Und auf rhetorische Fragen ob der Markt nur aus OnPage.org besteht möchte ich nicht antworten. Da sind wir wieder im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Hatte Jaguar als Fahrzeugmarke auch einige Jahre verträumt und legt jetzt endlich neu los. :-) Dies aber nur als Einwurf weil du scheinbar eine Affinität zu Autos hast.

      • ah super schnelle Antwort :)

        nein ich fühle mich nicht wirklich angegriffen – wie geschrieben finde ich deinen Artikel sehr gut verfasst. Auch die einzelnen Teilbereiche sind gut herausgearbeitet. Das einzige was mir persönlich fehlt (auch wenn ich nun Betreiber eines anderen Tools bin ;-) ) ist, dass im Fazit mit einem Superlativ gearbeitet wird ohne den interessierten Lesern dafür Fakten vorzulegen. Und sind wir uns ehrlich, die Ergebnisse lassen sich schon sehr gut gegenüberstellen um eine Aussage treffen zu können „Tool A liefert hier gute Results Tool B dort“ bzw. „Tool A liefert ein sauberes Ergebnis weil ….“ daraus ließe sich ein Superlativ schon eher ableiten.

        Versteh mich bitte nicht falsch, ich lese deine Artikel immer sehr gerne und finde du machst einen super Job in deinen Tests, aber hier im Fazit fehlt mir persönlich die Vergleichsbasis/Begründung für den Leser um einen Superlativ „die besten“ treffen zu können.

        Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit gebe ich dir vollkommen recht, da muss man sich auch an der eigenen Nase fassen. Es ist halt immer unterschiedlich wie sich die unterschiedlichen Tools am Markt positionieren möchten, bzw. welche Basis (massive Manpower, bekannte Gesichter etc.) im Hintergrund steht.

      • Ich habe in meinen Testberichten bisher immer weitgehend auf die Erwähnung anderer Tools verzichtet. Der Hintergrund ist für mich klar. Ich möchte Lesern einen Einblick in das jeweilige Tool geben und sie nicht verwirren mit Vergleichen anderer Tools. Welches Chaos dies teilweise anrichtet sieht man am Mobilfunkmarkt mit Smartphones und Tarifen. In einem Xovi-Testbericht schreibe ich auch nicht was SISTRIX oder SEOlytics eventuell besser machen. Solche Sachen gehören immer in Vergleichsbeiträge aber nicht in Testberichte. Da behalte ich lieber den objektiven Fokus aufs jeweilige Produkt. :-)

        Für mich ist es schön zu wissen, dass Du dich nicht angegriffen fühlst. Das war mir jetzt wichtig.

  7. Also nach einem Gespräch mit Karl Kratz zu diesem Thema hat sich herausgestellt, dass es im Prinzip einer sehr großen Datenmenge bedarf, um eine vernünftige Aussage zur Thermgewichtung zu erhalten. Das bedeutet, dass etwa 30% aller Suchergebnisse zu dem Therm analysiert werden müssen, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.

  8. Sehr spannender Artikel. Und auch eine tolle Diskussion.

    Ich habe den selben Begriff auch gleich mal in das XOVI WDF*IDF Modul geworfen. Und hier kommt es schon zur ersten Verfälschung. Ich muss nämlich eine Referenz-URL angeben. Allein durch die Variation dieser Referenz-URL kommt es zu extremen Verschiebungen. Das kann ein Nachteil, aber auch ein Vorteil sein. Mit der Referenz-URL kann man hier ein wenig steuern, in welche Richtung die Optimierung gehen soll.

    Ansonsten ist es ein wirkliches Problem, dass man nirgendwo weiß, welche Informationen wirklich in den Korpus einfliessen und wie diese intern gewichtet werden.

    Das sieht man auch an den Keywords, die laut Tools die höchste Gewichtung haben sollen.

    Bei onpage.org wären die Top5:
    Suchmaschinenoptimierung
    Suchmaschinen
    Optimierung
    SEO
    Tipps

    Bei XOVI kommt da:
    suchmaschinenoptimierung
    seo
    suchmaschinen
    google
    website

    Vor allem weiter hinten, wenn die Hüllkurve flacher wird, tauchen immer wieder Ausreißer auf. Insofern bleibt auch bei so einem Tool immer die Pflicht des eigenen Denkens.

    Vorteil von XOVI. Ich kann eigene URLS eintragen. Somit kann ich mir in XOVI über die Keywordanalyse zum Beuspiel die Top100 ziehen und als URL-Quellen hinzufügen.

