Was hält Google von versteckten Texten hinter Buttons

Matt Cutts nahm sich gestern wieder knapp zwei Minuten Zeit und beantwortete die Frage eines Webmasters via Video. Wer seine Aktivitäten verfolgt wird wissen, dass es diesen Monat schon einige spannende Fragen und Antworten gab. Diesmal wollte Thomas Greiner aus Köln wissen:

Original: „How does Google treat hidden content which becomes visible when clicking a button? Does it look spammy if most of the text is in such a section? (e.g. simple page to buy something and „show details“ button which reveals a lot of information about it.)“

Sinngemäß: „Wie behandelt Google Inhalte, die hinter Buttons und Textlinks versteckt sind und nur angezeigt werden, wenn man auf diese klickt. Sieht Google es als SPAM an wenn der meiste Inhalt hinter solchen Abschnitten liegt? Zum Beispiel ein „Details anzeigen“ Button der mehr Informationen zu einem Produkt offenbart was man kaufen möchte.“

Wie versteht Google versteckte Texte

Es ist für Google kein Problem wenn Seitenbetreiber diverse Texte durch sogenannte Tabs oder Toggle verstecken. Bei vielen Webseiten ist dies eine Notwendigkeit um Informationen optisch und nutzerfreundlich gesund in die Seite zu integrieren. Diese Technik hat Google längst als „normal“ eingestuft. Ein besonders schönes Beispiel bringt Matt Cutts als er Wikipedia.org erwähnt. Die mobile Webseite von Wikipedia.org besteht zum Großteil aus Text-Buttons / Textlinks die Informationen verstecken. Der wenigste Content ist direkt beim Abruf sichtbar.

Onlineshops verwenden diese Technik auch. So werden auf Produktseiten meistens nur kurze Beschreibungen gezeigt. Hinter Tabs findet man ausführliche Informationen wie „Technische Details, Hersteller-Informationen, Bewertungen“ und jeder Menge anderer Daten. Es ist okay und macht Webseiten übersichtlicher. Das will Google, denn Google will Besucher auf Webseiten führen wo diese zufrieden sind und alles finden was sie vorher in der Suchmaschine eingaben.

SPAM kann Google dennoch nicht leiden

Man merkt jedoch wenn ein Webmaster diese Methoden einsetzt um große Mengen an Text vor Besuchern zu verstecken. Nur ein winziger Button und dahinter gleich sechs Seiten Content, womöglich noch in Verbindung mit Keyword Stuffing, ist für Google eine Grenzüberschreitung. Hier darf man mit Konsequenzen rechnen da man gegen Richtlinien der Suchmaschine verstößt.

Fazit

In den meisten Fällen waren es Shopbetreiber die mich persönlich die letzten Jahre immer wieder fragten ob sie solche Tabs benutzen sollten. Abgeraten habe ich nur bei künstlichen Textverlängerungen. In Shops, wo es zumeist sogar technisch schon integriert war, habe ich dieses Vorgehen immer unterstützt. Allerdings schon immer in Maßen und nicht in Massen. Ich finde es sehr angenehm jetzt von Matt Cutts dazu eine Videoantwort zu haben. Hilft natürlich auch um Kundenfragen fundierter zu beantworten. Denn wir arbeiten schließlich im Rahmen der Richtlinien von Google also glauben Kunden auch den Antworten Googles am ehesten. :-)

Bild © badmanproduction - Fotolia.com

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6 Kommentare zu Was hält Google von versteckten Texten hinter Buttons

  1. Als ich die überschrift gelesen habe
    -Was hält Google von versteckten Texten hinter Buttons-
    dachte ich mir
    -garnichts-

    Denn ein bekannter wurde dafür schon von Google bestraft, doch dein Beitrag hat das ganze nochmal anders Belichtet.
    Man sollte es halt nicht übertreiben. Das kann Google in keinem Zusammenhang gut leiden :D

    Lg Manni

  2. Wenn Google diese „Hidden Contents“ als schlecht ansehen würde, hätte ich heute angefangen meine eigene Suchmaschiene zu Programmieren *scherz*. Erlich gesagt ist es immer wieder spannend und aufschlußreich, was google jetzt schon wieder verändert hat und welche aufgabe diesmal auf mich zukommt. Doch irgendwann hab ich die schnautze voll..

    Klar ist google einfach die bekannteste SM, aber ich lese seit einiger Zeit das google momentan alle nervt.

    Danke für deinen Informativen Beitrag, so kann ich wenigstens demnächst mit gewissen meine Aussage stützen.

  3. Zum Glück erkennt Google den praktischen Nutzer der hinter dieser Funktion steht. Google ist aber leider nicht bei allen Punkten so pragmatisch!!!

  4. Es ist eben wie bei allem. Übertreibe es und Tante Google betraft dich.
    Haltet man sich aber an die Vorgaben und macht ab und zu etwas nicht sooooo von google geliebtes ist das okay

  5. Ich nütze auch diese Technik und habe bisher keine Probleme mit Google. Wie besprieben darf man es natürlich nicht übertreiben.

    Gruß Mika

  6. Vielen dank für den guten Artikel.

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