Twitter und Jugendliche? Bisher nicht kompatibel

Kaum macht ein britischer Jugendlicher mal eine Studie für die US-Bank Morgan Stanley zum Thema Medien- und Internetverhalten Jugendlicher, schon rollt eine Welle der Aufregung durch die Medienlandschaft. Der Grund: Jugendliche nutzen sehr gerne soziale Netzwerke, also Facebook etc. aber bei all der Vorliebe zum social Web, bleibt der Kurznachrichtendient Twitter bei Jugendlichen auf der Strecke.

In seiner Studie die von der Morgan Stanley Bank an Kunden in der ganzen Welt verschickt wurde, schreibt der Teenager Matthew Robson „Teenager nutzen Twitter nicht“ und macht das Thema des Tages perfekt. Bereit für einen derartigen Dienst wie Twitter zu bezahlen? Nein, lehnen die Jugendlichen ab, denn Twitter sei uncool.

Persönlich finde ich die Art und Weise wie die Jugendlichen über Twitter denken etwas sinnentleert. Scheinbar nutzen die User lieber richtige SMS und bezahlen dafür Geld, anstatt ihre Zeit in ein Netzwerk wie Twitter zu investieren um dort Kurznachrichten per Web oder Handy zu versenden. Eine Begründung ist beispielsweise das den Twitter-Profilen der Jugendlichen ohnehin niemand folgt. Na, aber keinem Profil folgen von Beginn an welche und auch bei Facebook hat man ja nicht sofort hundert Leute kontaktiert. Kontakte sammeln muss man überall, da hat der 15-jährige Matthew Robson in seinem Praktikum bei der Londoner Filiale der Morgan Stanley aber recht schwammig kommentiert.

Weiteres Medien- und Internetverhalten von Jugendlichen sei laut Matthew Robson, dass Jugendliche gerne Musik hören, dafür aber selten das Radio benutzen sondern viel lieber illegale Downloads ausführen oder die Musik direkt auf den entsprechenden Websites hören. Was die Liste der Studie immer länger macht, geht auch in Kurzform: Alles was ein Kabel hat ist doof. Touchscreens, große Speicherplätze für Musik und Videos und überdimensionale TV-Geräte sind cool. Das ist es also was Jugendliche wirklich mögen.

Wie ein Mitarbeiter der Morgan Stanley bereits am Dienstag mitteilte, sind die Reaktionen auf die Studie des 15-Jährigen wirklich super gewesen. Klar, ist ja auch spitze, ich will mich solch einer Aufgabe nicht stellen, auch wenn es sicher sehr viel Wert ist, wenn man sich solche Mühen macht, Klasse!

SEO Workshops
Über eisy
Hi, ich bin eisy (Soeren Eisenschmidt) und blogge seit 2007 auf eisy.eu. Meinen Weblog fülle ich bevorzugt mit Fachthemen rund um SEO, Affiliate-Marketing und relevanter Software. Regelmäßig ist mein Wissen bei Print- und Online-Magazinen gefragt.

4 Kommentare zu Twitter und Jugendliche? Bisher nicht kompatibel

  1. Zwischen SMS und Twitter besteht ja immerhin noch ein Unterschied: Die SMS kann nur der Empfänger lesen – nicht die ganze Welt. Wobei ich vermuten würde, dass dieser Unterschied den meisten Jugendlichen egal ist, es soll ruhig alles preisgegeben werden.

  2. Klar hat man bei Facebook gleich mehr Follower. Da sind auch schließlich auch all die Freunde aus der Schule. Twitter hingegen ist gerade in der Phase, dass sich da kaum ein Jugendlicher registriert. Also sollte einer den ersten Schritt wagen, in der Hoffnung dass auch andere da sind, und dann feststellen dass ihm keiner folgt, so geht auch wieder und sagt all seinen Freunden, dass Twitter “blöd” ist.

    Auch ich habe so eine Äußerung zuhören bekommen. “Auf Twitter ist ja nichts los. Total langweilig.” Ich bin jedoch schon etwas länger bei Twitter und bin eigl. rund um zufrieden. Schließlich folge ich Leuten, die sich mit dem Thema XY sehr gut auskennen und keinen Unsinn schreiben. Und für den “Chat” mit Schulfreunden gibt es immer noch MSN, ICQ, Skype, Jabber und andere Messenger.

  3. Ich kann Alex nur zustimmen. Zusätzlich ist Twitter nicht so geeignet für Jugendlich wie z.B. Facebook oder die VZ-Portale. Jugendliche wollen neben Chats und Mails, insbesondere ein virtuelles Profil mit Fotos, Gruppen, etc. aufbauen. Twitter kann den Jugendlichen so etwas nicht bieten und verliert durch reine Kommunikation schnell das Interesse der verwöhnten Social-Communities-Teens ;)

  4. Also ich muss sagen, private Kontakte habe ich in Twitter auch eher weniger. Die Follower die ich habe sind “bekannte” aus der Bloggerscene und ähnlichem. Alle die ich aus meinem RL biser an Twitter rangeführt haben stellten es sehr schnell ein Tweets zu schreiben, wahrscheinlich aus den besagten Gründen zuwenig Follower

    grüße
    Duergy

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Medialer Kanalkonflikt durch Twitter | elektrodampf GmbH

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*