    Wenn ich das mache, bekomme ich auch deutlich bessere Vorschläge für die Hüllkurve.
    Ich werde das demnächst mal in einem Test verbloggen.

    • Jungs ;-)
      Karl Kratzens Seminare besuchen und Karl sprechen lassen.

      Und dann die Website-Boosting zu Bärbel und WDF-IDF lesen.

      Warum? Karl bezieht nie wirklich genau Stellung. Wieso? Weil es nervt, dann zu hören, dass WDF*p*IDF nicht funktioniert. Das liegt dann wohl am eingesetzen Tool. Und in der Tat, Karls Beiträge muss man _richtig_ lesen. Zwischen den Zeilen stehen die Informationen und man muss sich mit dem Thema _beschäftigen_, damit man eine leise Ahnung für einen Einstieg hat.

      Grundsätzlich ist die WDF-IDF Formel viel größer, als das was wir hier nun diskutieren. Zur Termgewichtung hat Google eine enorme Menge Daten im Index und es geht um die _Vereinigungsmenge_ aller Resultate in der Datenbank von Google, die einen Term i-n im Dokumentenkorpus j haben. Welcome to the system lesen. Und selbst durchrechnen. Anders geht’s gar nicht.

      Deswegen sprach ich auch davon, sich die Top-30 anzusehen :) und wenn man in den Top-10 ist, dann sollte man seine Ergebnisse nur noch mit den Seiten vergleichen, die über einem stehen.

  9. 30% aller Websites? Das könnten ja einige tausend werden…
    Die wieviel ersten Suchergebnisse benutzen denn.die jeweiligen tools
    hat da jemand mal einen Überblick?
    Danke und Glückwunsch zum tollen Artikel

  10. @simon Genau das ist ja das Problem, warum die Optimierungsergebnisse so weit auseinander gehen. Ich hatte auch mal das Tool von SEO LEO getestet und danach optimiert. Die Ergebnisse waren aber deutlich schlechter.

    Die Tools leben also auf jeden Fall von der Datenmenge. Die Formel stellt also eher weniger ein Problem dar, wohl aber die Serverleistung, die dahinter steckt.

    • Dann ist mit XOVI ja zumindest die Möglichkeit die Auswahlmenge zu vergrößeren. Ob hier aber ein Unterschied zwischen 100 oder 1000 Urls entseht, wage ich zu bezweifeln. Kommt auf auf die Test-ToDo-Liste.

  11. Guter Test mit sehr vielen interessanten Details.

    Als kleine Anmerkung noch:

    Wie nah man sich dem Maximum nähern darf hängt für mich maßgeblich von der Länge des Textes ab! Ist mein Text wirklich der beste, den ich im Netz finden kann – so oder so ähnlich hätte es sicherlich Karl formuliert – dann darf ich auch das neue Maximum definieren! Ist dem allerdings nicht so, dann ist es ratsam die von Eisy gezeichnete Kurve genauer zu betrachten.

    Aber auch hier empfehle ich, dass man nicht zu eng am Tool hängen sollte. Bleiben wir beim Beispiel, dann kann man deutlich erkennen dass der erste Abschnitt meines Textes wohl den Begriff Suchmaschinenoptimierung beschreiben sollte („Suchmaschinen“, „Optimierung“ und „SEO“) scheinen wichtige Begriffe zu sein.
    „Tipps“ und „Tricks“ könnten einen weiteren Abschnitt darstellen und es sollten natürlich Begriffe definiert werden („Linkpopularität“, „Offpage“, „Onpage“, „Linkbuilding“).

    Was möchte uns der Autor damit sagen? Nutzt das Tool für eure Gliederung! Überlegt, welche Passagen wichtig sind und welche Dinge eventuell in der Rangordnung etwas nach hinten rutschen können. Am Schluss wird man feststellen, dass die entstandene – natürliche Kurve – dem Ideal verdammt nahe kommt!

  12. Geht raus in die Sonne. Sorgt dafür, dass eure Dokumente einen unmissverständlichen Fokus erhalten. Genießt das Leben. Denkt über den förderlichen Einsatz sinngebender Terme mit einer hohen Gewichtung nach. Spielt mit euren Kindern. Das Kollektiv zeigt Dir sinnvolle Grenzwerte. Wenn Du noch keine Kinder hast, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, welche zu üben. Erstelle beste holistische Inhalte. Schreibe keine Texte nach einer Kurve. :)

    Immer auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen.

    • Karls 10 Gebote. ;-)

    • Leben genießen = Ich hole mir jetzt ein Eis.

      Mit dem Kind spielen = Ich glaub das ist noch auf Malle im Urlaub. Habs jedenfalls schon länger nicht mehr gesehen. Vielleicht ist es aber auch nur abhanden gekommen.

      Welche zu üben??? = Dem Karl ist auch warm!

      ;)

  13. Also ich benutze das kostenlose Tool auf http://onpage-tool.de/ für die WDF*IDF Analyse. Für mich reicht es.
    Der Texteditor von Onpage ist natürlich für nachträgliche Optimierungen sehr Komfortabel, aber das kann man auch manuell machen (Strg + F –> Keyword eingeben, Anzahl mit den Ø der Top 10 Vergleichen).

    • Ich finde diese Tools auch übertrieben teuer. Für einen Normale wie mich, der als Webmaster ein wenig Geld verdient, sind diese Tools unbezahlbar. Und wenn sie dann schon 99€ im Monat kosten, dann sollten sie wenigstens unendlich viele (oder zumindest 10-20-30 oder 50) Projekte unterstützen. 99€ für 1 Projekt ist schon extrem.

  14. Interessant. Gibt es eigentlich Beweise, dass einer der auf Platz 100 war und seinen Text optimiert hat, nun in der Top 10 ist?

  15. @Rainer: Ich kenne einige Dutzend Personen, die Seiten für relativ herausfordernde Suchbegriffe (Einzelterme + eine Fülle an daraus resultierende transaktionale Terme) von 100+ in den 10+ bzw. in den 3+ Bereich optimieren konnten … über all die letzten Google-Updates stabil. Und auch das Gegenteil war gut beweisbar: Sobald ein Dokument de-optimiert wurde, ging das Ranking für den Term binnen kurzer Zeit verloren.

  16. Chris & Karl Kratz: Danke für eure Antworten. Ich habe mir mal den Link durchgelesen und werde es mal versuchen. Den auch als momentaner Hobby-SEO möchte ich gerne Besucher haben. :-)

  17. Hallo Soeren! Super Beitrag, sehr detailliert. Du schreibst unter „Was macht onpage.org bei WDF*IDF folgenden Satz: „Jetzt ermittelt das Tool durch einen eigenen Crawler die wichtigsten Terme (Begriffe) die auf den Webseiten innerhalb der TOP 10 zum Suchbegriff Google vorkommen.“ Ich glaube du meinst „Suchbegriff IN Google“ oder? Ich weiß, das ist kleinkariert, kann aber zu Verwirrungen führen :)

  18. Hi Soeren,

    danke für den tollen Artikel, selbst ich habe ihn verstanden und erkenne auch als Anfänger die Wichtigkeit von WDF*IDF. Auf onpage.org bin ich schon desöfteren gestoßen und empfand das Angebot mehr als interessant. Aber gerade als Anfänger oder Existenzgründer sind 99 Euro im Monat pro Seite ziemlich teuer. Einnahmen aus den eigenen Seiten sind kaum vorhanden und bei kleinen Unternehmen ist die Hemmschwelle zu groß um 99 Euro pro Monat zu investieren für „NEULAND“ :D. Aktuell nutze ich XOVI und bin mehr als zufrieden, aber wie schon oben gesagt bin ich Anfänger und arbeite mich gerade erst in die Materie SEO rein.

    Leider gibt es keine Testphase wo man sich selbst ein Bild von onpage machen kann,

    Gruss Daniel

  19. Da WDF*IDF für viele immer wichtiger ist und sich die Geister und Meinungen über Formeln & Co. scheiden, habe ich auch mal ein kostenloses WDF*IDF-Tool auf den Weg gebracht und biete es jedem ohne Registrierung oder Anmeldung zur freien Verfügung an.
    Würde mich freuen, wenn sich das ein paar Leute mal ansehen und mir ihr Feedback geben, damit ich das weiter optimieren kann.

5 Trackbacks & Pingbacks

  1. Wie erstelle ich die richtigen Inhalte für mein Blog » Erste Schritte mit dem easyPOWERblogsystem
  2. WDF*IDF Analyse mit XOVI - Teil 1 | TOOLflow.de
  3. Webmaster News KW 30 - Pimp your Richsnippet, WDF*IDF, Google Updates und mehr
  4. Wie erstelle ich die richtigen Inhalte für mein Blog - seo, WDF*IDF
  5. OnPage.org Testbericht: Erste Schritte

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*